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Elena Fingerhut

Elena Fingerhut

Projektbeschreibung
Implizite Strukturen im Kontext medialer Adresskonzepte (Arbeitstitel)

Das Dissertationsprojekt verfolgt das Ziel einer systematischen Aufarbeitung des bis dato in den Medienwissenschaften nur vereinzelt thematisierten Konzeptes der Adresse, welches jedoch als eine Bedingung für das Gelingen von Übertragen und Speichern aufgefasst werden kann. Mittels der Adresse lassen sich somit die von Friedrich Kittler bestimmten Medienfunktionen noch einmal genauer, vor allem aber in einer medienvergleichenden Anordnung in den Blick nehmen. Eine Auseinandersetzung mit dem Phänomen Adresse, das an der Peripherie der Medien zu verorten ist, kann daher Aufschluss geben über die operative Logik von Kommunikationsmedien(-systemen) und über Prozesse der Medienentwicklung, wenn man die Adresse als eine derjenigen zentralen Instanzen betrachtet, die Übertragen und Speichern im Raum ermöglicht, den sie überdies durch ihre Logik strukturiert und in dem sie gleichsam eine ,Vorbahnung‘ der Übertragungswege und -ziele leistet. 

Aus diesen Überlegungen leitet sich die Arbeitshypothese des Projektes ab, dass alle Formen von historischen und zeitgenössischen Kommunikationsmedien unter der Prämisse der Übermittlung, der Zustellbarkeit und der Speicherung von Botschaften – oder allgemeiner formuliert von Daten – auf spezifische Weise mit Adressen und Adressierungstechniken operieren. Adressen können demnach als essenzieller Bestandteil des Unterbaus medialer Kommunikation gedacht werden, der neben basalen mündlichen Äußerungen in face-to-face-Situationen auch den schriftlichen Briefverkehr, die stationäre und mobile Telefonie, Akte massenmedialer Übermittlung – etwa in Film, Hörfunk und Fernsehen –, technische Prozesse der Telegrafie und des Computers sowie ,virtuelle‘ Kommunikationen mittels Internetdiensten wie dem World Wide Web oder E-Mail umfasst. Die angeführten Medien bilden die Materialbasis des Projektes und sollen auf ihre jeweils spezifischen Adresskonzepte und -ordnungen hin analysiert werden. In einem zweiten Schritt werden die Ergebnisse der Fallstudien in einem Medienvergleich theoretisch verortet und diskutiert.

Einen wichtigen Bezugspunkt der Arbeit stellt zudem die bottom up-Perspektive auf den Gegenstand dar. Es wird davon ausgegangen, dass die verschiedenen medialen Adresskonzepte und Adressierungstechniken nicht nur zentralistisch implementiert, sondern auch durch die Praktiken der Mediennutzer hervorgebracht werden – top down und bottom up sind also immer in einem wechselseitigen Verhältnis zu denken. Diese Perspektive ermöglicht es, Mediengeschichte nicht als reine Erfindergeschichte wiederzugeben; vielmehr wird der Blick dadurch auch auf die Wirkkraft verteilter Akteure gerichtet, deren Bedürfnisse kumulativ Kommunikationskanäle bahnen und neuen Medientechniken den Weg ebnen. Als Beispiel für diese dezentralen, konterkarierenden Prozesse kann etwa die Postanschrift herangezogen werden, deren Entwicklung durch stetiges, verteiltes ,tele-kommunikatives‘ Handeln vorangetrieben und durch Praktiken der Wegbeschreibung geformt wurde. Zudem lässt sich an ihr nachvollziehen, dass die historische Genese einzelner Adresskomponenten wie beispielsweise Haus- oder Straßennamen auf alltägliche Nutzungsprozesse zurückgeht.


Kontakt

Elena Fingerhut
Universität Paderborn
Institut für Medienwissenschaften
Film- und Fernsehwissenschaft
Warburger Str. 100
33098 Paderborn

Raum: E2.159
Telefon: 05251 – 60 32 86 

E-Mail: elena.fingerhut[at]upb.de

Forschungsinteressen

Medientheorie und -geschichte, Mediengeschichte(n) der Adresse, Filmwissenschaft und feministische Filmtheorie, Genretheorie.

Biographie

Seit 10/2016
Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Film- und Fernsehwissenschaft am Institut für Medienwissenschaften an der Universität Paderborn

10/2018-04/2019
Vertretung der Ratsstelle Mediengeschichte am Institut für Medienwissenschaften an der Universität Paderborn

10/2014-09/2017
Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Doktorandin) am Graduiertenkolleg „Automatismen“ an der Universität Paderborn


10/2009-06/2014
Masterstudium „Mediale Kulturen“ an der Universität Paderborn
Thema der Master-Arbeit: "Adresse als eine Bedingung für Medialität"

10/2005-08/2009
Bachelorstudium „Kulturwissenschaften“ mit den Fächern Medienwissenschaft und Romanistik (Schwerpunkt Französisch) an der Universität Paderborn und der Université Toulouse – Jean Jaurès: Campus du Mirail, Frankreich
Thema der Bachelor-Arbeit: "James Bond und die weibliche Zuschauerin - ein 'unmögliches' Verhältnis?"
 
04/2010-06/2014
Forschungsstudentin am Graduiertenkolleg „Automatismen“ an der Universität Paderborn

07/2008-08/2011
Mitarbeit und Vorstandstätigkeit in der studentischen Initiative Programmkino Lichtblick e.V. in Paderborn

04/2007-12/2008
Freie Mitarbeit bei Radio Hochstift in Paderborn

Publikationen

Buchbeiträge:

  • "Übertragen und Speichern: Zum Verhältnis von Adressen und medialen Gehäusen." In: Bartz, Christina/Kaerlein, Timo/Miggelbrink, Monique/Neubert, Christoph (eds.): Gehäuse. Mediale Einkapselungen, Paderborn 2017, S. 343-361.
  • "Kinofieber - made in Paderborn." In: Hüls, Christian/Lettenewitsch, Natalie/Zechner, Anke (eds.): Die Körper des Kinos. Für eine fröhliche Wissenschaft. Frankfurt am Main/Basel 2015, S. 302-312.

Beiträge in Fachzeitschriften:

  • Mit Simone Rudolph: "Ein paradoxes Kinoerlebnis – wenn Ärger und Schaulust aufeinander treffen. Schulmädchen-Report 5. Teil und Emmanuelle im Paderborner Programmkino." In: Frauen und Film, Heft 66, 2011, S. 165-170.

Herausgaben:

 
Sonstiges:

  
Journalistische Veröffentlichungen:

  • „Ein Meilenstein in der nordischen Diaspora. Das Newman-Institut in Uppsala“ & „Wenn das Bekenntnis schwerfällt. Katholische Jugendliche in der schwedischen Diaspora“ In: Katholisch im Norden – Schweden. Integration in eine Diasporakirche, Paderborn 2011, S. 60-63. & S. 76-78.
  • „Wenn das Bekenntnis schwerfällt“ (gekürzte Fassung) In: Bonifatiusblatt, Heft 3, Juli/September 2010, S. 12-13.
  • „Begegnungsstätte für Glaube und Gesellschaft“ In: Bonifatiusblatt, Heft 1, Januar/März 2010, S. 8-9.
Vorträge
  • "Zwischen komödiantischem Talent und blonder Weiblichkeit - ein Blick auf das filmische Schaffen von Marilyn Monroe", Vortrag im Historischen Museum der Pfalz in Speyer, 14. Februar 2019.
  • "Die filmische Produktion von Ähnlichkeit am Beispiel der James Bond-Serie", Vortrag beim Workshop "Ähnlichkeit", Bauhaus-Universität Weimar, 15./16. Dezember 2016.
  • "Die Adresse als Vermittlerin - Versuch der Verknüpfung von medienhistorischer Mikro- und Makroebene anhand des Konzeptes der Adresse", Vortrag beim Workshop "Mikro/Makro" der AG Mediengeschichte (GfM), Universität Bonn, 8. Juli 2016.
  • "Mediale Adresskonzepte am Beispiel der Post", Vortrag bei der Graduiertentagung der Fakultät für Kulturwissenschaften, Universität Paderborn, 9.-10. Juli 2015. 
Lehre

WiSe 2019/20
Einführung in die Filmwissenschaft. (Universität Paderborn, Institut für Medienwissenschaften)

 

SoSe 2019
James Bond - zur Attraktivität einer populären Filmserie. (Universität Paderborn, Institut für Medienwissenschaften)
 
Mit Annette Brauerhoch: Film und Festivalkultur: Exkursion zu den 65. Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen und Projektseminar "Oberhausen trifft Paderborn". (Universität Paderborn, Institut für Medienwissenschaften)

 

WiSe 2018/19
Einführung in die Filmwissenschaft. (Universität Paderborn, Institut für Medienwissenschaften)

Fernsprecher, Handy, Smartphone - Zur Mediengeschichte des Telefonierens. (Universität Paderborn, Institut für Medienwissenschaften)

 

SoSe 2018
"Ins Kino gegangen, gelacht" Genrebegriff und -variationen der Filmkomödie. (Universität Paderborn, Institut für Medienwissenschaften)

 

WiSe 2017/18
Einführung in die Filmwissenschaft. (Universität Paderborn, Institut für Medienwissenschaften)

 

SoSe 2017
Sport im Film. (Universität Paderborn, Institut für Medienwissenschaften)

 

WiSe 2016/17
Frühes Kino. (Universität Paderborn, Institut für Medienwissenschaften)


SoSe 2016
Mit Annelie Pentenrieder: Flaneure – Reisende – Mobiltelefoniererinnen: Eine praxeologische Spurensuche nach alten und neuen Räumen. (Universität Paderborn, Institut für Medienwissenschaften)

Sonstiges

WiSe 2018/19
Mit Christian Köhler und Monique Miggelbrink: Konzeption und Organisation der Ringvorlesung "Archivpraktiken: Sammeln und Speichern unter digitalen Bedingungen" des Instituts für Medienwissenschaften, Universität Paderborn
 
 
01/2017
Interdisziplinärer Workshop "Doll up ‚n’ down. Puppe – Körper – Technik" (19.-20. Januar 2017, Universität Paderborn), Filmprogramm "Der Film lässt die Puppen tanzen!" – Teilnahme an der Podiumsdiskussion
 
 
SoSe 2016
Mit Käthe von Bose, Tanja Brock, Tobias Conradi, Norbert Otto Eke, Jennifer Morstein, Samuel Müller, Annelie Pentenrieder, Nicole M. Wilk: Konzeption und Organisation der Ringvorlesung "Raum aus Handeln, Raum aushandeln" des Graduiertenkollegs Automatismen, Universität Paderborn
 
 
12/2014
Radio-Interview zum Thema "Bond-Girls" im Programm "Puls" des Bayerischen Rundfunks am 20.12.2014 (Link zur Sendung)
 
 
10/2013
Symposium "10 Jahre Programmkino Lichtblick e.V." am 21.10.2013 an der Universität Paderborn – Teilnahme am Podiumsgespräch
 
 
04/2010
Journalistische Begleitung einer Informationsreise der Deutschen Bischofskonferenz und des Bonifatiuswerks der deutschen Katholiken in Schweden

Mitgliedschaften
  • Gesellschaft für Medienwissenschaft

Die Universität der Informationsgesellschaft