Achtung:

Sie haben Javascript deaktiviert!
Sie haben versucht eine Funktion zu nutzen, die nur mit Javascript möglich ist. Um sämtliche Funktionalitäten unserer Internetseite zu nutzen, aktivieren Sie bitte Javascript in Ihrem Browser.

Die Universität am Abend. Bildinformationen anzeigen

Die Universität am Abend.

Foto: Universität Paderborn, Kamil Glabica

| Alexandra Dickhoff

Rückblick auf das vergangene Jahr: Universitätsgesellschaft lädt ein zur Mitgliederversammlung 

Von Förderungen für wissenschaftliche Projekte und Preise für ausgezeichnete Absolvent*innen, über neue Entwicklungen an der Universität bis hin zur Forschung rund um den Einsatz von Robotern beim frühkindlichen Spracherwerb: Anfang Dezember haben sich Vorstand und Mitglieder der Universitätsgesellschaft im Senatssitzungssaal der Universität Paderborn getroffen und gemeinsam auf das vergangene Vereinsjahr zurückgeblickt.

Dr. Andreas Siebe, Stellvertretender Vorsitzender der Universitätsgesellschaft, und Karsten Pohl, Schatzmeister des Vereins, betonten im Anschluss an ihre Begrüßung, dass die UG im zurückliegenden Vereinsjahr dank des finanziellen Engagements der Mitglieder wieder zahlreiche Projekte fördern konnte – von Preisen für herausragende Abschlussarbeiten über Zuschüsse für wissenschaftliche Tagungen, Exkursionen, Ringvorlesungen bis hin zur Übernahme von Druckkostenzuschüssen für Publikationen. Auch das sechste Netzwerktreffen des Vereins Ende April, bei dem sich die Teilnehmer*innen auf die Spuren der Briten in Paderborn begeben haben, ist ein großer Erfolg gewesen. Rund einhundert Personen haben an der Führung durch die Alanbrooke-Kaserne und am anschließenden Vortrag der Technischen Beigeordneten der Stadt, Claudia Warnecke, in den Räumlichkeiten der Firma dSPACE zum Thema Konversion teilgenommen. Zurzeit plane der Vorstand das kommende Treffen, bei dem sich die Mitglieder aus Universität, Stadt und Wirtschaft wieder an einem besonderen Ort austauschen können. Auch der Bericht des Schatzmeisters Karsten Pohl fiel positiv aus: „Der Verein verfügt über eine solide finanzielle Basis, um weiterhin wichtige Projekte der Universität zu fördern.“ 

Ehrungen für 30 Jahre Mitgliedschaft

„Ohne Sie geht es nicht“, würdigte Andreas Siebe die Jubilare. „Wir sind auf Ihr langjähriges Engagement angewiesen.“ Er bedankte sich bei allen Mitgliedern, die 1989 dem Verein beigetreten sind und somit seit 30 Jahren der Gesellschaft angehören. 

Präsidentin Prof. Dr. Birgitt Riegraf: Positive Entwicklung in den Bereichen Studium, Lehre, Forschung, Transfer und Infrastruktur

Ein sehr positives Bild der Universität zeichnete die Präsidentin Prof. Dr. Birgitt Riegraf: Die Bereiche Studium, Lehre, Forschung, Transfer und Infrastruktur entwickelten sich weiterhin ausgesprochen dynamisch. Die Studierendenzahlen befänden sich auf einem konstant hohen Niveau; die Zunahme bei den internationalen Studierenden zeige, dass der Standort auch jenseits des nationalen Kontextes immer stärker nachgefragt werde. Darüber hinaus habe die Universität im letzten Jahr zahlreiche Forschungserfolge und zwar in allen fünf Fakultäten zu verzeichnen, zum Beispiel bei Anträgen und Förderungen und im Bereich Wissens- und Technologietransfer. Zwei neue Sonderforschungsbereiche (SFB) hätten eingerichtet und ein SFB verlängert werden können, sodass die Universität mittlerweile insgesamt vier Sonderforschungsbereiche aufweise, was wesentlich zur Reputation des Standortes in der Forschung beitrage. Die Internationalisierungsbestrebungen der Universität trügen immer mehr Früchte: intensiv verfolgt würden gegenwärtig Projekte unter anderem in Afrika und China und die Nutzung des gemeinsamen Büros der fünf ostwestfälischen Hochschulen in New York, das eine Brücke für weitere Kooperationen in Nordamerika schlägt. Auch das infrastrukturelle Wachstum der Uni weise auf die dynamische Entwicklung hin, z. B. mit dem neuen Forschungsgebäude Y für das Institut für Leichtbau mit Hybridsystemen und des sich im Bau befindlichen Gebäudes X für den Hochleistungsrechner „Noctua“. „Die Ostwestfalen zeichnen sich ja durch ihre Bescheidenheit aus“, schmunzelte Birgitt Riegraf. „Wir können aber mit Recht stolz auf die Entwicklung der Universität Paderborn sein.“ 

Vorstellung Förderprojekt „Computer für Kara“ 

Miriam Esau, wissenschaftliche Assistentin von Prof. Dr. Michael Hofmann (Institut für Germanistik), stellte das von der UG geförderte Projekt „Computer für Kara“ vor. Das Projekt diene der Intensivierung und dem Ausbau bestehender Kontakte der Universität mit afrikanischen Hochschulen. Durch die Förderung könne die Abteilung für angewandte Fremdsprachenforschung an der Université de Kara in Togo mit Computern ausgestattet werden. So würde die Vermittlung der deutschen Sprache, Literatur und Kultur und der Erwerb digitaler Medienkompetenz der Studierenden unterstützt.

Aktuelle Forschung an der UPB: „Hello, Robot! Wie Künstliche Intelligenz beim Spracherwerb unterstützt“

Im Anschluss an die Versammlung ging Prof. Dr. Katharina Rohlfing, Professorin für Psycholinguistik am Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft, in ihrem Vortrag auf Erkenntnisse ein, die sich aus dem interdisziplinären Zusammenbringen der Bereiche „Künstliche Intelligenz“ und „Spracherwerb“ ergeben. Sie erforscht, wie sich durch den Einsatz sogenannter sozialer Roboter Sprachbildung von Kindern im Vorschulalter durch bestimmte Formen sozialer Interaktion trainieren lässt. Dafür werden Kinder mit ihren Eltern ins „SprachSpielLabor“ der Universität eingeladen. Spielerisch würde das Lernen neuer Wörter in Zusammenarbeit mit Robotern erfasst. Das sei besonders wichtig, da die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder im Zusammenhang mit dem späteren Bildungserfolg stünden. Außerdem möchte die Psycholinguistin herausfinden, welche weiteren Rollen ein Roboter bei der Interaktion mit Kindern einnehmen kann und ob entsprechende Interaktionen ein kritisches Nachdenken über Technologie anregen. Auch wenn es zurzeit noch technologische Herausforderungen beim Einsatz der Roboter gäbe, da diese z. B. noch zu langsam oder nicht autonom reagieren, gäbe es Hinweise, dass beispielsweise sehr schüchterne Kinder von der Interaktion mit dem Roboter im Vergleich zu der mit Menschen profitieren würden.

Die Universität der Informationsgesellschaft