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Foto: Felix Winkelnkemper

NICHT NUR FÜR NACHTEULEN - In der Langen Nacht des Schreibens arbeiten Studierende wieder gemeinsam an ihren Schreibprojekten

Was ist denn heute los?  Mitternacht, in der Bibliothek ist es still. Auf den ersten Blick scheint alles wie immer und doch herrscht eine ganz besondere Atmosphäre. Prof. Dr. Ingrid Scharlau, Leiterin des Kompetenzzentrums Schreiben, sitzt am Spinnrad. Neben ihr ein kleines Schild mit der Aufschrift: „Den roten Faden verloren? Hier bekommen Sie einen neuen!“ Und tatsächlich haben in dieser Schreibnacht einige Studierende den roten Faden ihrer Arbeit (wieder)gefunden!

Vom 2. auf den 3. März 2017 hieß es in der Universitätsbibliothek wieder: „Von sieben bis sieben wird geschrieben!" Die zweite Lange Nacht des Schreibens (LaNa) war nach nur einer Woche mit 200 Anmeldungen ausgebucht, was das Bedürfnis der Studierenden an alternativen Schreibformaten erkennen lässt. „Die Idee ist“, so Prof. Dr. Ingrid Scharlau, „das Soziale, das Dialogische am Schreiben sichtbar zu machen.“ Die Rückmeldungen zeigen: Es funktioniert! Fast alle geben an „mit Spaß und Motivation“ geschrieben zu haben. Die Studierenden fühlen sich durch die Anwesenheit anderer Schreiber*innen gestärkt und können ohne Unterbrechung arbeiten.

Und wenn es mal hakt?  Da der Anfang oft als schwierig empfunden wird, gab es im Anschluss an die Begrüßung durch Prof. Dr. Ingrid Scharlau und Ursula Hlubek, Fachreferentin in der Bibliothek, einen ersten Schreibimpuls: die Studierenden sollten sich ihre eigene Schreibmetapher, also ein ‚Bild‘, das sie mit dem Schreiben assoziieren, überlegen, und notierten, wie sie ‚ins Schreiben kommen‘. Die Antworten reichten von Struktur schaffen über das Lauschen von Regengeräuschen bis hin zur Teilnahme an der LaNa. Während der nächtlichen Stunden wurden seitens der Veranstalter –Kompetenzzentrum Schreiben, Universitätsbibliothek, Schreibtreff für internationale Studierende, Hochschulsport, IMT:doIT, Zentrum für Rechtschreibkompetenz und ZSB –­ Impulsvorträge und Beratung angeboten. So konnten die Studierenden an verschiedenen Workshops teilnehmen; Themen waren beispielsweise „Keine Angst vor dem Laborbericht: Mit klarer Struktur und rotem Faden die Leser*innen informieren“ (Heike Probst, Schreibwerkstatt Physik), „Vom Rohtext zum fertigen Text: Textüberarbeitung und Wissenschaftlichkeit“ (Katharina Schmitz/Sarah Lebock, Studentische Schreibberatung) und „Literaturverwaltung und Wissensorganisation mit Citavi“ (Claudia Kroner/Ursula Hlubek, Universitätsbibliothek).

Und wenn der kleine Hunger kommt?  Wer eine Stärkung brauchte, konnte sich am Büffet vor der Bibliothek bedienen, welches vom Präsidium der Universität gesponsert wurde. Ein besonderer Hit waren die veganen Brote, die nicht nur fürs Auge einen Genuss darstellten. Auch die Smoothies aus Spinat, Apfelsaft und Chlorella-Algen, die am Infostand der Techniker Krankenkasse probiert werden konnten, fanden reichlich Abnehmer*innen. Dort hatten die Studierenden Gelegenheit, sich über Ernährung und deren Beitrag zur Konzentrationsleistung zu informieren und konnten zusätzlich eine vegane Minestrone verköstigen. 

Und wenn ich wieder in Schwung kommen muss?  Vom Hochschulsport wurden bis in die frühen Morgenstunden ‚Bewegungspausen‘ und Yogaeinheiten angeboten, was ausgesprochen gut angenommen wurde. Wer die steifen Gliedmaßen gelockert oder den eigenen Körper gespürt hatte, konnte sich mit frischem Elan an die Arbeit machen. 

Die LaNa ist für alle!  Zwar ist das Schreiben in den verschiedenen Fächern unterschiedlich stark ausgeprägt. Am Ende müssen aber alle ihre Berichte, Exposés und vor allem Abschlussarbeiten in schriftlicher Form einreichen. Deshalb richtet sich die LaNa an Studierende aller Fakultäten!

Nächstes Jahr wieder?  Die Veranstalter sagen einstimmig „gerne“ und auch seitens der Studierenden gab es viele positive Rückmeldungen wie „Ich habe endlich mit meiner Hausarbeit angefangen“ oder „Es ist toll, dass man sich so lange auf etwas konzentrieren kann, ohne abgelenkt zu werden“. Nicht zuletzt sorgte der Rahmen der Veranstaltung für Begeisterung wie diese Stimme zeigt: „Schöne Atmosphäre, absolut tolles Programm und hammer Buffet! Vielen Dank!“ – Gern geschehen! Auch wir bedanken uns, wünschen weiterhin gutes Gelingen beim Schreiben und sagen mit optimistischem Blick in die Zukunft: Bis zum nächsten Jahr!

Vanessa Frahnert (Kompetenzzentrum Schreiben)

Ursula Hlubek (Universitätsbibliothek)

Kreative Unterstützung - Rote Fäden zum Mitnehmen (Foto: Sonja Poll)

In der UB lässt es sich auch in bequemer Sitzhaltung wunderbar arbeiten (Foto: Sonja Poll)

Müde aber glücklich! Diese Studierenden haben bis morgens um sieben durchgehalten (Foto: Cynthia Arnold)

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