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Die Universität im Winter mit Blick auf den Turm vom J-Gebäude. Bildinformationen anzeigen

Die Universität im Winter mit Blick auf den Turm vom J-Gebäude.

Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

| Alexandra Dickhoff

„Full house“ – Netzwerktreffen der Universitätsgesellschaft Paderborn in der Alanbrooke-Kaserne ausgebucht 

Ein voller Erfolg war das sechste Netzwerktreffen des Vereins der Freunde und Förderer der Universität, bei dem sich zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer Ende April auf die Spuren der Briten in Paderborn begeben haben. Rund einhundert Personen haben an der Führung über das Gelände der Alanbrooke-Kaserne und am anschließenden Vortrag der Technischen Beigeordneten der Stadt, Claudia Warnecke, zum Thema Konversion in Paderborn teilgenommen.

Über viele Jahrzehnte haben die britischen Soldaten und ihre Familien das Paderborner Leben geprägt, zehn Prozent der Stadtfläche wurde von ihnen für Kasernen, Übungsgelände und Wohngebäude genutzt. Doch mittlerweile wurde ein Großteil der Briten abgezogen, die Gebäude stehen leer. Viele Flächen werden im Rahmen der Konversion umgestaltet. Dazu zählen auch die rund 90 Gebäude der Alanbrooke-Kaserne an der Elsener Straße. Das Interesse an der Veranstaltung war schon im Vorfeld groß und das Treffen schnell ausgebucht. Während der Führung über das Gelände erläuterten Mitarbeiter der Stadt, welche Nutzungsvarianten dort angedacht sind: Neben Platz für Wohnungen, Büros und Gastronomie sollen auch Grünflächen geschaffen werden. Viele der Gebäude stehen unter Denkmalschutz und bleiben erhalten, einige werden abgerissen und wiederum neue hinzukommen. In einigen Jahren, so hoffen sie, könnten die ersten baureifen Grundstücke zur Verfügung stehen.

Im Anschluss an die Führung ging es weiter zum nahe gelegenen Gebäude der Firma dSPACE, wo Claudia Warnecke passend zum Besuch des Kasernengeländes einen Kurzvortrag zum Thema „Paderborner Konversion – Räume, Ideen und Perspektiven“ hielt. Neben dem Gelände der Alanbrooke-Kaserne gäbe es weitere Flächen in Paderborn, Schloß Neuhaus und Sennelager, die städteplanerisch neu gedacht werden müssten. Dieser Prozess sei langwierig und umfangreich: Je nach Lage und Umgebung müsse für jeden Standort ein individuelles und zukunftsorientiertes Konzept entwickelt werden. Bei den Planungen müsse berücksichtigt werden, dass sich die Anforderungen an das Wohnen und Arbeiten in den kommenden Jahrzehnten verändern werden. „Das ist eine große Herausforderung für die Stadt. Doch viele Kommunen beneiden uns um die Möglichkeiten, die sich durch die einzigartige Lage und Größe der Flächen ergeben. Uns bietet sich hier eine einmalige Chance“, betonte Claudia Warnecke. Anschließend lud dSPACE zu Getränken und Snacks in die Firmenkantine ein.

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