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Zum 01. Oktober 2017 habe ich den Ruf an die Universität Bielefeld auf die Juniorprofessur für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Medienpädagogik im Kontext schulischer Inklusion angenommen. 

Sie erreichen mich zukünftig unter folgender E-Mail:
anna-maria.kamin(at)uni-bielefeld(dot)de
 

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Forschungsschwerpunkte

Lernen mit digitalen Medien in der beruflichen Bildung

Medien in der Familie

Inklusive Medienbildung

Gestaltungs- und entwicklungsorientierte Bildungsforschung

Methoden der qualitativen Sozialforschung

Gutachtertätigkeiten

seit 07/2013: Gutachterin für die Zeitschrift für Erziehungswissenschaft (ZfE)

seit 11/2013: Gutachterin für die Zeitschrift für Hochschulentwicklung (ZfHE)

seit 08/ 2017 Gutachterin für die Zeitschrift:  Die Hochschullehre - interdisziplinäre Zeitschrift für Studium und Lehre 

Habilitationsprojekt

Medienhandeln und Deprivation –  nachhaltige Veränderung medienpädagogischer Bildungspraxis auf Grundlage gestaltungs- und entwicklungsorientierter Forschung

Das Habilitationsprojekt betrachtet den für Deutschland konsistent empirisch nachgewiesenen Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und (Medien-)Bildungschancen. Die Daten belegen, dass bei Heranwachsenden deutliche Unterschiede hinsichtlich der Kompetenzen im Umgang mit digitalen Medien bestehen. Zusammengefasst weisen die Studien nach, dass die Medienkompetenzen von Kindern- und Jugendlichen aus so genannten benachteiligten Familien deutlich weniger ausgeprägt sind als die von Heranwachsenden, die nicht zu den entsprechenden Gruppen gehören. Die Ergebnisse sind in den Kanon vieler großer empirischer (Bildungs-)Studien einzuordnen (z.B. PISA; IGLU, TIMSS, PIAAC, World Vision Kinderstudien), die alle einen für Deutschland bedenklichen Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungschancen dokumentieren. Zugespitzt auf die Medienpädagogik bedeutet das, dass Bildungsbenachteiligung zwar nicht durch digitale Medien verursacht aber verstärkt werden kann. Die Unterschiede im Medienhandeln von Heranwachsenden und die daraus folgenden geminderten Bildungschancen von benachteiligten Kindern und Jugendlichen  sind  mit Hilfe von Theorien und empirischen Forschungsarbeiten zur Ungleichheits-, -Bildungs- und Sozialisationsforschung gut erklärbar, es existieren hingegen bislang noch keine nachhaltigen Konzepte und Ansätze zur  Reduktion von digitalen Ungleichheiten. Das bedeutet, es gilt Hinweise zu erlangen, wie Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien Bildungschancen – konkret Medienbildungschancen – eröffnet werden können. Es besteht insofern eine Diskrepanz zwischen Bildungsforschung und Bildungspraxis. Die Ergebnisse der Bildungsforschung finden vermeintlich kaum oder nur zögerlich Eingang in die Bildungspraxis, währenddessen die Bildungsforschung konsistente empirische Befunde produziert. 

Die Arbeit verfolgt einen inhaltlichen und einen methodischen Fokus. Es sollen (a) Erfolgs- bzw. Gelingenheitsfaktoren für den Transfer von Medienbildungsmaßnahmen für sozial benachteiligte Heranwachsende in die Praxis identifiziert werden. Diese sollen aber nicht nur in Form von Handlungsempfehlungen formuliert werden, intendiert ist die Abduktion von Erklärungs- Deutungs- und Interventionsansätzen zur nachhaltigen Veränderung der Bildungspraxis. Als forschungsmethodische Folie dient das Paradigma der gestaltungs- und entwicklungsorientierten Bildungsforschung in Kombination mit der Grounded-Theory-Methodologie. Ziel ist, ein (b) elaboriertes und abgesichertes Forschungsmodell abzuleiten. Die empirische Basis bildet die Begleitforschung des pb.re.pc (Paderborner Recycling PC) Projektes zu zur Förderung von Medienkompetenz von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen. 

Mitarbeit in Forschungsprojekten

seit 04/2017: Lernstatt 2020 - technische und didaktische Implikationen für ein schulübergreifendes Konzept zum digital unterstützten Lernen

07/16-05/18: Netzkompetenz für Patientinnen und Patienten, finanziert von der Landesoberbehörde für den Maßregelvollzug in NRW 

07/14-12/16: E-Assessment NRW, Gefördert vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung (MIWF). 

08/12 – 07/15: Mediencoaches für das Berufsfeld Pflege. Entwicklung, Erprobung und Etablierung eines Qualifizierungskonzeptes (MeCoPflege), gefördert durch BMBF

seit 09/11:  Paderborner Recycling PC Projekt für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche (pb.re.pc), finanziert und gefördert u.a. durch Eigenmittel; Stadt Paderborn, Bürgerstiftung Paderborn, Volksbank Paderborn Stiftung und Wau Holland Stiftung 

01/09 – 07/11: Mediengestützte Wissenskommunikation und eLearning beim Diözesan-Caritasverband des Erzbistums Paderborn e.V. “ finanziert durch den Diözesan-Caritasverband des Erzbistums Paderborn e.V.

01/06-10/06: Bedingungen von nachhaltigem von E-Learning im Unternehmen, finanziert durch die Forschungsreserve der Universität Paderborn

Mitgliedschaften / außeruniversitäres Engagement

seit 02/2017: assoziiertes Mitglied im Zentrum für Kindheits- und Jugendforschung der Universität Bielefeld

11/2015-04/2016: Expertin und Mitglied der Vorbereitungsgruppe: Leitbild zum Lernen im digitalen Wandel (Gruppe Fachkräfteausbildung) im Rahmen von NRW 4.0

seit 2012 : Mitarbeit im Bündnis Mediensucht Paderborn 

seit 2009: Mitarbeit im Arbeitskreis „medienaktiv owl“

 seit 2008: Mitglied der Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK)

seit 2008 Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) 

Weitere Qualifikationen

12/2013: Abschluss des Zertifizierungsprogramms Zertifikat Modul III / Vertiefungsmodul Weiterbildungsprogramm „Professionelle Lehrkompetenz für die Hochschule der Hochschuldidaktik an Universtäten in Nordrhein-Westfalen“

12/2011: Zertifikat Modul II / Erweiterungsmodul Weiterbildungsprogramm „Professionelle Lehrkompetenz für die Hochschule der Hochschuldidaktik an Universitäten in Nordrhein-Westfalen”

07/2011: Zertifikat „Schlüsselkompetenz Schreiben“ schreibdidaktische Weiterbildung am Kompetenzzentrum Schreiben, Universität Paderborn

10/2010: Zertifikat Modul I / Basismodul Weiterbildungsprogramm „Professionelle Lehrkompetenz für die Hochschule der Hochschuldidaktik an Universtäten in Nordrhein-Westfalen“