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Der Campus im Frühling. Bildinformationen anzeigen

Der Campus im Frühling.

Foto: Universität Paderborn, Kamil Glabica.

| Pressemitteilung

Über 100 Wissenschaftler bei internationaler Konferenz über Algorithmische Spieltheorie an der Universität Paderborn – Vortrag des Nobelpreisträgers Reinhard Selten

„Spielerisch“ und trotzdem hochkarätig wird es vom 30. April bis 2. Mai am Institut für Informatik der Universität Paderborn zugehen. Etwa 100 weltweit führende Vertreter aus Informatik, Wirtschaftswissenschaft und Mathematik diskutieren über Themen der „Algorithmischen Spieltheorie“.

SAGT/08  („Symposium on Algorithmic Game Theory“) lautet der englische Titel der internationalen Tagung. Prominentester Wissenschaftler, der auf dem Symposium vortragen wird, ist Prof. Dr. Reinhard Selten, der 1994 zusammen mit Prof. Dr. John Forbes Nash und Prof. Dr. John Harsanyi den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erhielt. Die Lebensgeschichte von Nash wurde im US-amerikanischen Kinofilm „A Beautiful Mind“ aus dem Jahr 2001 verfilmt. Weitere Referenten sind Christos Papadimitriou, einer der weltweit führenden Informatiker, der 2002 mit dem Knuth-Preis ausgezeichnet wurde, und Paul Spirakis, der unter anderem mit dem höchsten Preis der griechischen mathematischen Gesellschaft ausgezeichnet wurde.

Die moderne Spieltheorie wurde von dem Mathematiker John von Neumann und dem Wirtschaftswissenschaftler Oskar Morgenstern entwickelt, um soziale Wechselwirkungen zu beschreiben und zu analysieren. Hierbei werden Entscheidungssituationen als mathematische Spiele definiert, bei denen der Erfolg des Einzelnen nicht nur vom eigenen Handeln, sondern auch von den Aktionen anderer abhängt.

Die Algorithmische Spieltheorie ist seit dem Beginn des neuen Jahrtausends durch eine Verschmelzung von informatischen und spieltheoretischen Konzepten als eigenständiges Forschungsgebiet entstanden. Dies resultierte vor allem aus der fortschreitenden technologischen Entwicklung, die zur Existenz komplexer dynamischer Systeme (wie z. B. dem Internet, Mobilfunknetze etc.), die nicht mehr zentral kontrolliert werden können, geführt hat. Solche Systeme lassen sich als verteilte Systeme mit eigennützig agierenden Spielern auffassen, als mathematische Spiele modellieren und mit Methoden der algorithmischen Spieltheorie analysieren.

Im Vorfeld des Symposiums findet eine zweitägige "Spring School" für den wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich der Algorithmischen Spieltheorie statt. Diese Schule wird von dem EU Projekt „AEOLUS“, an dem das Institut für Informatik maßgeblich beteiligt ist, unterstützt.

Weitere Informationen zum Symposium SAGT unter: http://sagt08.upb.de/program.php

Weitere Informationen zur Spring School unter: http://wwwcs.upb.de/aeolus-spring-school/

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