Zum Vortrag:
Fridays for Future hat gezeigt, dass Schüler*innen zentrale politische Akteur*innen in der Klimakrise sein können. Doch wer streikte eigentlich mit, und wer nicht? Und inwiefern durften Lehrkräfte solche politisch aufgeladenen Themen im Unterricht überhaupt thematisieren? Der Vortrag nimmt Schulstreiks – für Klimaschutz und gegen die Wehrpflicht – als Ausgangspunkt, um Bildung für nachhaltige Entwicklung politisch zu denken: zwischen Förderung politischer Handlungsfähigkeit für eine nachhaltigere Welt, Überwältigungsgefahr und der Forderung nach inklusiver Teilhabe aller Schüler*innen im Sinne der UN-Nachhaltigkeitsziele.
Zur Person:
Hannah Kalläne ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Erziehungswissenschaft und promoviert in der Arbeitsgruppe Inklusionsorientierte Schulentwicklungs- und Unterrichtsforschung. In ihrer Forschung verknüpft sie anhand von aktuellen Schulstreikphänomenen Themen der Bildung für nachhaltige Entwicklung und der politischen Bildung mit inklusionsorientierten Ansätzen. Zuvor erwarb sie an der Universität Bielefeld einen Lehramtsmaster für Gymnasien und Gesamtschulen mit den Fächern Englisch und Biologie sowie einen Master of Arts in British and American Studies.