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In den frühen Abendstunden leuchtet die Universität – ein Blick vom Südring auf das Hörsaal-Gebäude L. Bildinformationen anzeigen
Die Tage werden kürzer. So geht es nach den Vorlesungen oder der Arbeit öfter im Dunkeln durch den Innenhof der Universität nach Hause. Bildinformationen anzeigen
So ruhig wie nachts ist es im Hörsaal C1 nur selten. Bildinformationen anzeigen
Der Innenhof des Gebäudes Q. Bildinformationen anzeigen
Noch ist es leer, am nächsten Morgen herrscht hier wieder geschäftiges Treiben – das Foyer des L-Gebäudes. Bildinformationen anzeigen

Die Universität Paderborn bei Nacht

In den frühen Abendstunden leuchtet die Universität – ein Blick vom Südring auf das Hörsaal-Gebäude L.

Foto: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

Die Universität Paderborn bei Nacht

Die Tage werden kürzer. So geht es nach den Vorlesungen oder der Arbeit öfter im Dunkeln durch den Innenhof der Universität nach Hause.

Foto: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

Die Universität Paderborn bei Nacht

So ruhig wie nachts ist es im Hörsaal C1 nur selten.

Foto: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

Die Universität Paderborn bei Nacht

Der Innenhof des Gebäudes Q.

Foto: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

Die Universität Paderborn bei Nacht

Noch ist es leer, am nächsten Morgen herrscht hier wieder geschäftiges Treiben – das Foyer des L-Gebäudes.

Foto: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

| Pressemitteilung

Zum Tod von Prof. Dr. Arno Klönne (1931-2015)

Die Universität Paderborn trauert um Prof. Dr. Arno Klönne, geboren am 4. Mai 1931, verstorben am 4. Juni 2015. Er lehrte von 1978 bis zu seinem Ruhestand im Jahre 1996 Soziologie an der Fakultät für Kulturwissenschaften der Universität Paderborn. Nach dem Studium der Soziologie, Geschichte und Politik in Marburg und Köln kehrte Arno Klönne der Wissenschaft zunächst den Rücken, um als Landesjugendpfleger zu arbeiten. Fünf Jahre später kehrte er an die Universität zurück und nahm seine wissenschaftliche Arbeit erneut auf. Sein wissenschaftlicher Werdegang führte ihn zunächst an die Sozialforschungsstelle der Universität Münster in Dortmund, die Universitäten Göttingen und Bielefeld, bis er auf die Professur an der Universität Paderborn berufen wurde.

Mit Arno Klönne verlieren die Soziologie, die Fakultät für Kulturwissenschaften und die Universität Paderborn einen immer streitbaren, manchmal recht unbequemen Kollegen und einen herausragenden Kenner des Faschismus und des Rechtsextremismus, der Geschichte der Arbeiterbewegung und der internationalen Politik. Seine 1982 veröffentlichte und mehrfach neu aufgelegte Studie zur Jugend im Dritten Reich gilt bis heute als Standardwerk zur Geschichte der Hitlerjugend und ihrer Gegner. In dieser Arbeit analysiert Arno Klönne anhand zahlreicher Dokumente und zeitgenössischer Berichte die faschistische Jugenderziehung und die Praktiken der Hitlerjugend, er arbeitet aber auch widerständige Jugendkulturen und jugendliche Widerstandsgruppen auf. Dieses Thema begleitete ihn Zeit seines Lebens.

Es ist wohl die intensive soziologische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, seinen gesellschaftlichen Ursachen und Folgen, die eine der schier unerschöpflichen Quellen für sein unermüdliches politisches Engagement und sein kompromissloses Eintreten gegen jede Form des Rechtsextremismus und Rassismus und der Kriegstreiberei war. Arno Klönne wollte es nicht allein bei einer theoretischen Analyse gesellschaftlicher Prozesse vom Schreibtisch aus belassen, sondern er mischte sich Zeit seines Lebens sehr konsequent, engagiert und entschieden in politische Auseinandersetzungen ein. So gehörte er in den 1960er Jahren zu den Sprechern der Ostermarschbewegung.

Mit seiner Streitschrift „Machte Wehner die SPD kaputt?“, eine Dokumentation über den Identitätsverlust der bundesdeutschen Sozialdemokratie, schockierte er 1975 die SPD. Diese Schrift ist ein Beleg dafür, dass sich Arno Klönne nicht davor scheute, die Auseinandersetzung mit den etablierten Parteien und Politikern dann zu suchen, wenn er befürchtete, dass demokratische Mitsprache und Freiheitsrechte beschnitten werden sollten. Nach seinem Austritt aus der SPD gehörte Arno Klönne zu den Gründern der Demokratischen Initiative Paderborn (DIP), die 2004 zum ersten Mal bei den Kommunalwahlen antrat. Bis zuletzt mischte sich Arno Klönne unermüdlich mahnend in die politische Debatte ein.

Die Universität Paderborn wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Die Anteilnahme gilt seiner Familie.

Die Universität der Informationsgesellschaft