Ne­Mo will au­to­no­me Mo­bi­li­tät um­setz­bar ma­chen

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Hochstift soll sichtbare Vorreiter-Region werden

Der Neue Mobilität Paderborn e. V. (NeMo) hat seine strategische Ausrichtung für die Zukunft festgelegt. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Projekts NeMo.bil, in dem mit einer Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie in Höhe von rund 18 Millionen Euro ein neuartiges System für bedarfsgerechte Mobilität mit Schwerpunkt auf dem ländlichen Raum entstanden ist, will NeMo autonome Mobilität umsetzbar machen.

„Mit dem Projekt NeMo.bil haben wir eine bundesweit und international viel beachtete Initiative auf den Weg gebracht. Die Erkenntnisse wollen wir aktiv nutzen und zur führenden Plattform für die Umsetzung von autonomer Mobilität werden. Das Hochstift Paderborn soll dabei eine sichtbare Vorreiter-Region sein“, erläuterte der NeMo-Vorsitzende Christoph Rüther nach der Mitgliederversammlung, die die neue Strategie verabschiedete, zusammen mit den Vorstandsmitgliedern Jürgen Noch und Simone Probst, Vizepräsidentin der Universität Paderborn.

Der Neue Mobilität Paderborn e. V., dem Mitglieder aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kommunen angehören und dessen Initiator Prof. Dr. Thomas Tröster Vizepräsident für Forschung und akademische Karrierewege an der Universität Paderborn ist, knüpft damit an bisherigen Initiativen an. Parallel zur Umsetzung der neuen Ausrichtung setzt der Verein den Testfahrten-Zyklus auf dem Zukunftsquartier in Paderborn fort. Bei diesen Aktivitäten stimmt sich NeMo eng mit HOLON ab, einem Tochterunternehmen der BENTELER-Gruppe, das ebenfalls dort testet.

Als Plattform für autonome Mobilität will NeMo die Voraussetzungen schaffen, damit Akteure des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) autonome Fahrzeuge in den Regelbetrieb einbringen können. In diesem Rahmen arbeitet der Verein unter anderem eng mit den ÖPNV-Marken  HochstiftBewegt (Kreise Paderborn und Höxter) und Padersprinter (Stadt Paderborn) zusammen. Mit seinen Aktivitäten will NeMo wertvolle Beiträge zur Mobilitätssicherung und zur Wirtschaftlichkeit öffentlicher Verkehre leisten. Qualifizierung, Wissenstransfer und regionale Wertschöpfung stehen im Zentrum der Vereinsarbeit.

„Wir schaffen die Grundlage, auf der die Umsetzung autonomer Verkehre in unserer Region gelernt, erprobt und weiterentwickelt wird. Dabei verstehen wir uns als zentraler Treiber, Katalysator und Vernetzer, der die übergreifende Koordination des Gesamtvorhabens übernimmt. Die Kooperationen mit externen Partnern auch aus anderen Regionen führen wir mit klaren Rollen und gegenseitigem Mehrwert durch“, betonte Rüther.

Bei der Gewinnung weiterer Mitglieder verfolgt NeMo die klare Zielsetzung, die Mitgliedschaft noch stärker mit konkreten Rollen, Beiträgen und Beteiligungsmöglichkeiten im Zentrum für autonome Mobilität zu verknüpfen. Dieses aktive Netzwerk von Partnern soll zur Entwicklung, Umsetzung und Weiterentwicklung autonomer Mobilität beitragen und gleichzeitig von den entstehenden Mehrwerten profitieren.