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In den frühen Abendstunden leuchtet die Universität – ein Blick vom Südring auf das Hörsaal-Gebäude L. Bildinformationen anzeigen
Die Tage werden kürzer. So geht es nach den Vorlesungen oder der Arbeit öfter im Dunkeln durch den Innenhof der Universität nach Hause. Bildinformationen anzeigen
So ruhig wie nachts ist es im Hörsaal C1 nur selten. Bildinformationen anzeigen
Der Innenhof des Gebäudes Q. Bildinformationen anzeigen
Noch ist es leer, am nächsten Morgen herrscht hier wieder geschäftiges Treiben – das Foyer des L-Gebäudes. Bildinformationen anzeigen

Die Universität Paderborn bei Nacht

In den frühen Abendstunden leuchtet die Universität – ein Blick vom Südring auf das Hörsaal-Gebäude L.

Foto: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

Die Universität Paderborn bei Nacht

Die Tage werden kürzer. So geht es nach den Vorlesungen oder der Arbeit öfter im Dunkeln durch den Innenhof der Universität nach Hause.

Foto: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

Die Universität Paderborn bei Nacht

So ruhig wie nachts ist es im Hörsaal C1 nur selten.

Foto: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

Die Universität Paderborn bei Nacht

Der Innenhof des Gebäudes Q.

Foto: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

Die Universität Paderborn bei Nacht

Noch ist es leer, am nächsten Morgen herrscht hier wieder geschäftiges Treiben – das Foyer des L-Gebäudes.

Foto: Universität Paderborn, Felix Winkelnkemper

| Pressemitteilung

Universität Paderborn: Optische Kommunikation jetzt und in der Zukunft – Forschung für eine schnellere und sichere Datenübertragung

Der Datenverkehr im Internet wächst pro Jahr um 50 Prozent. „Staus auf dieser Datenautobahn“ werden sich nur durch die Entwicklung neuer Technologien vermeiden lassen. Der Elektrotechniker Prof. Dr.-Ing. Reinhold Noé (Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik EIM) und die Physikerin Prof. Dr. Christine Silberhorn (Fakultät für Naturwissenschaften) erläuterten in ihrem Vortrag „Wie werden eigentlich Daten heutzutage übermittelt?“ Ansätze ihrer Disziplinen für die optische Kommunikation heute und in der Zukunft. Der Vortrag fand im Rahmen der wissenschaftlichen Vortragsreihe „Zukunftsgestaltung durch Transdisziplinarität“ der fünf Fakultäten zum 40sten Geburtstag der Uni Paderborn statt. Lisa Funke, Lioba Grunow, Jessica Schroeter und Studierende des Fachs Populäre Musik   interpretierten das Vortragsthema mit einem in vielen Sprachen rezitierten Text zum Thema „Licht“.

Reinhold Noé, Leiter des Fachgebietes „Optische Nachrichtentechnik und Hochfrequenztechnik“ in der Fakultät EIM, erklärte dem Publikum, wie man den Datenverkehr über Glasfaserkabel beschleunigen kann, und präsentierte den von ihm und Dr.-Ing. Benjamin Koch entwickelten ultraschnellen, vollkommen unterbrechungsfreien Polarisationsregler. „Mit diesem Regler können wir den erreichbaren Datenfluss einfach, kostengünstig und energiesparend verdoppeln. Er gleicht Polarisationsänderungen hundertmal so schnell aus wie andere“, sagte Prof. Noé. 2010 gründeten Benjamin Koch und Reinhold Noé die Novoptel GmbH, die diese Regler vertreibt. Bereits 2011 wurde das Institut für Elektrotechnik zusammen mit Novoptel für seine innovativen Forschungen als „Ausgewählter Ort“ im Wettbewerb „365 Ort im Land der Ideen“ ausgezeichnet.

Christine Silberhorn, Leiterin der Arbeitsgruppe „Integrierte Quantenoptik“ im Department Physik, erläuterte den Zuschauerinnen und Zuschauern, wie man Informationen auf kleinste Lichtteilchen, die Photonen oder Quanten, aufbringen, zum Empfänger senden und dort wieder dekodieren kann. „Diese Übertragung ist nicht nur sehr schnell, sie kann auch nicht abgehört werden, denn wenn man die Information vom Photon `abliest´ oder es kopieren will, zerstört man es“, erklärte sie. Ein kurzer Exkurs zu den Themen Quantenteleportation und Rechnen mit QuBits im Quantencomputer rundeten den Ausflug in die Zukunft des Datentransfers ab. Christine Silberhorn ist für ihre Forschung u. a. 2008 mit dem Heinz-Maier-Leibnitz-Preis und 2010 mit dem Gottfried-Ephraim-Leibniz-Preis ausgezeichnet worden, dem so genannten „Deutschen Nobelpreis“.

Der Vortrag war Teil der Reihe „Zukunftsgestaltung durch Transdisziplinarität“ der fünf Fakultäten im Rahmen der Jubiläumswochen. Professorenteams stellen fakultätsübergreifende Forschungsprojekte und Innovationen vor. Die Vorträge werden mit einem künstlerischen Rahmenprogramm eröffnet: Dozenten und Studierende der Fächer und Bereiche Musik, Sprachen und Bewegung interpretieren das jeweilige Vortragsthema unter dem Titel „Performance 40“.

Die Universität der Informationsgesellschaft