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Schnee auf dem Campus. Bildinformationen anzeigen

Schnee auf dem Campus.

Foto: Universität Paderborn, Johannes Pauly

Kaskadenmodell

Das Kaskadenmodell wurde für die Wissenschaft entwickelt und wurde auch bei der Formulierung der Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) berücksichtigt: „Danach ergeben sich die Ziele für den Frauenanteil einer jeden wissenschaftlichen Karrierestufe durch den Anteil der Frauen auf der direkt darunter liegenden Qualifizierungsstufe.“ Dabei zeigt sich der Erfolg von Gleichstellung vor allem daran, wie Frauen und Männern auf den jeweiligen Qualifizierungsstufen anteilig vertreten sind.

„In seinen Empfehlungen zur Chancengleichheit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem Jahre 2007 hat der Wissenschaftsrat aus diesem Befund insgesamt gesehen den Schluss gezogen, dass die Berufungswahrscheinlichkeit von Frauen aufgrund unklarer Qualifikationsdefinitionen und eines GenderBias in der Bewertung wissenschaftlicher Exzellenz negativ beeinträchtigt sein kann. Darüber hinaus weist der Wissenschaftsrat darauf hin, dass bei der Besetzung einer Professur insbesondere das als wirkmächtig eingestufte Entscheidungskriterium der ‚Passfähigkeit‘ in das künftige Arbeitsumfeld, über das in aller Regel männlich dominierte Berufungskommissionen entscheiden, in erster Linie negative Auswirkungen für den Erfolg weiterer Bewerbungen zeigt.“ (MIWF 2014: 5) Für Berufungsverfahren hat die Landesregierung in NRW das Kaskadenmodell daher bereits in das Hochschulzukunftsgesetz aufgenommen.

Als Berechnungsgrundlage dient der absolute Anteil von Frauen auf einer Karrierestufe in Relation zum Frauenanteil auf der jeweils vorherigen Karrierestufe, auf Grundlage derer schließlich eine auf dem Frauenanteil der vorhergehenden Qualifizierungsstufe basierende Quote errechnet wird. Letztere führt dann zur Errechnung einer „Zielquote“ (ebd.), die von der Hochschule in einem eigens definierten Zeitraum umzusetzen ist.

Fällt in einem Fach bzw. auf einer Qualifizierungsstufe ein besonders starkes Absinken des Frauenanteils im Vergleich zur vorherigen Stufe auf (leaky pipeline), so sind im Rahmen einer nachhaltigen Gleichstellungsarbeit geeignete Maßnahmen zu ergreifen, die den Anteil erhöhen bzw. zu einer Parität beitragen. Sind die Absolvent_innen eines Fachs z. B. zu über 70 Prozent weiblich, auf Ebene der Promotionen liegt ihr Anteil noch auf 40 Prozent, auf Ebene der Professuren jedoch nur auf 10 Prozent, dann sind im Rahmen des Kaskadenmodells Ursachen für den zunehmend geringeren Frauenanteil herauszufinden und entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
 

Quellen:

Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG): Forschungsorientierte Gleichstellungsstandards. Verfügbar unter: http://www.dfg.de/foerderung/grundlagen_rahmenbedingungen/chancengleichheit/forschungsorientierte_standards/ (letzter Zugriff: 17.04.2015).

Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen (MIWF): Das Kaskadenmodell des nordrhein-westfälischen Hochschulgesetzes in der Hochschulpraxis. Düsseldorf 2014. Verfügbar unter: http://www.wissenschaft.nrw.de/fileadmin/Medien/Dokumente/Hochschule/Gleichstellung/Abhandlung_Kaskadenmodell_-_E1.pdf (letzter Zugriff: 17.04.2015).

Gleichstellungsbeauftragte

Dipl. Päd. Irmgard Pilgrim
Zentrale Gleichstellungsbeauftragte der Universität Paderborn

Universität Paderborn
Warburger Str. 100
33098 Paderborn
Raum: E2.103
Tel.: 05251/603724
E-Mail: irmgard.pilgrim(at)upb(dot)de 

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Dr. Claudia Mahs
Geschäftsführerin des Zentrums für Geschlechterstudien/Gender Studies

Universität Paderborn
Warburger Str. 100
33098 Paderborn
Raum: H5.206
Telefon: 05251/60-2730
E-Mail: claudia.mahs(at)upb(dot)de

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Frauen gestalten die Informationsgesellschaft

Dr. Stephanie Forge
Projektleitung

Universität Paderborn
Warburger Str. 100
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Raum: P1.6.09.1
Telefon: 05251/60-3003
E-Mail: stephanie.forge(at)uni-paderborn(dot)de

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