NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur zu Besuch am KreativInstitut.OWL
Zwischen Wissenschaft, Kultur, Digitalisierung und Wirtschaft: Am KreativInstitut.OWL (KIO) in Detmold entwickeln Forschende, Studierende und Kreativschaffende interdisziplinär neue Ansätze für den Transfer in regionale Unternehmen. Seit 2022 vereint der gemeinsame Verbund der Universität Paderborn, der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe und der Hochschule für Musik Detmold die Expertise aus den Medienwissenschaften, der Informatik sowie aus benachbarten Kreativdisziplinen. Bei einem Besuch vor Ort überzeugte sich jetzt auch Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, von der Innovationskraft des KIO.
„Wer innovative Technologien zügig in die Unternehmen bringen will, braucht Räume, in denen Forscherinnen auf Praktiker treffen und zusammen Gutes erschaffen. Im KreativInstitut.OWL wird deutlich, was Kreativwirtschaft und Wissenschaft gemeinsam bewegen können. Hier entstehen zukunftsweisende Ideen, die das Zeug haben, unser Land wettbewerbsfähiger, digitaler und nachhaltiger zu machen. Das hat Vorbildcharakter für ganz NRW“, so Neubaur.
Auf rund 1.000 Quadratmetern bietet das KIO hochtechnisch ausgestattete Labore, z. B. für die Aufnahme von Audioerlebnissen oder für die Entwicklung von Extended-Reality-Anwendungen. Ergänzend zu der bestehenden Infrastruktur sollen in Detmold ein Gründungszentrum, ein Creativity-to-Business-Gebäude für Unternehmen der Kultur- und Kreativwirtschaft sowie ein Zentrum für digitales nachhaltiges Bauen entstehen. Über diese Entwicklung tauschte sich Neubaur mit den Hochschulleitungen aus.
Bei einem Rundgang durch das Institut erhielt die Ministerin Einblicke in verschiedene Projekte aus den Forschungsbereichen „Digitale Medienproduktion“, „Komposition & Sounddesign“, „Digital Humanities/Musikinformatik“ sowie „Künstliche Intelligenz“. Im Rahmen von „HumaNN“ wird beispielsweise ein neuronales Netzwerk durch Menschen simuliert und die Funktionsweise von KI somit auf niederschwellige Art und Weise erklärt. Das Projekt „Denk:Mal!“ zeigt, wie digitale Technologien neue Zugänge zum kulturellen Erbe schaffen können. Historische Denkmäler werden dabei mithilfe von Hologrammen in speziellen Vitrinen visualisiert und virtuell erlebbar gemacht. Das Kunstprojekt „Augmented Ubiquity“ verbindet Musik, Tanz und innovative Technologien zu einem frei begehbaren audiovisuellen Erlebnis. Beim innovativen Open-Air-Konzertformat „Zukunftsmusik? – Klassik neu verkabelt“ kann das Publikum interaktiv die musikalische Gestaltung beeinflussen. „Die Realisierung der gezeigten Projekte war nur durch die Unterstützung aus dem Wirtschaftsministerium sowie die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Beschäftigten der drei Hochschulen möglich“, so Prof. Dr. Guido Falkemeier, Institutsleitung des KIO.
„Die Kultur- und Kreativwirtschaft ist in Deutschland nach wie vor eine wachsende Branche. Durch die erfolgreiche hochschulübergreifende Zusammenarbeit haben wir mit dem KIO einen Ort geschaffen, an dem wir zukunftsweisende und anwendungsorientierte Forschung auf diesem Gebiet betreiben können. So wird das Institut zu einem Magneten für Kreative und Medienschaffende, auch über die Region hinaus“, findet Prof. Dr. Matthias Bauer, Präsident der Universität Paderborn. „Es ist immer wieder schön zu sehen, was wir gemeinsam mit unseren Partnerhochschulen in und für OWL bewirken können.“
Das KreativInstitut.OWL auf dem Kreativ Campus Detmold wird durch das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung gefördert (EFRE).