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Perspektivenwechsel.

Foto: Universität Paderborn

| Pressemitteilung

Digitales Investor*innen-Matching: Das Business Angel Netzwerk OWL (BAN.OWL) bringt Start-ups mit potentiellen Investor*innen zusammen

In der vergangenen Woche brachte das BAN.OWL des Technologietransfer- und Existenzgründungscenter der Universität Paderborn (TecUP) zwei Start-ups mit potentiellen Investor*innen zusammen. Im Rahmen eines digitalen Matchings konnten zwei junge Teams mit Kapitalbedarf ihre Ideen vor regionalen Wirtschaftsakteur*innen präsentieren und anschließend mit ihnen ins Gespräch kommen. Aufgrund der aktuellen pandemischen Lage fand die Veranstaltung digital statt.

Zwei Start-up Teams nutzten in zehnminütigen Präsentationen, sogenannten „Pitches“, die Gelegenheit, ihre innovativen Geschäftsideen vor vierzehn potentiellen Investor*innen des BAN.OWL vorzustellen. Nach einer kurzen Begrüßung durch Carla Duitmann, Netzwerkmanagerin des TecUP und Verantwortliche für den stetigen Aufbau und die Koordination des BAN.OWL, gab das Team von der Additive Marking GmbH den Auftakt. Das Start-up hat eine Software entwickelt, die die eindeutige Rückverfolgung jedes im 3-D-Druck beziehungsweise in Additiven Fertigungsverfahren hergestellte Produkt vom physischen Bauteil zum digitalen Zwilling ermöglicht. „Der Nutzen für den Kunden besteht in einer dem Stand der Technik erweiterten Rückverfolgbarkeit vom ersten Moment der Produktentstehung bis zur letzten Phase des Produktzyklus“, so Dr.-Ing. Ulrich Jahnke, einer der drei Gründer der Additive Marking GmbH. Nachgelagerte Kennzeichnungsprozesse würden dadurch unnötig und Prozesszeit und -kosten reduziert.

Dann folgte das Team von steets. Im Rahmen ihres Geschäftsmodells wollen die Gründer Phil Janßen, Thorben Engel und Philipp Battisti ihr innovatives Zusatzmodul für Unterarmgehstützen und Gehstöcke, das sogenannte Add-On, an B2B-Vertriebspartner wie Rehakliniken und Sanitätshäuser verkaufen. Mithilfe ihres patentierten Produktes soll die Lebensqualität und Selbstständigkeit mobilitätseingeschränkter Personen verbessert werden. „Unser Add-On lässt sich schnell und einfach an jede handelsübliche Unterarmgehstützte anbringen und kann durch nur eine einzige Handbewegung ausgelöst werden, sodass die Gehhilfen frei im Raum abgestellt werden können. Die Anwenderinnen und Anwender haben somit die Hände frei und können beispielsweise etwas aus dem Einkaufsregal im Supermarkt greifen, eine Tablette einnehmen oder sich die Hände desinfizieren. Die Gefahr umfallender Gehhilfen wird abgewendet“, beschreibt Engel die Entwicklung. Für die patientenzentrierte und praxisorientierte Optimierung des Produktes arbeiten die Gründer mit der Dr. Becker Rhein-Sieg-Klinik aus Nümbrecht zusammen. Nach ihren Präsentationen stellten sich die Teams von steets. und der Additive Marking GmbH jeweils zehn Minuten den Fragen der Investor*innen.

Im Anschluss hatten die Investor*innen die Möglichkeit, sich mit den innovativen Ideengebenden in lockerer Atmosphäre in sogenannten Break-Out Sessions digital austauschen. Prof. Dr. Rüdiger Kabst, wissenschaftlicher Leiter des TecUP, betonte: „Kooperationsaktivitäten zwischen erfahrenen Unternehmer*innen sowie Business Angels der Region einerseits und jungen Start-ups andererseits erhöhen die Erfolgs- und Umsetzungschancen von innovativen Ideen deutlich.“ Carla Duitmann bedankte sich herzlich bei allen Teilnehmenden für die gelungene Matching-Veranstaltung. „Solche Matching-Veranstaltungen in kleinerer Runde wird es nun häufiger geben. Wir richten uns nach dem Kapitalbedarf der jungen Gründer*innen“, so Duitmann.

Das BAN.OWL spricht erfahrene Unternehmer*innen der Region Ostwestfalen-Lippe an, die bereits mit Wagniskapital in Start-ups investiert haben oder durch geschäftliche Tätigkeiten Souveränität für zukünftige Business Angel Investitionen bewiesen haben. Das Netzwerk entsteht vor dem Hintergrund, dass auch in OWL qualifizierte Business Angels mehr denn je gefragt sind, denn sie finanzieren Innovationen in der Frühphase, sind bereit, das Risiko zu tragen und ihre persönliche Zeit in die Jungunternehmen zu investieren. Was sie antreibt ist – neben der dementsprechend hohen Renditechance – der Spaß daran, junge, vielversprechende Technologie-Unternehmen mit ihrem Know-how und hochkarätigen Kontakten zu unterstützen und deren Entwicklung mitzuerleben. Im Rahmen des Projekts Exzellenz Start-up Center.OWL soll das Netzwerk weiter ausgebaut und verstetigt werden. Das BAN.OWL wird durch das Technologietransfer- und Existenzgründungs-Center der Universität Paderborn (TecUP) betreut und hat den Sitz in der garage33.
 

Text: Lena Gold

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Carla Duitmann

Carla Duitmann

International Business

Netzwerkmanagerin

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