Prof. Dr. Sabine Radtke, Professorin für Inklusion im Sport an der Universität Paderborn, wurde zur stellvertretenden Vorsitzenden des Wissenschaftlichen Beirats des Bundesinstituts für Sportwissenschaft (BISp) gewählt. Sie war zuvor als Mitglied in das zwölfköpfige Gremium berufen worden, das das BISp in wissenschaftlichen und strategischen Fragen berät. Die Amtszeit des neu zusammengesetzten Beirats umfasst die Jahre 2026 bis 2029.
Der Wissenschaftliche Beirat unterstützt das BISp bei der Erfüllung seiner Aufgaben und wirkt insbesondere an der Erstellung des BISp-Rahmenprogramms leistungsbezogener Forschung und Entwicklung mit. Als interdisziplinär zusammengesetztes Gremium vereint er unterschiedliche fachliche Perspektiven aus der Sportwissenschaft und angrenzenden Disziplinen. Zu seinen zentralen Aufgaben gehören zudem die Beratung bei der Festlegung von Forschungsschwerpunkten sowie bei der Gestaltung des Begutachtungsverfahrens für Forschungsprojekte. Die Mitglieder werden vom Bundeskanzleramt für jeweils drei Jahre berufen und üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus.
In ihrer Forschung führt Prof. Radtke sozialwissenschaftliche Strukturanalysen im Sport durch. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem Para Sport, insbesondere auf Fragen der Teilhabe und der Talentförderung von Sportler*innen mit Behinderung. Darüber hinaus untersucht sie Geschlechterverhältnisse und Chancen(un)gleichheit in Führungspositionen des Sports. Im Wissenschaftlichen Beirat vertritt sie die Forschungsfelder „Sozialstrukturelle Rahmenbedingungen spitzensportlichen Erfolgs“ sowie „Para Sport, Deaf Sport & Special Olympics“.