Weltbilder. Eine visuelle Wissensgeschichte der Erde

Überblick

Das Bild, das wir uns von der Erde machen, hängt nicht nur von unserem Weltwissen ab, sondern wird maßgeblich auch durch die Darstellungen von „Erdwissen“ beeinflusst. So sind etwa die Warming Stripes des Klimatologen Ed Hawkins mittlerweile ein fester Teil im Bildarsenal des Klimaaktivismus — nicht zuletzt, weil die Abbildung komplexes Datenwissen anschaulich und pointiert vermittelt und so in unterschiedlichsten Kontexten als Argument und Mahnung genutzt werden kann. Eine ähnlich paradigmatische Wirkung hatte etwa die „Blue Marble“, 1972 aufgenommen von der Besatzung der Apollo 17 und Sinnbild für die Schutzbedürftigkeit des Planeten. Während des Wintersemesters 2022/23 haben sich Geschichtsstudierende anhand von Beispielen aus unterschiedlichen historischen Epochen die Frage gestellt, wie Wissen über die Erde durch visuelle Darstellungen wie Karten, Bilder, Filme und Grafiken vermittelt wurde und wie diese Darstellungen unsere Wahrnehmung und unser Verständnis der Erde geprägt haben. Die daraus entstandenen Poster verdeutlichen, dass die visuellen Darstellungen oftmals nicht nur Instrumente des Wissens, sondern auch der Macht waren. So dienten sie u.a. dazu, die Erde zu definieren, zu kontrollieren und politische, wirtschaftliche oder kulturelle Interessen zu fördern.Anlässlich des Tags der Erde wurden die Poster, die im Projektseminar „Eine visuelle Wissensgeschichte der Erde“ unter Leitung von Dr. Johanna Sackel entstanden sind, in der Universitätsbibliothek ausgestellt.

Key Facts

Keywords:
Erdwissen , Visuelle Vermittlung , Science Poster , Projektseminar , Ausstellung , Wissenschaftsgeschichte
Art des Projektes:
Lehre
Laufzeit:
10/2022 - 05/2023

Detailinformationen

Projektleitung

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Dr. Johanna Sackel

Zeitgeschichte

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