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In den frühen Abendstunden leuchtet die Universität – ein Blick vom Südring auf das Hörsaal-Gebäude L. Bildinformationen anzeigen
Die Tage werden kürzer. So geht es nach den Vorlesungen oder der Arbeit öfter im Dunkeln durch den Innenhof der Universität nach Hause. Bildinformationen anzeigen
So ruhig wie nachts ist es im Hörsaal C1 nur selten. Bildinformationen anzeigen
Der Innenhof des Gebäudes Q. Bildinformationen anzeigen
Noch ist es leer, am nächsten Morgen herrscht hier wieder geschäftiges Treiben – das Foyer des L-Gebäudes. Bildinformationen anzeigen

Die Universität Paderborn bei Nacht

In den frühen Abendstunden leuchtet die Universität – ein Blick vom Südring auf das Hörsaal-Gebäude L.

Foto: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

Die Universität Paderborn bei Nacht

Die Tage werden kürzer. So geht es nach den Vorlesungen oder der Arbeit öfter im Dunkeln durch den Innenhof der Universität nach Hause.

Foto: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

Die Universität Paderborn bei Nacht

So ruhig wie nachts ist es im Hörsaal C1 nur selten.

Foto: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

Die Universität Paderborn bei Nacht

Der Innenhof des Gebäudes Q.

Foto: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

Die Universität Paderborn bei Nacht

Noch ist es leer, am nächsten Morgen herrscht hier wieder geschäftiges Treiben – das Foyer des L-Gebäudes.

Foto: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

| Pressemitteilung

Tag der Lehre an der Universität Paderborn am 18. Januar: Wege bereiten – Lehre gestalten

Am Mittwoch, 18. Januar, fand zum sechsten Mal der Tag der Lehre an der Universität Paderborn statt. Der Tag ermöglichte den Austausch zwischen Lehrenden aller Fakultäten, aber auch zwischen Lehrenden und Studierenden und lieferte neue Impulse für die Lehre.

„Was können die Lehrenden der Universität dazu beitragen, um die Studierenden bestmöglich auf die Arbeitswelt vorzubereiten“, fragte Prof. Dr. Birgit Riegraf, Vizepräsidentin für Lehre, Studium und Qualitätsmanagement, in ihrer Begrüßung. Bei dem diesjährigen Tag der Lehre wurde verstärkt diskutiert, was unternommen werden könne, um Studierende konkret für den späteren Beruf auszubilden. Die heutige Tagung biete die Chance, Anforderungen zu ermitteln und – nach dem diesjährigen Motto – Wege zu bereiten und Lehre zu gestalten.

Das Spannungsfeld der unterschiedlichen Erwartungen zwischen Studierenden, Lehrenden und Personaleitern stellte Prof. Dr. Wilfried Müller, ehemaliger Rektor der Universität Bremen, in seiner anschließenden Keynote dar. Unter dem Titel „Zwischen Bildungsansprüchen, Berufsqualifizierung und Employability: Akteure auf dem Campus ratlos?“ ging Müller auf die verschiedenen Bildungsaufgaben von Hochschulen ein: Fachwissenschaft, Arbeitsmarktvorbereitung und Persönlichkeitsbildung. Während die fachliche Ausbildung von Studierenden größtenteils als gut wahrgenommen werde, sehen diese eine Diskrepanz in ihren Erwartungen bei der Persönlichkeitsbildung und Arbeitsmarktvorbereitung bzw. Employability. Gründe dafür seien, nach Müller, u. a. die veränderten Rahmenbedingungen für Universitäten. So nehmen heute z. B. rund 50 Prozent aller jungen Menschen eines Jahrgangs ein Studium auf – zu Beginn der Hochschulbildung sei es nur etwa ein Prozent gewesen. Müller forderte, sich mit diesen Problemen der Ausbildung in Zukunft verstärkt auch wissenschaftlich auseinander zu setzen.

In einer Podiumsdiskussion setzten sich, unter der Moderation von Prof. Dr. Birgit Riegraf, Prof. Dr. Wilfried Müller, Prof. Dr. Holger Burckhart, Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz, Dr. Sigrun Nickel, Leiterin Hochschulforschung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) und Janina Beckmeier, Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA), näher mit dem Thema der Tagung auseinander. Die Studierenden sehen laut AStA den Bildungsauftrag der Universität neben dem Fachwissenschaftlichen besonders in der allgemeinen Ausbildung. Es wurde diskutiert, warum viele Hochschulen diesem Anspruch nicht immer gerecht werden könnten. Die Mitglieder des Podiums sahen beispielsweise ein Problem darin, dass bei Universitäten oft nur auf Forschungserfolge und -förderungen geschaut werde. Ausgezeichnete Lehre werde in vielen Qualitätsmonitoren nicht berücksichtigt. Müller machte sich für eine höhere Finanzierung und Institutionalisierung der deutschen Hochschuldidaktik stark.

Um neue und innovative Lehrkonzepte zu unterstützen, wurde beim Tag der Lehre der Förderpreis „Innovation und Qualität in der Lehre“ von Prof. Dr. Niclas Schaper, Institut für Humanwissenschaften, Psychologie, verliehen. In diesem Jahr gingen die Auszeichnungen an Dr. Sigrid Behrent, Zentrum für Sprachlehre, Prof. Dr. Eva Blumberg, Sachunterrichtsdidaktik, Prof. Dr. Constanze Niederhaus, Germanistik, Dr. Agnes Szabone Varnai, Physik, Prof. Dr. Lothar van Laak sowie Dr. Marta Famula, beide Germanistik.

Behrent überzeugte mit ihrem Projekt „Latinum 2.0 – Lateinkenntnisse im akademischen Kontext“, das gezielt auf Latein als Zugangsvoraussetzung für ein Studium vorbereitet und einheitliche Niveaus definiert. Mit dem Projekt „Fachdidaktik und DaZ united – Implementierung eines Lehrkonzepts zur Planung von sprachbildendem naturwissenschaftlichem Sachunterricht“ erarbeiteten Blumberg und Niederhaus ein Konzept naturwissenschaftlichen Unterrichts für Kinder mit keinen oder nur geringen Deutschkenntnissen. Dieser Kurs für Grundschullehrer wird schon jetzt von den Studierenden gut angenommen. Varnai erhielt den Preis für die „Stärkung der Selbstwirksamkeit von Lehramtsstudierenden durch 5 MINüTige Erklärvideos zum Experimentieren mittels Cognitive Apprenticeship und Peer Education“. Van Laak und Famula entwickelten gemeinsam mit dem Diözesanmuseum Paderborn ein Lehr- und Lernprojekt zur Sonderausstellung „Wunder Roms im Blick des Nordens“.

Erstmalig wurden beim Tag der Lehre das „E-Lerning-Label“ sowie der „Innovationspreis für Studierende“ vergeben. Prof. Dr. Gudrun Oevel, Leiterin des Zentrums für Informations- und Medientechnologien, verlieh Prof. Dr. Ilka Mindt und Prof. Dr. Rebekka Schmidt, beide Fakultät für Kulturwissenschaften, die Auszeichnung für qualitativ hochwertiges E-Learning. Die Studierenden des Projektbereiches Debating Society Paderborn mit ihrer „Digital Debating Chamber“, der Student Andre Timofeev mit seinem konzipierten E-Laborsimulator und das Projektteam „PAULa“ von den drei Wirtschaftsinformatikstudenten Christian Brüggemann, Michél Burkhardt und Sven Vinkemeier freuten sich über den Innovationspreis und ein Preisgeld von je 600 Euro.

Die studentischen Tutorinnen Juliana Ledigen und Anna Bäumler erhielten das hochschuldidaktische Zertifikat „T-Cert", das für fakultätsspezifische Aus- und Weiterbildungsprogramme vergeben wird. Lehrende der Universität, die das hochschuldidaktische Zertifikat „Professionelle Lehrkompetenz für die Hochschule" erhalten haben, sind Julia Hirsch, Markus Wahle, Dr. Martin Dröge, Jens Weber und Dr. Tobias Weich.
 

Text: Johannes Pauly
Fotos: Ricarda Michels und Johannes Pauly

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