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Foto: Universität Paderborn

| Mitteilung

Studierende schließen Projektseminar „Smart Service“ erfolgreich ab

Reale Kontexte und ein enger Austausch mit Anwendungspartner*innen – dadurch zeichnen sich Projektseminare an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn aus. In anwendungsbezogenen Seminaren des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Betriebliche Informationssysteme, erarbeiten Masterstudent*innen in Gruppenarbeiten vorwettbewerbliche Lösungen für betriebliche Herausforderungen.

Gegenstand des Projektseminars „Smart Service“ im Wintersemester 2021/22 bildete die Entwicklung digitaler Dienstleistungen und ihre Realisierung durch Implementierung geeigneter Informationstechnologie. Die Studierenden wenden dabei sowohl klassische als auch agile Methoden des Projektmanagements an, um die Entwicklung innovativer Lösungen zu planen und zu steuern. Ein Smart Service versteht sich in diesem Zusammenhang als eine Dienstleistung, die auf der Grundlage digital-vernetzter Produkte erbracht wird. Auf diese Weise sollen neue Konzepte der Leistungskonfiguration entstehen.

Anwendung in der Region


Als Hauptanwendungspartner wurde die Weidmüller Interface GmbH & Co. KG gewählt. Das Detmolder Elektronikunternehmen entwickelt Produkte, Lösungen und Services im industriellen Umfeld von Energie, Signalen und Daten. „Weidmüller versteht sich als Industriepionier und erarbeitet jeden Tag neue Lösungen für die Industrial Connectivity – auch in Zusammenarbeit mit kreativen Köpfen aus der Forschung“, erklärt Dr. Ingo Kaiser, Leiter Cross Divisional Digitalization, der das Projekt bei Weidmüller begleitete.

„Unsere Masterstudiengänge befähigen unsere Absolventinnen und Absolventen dazu, anspruchsvolle Herausforderungen der Digitalisierung im Team und mit wissenschaftlichen Methoden zu lösen. Das Projektseminar ist hierzu das Lehrformat par excellence. Anhand des Anwendungsfalls bei Weidmüller haben die Studierenden wichtige Prinzipien der industriellen Produktkonfiguration kennengelernt, analysiert und konzeptionell weiterentwickelt“, fasst Prof. Dr. Daniel Beverungen als Koordinator des Seminars zusammen.

Digital Engineering in Theorie und Praxis


Ein Semester lang haben sich fünf Student*innen intensiv mit dem von Weidmüller gestellten Thema „Digitale Leistungskonfiguration in der Industrie 4.0“ auseinandergesetzt. Anhand konkreter Anwendungsbeispiele konnten die Studierenden nachvollziehen und verstehen, welche Geschäftspotenziale sich durch neue Technologien ausschöpfen lassen. Auch haben sie untersucht, inwiefern diese anschließend die Grundlage neuer Geschäftsmodelle bilden können.

Die fünf Student*innen der Masterstudiengänge „Management Information Systems“ und „Wirtschaftsinformatik“ konnten so ihre fundierten Kenntnisse maßgeblicher Theorien, IT-Artefakte und Informationssysteme für Smart Service vertiefen. Marc-André Jäger, einer der fünf Teilnehmenden des Projektseminars, beschreibt dies insbesondere als eine enge Verzahnung zwischen Theorie und Praxis: „Bei der Entwicklung der Ergebnisse waren das konstruktive Feedback durch den Praxispartner und der reale Kontext besonders hilfreich.“

Die Student*innen hatten im Rahmen des Projektes vergleichbare digitale Leistungskonfiguratoren gesichtet und verglichen. Basierend auf ihren Erkenntnissen sowie der Seminarliteratur wurden neue Ideen für eine verbesserte Kundenansprache, -identifikation und -bindung des digitalen Tools von Weidmüller erarbeitet. Das Tool ermöglicht B2B-Kunden des Projektpartners, eigene Schaltschränke zu konfigurieren. Zum Projektabschluss stellten die Student*innen die erarbeiteten Ergebnisse Vertreter*innen von Weidmüller und dem Lehrstuhl in der Zukunftsmeile 2 vor.

Nachhaltiger Wissenstransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft


Die Zusammenarbeit mit Weidmüller, die das Projekt als Hauptanwendungspartner unterstützten, entstand im Wesentlichen über den Software Innovation Campus Paderborn (SICP). Das fachliche Ziel des SICP besteht darin, software-getriebene Innovation hervorzubringen und für innovative Produkte und Dienstleistungen zu stärken. Wie auch im Rahmen des Projektseminars wird hier eine enge Verknüpfung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft als Erfolgsfaktor verstanden, um Forschungsergebnisse in marktfähige Innovationen zu überführen.

Kontakt

Daniel Beverungen

Prof. Dr. Daniel Beverungen

Wirtschaftsinformatik, insb. Betriebliche Informationssysteme

Zur Person

Die Universität der Informationsgesellschaft