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Lehrpreis für den wissenschaftlichen Nachwuchs 2018 - Bewerbungsphase beginnt

Die Hochschulleitung schreibt den Lehrpreis für junge Wissenschaftler*innen aus, um ausgezeichnete Leistungen in der Lehre, Beratung und Betreuung zu würdigen. Der Preis soll die besondere Bedeutung der Hochschullehre für die Ausbildung des akademischen Nachwuchses sichtbar machen und einen karrierewirksamen Anreiz schaffen, sich für eine gute Hochschullehre zu engagieren. Gleichzeitig soll der Lehrpreis zur Stärkung und Weiterentwicklung des Profils und der Leitidee der Universität beitragen. Ziel des Lehrpreises an der Universität Paderborn ist die Würdigung von Lehrkonzepten und -methoden mit herausragendem und beispielhaftem Charakter.

 

Preisgegenstand

Neben der Auszeichnung des Engagements und der Leistungen auf dem Gebiet der Lehre stehen insbesondere die konkrete Entwicklung, Umsetzung und Evaluation von Lehrkonzeptionen im Vordergrund.

Der Preis würdigt herausragende Leistungen in Lehre, Beratung und Betreuung in grundständigen (einschließlich Master-)Studiengängen an der Universität Paderborn. Prämiert werden insbesondere wesentliche Beiträge und/oder herausragendes Engagement bei der erfolgreichen Entwicklung, Umsetzung bzw. Anwendung von qualitätsverbessernden

  • (innovativen) Veranstaltungsformen,
  • neuen Lehr- und Lernmaterialien (inkl. E-Learning),
  • Konzepten zum Theorie-Praxis-Transfer,
  • Beratungs- und Betreuungskonzepten sowie
  • sonstigen Maßnahmen zur Verbesserung von Studium und Lehre.

Schwerpunktsetzungen in einem der Bereiche sind erwünscht. Ebenso können Leistungen in der Lehre gewürdigt werden, die in tradierten und bewährten Lehr- und Beratungsformen erbracht werden und sich durch ihre herausragende Qualität auszeichnen.

 

Zielgruppe

Zur Bewerbung aufgefordert werden junge Nachwissenschaftler*innen der Universität Paderborn (insb. wissenschaftliche Mitarbeiter*innen, (Post-)Docs, Akademische Räte, LfbAs, Juniorprofessor*innen und Teams unter Leitung von (Mittelbau-)Lehrenden). Jede*r Kandidat*in kann nur einmal einen Preis erhalten. Bewerben können sich Einzelpersonen oder Gruppen, die ausgezeichnete Leistungen in der Lehre und Betreuung aufweisen. Teilnehmer*innen am Wettbewerb können auch durch Dritte begründet vorgeschlagen werden. Vorschlagsberechtigt sind alle Angehörigen der Universität Paderborn.

 

Dotierung

Der Preis ist mit insgesamt 15.000 € dotiert. Es können bis zu drei Preise in einem Jahr vergeben werden.

 

Kriterien zur Vergabe des Preises

Um ein möglichst breites Feld an Lehrkonzeptionen und nachhaltigen Leistungen in Lehre, Beratung und Betreuung zu würdigen, werden neben formalen Kriterien (siehe Formblatt zum Antrag) die folgenden inhaltlichen Kriterien zur Vergabe des Preises zu Grunde gelegt:

  • Innovation und Verbesserung der Qualität in der Lehre (bspw. Verbesserung der Lehrsituation, …)
  • didaktisches Gesamtkonzept, besondere Betreuungs- und Beratungsleistungen (bspw. definierte Learning Outcomes, Förderung von Schlüsselkompetenzen, …)
  • Theorie-Praxis-Transfer (bspw. Verknüpfung theoretischer Inhalte mit der Praxis, Nutzung von (Anwendungs-)Beispielen, …)
  • Nachweise über den Erfolg (bspw. studentische Evaluation, Erreichung von Lernzielen, …)
  • Perspektiven auf Übertragbarkeit, Nachhaltigkeit und Verbesserungsmöglichkeiten (bspw. Übertragbarkeit auf andere Fächer, Konsequenzen aus der Evaluation, …)
  • weitere Kriterien u.a. Forschungsbezug, Diversität, Internationalisierung, Interdisziplinarität (bspw. Berücksichtigung von Diversitätsaspekten in der Lehre, Verknüpfung zu anderen Fächern, …)

 

Vergabe- und Bewerbungsverfahren

Der Preis wird jährlich auf dem Neujahrsempfang der Universität Paderborn vergeben. Schriftliche Bewerbungen (ausgefülltes Formblatt zum Antrag sowie die dort eingeforderten Bewerbungsunterlagen) für das Jahr 2018 sind vom 03. April bis einschließlich 19. August 2018 (Ausschlussfrist) erbeten. Kandidat*innen können sich entweder selbst bewerben oder auch von Dritten vorgeschlagen werden (letzteres sollte ebenfalls unter Bezugnahme auf die Bewerbungskriterien begründet werden). Selbstbewerbungen können außerdem Empfehlungsschreiben von anderen Personen beigefügt werden.

Lehrprojekte, die bereits mit einem anderen Lehrpreis o.ä. ausgezeichnet wurden, können nicht berücksichtigt werden.

Die Bewerbungsanträge (Formblätter, Unterlagen und Anhang) sind jeweils in elektronischer Form (in einer pdf-Datei mit max. 8 MB) unter hochschuldidaktik(at)upb.de einzureichen. Für Rückfragen steht Ihnen Jonas Leschke, M. Ed. gern zur Verfügung.

Verspätet eingehende oder unvollständige Bewerbungen können nicht berücksichtigt werden. Auf Grundlage der Projektskizzen und der o.g. Kriterien wird von einer Kommission in einem mehrstufigen Verfahren eine Auswahl getroffen.

Für die Auswahlkommission
Prof. Dr.-Ing. Volker Schöppner

Vizepräsident für Lehre, Studium und Qualitätsmanagement

Lehrpreisträger*innen für den wissenschaftlichen Nachwuchs

2010
Preisträger*innenVeranstaltungBeschreibung
Dorothea Backe-Neuwald & Daniela GötzeDidaktik der Geometrie in den Klassen 1 bis 6Durch ein innovatives Konzept und überdurchschnittliches Engagement gelingt es den Bewerberinnen die Lehrerausbildung praxisnah und interessant zu gestalten. Die vorliegenden Evaluierungsergebnisse der studentischen Veranstaltungskritik untermauern die Auszeichnungswürdigkeit dieses Konzeptes.
Jörg Müller-LietzkowProjektmanagment in der Computer- und Videospielindustrie: Theorie und PraxisDas Lehrprojekt von Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow ist in seiner Konzeption und seinem Erfolg einzigartig und sticht deutlich hervor. Das Seminar zeichnet sich überdurchschnittliche Leistungen in Bezug auf den Praxis-Theorie-Transfer, und den Einsatz studentenzentrierten und individualisierten Lernmöglichkeiten in Projektstrukturen aus. Reale Projektstrukturen (Teams ~80 Personen) ermöglichen jedem Teilnehmer die kompetenz- und interessengeleitete Übernahme von Arbeitspaketen.
Marc SacherEvent-PhysikDie Veranstaltung Event-Physik wird für junge Studierende (typisch 2. bis 4. Semester) angeboten und richtet sich hauptsächlich an die Studierenden mit dem Ziel Physik-Bachelor und Lehramt Gymnasium/Gesamtschule. Ziel der Veranstaltung ist die Umsetzung eines interessanten und überraschenden physikalischen Phänomens in ein effektvolles Demonstrationsexperiment. Die Bearbeitung der gestellten Aufgaben erfolgt im 2er-Team. Nach erfolgreichem Aufbau werden die Experimente in öffentlichen Show-Vorlesungen vor einem mehrere 100 Personen großen Publikum von den Erbauern präsentiert. Das Seminar erstreckt sich über zwei Semester und gliedert sich in jeweils 3 Phasen der Event-Physik I (1. Verteilung der Experimente, 2. Vorbereitung, 3. Aufbau der Experimente), Event-Physik II (1. didaktische Aufbereitung, 2. Show), und der Abschlussbericht
Die Einzigartigkeit dieses innovativen Lehrkonzeptes liegt darin begründet, dass die Studierenden in einer angenehmen Atmosphäre mit viel Freiraum eigene Ideen bearbeiten und ganz nebenbei zahlreiche wichtige Kompetenzen erwerben, die im weiteren Studium von großem Nutzen sind und selbst nicht im Lehrplan enthalten sind.
2011
Lehrpreisträger*innenVeranstaltungBeschreibung
Nicola Bunte & Agnes Kordulla
Synergetische Verknüpfung einer diagnoseorientierten Lehrveranstaltung mit dem Begleitforschungsprojekt "Kinderbildungshaus" in Kooperation mit dem Grundschulpädagogischen Forschungslabor
Die Kernidee der hier vorgestellten Lehrkonzeption besteht darin, dass Lehramtsstudierende im
Rahmen einer Seminarveranstaltung zur pädagogischen Diagnostik in ein
Schulbegleitforschungsprojekt integriert werden. Dabei erproben sie ihre in der Veranstaltung
erworbenen Kenntnisse in der Praxis und reflektieren diese im Dialog mit professionellen Akteuren aus
Schule und KiTa. In dem vom Arbeitsbereich Grundschulpädagogik der Universität Paderborn
wissenschaftlich begleiteten Modellprojekt „Kinderbildungshaus“ steht die Optimierung der
Bildungsbiografien der Kinder im Übergang von der Kindertageseinrichtung (KiTa) in die Grundschule im
Vordergrund. 
Miriam StrubeInternationalsierung des Seminarraumsln den Seminaren ist es Prof. Dr. Strube zum einen ein besonderes Anliegen, Forschung und Lehre eng miteinander
zu verknüpfen, zum anderen originelle Perspektiven und eigenständiges Denken der Studierenden zu
fördern. Darum wurde bei den beiden internationalen Konferenzen, die Sie organisiert hat, darauf
geachtet, dass Studierende nicht nur als Publikum neueste Forschung kennenlernen, sondern auch in
innovativen Veranstaltungsformen als aktive Teilnehmerlnnen integriert waren.
Veranstaltungsmodul W4352 „E-Finance: Trading & Financial Information Systems“
Ziel des Lehr- und Lernkonzeptes ist es, den Studierenden das für die Wirtschaftswissenschaften
so zentrale Konzept des Preisbildungsprozesses auf Märkten und der daraus resultierenden Allokation von
knappen Ressourcen am Beispiel von Finanzmärkten zu vermitteln. Mit einem Verständnis desselben lassen sich viele in der
Realität zu beobachtende Phänomene besser erklären. Es stellt allerdings eine große didaktische Herausforderung dar, das
Handeln auf einem Finanzmarkt, die Auswirkungen verschiedener Marktstrukturen, die Ergebnisse verschiedener Formen
der Informationsasymmetrie, die weitreichenden Folgen von Handelsentscheidungen und viele weitere Konzepte alleine
anhand von theoretischen Inhalten und Praxisbeispielen zu vermitteln und zu verdeutlichen. Die innovative Absicht besteht
daher darin – basierend auf den Konzepten der konstruktivistischen Didaktik und des erfahrungsbasierten Lernens –
den Studierenden nicht nur theoretische Inhalte und Praxisbeispiele zu vermitteln, sondern dafür zu sorgen, dass die Studierenden
die theoretisch erlernten Inhalte im Rahmen mehrerer Handelssimulationen selbst erleben und eigene Erfahrungen
durch die Simulationsteilnahme machen können.
2012
Lehrpreisträger*innenVeranstaltungBeschreibung
Karl-Heinz GerholzEconomics Citizenship EducationEconomics Citizenship Education kann als eine moderne Form des Lernens an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
beschrieben werden. Studierende unterstützen mit ihren im Studium erworbenen Kompetenzen
gemeinnützige Organisationen in der Region Paderborn. Inhalte des Studiums werden so mit gesellschaftlichen
Problemen verzahnt.
Jan Peter Herbst & Stefanie JägerStilkopien – Seminarübergreifendes ProjektIm Sommersemester 2012 fand ein seminarübergreifendes Projekt im BA Studiengang "Populäre Musik und Medien" statt. Das Seminar "Praxis der internetbasierten Künstlervermarktung" thematisiert die Rolle des Internets für das Marketing von Bands und Musikveranstaltungen. Nach einer Erarbeitung vn Grundlagenkenntnissen in Bezug auf Künstler- und Eventmarketing, wurden Seminarbands gegründet und anschließend vermarktet, um einen hohen Praxisbezug zu gewährleisten. Neben der Vermarktung der einzelnen Bands bestand ein weiterer Schwerpunt in der Planung, Organisation und realen Veranstaltung eines Konzerts, um beide inhaltliche Themenbereiche in der Praxis abzudecken. Zeitgleich fand ein weiteres Praxisseminar "Stilkopien" statt, welche die Studierenden des zweiten Semesters in die Grundlagen der Musikproduktion einführte. Der hohe Praxisanteil beider Seminare legte eine Kooperation nahe. Das abschließende Konzert der 16 Seminarbands in der Kulturwerkstattermöglichte einen großen Theorie-Praxis Transfer.
Wolfgang ReinhardtFuture Social Learning NetworksIn der innovativen Lehrveranstaltung "Future Scial Learning Networks" lernen Studierende der Informatik den Umgang mit neuen sozialen Medien aus erster Hand, eingebettet in realistische Projektarbeit in interdsziplinären, internationalen und interkulturellen Teams.
2013
Lehrpreisträger*innenVeranstaltungBeschreibung
Sarah FlottmeierVideotutorials zur Anwendung regelungstechnischer Grundlagen in Matlab/SimulinkDas Projekt von Sarah Flottmeier knüpft an das Konzept des "flipped classroom" an und entspricht zudem wichtigen Erkenntnissen bestimmter Lerntheorien (Mastery Learning, Cognitive Load Theory, Lernen mithilfe von Lösungsbeispielen). Das Projekt fördert in besonderem Maße das Selbststudium/eigenständige Lernen und Videotutorials sind eine sinnvolle Ergänzung zu den bereits realisierten Unterstützungsmechanismen der Vor- und Nachbereitung im vorgestellten Praktikum. Besonders lohnend ist diese Form der Begleitung im Selbstlernprozess für die heterogene Studierendenschaft (Vorwissen, ausländische Studierende etc.) in der Veranstaltung und helfen Studierenden, die Probleme mit der Materie haben und mehr Zeit brauche. Das Projekt ist eine sehr erfolgreiche Umsetzung einer guten Idee in einem Bereich, wo Videotutorials einen klaren Mehrwert bedeuten. […] Die Evaluationsergebnisse attestieren Sarah Flottmeier eine sehr hohe Qualität in der Lehre.
­ Sabrina Sommer & Johanna HilkenmeierPraxisnahe Fallarbeit im Rahmen einer BlockwocheDas durchgeführte Konzept ist auf die Entwicklung der Diagnosefähigkeit künftiger Lehrkräfte ausgerichtet und erfüllt durch die hervorragend ausgearbeiteten Lehrmaterialien diesen Anspruch hervorragend. Die intensive Arbeitsphase in einem Blockseminar, die durch vielfältige Lehrmethoden angereichter ist, hat den Studierenden eine konsequente Bearbeitung ihres Falls ermöglicht. Die Nutzung von realitätsnahen Fallstudien, insbes. im Bereich der Lehrerausbildung, stellt eine sehr gute Möglichkeit dar, Studierende den Alltag an der Schule näher zu bringen. Hervorzuheben ist der sehr gute Bezug zur aktuellen Lehr-Lern-Forschung und die Ableitung des Veranstaltungsformats und -ablaufs (problemorientiertes Lernen, Constructive Alignment etc.). Weiterhin sehr positiv ist die intensive Untersuchung der Lernergebnisse mit verschiedenen sozialwissenschaftlichen Methoden, die einer Weiterentwicklung des Lehrkonzepts dienen.
Stefanie Rauch & Alexander NiemeyerWagner backstage. Detmold - Bayreuth - Beijing. Die Technik der BühnenillusionDas Projekt ist außerordentlich begrüßenswert. Die Studierenden erhalten einen Einblick in andere Bereiche (z. B. Finanzierung, Marketing) und sammeln damit wertvolle Schlüsselqualifikationen für den Berufsalltag. Die Integration von Austauschstudierenden ist vorbildlich und der Theorie-Praxis Transfer beispiellos. Im Projekt überzeugt das Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse und Situationen der teilnehmenden Studierenden. So wurde die nationale Heterogenität der Teilnehmer mit dem Teil-Projekt "Peking-Oper" sehr erfolgreich genutzt. . Die interkulturelle Komponente des Projektseminars ist zusammen mit dem Anspruch der Beteiligung am kulturellen Prozess (bereits während des Studiums) besonders hervorzuheben. Außergewöhnliches Konzept, sehr lobenswert.
2014
Lehrpreisträger*innenVeranstaltung Beschreibung
Katrin Temmen & Barbara NofenHörsaallabor – Messpraxis trotz hoher Teinehmerzahl Die Veranstaltung „Grundlagen der Elektrotechnik für Maschinenbau“ (GET) wird an der Universität Paderborn jährlich von über 400
Studierenden im 3. Fachsemester besucht. Da es sich bei GET um eine fachfremde Veranstaltung handelt, zeigten sich seitens der
Studierenden in den vergangenen Jahren Verständnis- und Motivationsschwierigkeiten. Zur Förderung des Lernprozesses, zur Vertiefung
der Themeninhalte sowie zur Reduzierung von Verständnisschwierigkeiten entstand 2012 im Fachgebiet Technikdidaktik die Idee
„Hörsaallabor – Messpraxis trotz hoher Teilnehmerzahl“.
Das Hörsaallabor ergänzt die Vorlesung um Laboreinheiten, in denen die Studierenden praktische Laborübungen in Kleingruppen direkt
in der Vorlesung durchführen. Die aktive Beteiligung der Studierenden am Lernprozess ermöglicht ihnen, die theoretischen – und im
Ingenieurstudium oft abstrakten – Inhalte praktisch anzuwenden und umzusetzen. Dabei sind die Laborübungen direkt auf die Vorlesung
zugeschnitten.
Mit dem Hörsaallabor ist eine Lernumgebung entstanden, die basierend auf dem Sandwich-Prinzip kollektive Lernphasen mit Phasen der
subjektiven Auseinandersetzung kombiniert. Den Studierenden wird es so ermöglicht das vermittelte Fachwissen zu wiederholen und an
bestehende Wissensstrukturen anzuknüpfen. Eine erste Erprobung des neuen Konzeptes erfolgte im Wintersemester 2013/2014.
Markus Freudinger, Teresa M. Behr & Martina Bredenbröcker Project and Exploration: Exploring Linguistic WorldsIm Wintersemester 2013/2014 fand ein seminarübergreifendes Projekt in der Englischen Sprachwissenschaft statt. Bei einer
studentischen Konferenz am 25.1.2014 unter dem Titel „Exploring Linguistic Worlds“ stellten Studierende eigene Forschungsarbeiten vor,
die sie im Laufe des Semesters erarbeitet hatten.
Das Lehrprojekt „Exploring Linguistic Worlds“ sieht sich damit klar der Idee des forschenden Lernens verpflichtet. Die Kernidee ist
es, dass Studierende sich selbstständig über einen längeren Zeitraum (Projekt) mit einem selbstgewählten Thema intensiv (Exploration)
auseinandersetzen. Das Lehrkonzept stellt damit die konsequente Umsetzung des modularisierten Lehramtsstudiums (Modul: Projekt
und Exploration) im Bachelor of Education im Fach Englisch dar.
2015
Lehrpreisträger*innenVeranstaltungBeschreibung
Katharina Gefele"Vielfalt stärken" SommercampDie herausragende Leistung des Projekts "Vielfalt stärken"-Sommercamp besteht in der Theorie-Praxis-Verzahnung in der der Lehrerbildung durch die gezielte Verbindung einer didaktischen Lehrveranstaltung aus dem Bereich Deutsch als Zweitsprache (DaZ) mit der Praxxisphase des Berufsfeldpraktikums. Im einwöchtige Sommercamp werden etwa 70 Kinder aus Stadt und Kreis Paderborn mit und ohne Zuwanderungsgeschichte und mit und ohne Sprachförderbedarf der 3.-7. Klasse aller Schultypen zusammengebracht, um sie individuell sprachlich zu fördern und das interkulturelle Lernen anzuregen. Die Lehramtsstudierenden entwickeln unter Betreuung von Mitarbeiterinnnen der Universität und externen Experten eigene pädagogische Konzepte für die Wochengestaltung, führen diese selbstständig durch und reflektieren ihre Praxiserfahrun im Rahmen des Seminars.
Adrian HülsmannProjektgruppe „MAGICIAN“ – Innovatives Lehrkonzept durch den Einsatz agiler MethodenDurch einen einmaligen rekursiven Ansatz, in dem die Studenten Software entwickeln, die ihnen bei der
Entwicklung eben dieser Software hilft, wird das agile Prinzip durch das hohe Maß an Selbstreflexion in Form
unmittelbarer Feedback-Schleifen auf besondere Art und Weise vermittelt.
Die Agilität spiegelt sich aber nicht nur im Vorgehen zur Entwicklung von Software, sondern auch in der
Organisation der Projektgruppe selbst wider. Neu eingeführte „Mini-Seminare“ ersetzen eine explizite
Seminarphase, Dokumentationen folgen keinem starren Muster, sondern bleiben durch den Einsatz eines
Blogging-Systems im Sinne des E-Learnings flexibel und leicht anpassbar. Zusätzlich wurden die erhöhten
Anforderungen an die Programmierleistungen der Studenten durch Aspekte des „game-based learnings“
spielerisch angelernt.
Jessica Nitsche & Daniel S. RibeiroInteraktionen zwischen Lehre und Forschung am Beispiel des Lehrprojekts "Das Dokumentarische, der Tod und die Künste"Das Ziel des Lehrprojekts bestand darin, ein Veranstaltungsformat universitärer Lehre zu entwickeln, das Forschung und
Lehre als zwei gleichwertige Elemente zusammenführt. Zu diesem Zweck haben wir ein Konzept entworfen, das traditionelle
universitäre Formen (Seminar und Workshop/Tagung) einerseits aufgreift, daraus jedoch ein neues Veranstaltungsformat
entwickelt, das eine produktive Interaktion zwischen Lehre und Forschung ermöglicht. Wir haben dafür ein Thema
gewählt, das a) Interesse weckt und zugänglich für Studierende ist, da es an deren Lebenswelt anknüpft, b) in der
Forschung derzeit aktiv diskutiert wird und c) an unsere eigenen Forschungsfelder anschließt und diese kombiniert. Unter
diesen Prämissen kamen wir zu dem Thema Das Dokumentarische, der Tod und die Künste. Das Besondere am
Konzept war, dass die Studierenden neben der intensiven inhaltlichen Arbeit im wöchentlichen Seminar an der Planung und
Durchführung eines interdisziplinären Workshops mit auswärtigen Referent/innen aus der Wissenschaft wie auch der Kunst
aktiv beteiligt wurden. Das Seminar Fotografie und Tod. Perspektiven aus Geschichte und Gegenwart war interdisziplinär
angelegt und richtete sich an Studierende der Kunst und der Medienwissenschaften, die inhaltliche wie auch
organisatorische Vorbereitung des Workshops durch die Studierenden war konstitutiver Bestandteil des Seminars. Es ging
darum, von der Pionierzeit des Mediums bis hin zu ganz gegenwärtigen Ansätzen ein Panorama des eng verknüpften
Begriffspaars Fotografie und Tod zu skizzieren. Dabei wurde auf theoretische Beiträge zurückgegriffen, welche die
Faszination hinter den Wechselwirkungen beider Felder deutlich machen konnten. Mindestens gleichwertig hierzu erfolgte
die Präsentation und Diskussion einer regen Fülle an chronologisch sowie thematisch strukturierten fotografischen Praktiken.
Der Workshop widmete sich der spezifischen Fragestellung, wie dokumentarische Strategien in der zeitgenössischen Kunst
das Thema des Todes fokussieren. Anhand der Fokussierung exemplarischer künstlerischer Positionen wurde dieser
Problemstellung nachgegangen. Für den Workshop wurden einschlägige Wissenschaftler/innen und Künstler/innen zu
Gastvorträgen eingeladen, um aktuelle Fragen und Ergebnisse interdisziplinär zu beleuchten und zusammenzuführen. Ein
zentrales Anliegen des Seminars in Konstellation mit dem Workshop war, an der im Universitätsalltag häufig
vernachlässigten Schnittstelle zwischen Lehre und Forschung anzusetzen. Für die Beteiligung der Studierenden am
Workshop gab es unterschiedliche Möglichkeiten: a) Expertengruppen, b) eigene Präsentation, c) Moderationen und Co-
Moderationen, d) Veranstaltungsorganisation. Die Studierenden erhielten durch dieses Veranstaltungsformat die
Gelegenheit, die Fragestellungen, die sich aus der wöchentlichen Seminararbeit entwickelt haben, unmittelbar an die
Wissenschaftler/innen und Künstler/innen zu richten, mit denen sie sich zuvor intensiv auseinandergesetzt hatten. Die
studentischen Gruppen trugen die Verantwortung für die Vorstellungen der Gäste wie auch die sich anschließenden
Diskussionen. So konnten durch den Workshop Inhalte der vorherigen Sitzungen vertieft wie auch diskutiert werden.
Forschung und Lehre bzw. wissenschaftliche Fachtagung und Seminar konnten auf diese Weise in eine produktive
Wechselwirkung zueinander treten. Durch den Workshop erhielten die Studierenden Einblick in einige Zweige der aktuellen
Kulturwissenschaft und wurden in ganz und gar lebendiger Form mit ihr konfrontiert. Darüber hinaus wurden unter Förderung
ihrer individuellen Kompetenzen aktiv in den Workshop involviert und integriert. Das Lehrprojekt wurde begleitet von einer
umfänglichen Betreuung und Beratung der Studierenden durch die Projektleiter/in. Der große Erfolg des Projekts ist
durch zwei unterschiedliche Evaluationsverfahren umfassend belegt.
2016
Lehrpreisträger*innenVeranstaltungBeschreibung
Daniel Frischemeier & Susanne PodwornyComputergestützte Lernumgebung zu "Modellierung, Größen, Daten und Zufall I"Diese Veranstaltung unterscheidet sich (methodisch und inhaltlich) von traditionellen Mathematikveranstaltungen und verbindet die Theorie mit der (Unterrichts-) Praxis, indem sie fachliche und fachdidaktische Kompetenzen verknüpft vermittelt. Dabei erfüllt die Veranstaltung insbesondere Forderungen der Community der internationalen Stochastikdidaktik in der beide Antragsteller gut integriert sind und umfasst viele der dort vorgeschlagenen innovativen Ideen:
Arbeiten mit realen Daten, Arbeiten an Problemen aus der Alltagswelt, Einsatz von Technologie und digitalen Medien, Aktivitäten zur
Unterstützung der Argumentationsfähigkeit bezgl. stochastischer Inhalte, Modellierung von stochastischen Zufallsexperimenten mit Softwareunterstützung, Implementierung kooperativer Lernformen sowie Nutzung formativer Assessments. Insbesondere steht die Veranstaltung
für die Verknüpfung von Theorie und (Unterrichts-)Praxis sowie für die Implementation neuer Lehr- und Lernformen.
Julia GruhlichDie Organisation der (Un)Moral. Soziologische Perspektiven auf die organisationalen Bedingungen von Gehorsam, Loyalität,
Verantwortung und Widerstand
Im Wintersemester 2015/16 führte Dr. Julia Gruhlich das Soziologieseminar zur „dunklen Seite“ der Moral in Organisation durch. Der
besondere Fokus des Seminars lag auf den organisationalen Bedingungen für die Folgebereitschaft, aber auch den Widerstand der
Organisationsmitglieder. Das übergeordnete Ziel des Seminars folgte Theodor Adornos Imperativ, „daß Auschwitz sich nicht wiederhole,
nichts ähnliches geschehe“ (Adorno 1966: 365; Adorno 1971: 90; vgl. auch Heyl 2001).
Hilke TeubertProjektplanung und -management im FreizeitsportEin Integrationskonzept ausarbeiten, einen „Tag der offenen Tür“ im Sportverein zur Mitgliedergewinnung durchführen, ein inklusives Sportangebot konzipieren, einen Volkslauf planen: in vielen Feldern des Sports ist konzeptionelles Denken und innovatives Handeln gefordert. Im Rahmen der zweisemestrigen Veranstaltung „Projektplanung und -management im Freizeitsport“ erarbeiten sich Studierende des Bachelorstudiengangs Angewandte Sportwissenschaft theoretische Grundlagen des Projektmanagements und setzen diese dann selbständig in berufsfeldnahen Projekten in der Praxis um.
2017
Lehrpreisträger*innenVeranstaltungBeschreibung
Amra HavkicBetreutes Berufsfeldpraktikum: Sprachbegleitung GeflüchteteDas begleitete Berufsfeldpraktikum überzeugt durch die enge Verzahnung mit dem Lehramtsstudium sowie durch die Einbindung der Bereiche Deutsch als Fremdsprache und Deutsch als Zweitsprache. Die Teilnahme ermöglicht es den Studierenden Geflüchtete zu begleiten und damit einen wertvollen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung im außerschulischen Bereich zu leisten. Im Projekt werden die Lehramtsstudierenden durch fachliche und fachübergreifende Experteninputs auf ihren Einsatz vorbereitet. Über die Lehr-Lern-Konzepte erwerben die Studierende wichtige Erfahrungen für ihre spätere Erwerbsarbeit.
Lara GerhardtsDigitalkultur aus theoretischer und praktischer Perspektive - Kulturmanagement im Kontext der Digitali-sierung (I und II)Das Projekt überzeugt durch die Verknüpfung von theoretischem Studieninhalt mit der Erprobung von Projektmanagement in der medienpraktischen Arbeit am Beispiel der in Paderborn bekannten SIGNs-Woche. Das Lehrkonzept ist methodisch-didaktisch sehr gut abgestimmt. Es fördert nicht nur die fachbezogene Wissenserweiterung, sondern es ermöglicht eine Anwendung des Wissens im praxisnahen und handlungsorientierten Kontext, der den Studierenden Einblicke in ein mögliches Berufsfeld eröffnet.
Dennis WoltersEinsatz von Classroom-Response-Systemen, Peer Instructions und Co-Teaching in der Veranstaltung ‚Grundlagen von DatenbankenDas Projekt überzeugt vor allem durch seine Möglichkeit mit großen Gruppen zu arbeiten und die Studierenden in der Vorlesung zu einem fachlichen Austausch zu motivieren und einzubinden. Durch den Einsatz von PINGO sowie Kahoot und Peer Instruction können gängige studentische Schwierigkeiten bei Vorlesungsthemen frühzeitig identifiziert und korrigiert werden. Der gezielte Einsatz von Pingo sowie Kahoot und Peer Instruction in den Vorlesungseinheiten erhöht die Aufmerksamkeit der Studierenden und steigert deren Lernfortschritt.

Hinweis

Zusätzlich zum Lehrpreis wird der Förderpreis für Innovation und Qualität in der Lehre ausgeschrieben. Mit dem Förderpreis für Innovation und Qualität in der Lehre rückt das Präsidium qualitativ hervorragende und besondere innovative Ansätze zur Verbesserung der Lehre an der Universität Paderborn ins Blickfeld. Gegenüber dem Lehrpreis für den wissenschaftlichen Nachwuchs, der bereits umgesetzte Lehrleistungen würdigt, dient der Förderpreis zum einen als Anschubfinanzierung zur Realisierung einer Idee oder Durchführung einer Pilotphase zur Verbesserung oder Innovation der Qualität in der Lehre. Er kann zum anderen für bestehende Konzepte verwendet werden, um diese weiterzuentwickeln und einen Transfer in andere Bereiche zu leisten. Der Preis unterstützt das Engagement der Lehrenden für die Hochschullehre und macht die Qualität der Lehre an der Universität Paderborn sichtbar. Insgesamt werden bis zu fünf Förderpreise mit einem Preisgeldvolumen von insgesamt bis zu EUR 150.000 vergeben.

Ansprechpartner: Lutz Heidemann (Dezernat 3.1)

Ansprechpartner

Jonas Leschke, M.Ed.

Stabsstelle Bildungsinnovationen und Hochschuldidaktik

Hochschuldidaktisches Zertifikatsprogramm

Jonas Leschke
Telefon:
+49 5251 60-4332
Büro:
TP9-0-04
Web:

Die Universität der Informationsgesellschaft