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Perspektivenwechsel. Bildinformationen anzeigen

Perspektivenwechsel.

Foto: Universität Paderborn

Informationen für Mitarbeiter*innen

Die Pflege von Angehörigen stellt Beschäftigte vor eine große zeitliche, körperliche und seelische Herausforderung. Um die Pflegeverantwortung mit dem Beruf zu vereinbaren, bedarf es zeitlicher Flexibilität und individueller Lösungen der Arbeitszeitgestaltung. Die Universität Paderborn bietet den Beschäftigten durch flexible Regelungen zur Gleitzeit, die Möglichkeit der alternierenden Telearbeit und eine große Bandbreite realisierbarer Teilzeitmodelle gute Voraussetzungen zur Vereinbarkeit von Pflegeaufgaben und beruflichen Verpflichtungen. Darüber hinaus kann der (zeitliche) Aufwand für die Pflege eines Angehörigen so ansteigen, dass eine zeitlich begrenzte Auszeit eine Möglichkeit darstellt.

Im Folgenden erhalten Mitarbeiter*innen einen Überblick über die familienfreundliche Gestaltung der Arbeitszeit an der Universität Paderborn sowie über gesetzliche und tarifliche Regelungen einer Freistellung oder Arbeitszeitreduzierung.

Familienfreundliche Gestaltung von Arbeitszeit & Arbeitsort an der Universität Paderborn

Die Universität Paderborn bietet Mitarbeiter*innen flexible Regelungen zur Gleitzeit, die Möglichkeit der alternierenden Telearbeit und eine große Bandbreite realisierbarer Teilzeitmodelle. Damit leistet die Universität Paderborn einen wertvollen Betrag zur besseren Vereinbarkeit von Pflegeaufgaben und beruflichen Verpflichtungen.

Über die konkreten Voraussetzungen der jeweiligen Arbeitszeitanpassung informiert Sie Ihr Sachbearbeiter/ Ihre Sachbearbeiterin. Bitte vereinbaren Sie dazu vorab einen Termin, damit genügend Zeit für die Beratung bleibt.

Gleitzeit

Im Rahmen der gesetzlichen bzw. tariflichen Arbeitszeit besteht für die Beschäftigten die Möglichkeit, den Arbeitsbeginn und das Arbeitsende an jedem Arbeitstag weitgehend selbst zu bestimmen. Der den Beschäftigten hierdurch eingeräumte Freiraum in der Wahl der Dienststunden setzt ein besonderes Maß an Verantwortung voraus und darf nicht zu einer Beeinträchtigung des Dienstbetriebs während der Servicezeit führen.

Personenkreis

Von der Gleitzeitregelung werden erfasst:

  • die nichtwissenschaftlichen Mitarbeiter*innen der Zentralen Hochschulverwaltung
    • mit Ausnahme von: Hausmeister*innen, sonstige Mitarbeiter*innen des Haus- und Wirtschaftsdienstes, Kraftfahrer*innen, Bedienstete im Bereich „Hochschulsport“, Mitarbeiter*innen des Technischen Betriebsdienstes
  • die nichtwissenschafltichen Mitarbeiter*innen der Universitätsbibliothek

Darüber hinaus können auch Beschäftigte aus anderen Bereichen der Hochschule durch Einzelerklärung freiwillig an der Gleitzeitregelung teilnehmen: Antrag zur freiwilligen Teilnahme an der Gleitzeit

Rahmenzeit

Die Rahmenzeit ist die Zeit, in der die Beschäftigten den Beginn und das Ende der täglichen Arbeitszeit selbst bestimmen können; sie ist wie folgt festgesetzt: Montag bis Freitag von 7:00 Uhr bis 19:30 Uhr.

Servicezeit

Die Servicezeit ist die Zeit, in der jede Organisationseinheit eine ausreichende personelle Besetzung, d. h. insbesondere Erreichbarkeit und Ansprechbarkeit, sicherstellt. Die Servicezeit ist wie folgt festgelegt: Montag bis Freitag von 09:00 Uhr bis 15:00 Uhr.

Die Ermittlung der geleisteten Arbeitszeit erfolgt für die Beschäftigten mittels eigenhändig zu bedienender Zeiterfassungsgeräte.

Weitere Informationen zur Gleitzeit­ ­an der Universität Paderborn.

Bei Fragen zur Gleitzeit wenden Sie sich bitte an ­gleitzeitfragen(at)zv.upb(dot)de

Alternierende Telearbeit

Seit dem 29. April 2008 ist an der Universität Paderborn auch alternierende Telearbeit  möglich. Darunter ist zu verstehen, dass Mitarbeiter*innen teilweise am häuslichen Arbeitsplatz und teilweise am Arbeitsplatz in der Hochschule tätig werden. Diese Maßnahme zur Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen vor allem für Mitarbeiter*innen mit Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen wurde im Rahmen der Auditierung der Universität als familiengerechte Hochschule realisiert.  

Bestimmte Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit die alternierende Telearbeit praktiziert werden kann. So müssen der Arbeitsplatz und dessen zu leistende Aufgaben für die Telearbeit geeignet sein und im Rahmen des zur Verfügung stehenden Budgets eingerichtet werden können. In der Dienstvereinbarung zur alternierenden Telearbeit werden außerdem folgende Teilnahmevoraussetzungen unter § 3 festgehalten: 

  1. Die Teilnahme an der Telearbeit erfolgt auf freiwilliger Basis.  
  2. Betreuung eines in häuslicher Gemeinschaft lebenden minderjährigen Kindes oder Pflege einer*eines nahen Angehörigen, die*der in häuslicher Gemeinschaft lebt.  
  3. Es muss sich um telearbeitsfähige Tätigkeiten handeln.  
  4. Ein geeigneter häuslicher Arbeitsplatz ist vorhanden.  
  5. Bereitschaft, bei Störungen der technischen Ausstattung Servicebediensteten der Universität oder Dritten Zugang zum häuslichen Arbeitsplatz zu ermöglichen.

Über die Teilnahme einer*eines Mitarbeiter*in an der alternierenden Telearbeit entscheidet die Universität unter Beteiligung der Gleichstellungsbeauftragten, des Personalrates und ggf. der Schwerbehindertenvertretung. Es besteht kein Rechtsanspruch auf Teilnahme an der alternierenden Telearbeit.  
Das Beschäftigungsverhältnis der*des Mitarbeiter*in bzw. das Dienstverhältnis der*des Beamt*in bleibt in seiner bestehenden Form unberührt und es dürfen keine beruflichen Nachteile durch die alternierende Telearbeit entstehen.
Weitere Bestimmungen zu räumlichen Voraussetzungen, Arbeitszeit, Arbeitsmitteln u. Ä. entnehmen Sie bitte direkt der Dienstvereinbarung zur alternierenden Telearbeit.

Weitere Informationen und die Antragsformulare finden Sie auch hier.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den*die für Sie zuständige*n Personalsachbearbeiter*in.

 

Teilzeitarbeit

Gesetzliche Grundlagen

Regelungen für Mitarbeiter*innen

Im Falle der Betreuung und Pflege einer*eines pflegebedürftigen Angehörigen soll gemäß § 11 Abs. 1 TV-L  eine Teilzeitbeschäftigung vereinbart werden, wenn dringende dienstliche beziehungsweise betriebliche Belange nicht entgegenstehen. Daneben besteht ein grundsätzlicher Anspruch auf Teilzeitarbeit nach dem Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge, soweit betriebliche Gründe nicht entgegenstehen (§ 8 TzBfG).

Regelungen für Beamt*innen

Für Beamt*innen, die eine*n pflegebedürftige*n Angehörige*n pflegen, besteht gemäß §66 des Landesbeamtengesetzes auf Antrag ein Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung aus familiären Gründen, wenn dienstliche Belange nicht entgegenstehen. Die Teilzeitbeschäftigung ist bis zur Dauer von fünf Jahren mit der Möglichkeit der Verlängerung  zu bewilligen. Die Regelung ermöglicht maximal eine Reduzierung der Arbeitszeit bis auf die Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit.
Daneben besteht gemäß § 71 LBG auch die Möglichkeit einer Beurlaubung aus familiären Gründen. Nach dieser Vorschrift beurlaubter Beamt*innen kann gemäß § 67 des Landesbeamtengesetzes auch eine Teilzeitbeschäftigung mit weniger als der Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit bewilligt werden, wenn zwingende dienstliche Belange nicht entgegenstehen.

Ausfüllende Regelungen an der Universität Paderborn

Für die individuelle Gestaltung eines Teilzeitarbeitsverhältnisses bietet die Universität Paderborn im Rahmen der gesetzlichen Regelungen sehr flexible Rahmenbedingungen. So gibt es eine Vielzahl realisierter Teilzeitmodelle, die im Rahmen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sehr hilfreich sind. Die Teilzeitmodelle an der Universität Paderborn bewegen sich in einem Rahmen von  6 bis 35 Stunden wöchentlicher Arbeitszeit. Dabei kann ein gewisses Stundenkontingent täglich oder auch an zwei/drei Tagen geblockt abgeleistet werden. Hier muss sich die*der Mitarbeiter*in jedoch für feste Tage entscheiden. Voraussetzung für die Realisierung des individuell gewünschten Teilzeitmodells ist natürlich die Vereinbarkeit mit dienstlichen Belangen.  
Im Rahmenplan zur Gleichstellung von Frauen und Männern wurde zur Unterstützung der individuellen Arbeitszeitgestaltung folgendes festgehalten:
„Beschäftigungsverhältnisse sind so zu gestalten, dass Kindererziehung und die Betreuung pflegebedürftiger Angehöriger mit der Wahrnehmung der Dienstaufgaben zu vereinbaren sind. Auf Antrag der Mitarbeiter*innen soll im Einzelfall nach Wegen gesucht werden, eine von der Regelarbeitszeit abweichende Gestaltung der Arbeitszeit und eine individuelle Stundenarbeitszeit im Rahmen der gesetzlichen und tariflichen Regelungen zu ermöglichen.“ (Punkt 3.1.1) 
Ferner wurde im Rahmenplan festgelegt, dass Leitungsfunktionsstellen so zu gestalten sind, dass sie von Teilzeitbeschäftigten wahrgenommen werden können.

Gesetzliche und tarifliche Freistellungsmöglichkeiten

Um pflegende Angehörige zu unterstützen, hat der*die Gesetzgebende verschiedene Modelle eingeführt, um die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege zu gewährleisten.

Auch der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) und das Landesbeamtengesetz des Landes NRW beinhalten Regelungen, die beim Auftreten eines Pflegefalles in der Familie eine Freistellung ermöglichen.

Gesetzliche Möglichkeiten der beruflichen Freistellung: Pflegezeit & Familienpflegezeit

Es kann vorkommen, dass die innerbetrieblich vereinbarten Möglichkeiten (z.B. Telearbeit, Gleitzeit) zur Betreuung von pflegenden Angehörigen nicht ausreichen und Arbeitnehmer*innen darüber hinaus für eine befristete Zeit eine teilweise oder vollständige Freistellung von ihrer Arbeit benötigen. Der*die Gesetzgebende hat durch das Pflegezeit­- und das Familienpflegezeitgesetz die Freistellungsansprüche von Beschäftigten für die Pflege eines nahen Angehörigen geregelt. Diese Gesetze beschäftigen sich mit Freistellungsmöglichkeiten der Arbeitnehmer*innen und sollen zur besseren Vereinbarkeit von Pflege und Beruf beitragen.

Weitere Informationen zur Pflegezeit und Familienpflegezeit finden Sie hier.

Die Rechtsansprüche nach dem Pflegezeitgesetz (PflegeZG) und dem Familienpflegezeitgesetz (FPfZG) - ein Überblick

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Regelungen für Mitarbeiter*innen (TV-L)

Der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) beinhaltet Regelungen zum Thema Sonderurlaub und Arbeitsbefreiung, die beim Auftreten eines Pflegefalles in der Familie eine Freistellung ermöglichen.

TV-L: § 11 Teilzeitbeschäftigung
Beschäftigte können nach § 11 Abs. 1 b TV-L Teilzeitbeschäftigung beantragen, wenn ein*e pflegebedürftige*r Angehörige*r nach ärztlichem Gutachten betreut oder gepflegt wird und keine dringenden dienstlichen oder betrieblichen Belange vorliegen. Beschäftigte können eine Befristung der Reduzierung der Arbeitszeit bis zu 5 Jahren mit der Möglichkeit einer Verlängerung auf Antrag verlangen, so dass nach Ablauf der festgelegten Zeit automatisch wieder die zuvor bestehende Arbeitszeit gilt.

TV-L: § 28 Sonderurlaub  
Mitarbeiter*innen können bei Vorliegen eines wichtigen Grundes unter Verzicht auf die Fortzahlung des Entgelts Sonderurlaub erhalten.

TV-L: § 29 Arbeitsbefreiung  
Im Falle der schweren Erkrankung einer*eines Angehörigen können Mitarbeiter*innen für einen Tag pro Kalenderjahr unter Fortzahlung des Entgelts von der Arbeit freigestellt werden. Voraussetzung hierfür ist, dass die*der Angehörige im selben Haushalt wohnt, keine andere Person zur Pflege oder Betreuung zur Verfügung steht und die*der Ärzt*in die Notwendigkeit der Anwesenheit der*des Mitarbeiter*in zur vorläufigen Pflege bescheinigt.

Darüber hinaus kann im Falle einer schweren Erkrankung eines Kindes, bzw. der Erkrankung der Betreuungsperson eines pflegebedürftigen Kindes, eine Freistellung für bis zu vier Arbeitstage im Kalenderjahr unter Fortzahlung des Entgelts gewährt werden.  

Regelungen für Beamt*innen (LBG)

Das Landesbeamtengesetz des Landes NRW beinhaltet Regelungen, die beim Auftreten eines Pflegefalls in der Familie eine Freistellung ermöglichen.

LBG: § 64 Teilzeitbeschäftigung und Urlaub aus familiären Gründen

(1) Einer Beamtin oder einem Beamten mit Dienstbezügen ist auf Antrag, wenn zwingende dienstliche Belange nicht entgegenstehen, Teilzeitbeschäftigung bis auf die Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit oder Urlaub ohne Besoldung zu bewilligen zur tatsächlichen Betreuung oder Pflege von

1. mindestens einem Kind unter 18 Jahren oder

2. einer oder einem nach § 7 Absatz 3 des Pflegezeitgesetzes vom 28. Mai 2008 (BGBl. I S. 874, 896) in der jeweils geltenden Fassung pflegebedürftigen nahen Angehörigen.

LBG NRW § 64

FrUrlV: § 33 Urlaub aus persönlichen Anlässen

Gemäß §33 Abs.1 Satz 2 Nr.5 Freistellungs- und Urlaubsverordnung NRW können Beamt*innen unter Fortzahlung ihrer Bezüge für einen Tag im Kalenderjahr vom Dienst freigestellt werden, wenn ein*e Angehörige*r schwer erkrankt. Eine ärztliche Bescheinigung über die Notwendigkeit zur Beaufsichtigung und Betreuung der erkrankten Person durch den*die Beschäftigen zur vorläufigen Pflege muss dem Arbeitgeber vorgelegt werden.

audit familiengerechte hochschule

Der Universität Paderborn wurde am 22. November 2005 als erster Universität in NRW das Grundzertifikat zum audit familiengerechte hochschule verliehen.

TOTAL E-QUALITY

Die Universität Paderborn hat für ihre an Chancengleichheit orientierte Personalpolitik das TOTAL E-QUALITY Prädikat erhalten.

Familie in der Hochschule

Die Universität Paderborn ist seit 2014 Mitglied im Netzwerk Familie in der Hochschule e.V.
 

Übersicht

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