Hey, ich bin Lisa
Schön, dass du hier bist.
Hast du dich auch schon gefragt, weshalb manche Metalle Feuer fangen, wenn man sie ins Wasser gibt? Oder weshalb Seife schäumt? Wir schnuppern heute gemeinsam in einen Studiengang, der ganz schön reaktionsfreudig ist. Also, begleite mich doch auf meiner Reise durch die atomare Ebene der Chemie:
- Ein exklusives Interview mit Chemiestudent Clemens
- Studieren mit Fachhochschulreife
- Die wichtigsten Events im Januar
Reaktion gesucht, Studiengang gefunden
Chemie? Das ist doch das, wo es knallt und stinkt!
Stimmt. Zumindest manchmal. Denn die Chemie zeichnet sich durch mehr als nur Schulexperimente aus. Ohne sie gäbe es weder Backpulver, noch Medikamente oder Handyakkus. Und sie kann dir auch erklären, weshalb etwas so riecht, wie es riecht. Kaffee zum Beispiel. Oder weshalb sich Geschmack und Geruch von Lebensmitteln mit der Zeit verändert. Du siehst, wir sind von Chemie umgeben. Und wenn dich all das interessiert, dann ist vielleicht das Studium der Chemie etwas für dich.
Denn im Bachelorstudiengang Chemie lernst du von den Basics der allgemeinen Chemie, bis hin zur physikalischen und technischen Chemie, alles, was du brauchst und das nicht nur in der Theorie. Von Beginn an stehst du im Labor und kannst dort in Zusammenarbeit mit Forschungsgruppen, deine Theorien in realen Experimenten erproben.
Na, neugierig geworden?
Mein Interview mit Chemiestudent Clemens
Das Chemiestudium in 3 Worten
- Sozial
- Herausfordernd
- Spaßig
Wie kann ein Tag im Studium aussehen?
- 09:00 - 11:15: Vorlesung und Übung
- 11:15 - 12:00: Mittagspause
- 13:00 - 18:00: Laborzeit: Du führst Experimente und Versuche im Labor durch, die Teil der Praxis im Chemiestudium sind
- 18:00 - 20:00: Nachbereitung des Experiments: Protokoll verfassen
Was ist besonders an deinem Studium?
- Kleine Gruppe von Studierenden
- Sehr familiäres Umfeld, enger Kontakt und Austausch mit Lehrenden
- Schwerpunkt Nachhaltigkeit im Master möglich
Gibt es eine Verbindung zwischen Chemie aus der Schule und dem Studium?
Zu Beginn des Chemiestudiums geht es noch um bekannte Themen aus der Schulchemie, aber ab dem Aufbaustudium wird es richtig intensiv. In den ersten Jahren sind auch Fächer wie Mathe und Physik wichtig, die man nicht sofort mit Chemie verbindet. Aber keine Sorge, nach den ersten Semestern geht es dann richtig in die Chemie. Theoretisch könnte man das Studium auch ohne Vorkenntnisse starten, da alles nochmal von Grund auf erklärt wird.
Was war dein Lieblingsmoment im Studium?
Einmal habe ich aus Versehen den Bunsenbrenner statt an Gas, an Wasser angeschlossen und habe dadurch einen kleinen Springbrunnen erschaffen. :)
Was würdest du jemandem empfehlen, der überlegt, Chemie zu studieren?
Ich kann „Komm mit!“ empfehlen. Dabei nimmt dich ein*e Studierende*r aus der Chemie einen Tag lang an mit in den Unialltag. Du kannst dir anschauen, wie die Labore aussehen, wie Vorlesungen ablaufen und bekommst einen Eindruck davon, wie das Studium hier so ist. Das hilft total, um zu sehen, ob Chemie wirklich das Richtige für dich ist.
Was sollte man mitbringen?
Ein Interesse an Naturwissenschaften, eine generelle Neugier und Spaß an der Wissenschaft.
Gibt es etwas, das man vorher wissen sollte?
Es wird immer spannender. Von Semester zu Semester kommt man immer näher an das, was man thematisch am spannendsten findet.
Chemie
Ein Interview mit Prof. Dr. Jan Paradies
Was macht den Studiengang besonders?
Das Besondere an dem Studiengang ist, dass Theorie und Praxis sehr eng verzahnt sind. In Vorlesungen und Übungen wird das theoretische Fundament gelegt, was man dann im Labor praktisch umsetzen kann. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den beiden Fähigkeiten ist von besonderem Vorteil.
Gibt es Voraussetzungen, die man mitbringen sollte?
Alle Grundlagen werden im Studium gelegt und vertieft. Allerdings ist ein Interesse an naturwissenschaftlichen Fächern von großem Vorteil. Im Studium, im Hauptstudium und auch später im Job wird man mit chemischen Herausforderungen konfrontiert, die physikalisches und mathematisches Verständnis erfordern.
Was erwartet Studierende an Wissenschaft und Forschung?
Studierende werden schon früh durch kleine wissenschaftliche Projekte in die Forschung eingebunden. Am Ende des Bachelorstudiums sucht man sich eine Vertiefungsrichtung aus, also eine Fachrichtung, die man besonders interessant findet. Dazu gehört jeweils eine spezielle, also vertiefende, Vorlesung und ein kleines Praktikum. Das Praktikum findet in einem Arbeitskreis unter Anleitung eines wissenschaftlichen Mitarbeiters, also einer Doktorandin oder eines Doktoranden statt. Dabei hat man schon sein eigenes kleines Forschungsprojekt.
Was sind die beruflichen Aussichten nach dem Studiengang?
Das Bachelorstudium Chemie vermittelt die Grundlagen zum chemischen Verständnis und bildet den ersten berufsqualifizierenden Abschluss. Damit kann man sich bereits in der chemischen Industrie oder bei analytischen Einrichtungen bewerben. Allerdings ist meistens ein weiterführender Abschluss, wie z. B. ein Masterstudium in Chemie, hilfreich. Dies erhöht die Bewerbungschancen und auch die Möglichkeit zu vielfältigeren Aufgaben im Beruf. Nach einem Master bzw. in der Chemie häufig noch üblichen Doktor-Abschluss können Absolvent*innen z. B. in der Pharmaindustrie arbeiten und an neuen Medikamenten forschen, in der Energiebranche effizientere und nachhaltigere Batterien entwickeln oder für die Automobilbranche weniger rostanfällige Materialien konzipieren und vieles mehr.
Was sind die wichtigsten Punkte, die man bei der Entscheidung für den Studiengang berücksichtigen sollte?
Es ist ein sehr vielseitiges Studium, bei dem man chemische, physikalische und mathematische Konzepte miteinander verbindet. Das heißt, man sollte sich vor abstrakten Konzepten, die schließlich zum Einklang der drei Disziplinen führen, nicht scheuen. Man sollte Spaß daran haben, neue Dinge zu verstehen und auch Neues herauszufinden. Der praktische Laboranteil führt dazu, dass man Theorie und Praxis sehr gut miteinander verbinden kann. Das führt dazu, dass man durch vielleicht stärkere Fähigkeiten, Interesse oder Leidenschaft im Labor auch ggf. das schwächer ausgeprägte Theorieverständnis kompensieren kann. Das funktioniert natürlich auch anders rum.
Kirmestrubel trifft Laborkittel
Und im Winter hat die Chemie noch etwas ganz Besonderes zu bieten:
Was haben Zuckerwatte, Glühwein und eine Boxbude gemeinsam? Mehr Chemie und Physik, als man denkt. Dr. Andreas Hoischen von der Uni Paderborn nimmt sein Publikum in der jährlich stattfindenden Weihnachtsvorlesung mit auf einen naturwissenschaftlichen Streifzug über Kirmes und Weihnachtsmarkt. Hier wird experimentiert, probiert und die Zuschauerschaft darf sogar selbst Hand anlegen.
Noch nicht das Richtige dabei?
Kein Problem, vielleicht wartet dein Studiengang einfach an einer anderen Ecke des Campus auf dich.
Klingt Informatik nach dir? Dann wirf doch gleich einen Blick in den passenden Uniguide oder entdecke unsere weiteren Ausgaben.
Campus Live
Erst reinschnuppern und probieren, dann studieren? Das ist problemlos mit den Orientierungsangeboten, Info- und Erlebnistagen an der Universität Paderborn möglich. Bereits ab der Mittelstufe bieten wir damit Einblicke in unser Studienangebot und den Campus. Spätestens in der Oberstufe ist das Reinschnuppern und Vergleichen von Studiengängen ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Studienwahlentscheidung. Meistens merkt man vor Ort und im Gespräch mit Studierenden oder Lehrenden, ob man die richtigen Vorstellungen von einem Studiengang hat. Wie beim Hosenkauf: Anprobieren hilft oft weiter ;)
Egal ob Vortrag, Campustag mit der Klasse oder einzeln mit einer*m Studienbotschafter*in, Laborführung, Probevorlesung, Ferienprogramm oder Workshops - für jede*n ist etwas dabei. Schau einfach mal rein!
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