Direktverarbeitung nicht aufbereiteter Mahlgüter geringer Schüttdichten auf Einschneckenextrudern mit einstellbarer Einzugshilfe (DIMEX)

Überblick

Ziel des Forschungsvorhabens ist die Entwicklung einer einstellbaren Einzugshilfe für die wirtschaftliche Direktverarbeitung von nicht aufbereiteten, thermoplastischen Mahlgütern mit ungleichmäßiger Partikelform- und -größenverteilung auf Einschneckenextrudern. Die Einzugshilfe eignet sich für Mahlgüter mit geringen Schüttdichten auf kleinen und mittleren Extrusionsanlagen mit Schneckendurchmessern bis 90 mm. Im Fokus stehen die Gewährleistung einer zeitlichen Stabilität des Extrusionsprozesses zur Reduzierung von Pulsationen sowie die Erweiterung des Verarbeitungsbereichs zur Realisierung gleichbleibender spezifischer Durchsätze bei steigender Schneckendrehzahl bis in den Bereich der Hochgeschwindigkeitsextrusion. Die Einzugshilfe stellt eine gegenläufig zur Schnecke rotierende Speisewalze dar und ermöglicht durch eine geeignete Positionierung zur Schnecke eine Vorkompaktierung des Mahlguts zur Erhöhung der Schüttdichte bzw. die Unterdrückung der Brückenbildung des Mahlguts. Die Mahlgutdirektverarbeitung ist aufgrund deutscher und europäischer Gesetzgebungen, die einen verstärkten Einsatz von recycelten Kunststoffen bei der Herstellung von Kunststoffprodukten fordern, von hoher Relevanz, um die Wirtschaftlichkeit und die Marktposition der KMU zu stärken. Der Zeichnungssatz und die Strategien zur Einstellung der Einzugshilfe werden den KMU nach Projektende zur Verfügung gestellt. Durch die Mahlgutdirektverarbeitung sparen kunststoffverarbeitende KMU im Vergleich zu einer vorgeschalteten Regranulierung auf einem Doppelschneckenextruder erhebliche Anlagen-, Personal- und Energiekosten ein, wodurch die CO2-Bilanz der KMU signifikant verbessert wird und zeitgleich der Kunststoff länger in der Kreislaufwirtschaft gehalten werden kann. Aufgrund der erwartbaren signifikanten wirtschaftlichen Vorteile durch die Mahlgutdirektverarbeitung ist mit einer branchenübergreifenden, zeitnahen Umsetzung und langfristigen Nutzung der Erkenntnisse zu rechnen.

Key Facts

Grant Number:
01IF25123N
Profilbereich:
Nachhaltige Werkstoffe, Prozesse und Produkte
Art des Projektes:
Forschung
Laufzeit:
06/2026 - 05/2028
Beitrag zur Nachhaltigkeit:
Hochwertige Bildung
Gefördert durch:
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE)

Detailinformationen

Projektleitung

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Prof. Dr.-Ing. Volker Schöppner

Kunststoffverarbeitung

Zur Person