Campus

Dieses Handlungsfeld beschreibt Aktivitäten und Initiativen, die das Campusleben betreffen, einschließlich studentischer Organisationen, kultureller Veranstaltungen und sozialer Interaktionen, die das Leben auf dem Universitätsgelände prägen. Der Campus der Universität Paderborn bietet Studierenden, Mitarbeitenden und Lehrenden vielfältige Möglichkeiten zur akademischen und persönlichen Entwicklung. Neben Studienberatung und Berufsorientierung wird besonderes Augenmerk auf die Unterstützung von sozialem und kulturellem Engagement gelegt. Studierende sollen sich als aktive Mitgestaltende des Hochschullebens einbringen und dabei Kompetenzen für eine verantwortungsvolle, demokratische und nachhaltige Teilhabe an gesellschaftlichen Transformationsprozessen entwickeln. Kulturelle Angebote, studentische Initiativen und Service Learning stärken das Gemeinschaftsgefühl. Gleichzeitig ist Unterstützung essenziell, um die Balance zwischen steigendem Leistungsdruck, psychischen Belastungen und Engagement zu halten.

Stra­te­gi­sches Ziel

Die Universität Paderborn soll zu einem zentralen Ort der Vernetzung und des gesellschaftlichen Engagements werden, indem sie Studierende und Mitarbeitende für ökologische Verantwortung, soziale Gerechtigkeit und ökonomische Zukunftsfähigkeit sensibilisiert, ihre aktive Beteiligung an Transformationsprozessen sowie an der Gestaltung eines barrierefreien, demokratischen Campuslebens ermöglicht und so ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl fördert – mit dem Ziel, einen langfristigen positiven Beitrag zum Hochschulalltag und zur regionalen Entwicklung zu leisten.

Ope­ra­ti­ve Zie­le

  1. Hochschulinitiativen

    Hochschulinitiativen und studentischen Projekten mit Nachhaltigkeitsbezug werden unterstützt. Zudem werden auch Projekte unterstützt, die nicht explizit unter dem Label „Nachhaltigkeit“ laufen, aber Impulse für einen zukunftsorientierten und gerechten Campus setzen.

  2. Sensibilisierung

    Alle Hochschulangehörigen sollen für globale und lokale Herausforderungen sowie die Stärkung der Fähigkeit, eigene Haltungen, Strukturen und Praktiken im Hinblick auf ihre Zukunftsfähigkeit kritisch zu hinterfragen, sensibilisiert werden. Dabei stehen nicht nur ökologische Aspekte im Fokus, sondern auch Machtverhältnisse, Gerechtigkeitsfragen, kulturelle Vielfalt und ethische Verantwortung.

  3. Vernetzung

    Offene und niedrigschwellige Begegnungsräume – physisch wie digital – werden geschaffen, ebenso Formate der Kooperation, die interdisziplinären Austausch und gemeinsames Lernen zwischen Studierenden, Lehrenden, Mitarbeitenden und externen Partner*innen fördern. Ziel ist ein demokratischer Campus, auf dem Beteiligung und Mitgestaltung gelebte Praxis sind.

  4. Weiterentwicklung des Campus als Erfahrungsraum für zukunftsfähiges Leben und Arbeiten

    Maßnahmen wie Dachbegrünung, Regenwasserretention, Ausbau regenerativer Energien oder Gestaltung sozialer Aufenthaltsflächen dienen nicht nur ökologischer Optimierung, sondern verbessern auch die Aufenthaltsqualität, fördern Lerngelegenheiten und regen zur aktiven Auseinandersetzung mit gesellschaftlichem Wandel an.

  5. Kooperationen mit Schulen stärken und Schüler*innen beteiligen

    Langfristige Partnerschaften mit Schulen der Region sollen aufgebaut werden, um zukunftsrelevante Themen gemeinsam zu bearbeiten und Schüler*innen aktiv in partizipative Lern- und Gestaltungsprozesse einzubeziehen. Die Universität wird dabei als Lern- und Begegnungsort für junge Menschen geöffnet – z. B. durch Projekttage, Schüler*innenlabore, Peer-to-Peer-Formate oder gemeinsame Veranstaltungen mit Studierenden. Ziel ist es, Transformationskompetenzen frühzeitig zu stärken und Bildung als gesellschaftliche Mitverantwortung erlebbar zu machen.

Im­pul­se

  1. Anregen universitären Engagements

    Die Konzeptionierung einer digitalen Ideenplattform zur Einreichung und Entwicklung von Projektideen für Studierende und Mitarbeitende (hier: Abstimmung mit dem Studierendenwerk bzgl. gemeinsamer Nutzung und Sichtbarkeit) wird erfolgen, ebenso die Entwicklung einer integrierten Kommunikationsstrategie für Nachhaltigkeits- und Engagement Projekte.

  2. Strategische Ansprache von Schulen und Schüler*innen

    Die Zentrale Studienberatung (ZSB) ist federführend bei der Koordination der Ansprache von Schulen; Nachhaltigkeitsthemen der Universität werden systematisch in Ansprache der Schulen integriert, etwa durch Integration von Nachhaltigkeitsbezügen in Newslettern für Schulen.

  3. Kooperationsplattform

    Quartalsweise Treffen zwischen dem Nachhaltigkeitsbüro der Universität Paderborn und dem Studierendenwerk zur Abstimmung von Schnittstellen wird stattfinden. Es soll eine Kooperationsagenda zu Themen wie nachhaltiges Campusleben, studentisches Engagement, Wohnen, Veranstaltungsformate erarbeitet werden. 
    Fragefokus:
    → An welchen Stellen können und sollen Universität und Studierendenwerk bei der Verfolgung von Nachhaltigkeitszielen systematisch zusammenarbeiten?       
    → Wie wird diese Zusammenarbeit organisatorisch gestaltet und sichtbar gemacht?

  4. Aufenthaltsqualität steigern

    Attraktive, nutzungsfreundliche Aufenthaltsorte auf dem Campus sollen geschaffen werden – z. B. Outdoor-Lernorte, Ruhezonen, wettergeschützte Sitzbereiche oder Orte für spontanen sozialen Austausch.

  5. Niedrigschwellige Begegnungsräume schaffen

    Offene, informelle Orten für soziale Interaktion, studentisches Engagement und interdisziplinäre Zusammenarbeit sollen integriert werden – innen wie außen, etwa durch Sitzplatzgestaltung im Campusraum.

  6. Digitale Räume für Teilhabe und Zusammenarbeit stärken 

    Der Ausbau und die bessere Zugänglichkeit digitaler Infrastrukturen, die kollaboratives Arbeiten, hybride Lernformate und barrierearme Beteiligung ermöglichen (z. B. Plattformen, virtuelle Treffpunkte, digitale Lernorte), sollen erfolgen. 

  7. Partizipative Campusgestaltung fördern

    Partizipative Prozessen zur Ermittlung dessen, was Studierende und Mitarbeitende für einen „Wohlfühlcampus“ benötigen – mit anschließender Umsetzung konkreter Anregungen in Gestaltung und Infrastruktur – sollen durchgeführt werden.

  8. Nachhaltige Campusentwicklung begleiten

    Eine frühzeitige Beteiligung an Planungsprozessen gemeinsam mit dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) wird angestrebt, um Bedarfe und Ideen (z. B. Aufenthaltsqualität, soziale Nutzbarkeit, ökologische Aspekte) in die bauliche Entwicklung einzubringen.

Kon­takt Nach­hal­tig­keits­bü­ro

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