Uni­ver­si­tät Pa­der­born ver­öf­fent­licht ers­te Nach­hal­tig­keitss­tra­te­gie

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Zwölf Handlungsfelder, umfassende strategische und operative Zielstellungen, ein Orientierungsrahmen: Die Universität Paderborn hat ihre erste Nachhaltigkeitsstrategie veröffentlicht. Dabei hat sich die Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit schon zu Beginn des Strategieprozesses dafür entschieden, die Entwicklung an der EU-Richtlinie „Corporate Sustainability Reporting Directive“ (CSRD) und die damit einhergehende Struktur der „European Sustainability Reporting Standards“ (ESRS) zu nutzen. Das bedeutet, dass die Universität einem Vorgehen folgt, das sich an den Berichts- und Steuerungsstandards großer Kapitalgesellschaften in Europa orientiert und dieses methodisch auf den Hochschulkontext überträgt. Eine Berichtspflicht nach CSRD besteht für die Universität nicht. Die Anwendung des Rahmens erfolgt freiwillig und dient der strategischen Steuerung. „Dieser Ansatz ermöglicht es uns, die wesentlichen Nachhaltigkeitsauswirkungen, Risiken und Chancen unserer Universität systematisch, zukunftssicher und vergleichbar zu erfassen“, erklärt Prof. Dr. René Fahr, Vizepräsident für Transfer und Nachhaltigkeit.

Orientierungsrahmen durch Teilhabe, Transparenz und Transfer

Die Entwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie war ein partizipativer Prozess, bei dem zentrale Anspruchsgruppen der Universität einbezogen wurden und in der weiteren Implementierung einbezogen werden, um eine ganzheitliche und lernorientierte Basis zu schaffen. Methodisch folgte die Analyse dem Prinzip der doppelten Wesentlichkeit: Erfasst wurden die Auswirkungen der Universität auf Umwelt und Gesellschaft ebenso wie die Risiken und Chancen, die aus Nachhaltigkeitsthemen für die Universität selbst entstehen. Beide Perspektiven wurden in moderierten Workshops mit Stakeholder-Vertreter*innen erhoben. Dabei wurden die Auswirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette sowie die Risiken und Chancen szenariobasiert besprochen. Die Bewertung erfolgte anhand von Schweregrad, Reichweite und Eintrittswahrscheinlichkeit. Ergänzt um eine Erhebung des Status quo in Lehre und Forschung führte die Konsolidierung zu zwölf zentralen Themenschwerpunkten, die als Handlungsfelder bearbeitet und in die strategische sowie operative Zielstruktur überführt wurden. Dabei reichen die Themen von Forschung, Lehre, Transfer und Entrepreneurship über Öffentlichkeit, Klimaschutz und Betrieb, Beschaffung sowie biologische Vielfalt bis hin zu Kreislaufwirtschaft, Campus, Arbeitsbedingungen und institutionelle Verankerung. Die Handlungsfelder beschreiben jeweils einen spezifischen Gestaltungsraum und verbinden operative mit strategischen Perspektiven, indem sie sowohl konkrete Ansatzpunkte im universitären Alltag aufzeigen als auch langfristige Entwicklungsziele im Sinne des Nachhaltigkeitsverständnisses der Universität verdeutlichen. Neben strategischen und operativen Zielen enthält jedes Handlungsfeld Impulse. Sie benennen Richtung und Anschlusspunkte, ohne Umsetzungswege abschließend festzulegen, und eröffnen den Bereichen der Universität eigene Gestaltungsspielräume.

„Mit dem von uns gewählten Ansatz verfolgen wir das Ziel, die größten Hebel unserer Universität zu identifizieren und Nachhaltigkeit im Sinne des hochschuleigenen Verständnisses strategisch zu fördern“, so Prof. Fahr. Dieses Vorgehen stärkt die Transparenz und Legitimation der Strategie. Ob sie im universitären Alltag Wirkung entfaltet, wird in regelmäßigen Abständen überprüft und fließt in die Weiterentwicklung der Handlungsfelder zurück.

Die Nachhaltigkeitsstrategie ist als lernendes Dokument angelegt und bildet einen Ausgangspunkt, der fortgeschrieben wird. Sie ist deshalb auf einer eigenen interaktiven Webseite zugänglich, auf der Handlungsfelder, Ziele und Impulse laufend aktualisiert werden können.

 

Kontakt

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Prof. Dr. René Fahr

Präsidium

Vizepräsident für Transfer und Nachhaltigkeit

E-Mail schreiben +49 5251 60-2090
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Friederike Marie Häusler

Betriebswirtschaftslehre, insb. Corporate Governance / Heinz Nixdorf Institut

Referentin für Nachhaltigkeit

E-Mail schreiben +49 5251 60-6455