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Die Universität im Winter mit Blick auf den Turm vom J-Gebäude. Bildinformationen anzeigen

Die Universität im Winter mit Blick auf den Turm vom J-Gebäude.

Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

| Mitteilung

Görres-Gesellschaft diskutiert „Fragile Ordnungen“ – Jahresversammlung führt über 400 Wissenschaftler*innen an die Universität Paderborn

Mit einem großen Festakt in der Kaiserpfalz endete am Sonntag, 22. September, die Jahresversammlung der Görres-Gesellschaft zur Pflege der Wissenschaft, eine der ältesten wissenschaftlichen Gesellschaften in Deutschland. Die diesjährige Jahresversammlung, die 122. Tagung, fand nach 18 Jahren wieder an der Universität Paderborn statt. Darüber freuten sich der Präsident der Gesellschaft und Rektor der Universität Tübingen, Prof. Dr. Bernd Engler, Bürgermeister Michael Dreier und Präsidentin der Universität sowie Gastgeberin Prof. Dr. Birgitt Riegraf sehr, als sie die über 400 Gäste der Tagung in Paderborn begrüßten. „Es ist uns eine sehr große Freude und eine große Ehre eine der ältesten Wissenschaftsorganisationen bei uns begrüßen zu dürfen“, so Riegraf.

Das Thema der diesjährigen Tagung ist aktuell und brisant: „Fragile Ordnungen“. Die Zerbrechlichkeit von Ordnungen, ihre genaue wissenschaftliche Beschreibung und die ethische Reflexion der gesellschaftlichen Konsequenzen waren das Kernanliegen, dem sich zwei Tage lang 90 Vorträge in verschiedenen Fachgruppen von den Geschichts-, Gesellschafts- und Kunstwissenschaften bis hin zu Rechtswissenschaft und Medizin widmeten.

Nach der feierlichen Eucharistiefeier, die Erzbischof Hans-Josef Becker im Hohen Dom zelebrierte, richtete beim abschließenden Festakt in der Kaiserpfalz am Sonntag Abteilungsleiterin Dr. Beate Wieland die besonderen Grüße des Ministerpräsidenten und der Wissenschaftsministerin an die Görres-Gesellschaft, an Stadt, Universität und Erzbistum aus. Auch Prof. Dr. Engler lobte deren gutes Zusammenwirken und die hilfreiche Unterstützung der Gesellschaft.

In seinem Festvortrag, einem besonderen Highlight der Tagung, analysierte in beeindruckender verfassungsrechtlicher Präzision und mit ebenso scharfer wie eindringlicher Deutlichkeit der Londoner Politikwissenschaftler Prof. Anthony Glees die aktuelle Situation im Vereinigten Königreich, dessen Brexit-Debatten und politischen Entscheidungen das Verfassungssystem heute in eine fundamentale Existenzkrise geführt haben. Glees prognostizierte, dass sich der britische Parlamentarismus, seine Verfassungsinstitutionen und das ganze Land in den kommenden Jahren radikal verändern werden und warnte vor den Gefahren eines Zerbrechens dieser jahrhundertalten Ordnung, die in einen englischen Faschismus münden könnte.

Abgerundet wurde das Tagungsprogramm durch einen freundlichen Empfang durch die Stadt im Rathaus am Samstagabend und Stadtführungen zu verschiedenen Themen am Sonntag, bei denen die Gäste Paderborn noch weiter kennen lernen konnten.

Die Universität der Informationsgesellschaft