Blick hin­ter die Ku­lis­sen der For­schung: Ma­the-Ent­de­cke­rin­nen Tag 2026 an der Uni­ver­si­tät Pa­der­born

Ort: P10 (PhoQS Lab)

Aktionstag widmet sich weiblichen Vorbildern in der Mathematik

Mathematik wird häufig mit komplizierten Formeln und starren Regeln in Verbindung gebracht. Doch sie kann und ist viel mehr als das: Als kreative und vielseitige Disziplin bildet sie eine zentrale Grundlage moderner Technologien. Emmy Noether, Maria Gaetana Agnesi und Co. – Frauen haben in der Geschichte der Mathematik schon immer eine wichtige Rolle gespielt. Um Klischees aufzubrechen und die Dynamik des Faches erlebbar zu machen, laden der Sonderforschungsbereich/TRR 358 „Ganzzahlige Strukturen in Geometrie und Darstellungstheorie“, das Institut für Mathematik und das Institut für Photonische Quantensysteme (PhoQS) der Universität Paderborn am Dienstag, 12. Mai, zum „Paderborner Mathe-Entdeckerinnen Tag 2026“ (PadMEET) im neuen PhoQS-Gebäude P10 ein. Die Veranstaltung findet von 14 bis 18.30 Uhr statt und richtet sich an Schülerinnen zwischen zwölf und 18 Jahren, die sich für Mathematik interessieren. Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung bis zum 3. Mai möglich. Interessierte Schülerinnen können sich über die Veranstaltungsseite registrieren.

Im Mittelpunkt stehen interaktive Stationen, an denen die Teilnehmerinnen selbst aktiv werden können. Hier lassen sich mathematische Konzepte spielerisch in Experimenten und kleinen Aufgaben erforschen, die zeigen, wie Mathematik im Forschungsalltag praktische Anwendung findet. Außerdem geben die Paderborner Wissenschaftlerinnen Jun.-Prof. Dr. Janina Letz und Prof. Dr. Sina Ober-Blöbaum vom Institut für Mathematik in zwei Vorträgen Einblicke in ihre Forschung. Sie gehen u. a. auf spannende Anwendungsmöglichkeiten von Mathematik im Alltag ein. Im entspannten Rahmen von Kaffee, Tee und Kuchen können die Teilnehmerinnen sich mit den Mathematikerinnen und weiteren Wissenschaftlerinnen austauschen. Ziel ist es, den Schülerinnen nicht nur einen Blick hinter die Kulissen des Studienalltags zu ermöglichen, sondern sie auch zu ermutigen, sich selbst im mathematisch-naturwissenschaftlichen Feld zu profilieren. Daher berichten die Wissenschaftlerinnen von ihrer eigenen Begeisterung für die Mathematik und zeigen vielfältige Berufschancen auf. 

Der Termin ist bewusst gewählt worden: Der 12. Mai ist der Geburtstag von Maryam Mirzakhani, der ersten Frau, die die Fields-Medaille gewann. Dies ist die höchste Auszeichnung in der Mathematik und vergleichbar mit dem Nobelpreis. Mit der Fields-Medaille werden herausragende Leistungen junger Mathematiker*innen gewürdigt. 

Kontakt