„§175 StGB. Ge­schich­te mal an­ders." – Li­ve­talk zur Kri­mi­na­li­sie­rung von se­xu­el­ler Ori­en­tie­rung aus his­to­ri­scher Per­spek­ti­ve

Ort: GWLB - Gewölbe unter dem Marienplatz (Marienplatz 18, 33098 Paderborn)

Die Verfolgungsgeschichte queerer Menschen im Nationalsozialismus ist bis heute weitgehend unbekannt. An der Universität Paderborn findet deshalb am Dienstag, 28. Januar, im GWLB - Gewölbe unter dem Marienplatz (Marienplatz 18, 33098 Paderborn) ein Livetalk zur Kriminalisierung von sexueller Orientierung aus historischer Perspektive statt. Von 17.30 bis 19 Uhr geht es in dem Vortrag von Peter Struck von der Arbeitsgruppe Queere Geschichte an der Universität Bielefeld um die Verfolgung und Repression queerer Menschen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Ein Ziel des Livetalks ist, die Geschichte der Emanzipation queerer Menschen und ihren Kampf für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt sichtbar zu machen. Der Paragraf 175, der 1870 ins Strafgesetzbuch aufgenommen wurde und sexuelle Kontakte zwischen Männern bestrafte, ist heute Geschichte. Queerfeindliche, rassistische und autoritäre Einstellungen und Bewegungen bedrohen allerdings zunehmend die erreichten Emanzipationsgewinne. Daher soll es abschließend auch darum gehen, mit welchen Maßnahmen Gleichstellung, Akzeptanz und Vielfalt verankert und weiterentwickelt werden können – z. B. durch die Ergänzung des Artikel 3 des Grundgesetzes zum Schutz queerer Menschen oder die Umsetzung des Aktionsplans „Queer leben“ der Bundesregierung.

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