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Auf wissenschaftlichen Konferenzen und Tagungen treffen sich Expertinnen und Experten, um gemeinsam über ihre Erkenntnisse zu diskutieren. Bildinformationen anzeigen
In kurzen Vorträgen werden Forschungsergebnisse präsentiert. Bildinformationen anzeigen
Selten ist das Publikum fachfremd – aber auch Interdisziplinarität bietet neue Blickwinkel auf aktuelle Forschungsfragen. Bildinformationen anzeigen
Offene Diskussionen und Austausch sind zentrale Elemente auf Tagungen, um Wissen zu teilen und Netzwerke zu bilden. Bildinformationen anzeigen
Auch Studierende, erst am Beginn ihrer wissenschaftlichen Karrieren, sind auf Fachtagungen willkommen und können so Wissenschaft direkt erfahren. Bildinformationen anzeigen

Wissen teilen – Konferenzen und Tagungen an der Universität Paderborn

Auf wissenschaftlichen Konferenzen und Tagungen treffen sich Expertinnen und Experten, um gemeinsam über ihre Erkenntnisse zu diskutieren.

Foto: Universität Paderborn, Roland Mikosch

Wissen teilen – Konferenzen und Tagungen an der Universität Paderborn

In kurzen Vorträgen werden Forschungsergebnisse präsentiert.

Foto: Universität Paderborn, Eduard Zakureny

Wissen teilen – Konferenzen und Tagungen an der Universität Paderborn

Selten ist das Publikum fachfremd – aber auch Interdisziplinarität bietet neue Blickwinkel auf aktuelle Forschungsfragen.

Foto: Universität Paderborn, Eduard Zakureny

Wissen teilen – Konferenzen und Tagungen an der Universität Paderborn

Offene Diskussionen und Austausch sind zentrale Elemente auf Tagungen, um Wissen zu teilen und Netzwerke zu bilden.

Foto: Universität Paderborn, Eduard Zakureny

Wissen teilen – Konferenzen und Tagungen an der Universität Paderborn

Auch Studierende, erst am Beginn ihrer wissenschaftlichen Karrieren, sind auf Fachtagungen willkommen und können so Wissenschaft direkt erfahren.

Foto: Universität Paderborn, Eduard Zakureny

| Pressemitteilung

Prof. Dr. Eberhard Kaniuth verstorben

Das Institut für Mathematik und die Universität Paderborn betrauern den Tod von Prof. Dr. Eberhard Kaniuth, der am 27. April im Alter von 79 Jahren verstorben ist. Eberhard Kaniuth war wohnhaft in Bad Driburg.

Nach dem Studium der Mathematik an der Universität Münster, das er 1967 mit der Promotion abschloss, folgte Kaniuth 1970 seinem Lehrer Thoma an die TU München, wo er 1971 habilitierte und 1973 seine erste Professur erhielt. 1977 wurde Kaniuth für eine ordentliche Professur an die damalige Gesamthochschule Paderborn berufen. Er zählte damit zur Gründergeneration der Paderborner Mathematik und hat der Paderborner Mathematik mit zu einem fliegenden Start verholfen.

Kaniuths Forschungsgebiet, die Harmonische Analyse, ist eine Synthese aus den besten Bestandteilen von Analysis und Algebra und bildet daher ein weitgefasstes Arbeitsgebiet mit teils spektakulären Anwendungen. Kaniuth verfasste 115 Publikationen, darunter zwei Bücher. Seine Zeitschriftenaufsätze sind durchweg in international hoch angesehenen Journalen erschienen. Die letzte seiner Arbeiten wurde noch in diesem Jahr veröffentlicht.

Kaniuth war mit seinem umfassenden mathematischen Hintergrund zudem ein begnadeter und erfolgreicher akademischer Lehrer, der ein breites Lehrangebot authentisch vertreten konnte und dies mit großem Engagement auch tat. Die Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik wird ihn sehr vermissen.
 

Weitere Informationen:

Kaniuth hielt nichts von modischen Trends, Lehrveranstaltungen durch Beschränkung auf vermeintlich leicht zu lernende Teile besser verdaulich zu machen. Der Erfolg gab ihm Recht. Trotz hoher Anforderungen war er ein ungemein beliebter akademischer Lehrer. Für seine Studentinnen und Studenten war er immer da. Ungezählte Diplomanden und Lehramtskandidaten hat er auf diese Weise erfolgreich betreut.

Auch Kaniuths Ausbildungserfolge von Doktoranden sind außergewöhnlich. Sein erster Doktorand, noch 1973 an der TU München, ist Wilfried Hauenschild, später Professor der Paderborner Informatik. Sein erster Paderborner Promovend aus dem Jahr 1983, Bachir Bekka, ist heute Professor an der Université de Rennes (Frankreich). Kaniuths letzte Doktorandin in Paderborn, Gitta Kutyniok, erhielt ihren Doktorgrad im Jahre 2000, drei Jahre vor Kaniuths Emeritierung. Sie erhielt Professuren, zunächst in Osnabrück, danach an der TU Berlin. Neben den schon genannten sind von seinen insgesamt zwölf Doktoranden noch zwei weitere als Professoren tätig (TU München und Uni Münster).

Kaniuth war von 1983 bis 1985 Dekan des Fachbereichs Mathematik-Informatik. Im Fachbereichsrat und vielen Berufungskommissionen war er ein aktives und einflussreiches Mitglied. Die Arbeit in sonstigen Universitätsgremien liebte er weniger. Dafür war sein Einsatz innerhalb des Faches umso beachtlicher. Seit Mitte der 90er Jahre bis kurz vor seinem Tod zeichnete er mehr als zwanzig Jahre für die Lehrveranstaltungsplanung des Faches (Vorlesungsplanung und Einteilung der Übungsgruppen) verantwortlich. Er übernahm regelmäßig auch Serviceveranstaltungen für andere Fachrichtungen.

Nach seiner Emeritierung 2003 startete eine weitere Periode wissenschaftlicher Aktivität. Er hatte nun mehr Zeit, seine vielfältigen internationalen Kontakte stärker zu pflegen. Zudem veröffentlichte Kaniuth 40 Zeitschriftenartikel und zwei Bücher. Das erste ein Lehrbuch über „Banachalgebren“ im Springer-Verlag, das zweite eine Monographie über induzierte Darstellungen zusammen mit Keith Taylor bei Cambridge University Press. Kaniuth war bis zu seinem Tod Mitglied des Planungsteams für die Lehrveranstaltungen des Instituts. Mit großer Selbstverständlichkeit bot er weiterhin regelmäßig Lehrveranstaltungen an, zuletzt im vergangenen Wintersemester über Differentialgeometrie.
 

Text: Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik

Die Universität der Informationsgesellschaft