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Gebäude aus Sicht des Innenhofs Bildinformationen anzeigen

Gebäude aus Sicht des Innenhofs

Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

Der Brexit und seine Auswirkungen

Der Brexit ist in aller Munde. Auch aus Sicht des Datenschutzes hat ein Austritt Großbritanniens aus der EU Folgen. So wird GB zu einem Drittstaat werden, bei dem ein der EU vergleichbares Datenschutzniveau erst noch geprüft werden muss. Relevant wird dies insbesondere, wenn ein Dienstleister aus GB von der Universität direkt oder in einem Unterauftrag mit einer Datenverarbeitung beauftragt werden soll bzw. ist. Dasselbe gilt auch für Forschungskooperationen mit Universitäten aus GB.

Wenn man sich noch vergegenwärtigt, dass das Spähprogramm Tempora des britischen Geheimdienstes dem Programm PRISM der NSA kaum nachstehen dürfte, wird es spannend, ob zukünftig nicht ähnliche Probleme wie mit den USA auftreten.

Bitte achten Sie schon jetzt beim Abschluss neuer Verträge bzw. Vertragsverlängerungen, Forschungskooperationen darauf, ob eine Datenverarbeitung in GB stattfinden soll. Und falls ja, suchen Sie bitte den betroffenen Firmen das Gespräch über Alternativen zu einer Datenverarbeitung in GB. So dass hoffentlich im Voraus schon etwaige Probleme für die Universität, zu denen es nach jetzigen Kenntnisstand kommen könnte bzw. wird, im Vorhinein vermieden werden können. 

Falls Sie diesbezüglich Rückfragen bzw. Beratungsbedarf haben, so könen Sie sich gerne bei uns melden.

EU Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) verabschiedet

Die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) ist am 14. April 2016 vom EU-Parlament beschlossen worden und ersetzt die aus dem Jahr 1995 stammende Richtlinie 95/46/EG (Datenschutzrichtlinie). Sie ist am 04.05.2016 im Amtsblatt der Europäisches Union veröffentlicht worden und tritt damit am 25.05.2016 in Kraft. Anwendbar ist sie damit ab dem 25. Mai 2018. Im Gegensatz zur Richtlinie 95/46/EG, die von den EU-Mitgliedstaaten in nationales Recht umgesetzt werden musste, gilt die Datenschutz-Grundverordnung ohne Umsetzungsakt unmittelbar in allen EU-Mitgliedstaaten. Den Mitgliedstaaten wird es daher nicht möglich sein, den von der Verordnung festgeschriebenen Datenschutz durch nationale Regelungen abzuschwächen oder zu verstärken. Allerdings existieren im Verordnungstext an diversen Stellen sogenannte Öffnungsklauseln, die es den einzelnen Mitgliedstaaten ermöglichen, bestimmte Aspekte des Datenschutzes auch im nationalen Alleingang zu regeln, vgl. Art. 23 der Datenschutz-Grundverordnung.

Die Universität der Informationsgesellschaft