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Perspektivenwechsel.

Foto: Universität Paderborn

| Pressemitteilung

Ausstellung in der Universitätsbibliothek ab 9. Juni: „Von Wanzen, Glühwürmchen und Vögeln. Ein künstlerischer Dialog zwischen Marcel Robischon und Chris Tomaszewski. Texte. Bilder. Collagen“

Die Universitätsbibliothek Paderborn präsentiert vom 9. Juni bis 3. Juli Texte von Prof. Dr. Marcel Robischon und Collagen, Zeichnungen und Skizzen von Chris Tomaszewski in einem ungewöhnlichen Dialog. Die Ausstellung wurde von Prof. Dr. Jutta Ströter-Bender, Fach Kunst der Universität Paderborn, angeregt und kuratiert. Jutta Ströter-Bender verbindet seit Jahren mit Prof. Dr. Marcel Robischon eine wissenschaftliche Kooperation im Bereich der Kultur- und Naturerbebildung.

Die Ausstellung wird am 9. Juni um 17.00 Uhr im Foyer der Universitätsbibliothek eröffnet. Sie kann bis zum 3. Juli während der Öffnungszeiten besucht werden: Montag bis Freitag: 7.30-24 Uhr, Samstag bis Sonntag: 9-21 Uhr.

Marcel Robischon wird international als bedeutender Naturphilosoph und Denker wahrgenommen. Er ist Lehrstuhlinhaber für Agrar- und Gartenbauwissenschaften am Albrecht Daniel Thaer-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine weltweit beachteten und in zahlreiche Sprachen übersetzten Bücher, von denen einzelne Passagen in dieser Ausstellung präsentiert werden, tragen Titel wie „Planet der Insekten“ oder „Vom Verstummen der Welt“. In ihnen beschreibt der Autor auf außergewöhnliche und zugleich dichte Weise die historische Ausrottung der Artenvielfalt durch den Menschen. Er spricht von der damit auch einhergehenden kulturellen Verarmung, vom Verlust eines geistigen Repertoires, aus dem menschliche Kultur seit jeher schöpft. Aus Vielfalt wird Einfalt. Welche Folgen hat das für den Menschen als kulturelles Wesen? Was bedeutet es für sein Leben, wenn immer weniger Tiere und Pflanzen die Natur bereichern?

Diesen Fragen widmet sich auch der Künstler, Promovend und Dozent Chris Tomaszewski mit den Forschungsmethoden der Zeichnung und Collage. Für ihn ist Collage nicht mehr nur ein zusammengefügtes, geklebtes Bild im Sinne von (frz.) coller = kleben, sondern eine materielle Verdichtung von Beobachtungen, Fragestellungen und Erfahrungen. Er verbindet mit dieser Methode den analytischen, forschenden Blick, der ordnet und erkundet, um wiederum neue Ebenen zu öffnen. Im Dialog mit den Texten von Marcel Robischon entstanden somit Arbeiten zu den verschwundenen Vögeln, den weitgehend bedrohten Glühwürmchen und anderen Insekten.

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