Wie Stefan seine Leidenschaft zum Beruf gemacht hat
Stefan Kuhlemann hat an der Universität Paderborn Wirtschaftsinformatik im Bachelor und Master studiert. Heute arbeitet der 33-Jährige als IT-Consultant bei BearingPoint und entwickelt digitale Lösungen für Unternehmen. Der Einstieg in die Berufswelt fühlte sich für ihn zunächst ungewohnt an: Nach vielen Jahren an der Universität stellte sich die Frage, was ihn außerhalb des akademischen Umfelds erwartet.
Von der Begeisterung zur Vertiefung
Schon in der Schule interessierte sich Stefan für Informatik. Mit der Wirtschaftsinformatik fand er schließlich den passenden Studiengang für sich: „Mich hat begeistert, dass man hier technisches Verständnis mit Unternehmensprozessen verbindet.“ Genau diese Schnittstelle prägt jetzt auch seinen Berufsalltag.
2012 begann Stefan sein Studium bewusst an der Uni Paderborn. Neben der Nähe zu seinem Wohnort hat ihn vor allem der gute Ruf in der Wirtschaftsinformatik in Paderborn überzeugt.
„Während meines Studiums bin ich dann vielen Lehrenden begegnet, die ihre Begeisterung für die Themen spürbar an die Studierenden weitergaben. So konnte ich mir ein breit gefächertes Wissen aneignen“, erinnert sich der Alumni.
Aus dem Interesse wurde Vertiefung: Im Master arbeitete Stefan als studentische Hilfskraft im Bereich Entscheidungsunterstützung und Operations Research, später blieb er für seine Promotion. So lernte er, sich intensiv in komplexe Fragestellungen einzuarbeiten und Lösungen systematisch zu entwickeln.
Gemeinschaft erleben
Neben dem Studium engagierte sich Stefan im Fachschaftsrat Wirtschaftsinformatik und organisierte Veranstaltungen mit anderen Studierenden. Diese Zeit erlebt er noch immer als sehr wertvoll: „Im Studium konzentriert man sich oft stark auf die eigenen Leistungen. Dabei vergisst man leicht, wie wichtig gute Zusammenarbeit und echte Verbindungen zu anderen Menschen sind“, reflektiert er.
Die Erfahrung, im Team Lösungen zu entwickeln und verlässliche Kontakte aufzubauen, bestimmt ihn auch im Job.
Ein Schritt ins Ungewisse
Nach der Promotion folgte der Wechsel in die IT-Beratung. Sein Berufseinstieg bei Fellowmind war für Stefan vor allem ein Schritt ins Ungewisse: Während ihm das akademische Umfeld durch Studium und Promotion vertraut war, hatte er vorher noch nie in einem richtigen Unternehmen gearbeitet.
Die anfängliche Unsicherheit relativierte sich schon nach kurzer Zeit. Mit den ersten Projekten kam die Routine: Anforderungen aufnehmen, Prozesse verstehen, Lösungen entwickeln. „Man wächst deutlich schneller in die Rolle hinein, als man vorher denkt“, beschreibt er die ersten Monate.
Entscheidend waren dabei für ihn weniger einzelne Fachinhalte als methodische Fähigkeiten: „Im Laufe meines Studiums habe ich gelernt, mich in neue Themen einzuarbeiten und komplexe Probleme strukturiert zu lösen. Das bringt im Beruf einen enormen Vorteil.“
Digitale Lösungen für Unternehmen entwickeln
Aktuell arbeitet Stefan als IT-Consultant im Bereich Customer-Relationship-Management-Systeme. Dort dreht sich alles darum, wie Unternehmen ihre Kundenbeziehungen digital besser gestalten können. Sein Arbeitsalltag ist geprägt von Fragen wie: Was braucht ein Unternehmen? Wie sehen die bestehenden Prozesse aus? Wo liegen Probleme?
Darauf aufbauend entwickelt er mit seinem Team passgenaue digitale Lösungen. Besonders begeistert ihn dabei die Verbindung aus analytischem Denken, technischer Umsetzung und enger Zusammenarbeit mit Menschen. „Soft Skills wie Kommunikation und Teamfähigkeit sind im Consulting genauso wichtig wie fachliches Know-how. Genau diese Kombination macht den Beruf für mich so spannend und abwechslungsreich“, erklärt Stefan.
Stefans Tipps für einen gelungen Berufseinstieg
Der Alumni rät dazu, das Studium als Orientierungsphase zu nutzen: „Schaut in möglichst viele Themen rein und lasst euch von euren Interessen leiten.“
Gleichzeitig empfiehlt er, früh praktische Erfahrungen zu sammeln: „Die Verbindung von Theorie und Anwendung hilft enorm, ein Gefühl für den späteren Beruf zu entwickeln. Das hatte ich damals nicht so auf dem Schirm und würde ich heute definitiv anders angehen“, blickt Stefan zurück.
Sein wichtigstes Learning bleibt jedoch: „Man muss nicht alles perfekt können, bevor man anfängt. Vieles entwickelt sich erst im Job.“
Für ihn steht fest: Wer neugierig bleibt, Chancen nutzt und den Austausch mit anderen sucht, schafft sich eine besonders starke Grundlage für den weiteren Weg.
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