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Foto: Universität Paderborn

| Pressemitteilung

Zwei neue Projekte für den Innovationsflughafen

Überreichung von Förderbescheiden in Höhe von mehr als fünf Millionen Euro

Auf dem Weg zu einem Innovationszentrum für die internationale Luft- und Raumfahrt macht der Flughafen Paderborn/Lippstadt zusammen mit Akteur*innen aus der Region die nächsten Schritte. Zwei Projektkonsortien haben Förderbescheide von Wirtschafts- und Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart erhalten. Das Land Nordrhein-Westfalen plant eine Förderung der Projekte, die schon im Juni 2022 starten, in Höhe von mehr als fünf Millionen Euro.

Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Die internationale Luft- und Raumfahrtindustrie steht wie kaum eine andere Branche für Innovation und Hightech. Sie muss zugleich gewaltige Herausforderungen meistern. Um das Land fit für die Zukunft zu machen und den Luftfahrtstandort Nordrhein-Westfalen weiter zu stärken, müssen digitale und ökologische Themen in Einklang gebracht werden. Neue Technologien können helfen, die Abläufe auf Flughäfen so zu verbessern, dass weniger CO2 und Lärm entsteht. Das hilft auch, Kosten zu sparen und die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Die ehrgeizigen Projekte, die in Kürze an den Start gehen, leisten dazu einen starken Beitrag.“

Im Rahmen der beiden Projekte des Innovationsflughafens entwickeln Unternehmen gemeinsam mit dem Flughafen, dem Kreis Paderborn, der Universität Paderborn und dem Fraunhofer IEM nachhaltige Luft- und Raumfahrttechnologien, neuartige Produktionsprozesse und effiziente Flughafen-Infrastrukturen. „Durch die hervorragende Zusammenarbeit mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen wird es uns gelingen, neue Technologien zu erschließen, die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu stärken und unseren Flughafen weiter voranzubringen“, betont der Landrat des Kreises Paderborn und Vorsitzende des Flughafen-Aufsichtsrats, Christoph Rüther.

Für Flughafen-Geschäftsführer Roland Hüser sind die Projekte wichtige Bausteine zur weiteren Entwicklung des Airports: „In den Projekten sollen Leuchtturm-Anwendungen und Lösungen in einem realen Umfeld entstehen, mit denen wir uns als wertvoller Partner der Luft- und Raumfahrtbranche etablieren können.“

Digital Aerospace Factory: Effizienz und Nachhaltigkeit
 

In dem Projekt „Digital Aerospace Factory“ erforschen und erproben die HEGGEMANN AG als Initiator zusammen mit Matplus GmbH und verlinked GmbH neue Erkenntnisse zur Effizienzsteigerung bei industriellen Produktionsprozessen in mittelständischen Luftfahrt-Zulieferbetrieben. Die Steigerung der Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit der Luftfahrt und der zugleich stetig wachsende Kostendruck sind dabei ein wesentlicher Antrieb.

Auf Basis einer digitalisierten und vernetzten Prozesskette erarbeiten die Unternehmen neuartige Lösungsansätze entlang der Wertschöpfungskette zur Reduzierung der Ressourcen Energie, Material und Zeit. Matplus und verlinked simulieren die Erkenntnisse zunächst in der digitalen Welt, HEGGEMANN validiert die Projektergebnisse anhand konkreter Fertigungsprozesse im industriellen Umfeld. Dabei geht es auch um mehr Effizienz in der Entwicklung und Herstellung metallischer Strukturen in der Luft- und Raumfahrt.

FastGate: Autonomie auf dem Flughafen-Vorfeld
 

Die zivile Luftfahrt steht bei der Dekarbonisierung vor einer gewaltigen Herausforderung. Ein wesentlicher Stellhebel bei der Optimierung des Gesamtsystems ist der Einsatz alternativer Antriebe in Sekundäraktivitäten, zu denen beispielsweise das elektrische Rollen auf dem Flugfeld zählt. Das Ziel des Vorhabens „FastGate“ ist eine radikale Reduktion der Standzeit, der Betriebskosten sowie der CO2- und Lärm-Emissionen durch die Automatisierung von Abläufen auf dem Flughafen-Vorfeld.

Durch die Automatisierung von Fluggastbrücken und der Nutzung von grünen Antriebssystemen am Fahrwerk von Verkehrsflugzeugen werden neuartige Prozesse und Abläufe an Verkehrsflughäfen ermöglicht. Das Projekt bildet die vollständige Wertschöpfung von der Entwicklung bis zur Validierung ab. Geförderte Projektpartner*innen sind das Fraunhofer Institut für Entwurfstechnik Mechatronik IEM, die Universität Paderborn sowie die Unternehmen Aerosoft und der Flughafen Paderborn/Lippstadt. FMG Flight Training und WheelTug wirken als assoziierte Partner im Projekt mit.

Kontakt

René Fahr

Prof. Dr. René Fahr

Universität Paderborn

Wissens- und Technologietransfer

Zur Person

Die Universität der Informationsgesellschaft