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Kursbeschreibung

Nr. 811.02

Mikropolitik in der Wissenschaft

Termine

24.10. und 25.10.2022 jeweils von 09:00 bis 12:30 Uhr
Ort Online-Seminar

Zielgruppe

Promovierende und Postdocs

Teilnehmerzahl

max. 12 Personen

Kursziele
  • Erkennen und Einordnen können: Gewinnung eines analytischen Blicks auf Machtprozesse im eigenen Umfeld
  • Anregung zur Reflexion eigener Rollen in mikropolitischen Spielen – als „Opfer“ oder als „Agie­rende“
  • Anregung zur Reflexion eigener Hand­lungsspielräume und Grenzen im System­kontext
  • Entwicklung einer eigenen reflektierten Haltung zu Macht und mikro­politischer Einflussnahme
  • Identifizierung von Ressourcen und Stra­tegien, um die eige­ne mikropolitische Kompetenz zu erweitern.

Inhalte

Das Wissenschaftssystem zeichnet sich durch eigentümliche Institutionen und hierarchische Organisationsformen aus, in denen häufig kontrollierende Instanzen fehlen und unklare Kom­petenzen bestehen. Unabhängig davon, ob Sie auf den oberen, mittleren oder unteren Ebenen ihrer Einrichtung aktiv sind, machen Sie früher oder später die Erfahrung, dass Fachkompetenz und sachliche Auseinandersetzung allein nicht zum Ziel führen. Formale Regelwerke werden umgangen, institu­tionell definierte Verantwortlichkeit erweist sich bei einer Entscheidungsfin­dung als unwichtig, rivalisie­rende Lager beeinträchtigen die Zusammen­arbeit, …

Manche Abläufe werden als ausgespro­chen unproduktiv oder frust­rierend erlebt. Erlebt wird aber auch, dass durch das Erfassen von Situationen, geschicktes Kommuni­zie­ren und macht­bewuss­tes Vorgehen schwie­rige Situationen gemeistert werden können. 

Mit dem organisationstheoretischen Konzept Mikropolitik können wir Manifestationen des alltäglichen Aufbaus und Einsatzes von Macht in Organi­sationen systematisch begreifen. Mikropolitik bedeutet aktive Einflussnahme auf das Geschehen in Organisationen. Auf allen Ebenen werden Eigeninteressen (die durchaus ethisch moti­viert sein können) verfolgt und individuelle oder kollektive Strategien zur infor­mellen Einfluss­nahme oder zur Vermeidung von Kontrolle einge­setzt. Informelle, offiziell nicht sanktionierte Praktiken – mikropolitische Spiele - wirken nicht selten stär­ker als die formal geregelten Abläufe. Dabei ist offen, ob anderen genutzt oder geschadet wird.

Themen:

  • Wissenschaftssystem und -organisation
  • Konzepte: Mikropolitik, Machtspiele, Machtressourcen
  • typische ‚Arenen‘ und Praxisfälle
  • Spieldynamiken: Rollen / Spielpositionen
  • Verhaltensspielräume und mikropolitischer ‚Werkzeugkasten‘: Analysen, Reflexionen, kommunikative Techniken
  • Diversität
  • Machtmissbrauch und Fehlverhalten
Die Inhalte sind jenseits des Wissenschaftskontexts auch für Karrieren in anderen beruflichen Feldern relevant.
Methoden

Die folgen­den Methoden kommen zum Einsatz:

  • sukzessive Inputs zu Begriffen und Modellen mit Praxisbeispielen
  • Moderation des Erfahrungsaustauschs im Plenum
  • Einzelarbeit und Kleingruppenarbeit
  • Arbeit an eigenen Beispielen oder Fallbeispielen
  • bei Bedarf (kollegiale) Beratung als praktische Übung.
Die Teilnehmenden erhalten vorab Anregungen für eine vorbereitende Reflexions­übung, im Anschluss wird ein umfas­sendes Skript mit den Veranstaltungsinhalten sowie Hinwei­sen auf weiter­führende Übungen und Literatur zur Verfü­gung gestellt
Referentin Dr. Veronika Fuest
Informationen zur Referentin

Veronika Fuest ist zertifizierte Beraterin (systemische Transaktions­analyse) und Trainerin mit umfassenden Erfahrungen in der Wissen­schaft: multi­diszipli­näre akademi­sche Qualifikationen, Engage­ments in Verbundfor­schungsprojekten verschiedener wissen­schaft­licher Einrichtungen, Akteurs- und Institu­tio­nenanalysen im Feld der Wissen­schaft; ferner interne Beratung, Prozess­modera­tion und Betreuung von Ombuds­ange­legenhei­ten.

Hinweise

Das Seminar wird Online über ZOOM durchgeführt. Es werden ein PC/ Laptop mit Lautsprecher, Mikrofon und Kamera benötigt. Bei Bedarf kann ein entsprechend ausgestatteter Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt werden (Bitte melden Sie sich bei Bedarf spätestens 1 Woche vorab).

Material und Dokumentation werden nach dem Meeting bereitgestellt.

Meldestichtag

2 Wochen vor Veranstaltungsbeginn.

Am Meldestichtag entscheiden wir auf der Grundlage der Anmeldungen, ob eine Veranstaltung stattfinden kann oder nicht. Darum melden Sie sich bitte zeitnah an, wenn Sie interessiert sind! Je mehr Anmeldungen bei uns eingehen, desto sicherer können wir die Veranstaltung durchführen. Selbstverständlich können Sie sich auch nach dem Meldestichtag weiterhin anmelden, sofern noch Plätze frei sind.

Anmeldung

Gewünschte(r) Kurs(e)
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Zustimmung des/der Vorgesetzten

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Die Universität der Informationsgesellschaft