Open Educational Resources
Freie Bildungsmaterialien (Open Educational Resources, OER) haben ein besonderes Potenzial, inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung für alle Menschen sicherzustellen. Weiterhin fördern OER die Umsetzung idealer Lehr-Lern-Prozesse und tragen dazu bei, (Bildungs-)Ressourcen nachhaltig(er) zur Verfügung zu stellen.
Auf dieser Seite finden Sie unsere vielfältigen Beratungs-, Weiterbildungs- und Unterstützungsangebote zum Thema "Open Educational Resources (OER)", erste grundlegende Informationen zum Thema OER sowie eine Übersicht über OER-bezogene Projekte an der Universität Paderborn.
OER-Policy der Universität Paderborn
Mit der 2024 verabschiedeten OER-Policy hat sich die Universität Paderborn zum Ziel gesetzt, OER nachhaltig in der Hochschulkultur zu verankern.
Unsere OER-bezogenen Angebote
Grundlegende Informationen zu Open Educational Resources (OER)
Open Educational Resources (OER) sind Bildungsmaterialien jeglicher Art und in jedem Medium, die unter einer offenen Lizenz veröffentlicht werden. Eine solche offene Lizenz ermöglicht den kostenlosen Zugang sowie die kostenlose Nutzung, Bearbeitung und Weiterverbreitung durch Andere ohne oder mit geringfügigen Einschränkungen.
Open Educational Resources können einzelne Materialien, aber auch komplette Kurse oder Bücher umfassen, wenn sie unter einer offenen Lizenz veröffentlicht werden.
(Text entnommen aus: UNESCO - Open Educational Resources ( UNESCO Definition) CC-BY-SA 3.0)
OER ermöglichen einen freien Zugang zu freier Bildung
Durch die Freigabe von Bildungsmaterialien als OER werden diese einem größeren Nutzer*innenkreis kostenlos zugänglich gemacht. Dadurch kann eine größere Anzahl von Menschen von den Inhalten profitieren, was sowohl für Lernende als auch für Lehrende ein Gewinn ist – denn die Förderung eines offenen Austauschs von bildungsrelevantem Material kommt letztlich allen zugute.
OER sind gut für die Qualität
Wenn Bildungsressourcen frei zur Verfügung stehen und weiterbearbeitet werden dürfen, können Verbesserungen und Aktualisierungen ohne großen Aufwand vorgenommen werden. Es gibt auch wenig Grund zur Annahme, dass kostenloses Material von schlechterer Qualität ist. Eher verhält es sich umgekehrt: Wenn sich ein Urheber oder eine Urheberin entscheidet, die eigenen Werke einem großen Personenkreis zur Verfügung zu stellen, wird normalerweise besonders auf Qualität geachtet.
OER erweitern die didaktischen Möglichkeiten
Durch ihre Modifizierbarkeit können OER sehr flexibel an die Gegebenheiten unterschiedlicher Lernsettings angepasst und Studierende können leichter in die Weiterbearbeitung von Materialien einbezogen werden. Da die überwiegende Mehrheit freier Bildungsressourcen digital erstellt und weiterverbreitet wird, ist damit in der Regel auch eine Förderung von offenen und innovativen Lernszenarien (wie bspw. Blended Learning, Flipped Classroom etc.) verbunden.
OER bringen mehr Sichtbarkeit für die Lehrleistung
Die Nutzung und Erstellung von OER tragen dazu bei, dass die von Lehrenden erstellten Inhalte mehr Menschen erreichen – andere Lehrende wie auch Studierende und alle an den Materialien Interessierten. Dadurch kann die Leistung, die im Zuge der Lehrtätigkeit erbracht wird, sichtbarer werden.
(Text entnommen aus: Open Educational Resources (OER). Informationen für Hochschullehrende zur Nutzung und Veröffentlichung von OER. Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, CC-BY 4.0, Änderungen (u.a. Absatzüberschriften) vorgenommen durch Tassja Weber)
Es gibt für die Wahl der Lizenz zwar keine konkrete Vorgabe; de facto haben sich aber die Lizenzen von Creative Commons (CC) durchgesetzt.
Es stehen verschiedene CC-Lizenzen zur Auswahl, die unterschiedliche Einschränkungen mit sich bringen. Für OER gibt es drei mögliche CC-Lizenzen:
- CC BY: Hier ist die Namensnennung (Urheber*in) erforderlich.
- CC SA: Wenn Sie das Material remixen, verändern oder anderweitig direkt darauf aufbauen, dürfen Sie das entstehende Material nur unter derselben Lizenz wie das Original verbreiten.
- Die beiden Lizenzen sind kombinierbar zu CC BY SA
- CC0 (CC Zero) auf eigene Rechte wird verzichtet. Da nach deutschem Urheberrecht ein Verzicht auf urheberrechtlichen Schutz nicht möglich ist, kommt CC0 hier einem Verzicht auf alle möglichen Rechte und Rechtsansprüche durch die Urheber*innen gleich. KI generierte Texte und Bilder sind nach deutschem Gesetz auch CC= lizensiert.
Informationen zu den genannten und weiteren CC-Lizenzen finden Sie hier.
(Text entnommen aus: Was ist OER? von Team OERinfo für OERinfo – die Informationsstelle OER (http://www.open-educational-resources.de), CC-BY 4.0, OERinfo. und aus “Was ist CC0 (Creative Commons Zero)?” CCO; Änderungen vorgenommen durch Stabsstelle Bildungsinnovationen und Hochschuldidaktik)
Im Netzwerk Landesportal ORCA.nrw ist eine Checkliste für die Erstellung von OER erstellt worden. Diese Checkliste gibt Ihnen einen Überblick über die zentralen Aspekte bei der Planung und Lizenzierung Ihres Materials als Open Educational Resources. Sie können die Checkliste unter der Seite "Ressourcen" herunterladen.
Speziell zum Thema "Screenshots richtig nutzen" gibt es einen guten Artikel unter: https://irights.info/artikel/screenshots-richtig-nutzen/30127
OER-Projekte an der Universität Paderborn
An der Universität Paderborn gibt es vielfältige lehre-bezogene Projekte, die freie Bildungsressourcen (OER) erstellen:
- Verbundprojekte, die von der DH.NRW gefördert werden/wurden
- hochschulinterne Förderlinien:
Alle Lehr-/Lernmateralien und Ressourcen, die im Rahmen der Projekte erstellt werden, werden unter einer offenen Lizenz auf dem Landesportal ORCA.nrw veröffentlicht und können damit frei nachgenutzt, bearbeitet und weiterverbreitet werden.
Sie wollen mehr über ORCA.nrw erfahren? Auf dieser Seite finden Sie weiterführende Informationen zu den Services und Angeboten des Landesportals ORCA.nrw.
OER-Policy der Universität Paderborn
Mit der 2024 verabschiedeten OER-Policy hat sich die Universität Paderborn zum Ziel gesetzt, OER nachhaltig in der Hochschulkultur zu verankern.

