Institutionelle Verankerung

Dieses Handlungsfeld bezieht sich auf die organisatorischen Strukturen und Prozesse innerhalb der Universität, die der Umsetzung von übergeordneten Strategien und Richtlinien dienen. Dies umfasst Gremien, Regelwerke und Verwaltungsprozesse. Nachhaltigkeit wird an der Universität Paderborn von allen Angehörigen und Mitgliedern als geteilte Aufgabe verstanden und soll systematisch und dauerhaft in allen Bereichen verankert werden. Es geht darum, Nachhaltigkeitsziele nicht als Einzelprojekte, sondern als integralen Bestandteil von Entscheidungsprozessen, Leitbildern und Steuerungsmechanismen zu etablieren. Partizipation, Verantwortungsbewusstsein und Transparenz sind dafür essenziell. 

Stra­te­gi­sches Ziel

Die Universität Paderborn strebt die umfassende institutionelle Implementierung von nachhaltigen Prozessen an, um den Wandel zu einer zukunftsfähigen, gerechten und ökologisch verantwortlichen Hochschule systematisch, strukturell und unabhängig von Einzelpersonen zu gestalten. Ziel ist es, Nachhaltigkeit als dauerhaftes Leitprinzip in allen universitären Bereichen zu verankern – von der Hochschulleitung über Forschung, Lehre, Transfer und Betrieb bis hin zu Governance-Strukturen.

Ope­ra­ti­ve Zie­le

  1. Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses von Nachhaltigkeit

    Innerhalb der Universität Paderborn wird ein hochschulweit geltendes und gemeinsam getragenes Nachhaltigkeitsverständnis zugrunde gelegt, das für alle Statusgruppen als verbindlicher Referenzrahmen dient. Auf dieser Basis werden fakultätsspezifische Konkretisierungen unterstützt, die das universitätsweite Nachhaltigkeitsverständnis fachkulturell anschlussfähig ausgestalten.

  2. Ausbau und Verstetigung des Bereichs Nachhaltigkeit

    Der Bereich Nachhaltigkeit wird dauerhaft und partizipativ weiterentwickelt; interne Nachhaltigkeitsakteur*innen werden systematisch vernetzt und koordiniert.

  3. Sicherstellung von Wissenssicherung und Kontinuität

    Nachhaltigkeitswissen und -prozesse werden langfristig gesichert und unabhängig von personellen Wechseln weitergeführt.

  4. Betreuung und Ausbau interner und externer Nachhaltigkeitsnetzwerke

    Nachhaltigkeitsnetzwerke werden aktiv begleitet, gestärkt und strategisch weiterentwickelt.

  5. Proaktive Prozess- und Maßnahmenentwicklung für das Präsidium

    Durch die proaktive Entwicklung, Aufbereitung und Priorisierung nachhaltigkeitsbezogener Strategiepfade wird das Präsidium in seiner Steuerungsfunktion unterstützt und in die Lage versetzt, fundierte, kohärente und zukunftsorientierte Entscheidungen im Sinne einer nachhaltigen Hochschulentwicklung zu treffen.

  6. Vernetzung von Lehr- und Forschungsangeboten zu Nachhaltigkeit – universitätsübergreifend

    Nachhaltigkeitsbezogene Lehr- und Forschungsaktivitäten werden universitätsweit systematisch vernetzt, um Synergien zwischen Disziplinen sichtbar zu machen, Doppelstrukturen zu vermeiden und die Sichtbarkeit nachhaltigkeitsorientierter Lehr- und Forschungsaktivitäten an der Universität Paderborn zu stärken.

Im­pul­se

  1. Partizipative Workshops

    Regelmäßige partizipative Formate zur Weiterentwicklung eines gemeinsamen Nachhaltigkeitsverständnisses und zur Erfassung von Wirkungen sowie Entwicklungsbedarfen der Nachhaltigkeitsstrategie mit systematischer Erfassung der Ergebnisse für das qualitative Wirkmonitoring werden durchgeführt. 

  2. Hochschulweites Nachhaltigkeitsverständnis

    Ein gemeinsames Nachhaltigkeitsverständnis wird erarbeitet, veröffentlicht und hochschulweit kommuniziert.

  3. Digitale Nachhaltigkeitskarte der Universität

    Eine digitale Plattform wird aufgebaut, auf der bestehende Nachhaltigkeitsprojekte und -aktivitäten erfasst werden, sowie Aufbau eines digitalen Nachhaltigkeitsarchivs für das Wissensmanagement.

  4. Integration von Nachhaltigkeit in Studiengänge

    Ein operativer Orientierungsrahmen wird entwickelt und den Fakultäten zur konkreten Anwendung in Modul- und Studiengangsentwicklung bereitgestellt.

  5. Steigerung interdisziplinärer Lehrformate 

    Das Nachhaltigkeitsbüro unterstützt organisatorisch die Anbahnung interdisziplinärer Lehrformate und macht entsprechende Angebote hochschulweit sichtbar.

  6. Good-Practice-Beispiele

    Schulungen, Materialien und Good-Practice-Beispiele für Lehrende und Mitarbeitende werden erarbeitet und bereitgestellt.

  7. Vernetzung von Nachhaltigkeitsakteur*innen (intern)

    Interne Nachhaltigkeitsakteur*innen werden systematisch erfasst, miteinander vernetzt und durch regelmäßige Austauschformate begleitet, etwa durch die Einrichtung eines regelmäßigen „Nachhaltigkeitsforums“ zur Koordination universitärer Akteur*innen.

  8. Vernetzung von Nachhaltigkeitsakteur*innen (regional und überregional)

    Die regionale und überregionale Zusammenarbeit mit Kommunen, Unternehmen, NGOs und weiteren Akteur*innen wird systematisch ausgebaut.

  9. Netzwerkarbeit

    Die Universität beteiligt sich aktiv an hochschulübergreifenden Nachhaltigkeitsnetzwerken, um Austausch, Lernen und gemeinsame Weiterentwicklung zu fördern.

  10. Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit

    Die AG Nachhaltigkeit wird als dauerhaftes Gremium formal verstetigt und organisatorisch verankert.

  11. Nachhaltigkeitskommunikation

    Gemeinsame Nachhaltigkeitsziele und -aktivitäten werden systematisch dokumentiert und transparent kommuniziert.

  12. Strategische Nachhaltigkeit

    Für den Strategiebereich Nachhaltigkeit wird ein klares Aufgabenprofil definiert, das Strategieentwicklung, Monitoring und Koordination bündelt.

  13. Personelle Ressourcen

    Die Verstetigung des Strategieprozesses wird durch eine verlässliche personelle Verankerung des Nachhaltigkeitsbüros in der Hochschulstruktur unterstützt.

  14. Mitwirkung in Arbeitsgruppen

    Die Mitwirkung des Nachhaltigkeitsbüros in relevanten internen Arbeitsgruppen wird aktiv unterstützt und weiter ausgebaut.

Kon­takt Nach­hal­tig­keits­bü­ro

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