SI­LO­GE­SPRÄ­CHE: 26. Mai – Ul­ri­ke Kessl, Ju­lia van Kool­wi­jk – Dehn­fo­to und Strumpf­bal­lon/Von der Flä­che zum Raum

14.15-17.15: Workshop, ab 18.00: Vortrag, Einführung: Prof. Dr. Sara Hornäk, Atelier im Silo/ Warburger Straße 100/ Universität Paderborn.

Im Rahmen der diesjährigen SILOGESPRÄCHE „Kontext Kunst. Künstlergespräche & Workshops“ werden die beiden Künstlerinnen Ulrike Kessl und Julia von Koolwijk am Mittwoch ab 14.15 einen Workshop zum Thema „Dehnfoto und Strumpfballon/ Von der Fläche zum Raum“ durchführen und im Anschluss ab 18 Uhr ihr künstlerisches Werk vorstellen. Der Workshop ist an das Seminar von Prof. Dr. Sara Hornäk „Abstraktion und Narration. Bildhauerei zwischen Formsuche und Erzählung“ angebunden.

Ulrike Kessl (geb. 1962) hat an der Kunstakademie Düsseldorf studiert, den Förderpreis der Stadt Düsseldorf, das Lehmbruck-Stipendium der Stadt Duisburg, das Artist in residence-Stipendium der Chinati Foundation in Marfa/Texas und das Arbeitsstipendium des Kunstfonds in Bonn erhalten. Neben Lehraufträgen an verschiedenen Hochschulen war sie Assistenzprofessorin am I.H.E.A.P. in Paris und hatte eine Gastprofessur an der UdK in Berlin inne. In zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland zeigt sie ihre Skulpturen, Installationen, Zeichnungen und Fotografien, die sich dem Verhältnis von Raum und Körper widmen. Gewebe- und Zellstrukturen werden dabei mit architektonischen Formwelten in Beziehung gesetzt. Scheinbar Natürliches wird transformiert und geht in künstliche und künstlerische Welten über, deren skulpturale Qualitäten vor allem durch den Umgang mit textilem Material bestimmt werden.

Auch Julia van Koolwijk verwendet überwiegend solch textile Materialien, die Form und Farbgebung ihrer Skulpturen, Installationen und Stickbildarbeiten prägen. Julia van Koolwijk (geb. 1968) hat an der Düsseldorfer Kunstakademie studiert und war Meisterschülerin von Fritz Schwegler. Neben ihrer eigenen künstlerischen Arbeit ist sie kuratorisch tätig, hat Foto-Reportagen für Zeitschriften erstellt und diverse Ausstellungs-, Austausch- und Lehrprojekte im Ausland (Indien, Ungarn, Marokko und den USA) durchgeführt. Sie gebraucht das textile Objekt als Träger für Fotografien, die den menschlichen Körper umkreisen. Beziehungssysteme, Wahlverwandtschaften oder „Soziotope“ werden dargestellt und erzeugt. Die gedehnten Oberflächen der genähten Objekte überführen die Zweidimensionalität der Bildvorlagen durch Auspolsterung, Stückelung und Vernähung in raumgreifende Formen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!
 

Prof. Dr. Sara Hornäk

Kunst und ihre Didaktik / Bildhauerei
Fakultät für Kulturwissenschaften
Universität Paderborn