Wis­sen­schaft­s­at­ta­ché der in­di­schen Bot­schaft be­sucht die Uni­ver­si­tät Pa­der­born

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Am Freitag, 30. Januar, hat Dr. Ramanuj Banerjee, Wissenschaftsattaché der indischen Botschaft in Berlin, die Universität Paderborn besucht. Er erhielt Einblicke in verschiedene Forschungsbereiche der Universität und hatte Gelegenheit, sich mit Wissenschaftler*innen, Mitarbeitenden und Studierenden auszutauschen. 

Prof. Dr. Thomas Tröster, Vizepräsident für Forschung und akademische Karrierewege, führte durch das Programm und gab einen Überblick über die Forschungsschwerpunkte des Instituts für Leichtbau mit Hybridsystemen (ILH). Die Wissenschaftler*innen fokussieren sich auf die Bereiche der Simulation und Methodenentwicklung sowie der nachhaltigen Werkstoff- und Prozessentwicklung von neuartigen Leichtbaulösungen. Auch das Institut für Photonische Quantensysteme (PhoQS) wurde präsentiert. Dort arbeiten Wissenschaftler*innen mit verschiedenen Fachexpertisen zusammen und erforschen kleinste Lichtteilchen, die Quanten. Die Erforschung photonischer, also lichtbasierter, Quantentechnologien ist von großer Bedeutung für optische Schlüsseltechnologien mit einem sehr breiten Anwendungsfeld. 

„Indien investiert stark in Forschung und Innovation, insbesondere in Bereichen wie Supercomputing, cyber-physikalische Systeme, Quantenforschung und nachhaltige Energien. Es ist spannend zu erfahren, welche Fachexpertise an der Universität Paderborn zusammenkommt und über mögliche Kooperationen zu sprechen. Dafür bin ich sehr dankbar“, sagt Dr. Banerjee. Daran anknüpfend wurde das Fachgebiet Energiesystemtechnik (EST) vorgestellt. Dort erforschen, entwickeln und realisieren die Wissenschaftler*innen ganzheitliche Konzepte einer nachhaltigen Energienutzung. Die sektorenübergreifende Forschungsarbeit umfasst regionale Energiesysteme und -netze, u. a. mit Schwerpunkt auf der Energiewende in der Industrie. 

Anschließend wurde die Fachgruppe Schaltungstechnik vorgestellt. Die Wissenschafler*innen erforschen integrierte digitale, analoge und photonische Schaltungen sowie Systeme. Sie entwerfen Microchips, messen deren Eigenschaften in den Laboren des Heinz Nixdorf Instituts der Universität Paderborn und kooperieren dabei mit weltweit führenden Chip-Herstellen und akademischen Partner*innen. Weitere Einblicke lieferte die Fachgruppe Data Science, die sich der Forschung an den Schnittstellen zwischen Mensch, Maschine und Daten widmet. Die Wissenschaftler*innen erforschen, entwickeln und bewerten Methoden sowie Werkzeuge, um datengetriebene Systeme sicher und effizient zu gestalten. 

„Da auch künstliche Intelligenz als eine der Schlüsseltechnologien gilt, auf die sich Indien fokussiert, sind diese Einblicke in die Forschung an der Universität Paderborn sehr wertvoll. Ich schätze diese Gespräche sehr und bin beeindruckt, mit welchem Engagement und welcher Stringenz hier an innovativen Lösungen gearbeitet wird“, fasst Dr. Banerjee seine Eindrücke zusammen. „Wir haben nicht nur über unsere gemeinsamen Interessen in Forschung und Innovation gesprochen, sondern auch neue Perspektiven für den Austausch von Studierenden, Wissenschaftler*innen und Forschungsprojekten eröffnen können. Daher begrüße ich diese Begegnung als gegenseitiges Lernen auf höchstem wissenschaftlichen Niveau“, sagt Prof. Tröster. 

Wissenschaftskooperation zwischen Deutschland und Indien

Im vergangenen Jahr hat der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ein Strategiepapier veröffentlicht, das das große Potenzial des akademischen Austausches und der wissenschaftlichen Kooperation zwischen Deutschland und Indien beleuchtet. Da sich Indien zu einem wichtigen Wissenschafts- und Innovationsstandort entwickelt, bieten sich zahlreiche Chancen für die bilaterale Zusammenarbeit. 

Foto (Universität Paderborn, Selina Härtel): Gemeinsam mit Wissenschaftler*innen und Mitarbeitenden begrüßte Prof. Dr. Thomas Tröster (4. v. links), Vizepräsident für Forschung und akademische Karrierewege, den Wissenschaftsattaché der indischen Botschaft, Dr. Ramanuj Banerjee (Mitte).