Passend zum „Internationalen Tag der Mathematik“ fand am Freitag, 13. März, der internationale Mathematik-Wettbewerb „Náboj“ erstmals an der Universität Paderborn statt. Paderborn war damit einer von sechs Standorten in Deutschland. Ab 10 Uhr versammelten sich 200 Schüler*innen in der Mensa der Universität. Im Gegensatz zu klassischen Mathematik-Olympiaden traten sie nicht allein, sondern in Teams gegeneinander an. Dadurch waren nicht nur die individuellen Fähigkeiten der Mitglieder entscheidend für den Erfolg, sondern auch die effiziente Zusammenarbeit im Team. Der Wettbewerb dauerte zwei Stunden, in denen die Teilnehmer*innen versuchten, so viele Aufgaben wie möglich zu bearbeiten – ohne Taschenrechner. Am Ende hat das Team gewonnen, das die meisten Fragestellungen korrekt gelöst hat.
„Náboj“ findet seit 2005 regelmäßig an verschiedenen Orten weltweit statt. Neben Deutschland waren in diesem Jahr 15 weitere Länder vertreten, darunter Schweden, Estland, Ungarn, Marokko und Usbekistan. Die Besonderheit an diesem Wettbewerb ist, dass die Teams an allen Standorten gleichzeitig antreten und dieselben Aufgaben erhalten. Die Ergebnisse werden zwar auf lokaler Ebene ausgewertet, dennoch können sich die Schüler*innen auf diese Weise international vergleichen. An der Universität Paderborn wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Martin Kolb, Dr. Max Hoffmann und Dr. Benjamin Hinrichs vom Institut für Mathematik organisiert. Außerdem wurde sie vom Institut für Mathematik sowie der Arbeitsgruppe „Stochastik“ und dem Wissenschaftskommunikationsteam des Sonderforschungsbereichs/TRR 358 „Ganzzahlige Strukturen in Geometrie und Darstellungstheorie“ unterstützt. Prof. Kolb betont: „Wir freuen uns sehr, dass wir den Wettbewerb in Paderborn als einzigen Standort in Nordrhein-Westfalen ausrichten durften. Mit Aktionen wie diesen möchten wir zur Nachwuchsförderung beitragen und den Schüler*innen die Möglichkeit geben, gemeinsam die Begeisterung für Mathematik zu erleben.“
Der Wettbewerb ist für Gymnasiast*innen der Jahrgangsstufen 9 bis 13 gestaltet, zusätzlich werden auch talentierte Schüler*innen der Jahrgangsstufe 8 zugelassen. Die Teams konkurrieren in zwei Kategorien, Junior*innen und Senior*innen. Bei den Junior*innen dürfen die Mitglieder nicht die vorletzte oder letzte Klasse des Gymnasiums besuchen, die Senior*innen-Teams können beliebig aus verschiedenen Jahrgangsstufen zusammengesetzt werden. In Paderborn traten 20 Junior*innen-Mannschaften und 19 Senior*innen-Mannschaften mit jeweils drei bis fünf Mitgliedern gegeneinander an. Am Anfang des Wettbewerbs erhielt jedes Team sechs Aufgaben. Sobald eine gelöst war, folgte die nächste. Im Gegensatz zu den Übungen in der Schule, bei denen meist nur eine bestimmte Methode angewendet wird, erforderten die Aufgaben im Wettbewerb mehr logisches Denken und Einfallsreichtum. Direkt im Anschluss fand die Siegerehrung statt: Die ersten zehn Plätze bekamen ein T-Shirt und die Gewinner*innen vom Gymnasium Johanneum in Wadersloh (Junior*innen) sowie vom Maria-Wächtler-Gymnasium in Essen (Senior*innen) durften sich zusätzlich über Rucksäcke der Universität Paderborn freuen.