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Schnee auf dem Campus. Bildinformationen anzeigen

Schnee auf dem Campus.

Foto: Universität Paderborn, Johannes Pauly

| Mitteilung ZeKK

Dialog der Theologien – Paderborner katholische Theologen disputieren mit Fachexperten christlicher und islamischer Theologien aus Deutschland und der arabischen Welt in der Al-Azhar

Vom 27. bis 29. April fand an der Al-Azhar in Kairo, der größten theologischen Ausbildungsstätte des sunnitischen Islam, die zweite Konferenz zum Thema „Episteme der Theologie interreligiös“ statt. Neben dem Orient-Institut Beirut und der geistlichen Leitung der Al-Azhar nahmen auch die Paderborner katholischen Theologen Aaron Langenfeld und Prof. Dr. Klaus von Stosch, Vorsitzender des Zentrums für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften (ZeKK), Universität Paderborn, teil. Sie diskutierten gemeinsam mit anderen katholischen, protestantischen und islamischen Theologen und Theologinnen aus Deutschland sowie mit islamischen Theologen und Theologinnen aus Ägypten über das Verhältnis zwischen Offenbarung und Religion.

„Für mich war es etwas ganz Besonderes an eine so renommierte Universität wie die Al-Azhar in Kairo eingeladen zu werden“ freute sich Klaus von Stosch, „dort in den islamisch-christlichen Dialog eintreten zu können, zentrale theologische Themen gemeinsam zu diskutieren und so neue Zugänge zur Theologie des anderen zu erhalten, ist für mich gerade auch auf dem Weg zu einem friedvollen und verständnisvollen Umgang der Religionen miteinander besonders bedeutsam.“ 

Trotz der tiefen Unterschiedlichkeit der begrifflichen und konzeptionellen Voraussetzungen der Beiträge und ungeachtet der sehr deutlichen kulturellen Differenzen zwischen ihren Ansätzen und Zielstellungen traten im Verlauf der Konferenz verbindende Themenstellungen hervor, zum Beispiel das Nachdenken über die systematische Einbeziehung des erkennenden menschlichen Subjekts in die theologische Lehre oder die Frage nach den Formen der Kommunikation mit Gott bzw. ihrer Darstellung. Die innovativen deutschen Beiträge zu Exegese und systematischer Theologie weckten bei den ägyptischen Teilnehmern großes Interesse.

Das Unternehmen soll fortgesetzt werden. Die Beiträge und die Diskussion zwischen den Teilnehmern und Teilnehmerinnen, die alle die universitäre Theologenausbildung vertreten, werden dokumentiert und vom Orient-Institut veröffentlicht. Die nächste Konferenz dieser Reihe wird vom 3.-5. November in Münster stattfinden und dem Thema Ethik und Recht gewidmet sein.

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