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Der Campus im Frühling. Bildinformationen anzeigen

Der Campus im Frühling.

Foto: Universität Paderborn, Kamil Glabica.

| Redaktioneller Beitrag hobsons

Von Paderborn nach Indien: Ein Erfahrungsbericht

Björn-Alexander Gehrmann hat beruflich seinen Platz in Indien gefunden: Noch vor Abschluss seines Studiums unterschrieb er bei einem Nahrungsmittelunternehmen in Pune - und startet dort voll durch.

Der alltägliche Wahnsinn: Hupende Lawinen aus Blech, die die engen Straßen hinabdonnern. Lastwagen mit handbemalten Blumengirlanden an den Fahrerkabinen und eine silberne Mercedes E-Klasse, dazwischen schwirren Motorräder und Rikshaws. Die Einheimischen lassen sich davon nicht aus der Ruhe bringen - in kleinen Blechhütten schlürfen die Inder gelassen ihren Chai. Der Subkontinent gilt als Land der Kontraste und bietet interessante Jobmöglichkeiten - nicht nur im IT-Sektor.

Mit 28 Jahren Sales und Marketing Manager

"Ich habe International Business Studies an der Uni Paderborn studiert. Schon während meines Studiums absolvierte ich Praktika bei Pleon Kohtes Klewes und der Cámara Peruana de Café, Lima", so der gebürtig aus Kiel stammende Gehrmann. Noch vor seinem Abschluss hat der gelernte Industriekaufmann einen Zweijahresvertrag beim renommierten Nahrungsmittelunternehmen Weikfield mit Sitz in Pune unterschrieben. Gehrmanns Job ist es nun, verschiedene Marken zu entwickeln und ein Vertriebsnetz in Europa aufzubauen.

Steile Karriere

Bei der Ankunft in Indien hatte Gehrmann keine konkreten Erwartungen - das war gut so und steigerte die Neugier. "Erstaunt hat mich die Flexibilität der Inder. Oft fällt der Strom aus oder Verpackungsmaterial kommt nicht rechtzeitig. Dennoch schaffen es die Inder immer wieder, eine neue Lösung zu finden".

Sein Tipp: Deadlines mit reichlich Zeitpuffer planen, die Produktion persönlich checken, Kollegen regelmäßig an Termine erinnern - wenn es Hierarchie und Arbeitsklima zulassen - und lernen, mit den Händen zu essen. Über seinen Job ist er glücklich: "So eine Herausforderung mit dieser Verantwortung hätte ich in Deutschland derzeit kaum gefunden. Ich genieße Entscheidungsfreiheit, volles Vertrauen von der Führungsetage und eine grandiose Unterstützung von meinen indischen Kollegen."

Bescheidenes Gehalt, aber unbezahlbare Erfahrungen

Wer Interesse oder schon Aussichten hat, in Indien eine Zeit lang zu arbeiten, sollte laut Gehrmann bei Vertragsverhandlungen auf Incentives Wert legen, zum Beispiel mietfreies Wohnen, Umsatzbeteiligung oder einen Chauffeur. Denn die Gehälter sind nicht mit denen Europas zu vergleichen: "Aufgrund des lokalen Gehalts ist Indien finanziell ein Nullsummen-Spiel. Doch die Erfahrungen in Asien sowie meine Hindi-Kenntnisse sind unbezahlbar", so Gehrmann. Alles in allem hat er sich mit seiner Frau schon gut eingelebt. Aber: An das tägliche Chaos auf den Straßen werde er sich wohl nie gewöhnen.

Karriereportal http://www.hobsons.de

Die Universität der Informationsgesellschaft