Digitale Briefedition: Hans Werner Henzes künstlerisches Netzwerk II

Überblick

Das Projekt „Digitale Briefedition: Hans Werner Henzes künstlerisches Netzwerk“ (Kurztitel: „Henze-Digital“), beantragt die Fortführung der Edition ausgewählter Briefwechsel des bedeutenden und international vernetzten Opernkomponisten Hans Werner Henze (1926-2012), die von großem musikwissenschaftlichem, literarischem sowie zeitgeschichtlichem Interesse sind.

Als künstlerische und international vernetzte Person der Öffentlichkeit hatte Henze stets regen Anteil an den politischen und kulturgeschichtlichen Debatten der Nachkriegszeit und hat diese in seinen Briefen neben künstlerischen Belangen mit seinen Briefpartnerinnen und -partnern intensiv diskutiert. Die nun im vorliegenden Fortsetzungsantrag vorgelegte bisher unveröffentlichte und von den Rechteinhabern zur Veröffentlichung durchgehend genehmigte Auswahl an Korrespondenzen soll das bisher entstandene Bild von Henzes künstlerischem Netzwerk ergänzen: In der ersten Arbeitsphase stand neben dem Briefwechsel mit Paul Sacher der Dialog mit Henzes Librettisten im Fokus. Nunmehr sollen dagegen komponierende Kolleginnen und Kollegen wie Luigi Nono, Benjamin Britten, Ruth Zechlin und Paul Dessau im Dialog mit Henze – im internationalen Kontext England, Italien und der ehemaligen DDR – sichtbar werden. Dazu werden Briefwechsel mit vor allem aus Henzes früher Zeit (1945–1960) relevanten Auftraggebern, also Vertretern von Institutionen Neuer Musik wie Herbert Hübner oder Wolfgang Steinecke einerseits und Interpreten wie Peter Pears und Ruth Berghaus, andererseits, ediert.

Die Veröffentlichung der Briefe erfolgt digital auf der Basis von Übertragungen nach den Richtlinien der Text Encoding Initiative (TEI) und deren korrespondenzspezifischen Auszeichnungsformen. Die wissenschaftlich kommentierte Edition nach historisch-kritischen Standards wird (einschließlich der Quelltexte) im Open Access bereitgestellt, ihre Metadaten werden in Briefdatenbanken wie correspSearch eingespeist, so dass durch diverse Funktionen der Filterung, Durchsuchung und Vernetzung werk-, personen- oder themenbezogener Daten eine nutzerorientierte Erschließung des Materials ermöglicht wird. Hierfür werden Metadaten, textuelle Aspekte sowie in Briefen genannte Werke systematisch ausgezeichnet, kritisch kommentierende Annotationen zugeordnet, Verknüpfungen mit Normdatensätzen erstellt und Indices generiert. Das Projekt soll zum Henze-Jahr 2026, dem 100. Geburtstag des Komponisten, neue Forschungsperspektiven auf sein Werk ermöglichen.

Key Facts

Keywords:
Hans Werner Henze , digitale Briefedition , Neue Musik
Grant Number:
Profilbereich:
Digital Humanities
Art des Projektes:
Forschung
Laufzeit:
06/2026 - 05/2029
Beitrag zur Nachhaltigkeit:
Industrie, Innovation und Infrastruktur
Gefördert durch:
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Website:
Homepage

Detailinformationen

Projektleitung

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Prof. Dr. Antje Tumat

Musikwissenschaftliches Seminar Detmold/Paderborn

Zur Person

Gefördert durch:

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