Dr. Filip Sośnicki von der Universität Warschau hat ein Humboldt-Forschungsstipendium für Postdocs erhalten und setzt damit in den nächsten zwei Jahren seine Forschung am Institut für Photonische Quantensysteme (PhoQS) der Universität Paderborn fort. Mit dem Stipendium werden überdurchschnittlich qualifizierte Wissenschaftler*innen ausgezeichnet und bei ihren Forschungsprojekten in Deutschland unterstützt. Die Bewerber*innen wählen ihr Vorhaben und ihre Gastgeber*innen selbst. „Filip kennen wir als exzellenten Nachwuchswissenschaftler bereits seit seiner Promotion und sind stolz, dass er unser Institut für seinen Forschungsaufenthalt gewählt hat. Wir sind überzeugt, dass wir von seiner neuen Perspektive und Expertise profitieren werden und Filip dabei gleichzeitig wertvolle Einblicke in die internationale Quantenforschung ermöglichen“, sagt Prof. Dr. Christine Silberhorn, Sprecherin des PhoQS.
Dr. Sośnicki befasst sich mit dem Thema „On-Chip-Optikpulsformer aus Dünnschicht-Lithiumniobat für Quantenanwendungen“. Seine Forschung am PhoQS konzentriert sich darauf, einen sogenannten integrierten optischen Pulsformer zu entwickeln. Die Systeme werden in der klassischen Optik zwar bereits genutzt, die Herausforderung aber liegt in der On-Chip-Integration. Dahinter steckt die Absicht, Licht auf winzigen Chips gezielt zu manipulieren. Ziel ist es, die Technologie in der Quantenkommunikation einzusetzen, beispielsweise für die sichere Quantenschlüsselverteilung.
„Das PhoQS bietet mir ein hervorragendes Arbeitsumfeld, da es die anerkannte Expertise der Gruppe um Christine Silberhorn im Bereich der integrierten Quantenoptik mit modernsten Einrichtungen wie einem neu eingerichteten Reinraum kombiniert, der mit der gesamten für die Herstellung photonischer Chips erforderlichen Infrastruktur auf dem neuesten Stand der Technik ausgestattet ist. Darüber hinaus bietet mir das interdisziplinäre Forschungsumfeld des Instituts eine großartige Gelegenheit, mit anderen hochkarätigen Forschern aus den Bereichen der Quantenphotonik zusammenzuarbeiten und direkt zu anderen Forschungsprojekten beizutragen.“
Prof. Silberhorn leitet an der Universität Paderborn die Arbeitsgruppe „Integrierte Quantenoptik“, in der neuartige optische Bauelemente und Methoden im Hinblick auf Anwendungen in der Quanteninformationsverarbeitung und der Quantenkommunikation entwickelt und untersucht werden.