In­di­vi­du­el­le Bil­dungs­gang­a­r­beit

Individuelle Bildungsgangarbeit legt den Blickpunkt klar auf den Lernenden, der im Zentrum der Bemühungen und der Individualisierungsansätze steht. Die Weiterentwicklung der Konzepte und Instrumente zur individuellen Förderung besteht darin, dass individuelle Förderung systematisch in die Bildungsarbeit von Berufskollegs integriert wird und so eine individuelle Begleitung Basis der Arbeit in den ausbildungsvorbereitenden Bildungsgängen ist. Dementsprechend sind einzelne Kompetenzent­wicklungsinstrumente zu einem individualisierten Gesamtpaket abzustimmen und zu integrieren.

Schwer­punkt­be­rei­che zur in­di­vi­du­el­len Bil­dungs­gang­a­r­beit

In drei Schwerpunktbereichen werden Herausforderungen aufgenommen, die im Rahmen der Bildungsgang- und Curriculumarbeit in besonderer Form zu berücksichtigen sind.

För­de­rung von Ba­sis­kom­pe­ten­zen im Kon­text ei­ner du­a­li­sier­ten Aus­bil­dungs­vor­be­rei­tung

Schwerpunktbereich A: Konzepte werden generiert, die an die individuellen Entwicklungserfordernisse anknüpfen. Beispielsweise sollen Ansätze zur integrativen Entwicklung von Basiskompetenzen auf Ebene der Gestaltung und Abstimmung von Unterrichtssequenzen und –einheiten entwickelt werden.

Um­gang mit He­te­ro­ge­ni­tät in ei­ner du­a­li­sier­ten Aus­bil­dungs­vor­be­rei­tung

Schwerpunktbereich B: Vor dem Hintergrund heterogener Gruppen stellt sich die Frage, wie es gelingen kann in der Bildungsgangarbeit individuelle Erfordernisse zu verankern und zu berücksichtigen. Wie können Instrumente und Phasen zur Analyse und Erfassung der je individuellen Ausgangspunkte in die Bildungsgangarbeit integriert werden?

In­te­gra­ti­on von Pra­xis­pha­sen in Qua­li­fi­zie­rungs­bau­stei­ne

Schwerpunktbereich C: Praxisphasen werden positive Effekte auf Motivation und Lern- und Arbeitsbereitschaft zugeschrieben. Ihre Organisation und didaktische Gestaltung ist jedoch mit hohen Anforderungen für Lehrkräfte verbunden. Maßnahmen für eine erfolgversprechende Integration von Praxisphasen in Qualifizierungsbausteine werden entwickelt und erprobt.

Quer­schnitts­be­rei­che

Daneben werden die querliegenden Themenbereiche aufgenommen, die im Anschluss an eine grundlegende Entwicklung für die besondere Situation in Berufskollegs in die Bildungsgangarbeit aufgenommen werden sollen.

Oh­ne Ge­walt und Ras­sis­mus – Ak­zep­tanz und To­le­ranz in der du­a­li­sier­ten Aus­bil­dungs­vor­be­rei­tung

Querschnittsbereich 1: Es werden unter anderem Unterrichtssequenzen entwickelt und erprobt, die eine Auseinandersetzung mit Ungleichheit, Gewalt und schwachen Gruppen aufnehmen und zu einer Auseinandersetzung mit Toleranz im eigenen Lebensraum anregen.

Kol­le­gi­a­le Wei­ter­bil­dung von Nach­wuchs­füh­rungs­kräf­ten zur Bil­dungs­gan­gent­wick­lung

Querschnittsbereich 2: Die Entwicklung und Erprobung eines Weiterbildungskonzeptes dient dazu Anregungen zur Bildungsgangentwicklung und Informationen über die Handlungsfelder einer individuellen Bildungsgangarbeit zu erhalten. Gleichzeitig soll über die spezielle Konzeption der Weiterbildung eine individuelle Entwicklung der Bildungsganggestalter (-manager) ermöglicht werden.

Für weitere Informationen zu den Forschungsaktivitäten und zur Projektstruktur steht unter „Publikationen“ der ‚InBig-Report 1: Vorstellung des Projektes InBig. Von der Ausgangslage zu Entwicklungsperspektiven‘ zum Download bereit.

Sie interessieren sich für:
Kontakte

Wissenschaftliche Leitung

Prof. Dr. H.-Hugo Kremer

Prof. Dr. Marc Beutner

Projektsteuerung

Heike Kundisch, M.A.

Weitere Ansprechpartner

Dr. Petra Frehe

Thomas Kranert, M.A.                                                                                           

Weitere Informationen

XENOS Panorama Bund