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Willkommen an der Universität Paderborn. Bildinformationen anzeigen
Seit 45 Jahren gibt es den Hochschulstandort und den Campus der Universität Paderborn. Bildinformationen anzeigen
Zum Wintersemester 2017/18 lernen, arbeiten und forschen insgesamt ca. 19.700 Studierende (vorläufiger Stand: 28. September 2017) auf dem Campus der Universität Paderborn. Bildinformationen anzeigen
Der Uni-Campus: Im Frühjahr und Sommer viel Grün – im Herbst ein buntes Blättermeer. Bildinformationen anzeigen
Ob Grundlagenforschung oder angewandte Wissenschaft – an der Universität Paderborn werden junge Menschen für die Zukunft ausgebildet. Bildinformationen anzeigen

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Willkommen an der Universität Paderborn.

Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

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Seit 45 Jahren gibt es den Hochschulstandort und den Campus der Universität Paderborn.

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Zum Wintersemester 2017/18 lernen, arbeiten und forschen insgesamt ca. 19.700 Studierende (vorläufiger Stand: 28. September 2017) auf dem Campus der Universität Paderborn.

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Der Uni-Campus: Im Frühjahr und Sommer viel Grün – im Herbst ein buntes Blättermeer.

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Ob Grundlagenforschung oder angewandte Wissenschaft – an der Universität Paderborn werden junge Menschen für die Zukunft ausgebildet.

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Themenspecial Digital Humanities

Experteninterview: Herausforderungen für die Informatik

Digitale Kulturwissenschaften gewinnen auch an der Universität Paderborn immer mehr an Bedeutung: In einem Themenspecial stellen wir in dieser Woche beispielhaft Projekte bzw. Forschungsverbünde unserer Wissenschaftler vor. Prof. Dr. Eyke Hüllermeier ist selbst an zwei interdisziplinären Projekten beteiligt und erklärt grundsätzliche Herausforderungen aus der Perspektive der Informatik. 

Die Kombination aus Kulturwissenschaften und Informatik: Was kann ich mir darunter vorstellen?

Die Digital Humanities nutzen Methoden der Informatik  und Techniken der digitalen Informationsverarbeitung, um kulturwissenschaftliche Forschungsprozesse zu unterstützen oder überhaupt möglich zu machen. Das beginnt im einfachsten Fall mit der systematischen Speicherung von Daten, die immer effizienter und kostengünstiger wird. Kulturwissenschaftler können mithilfe von Datenbanken digitale Archive ihrer Forschungsgegenstände – ob Texte, Bilder oder Musik – aufbauen, um auf diese Weise Quellen und Überlieferungen zu bewahren und in neuem Umfang zu erforschen. Die Informationstechnologie wird also auch für die Kulturwissenschaften ein immer wichtigeres Werkzeug. In anderen Disziplinen wie den Natur- oder Wirtschaftswissenschaften gibt es ganz ähnliche Entwicklungen schon länger. Hier haben sich Fächerkombinationen wie die Bioinformatik oder Wirtschaftsinformatik fest etabliert.  

Ist die Informatik also eine Hilfswissenschaft für diese Fächer?

Ich würde sagen: Wir geben unseren Kolleginnen und Kollegen Werkzeuge zur Informationsverarbeitung an die Hand, die ihnen in ihrer eigenen Forschung neue Möglichkeiten eröffnen. Das ist in etwa so, als wenn man einem Zellbiologen ein neues Mikroskop gibt, mit dem er Dinge beobachten und Erkenntnisse gewinnen kann, die ihm vorher nicht zugänglich waren. Insofern kann man durchaus sagen, dass wir für die Kulturwissenschaften eine Hilfswissenschaft sind, und daran ist auch nichts ehrenrührig – auch die Mathematik spielt die Rolle einer Hilfswissenschaft für die Physik. Aber wir verstehen uns natürlich nicht nur als Dienstleister sondern wollen auch in eigener Sache vorankommen. An einer Zusammenarbeit sind wir deshalb insbesondere immer dann interessiert, wenn sich durchaus für uns anspruchsvolle Fragestellungen und Forschungsbedarf innerhalb der Informatik ergeben.

Was sind solche Fragestellungen, die die Informatik voranbringen?

Das Erfassen, Sichern und Bereitstellen von Daten ist die erste Stufe der digitalen Informationsverarbeitung. Für uns spannend wird es aber vor allem mit der Frage: Was kann man mit diesen Daten anfangen? Wie kann man Verfahren entwickeln, mit denen sich Texte, Bilder oder Noten vom Computer systematisch analysieren lassen? Sehr gut funktioniert das schon mit Texten, sowohl auf syntaktischer als auch semantischer Ebene. Die automatische Erkennung von Bildinhalten ist dagegen noch deutlich schwieriger. Eine zentrale Fragestellung für mein Fachgebiet, Intelligente Systeme, ist vor allem, wie der Computer aus Erfahrung lernen und so seine Analysekompetenz selbständig verbessern kann. Das funktioniert mithilfe maschineller Lernverfahren, denen man Beispiele zeigt und daraus Gesetzmäßigkeiten ableiteten lässt, oder Korrekturhinweise gibt, wenn das Programm einen Fehler gemacht hat. Etwas derartiges erproben wir derzeit zum Beispiel in einem sprachwissenschaftlichen Projekt, in dem das System Veränderungen der grammatikalischen Struktur des Mittelniederdeutschen teilautomatisiert entdecken und nachvollziehen soll. Spannend ist aber nicht nur die Frage, wie Computer beim Analysieren von Daten und existierender Artefakte helfen können, sondern auch, ob wir ihnen beibringen können, selbst kreativ zu sein und zum Beispiel Texte oder Musik zu erschaffen. Die Digital Humanities bleiben auf jeden Fall ein spannendes Feld und es mangelt nicht an Herausforderungen für die Informatik.

Interview: Frauke Döll

Weitere Artikel in der Reihe Digital Humanities:

Google für Kunsthistoriker: Computern das vergleichende Sehen beibringen

Mozart & Co. digital: Tablets statt Notenblätter

Das Spiel mit den Buchstaben: Graffitis als Forschungsgegenstand

Das ist HiP: Paderborn mit einer App erkunden

Ansprechpartner

Eyke Hüllermeier

Prof. Dr. Eyke Hüllermeier

International Graduate School of Intelligent Systems in Automation Technology (ISA)

Zur Person

Die Universität der Informationsgesellschaft