Öf­fent­lich­er Work­shop der Pro­jek­t­gruppe the­or­ie den­ken: "'Ac­tio per dis­tans' und in­stru­mentelle Ver­nun­ft: Zum Ver­hält­nis von the­or­et­ischer und prakt­ische Ein­stel­lung bei Hans Blu­men­berg"

Gast: Prof. Dr. Birgit Recki (Philosophie, Universität Hamburg), Freitag, 27.01.2012, 9-13 Uhr (s. t.), Jenny-Aloni-Haus, Universität Paderborn. Die interessierte Öffentlichkeit ist eingeladen.

Die neueren Auseinandersetzungen mit der Philosophie Hans Blumenbergs berücksichtigen verstärkt seine anthropologischen Entwürfe, die verschiedentlich als philosophische, historische, genetische oder phänomenologische beschrieben werden. Aus diesen Entwürfen soll im Workshop eine Auswahl aus Blumenbergs Nachlass besprochen werden. Im Zentrum wird die Frage nach dem Verhältnis von Theorie und Praxis stehen, besonders mit Blick auf das Verständnis der Vernunft als einer "instrumentellen" – allerdings nicht im pejorativen Sinne, sondern in ihrer anthropologischen Fundierung durchaus als Stärke verstanden. Diskutiert werden diese Aspekte gemeinsam mit Prof. Dr. Birgit Recki, die in ihren jüngsten Arbeiten maßgeblich an der Rekonstruktion dieser Dimension der Philosophie Blumenbergs beigetragen hat.

Weitere Informationen unter http://www.theorie-denken.de, Kontakt und Textgrundlagen unter kontakt@theorie-denken.de. Die nachwuchswissenschaftliche Projektgruppe theorie denken besteht seit März 2010 an der Universität Paderborn. Sie setzt sich aus Vertretern der Germanistik, Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft und Medienwissenschaften zusammen und befragt aus interdisziplinärer Perspektive Theorie auf ihren Stellenwert und ihre Funktionen. Aktueller Gegenstand der gemeinsamen Arbeit ist das Werk des deutschen Philosophen Hans Blumenberg. Im Laufe der kommenden Monate richtet sie mehrere öffentliche Workshops an der Universität Paderborn aus, unterstützt von der Forschungskommission der Fakultät für Kulturwissenschaften.
 

Michael Heidgen
Projektgruppe theorie denken