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Perspektivenwechsel.

Foto: Universität Paderborn

| Mitteilung

Lehrpreis 2020: Drei spannende Projekte ausgezeichnet

Im vergangenen Jahr vergab die Hochschulleitung der Universität Paderborn zum elften Mal den mit insgesamt 15.000 Euro dotierten „Lehrpreis für den wissenschaftlichen Nachwuchs“. Mit dem Preis wird herausragendes Engagement in der Lehre sowie in der Beratung und Betreuung von Studierenden gewürdigt. Unter dem Vorsitz von Prof. Dr.-Ing. Volker Schöppner, Vizepräsident für Studium, Lehre und Qualitätsmanagement, entschied sich die Lehrpreiskommission 2020 für drei Projekte aus den Bereichen Physik, Wirtschaftspädagogik und Mathematikdidaktik. Eins haben alle Projekte gemeinsam: Sie nehmen sich jeweils Problematiken aus der wissenschaftlichen oder professionellen Praxis an und begegnen diesen auf didaktisch fundierter Art und Weise.

Bachelor-Studierende des Studienganges Physik halten üblicherweise erst im Rahmen ihres Kolloquiums zur Bachelorarbeit – also kurz vor ihrem ersten berufsqualifizierenden Abschluss – ihren ersten wissenschaftlichen Vortrag und schreiben ihren ersten längeren wissenschaftlichen Text. Die dazu notwendigen kommunikativen Fähigkeiten erwarben sie bisher eher unsystematisch und implizit in ihrem Studienverlauf. Dieser Problematik begegnen Dr. Katharina Brassat und Anna Bauer mit der Workshop-Reihe „Präsentation von Fachinhalten in der Physik“, die sich auf den Ansatz des sogenannten Cognitive-Apprenticeships stützt und bereits im Studienverlauf den systematischen Erwerb der benötigten Kompetenzen fördert. Die verschiedenen Formate und Angebote innerhalb dieser Reihe lassen sich individuell in verschiedenste Lehr-Lernsituationen integrieren. Diese mögliche Integration in den Studienverlauf und den lernpsychologisch wertvollen Ansatz, der wirkungsvolles Erlernen der an sich überfachlichen Kompetenzen in Verbindung mit konkreten Fachinhalten ermöglicht, hebt die Lehrpreiskommission besonders positiv hervor.

Im Bereich der Wirtschaftspädagogik nimmt sich Dr. Juliane Fuge der sozialen und personalen Kompetenzen an, die Absolvent*innen insbesondere bei der Übernahme von Beratungs-, Coaching- und Führungsaufgaben im Berufsalltag benötigen. In ihrem Seminar „Selbsterfahrung und Selbstreflexion zur Förderung pädagogischer Professionalität“ erarbeitet sie diese Themen durch eine Kombination aus beziehungsorientierter Didaktik und gestaltpädagogischen Prinzipien. Diese ermöglicht den Studierenden, sich selbst in Beziehungen zu erfahren, wodurch sie die Komplexität und Dynamik potentieller Beratungs- und Gesprächssituationen ihrer zukünftigen beruflichen Praxis sowohl auf einer kognitiven als auch affektiven Ebene verstehen und erleben können. Nach Einschätzung der Lehrpreiskommission stellt das Projekt einen Beitrag zur Verbesserung der Lehre dar, indem es die Vermittlung von Zusatzqualifikationen an den Erwerb fachlicher Kompetenzen knüpft mit dem Ziel, die pädagogische Professionalität und Employability der Studierenden zu fördern.

Mathematisches Fachwissen ist ein wesentlicher Teil der professionellen Kompetenz von Mathematiklehrkräften. Im Lehramtstudium fällt den mathematischen Fachvorlesungen unter anderem die Aufgabe zu, die Studierenden beim Aufbau eines adäquaten fachlichen Hintergrundes zu unterstützen. Dabei ist es ein in Forschung und Lehre bekanntes Problem, dass Studierende zwar in den fachinhaltlichen Modulabschlussprüfungen den Erwerb von Fachwissen nachweisen, dieses aber nicht als anschlussfähig für professionelles Lehrerhandeln sehen und in professionsorientierten Situationen nicht nutzen (können). Max Hoffmann setzt mit seinem Projekt „SiMpLe-Geo: Schnittstellen in Mathematik-Veranstaltungen zur professionsorientierten Lehramtsausbildung – Geometrie“ genau hier an und erarbeitet u. a. in zwei „Schnittstellenwochen“ gemeinsam mit Studierenden die Verknüpfung von Fachmathematik und professionellem Lehrerhandeln. Mit diesem Ansatz bearbeitet und erforscht das vorliegende Projekt auf durchdachte Weise ein zentrales Problem in der Mathematikdidaktik, weshalb es die Lehrpreiskommission als preiswürdig auswählte.

Die Lehrpreiskommission, unter dem Vorsitz des Vizepräsidenten für Studium, Lehre und Qualitätsmanagement Prof. Dr.-Ing. Volker Schöppner, sowie die Stabsstelle Bildungsinnovationen und Hochschuldidaktik gratulieren den Preisträger*innen herzlich. Der „Lehrpreis für den wissenschaftlichen Nachwuchs“ wird am kommenden „Tag der Lehre“ am 18. Mai vergeben.

Text: Stabsstelle Bildungsinnovationen und Hochschuldidaktik

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Judith Osthushenrich

Judith Osthushenrich

Stabsstelle Bildungsinnovationen und Hochschuldidaktik

Hochschuldidaktisches Zertifikatsprogramm, Lehrpreis, Beratung

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