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Perspektivenwechsel.

Foto: Universität Paderborn

Heteronormativität

Dieser Begriff bezeichnet die Kritik an einer Kultur der Zweigeschlechtlichkeit, d. h. an der Vorstellung, dass sich alle Gesellschaften einzig und allein in zwei einander begehrende Geschlechter unterteilen, dass dies immer so war und dass Geschlecht etwas ist, das von den Individuen niemals abgelegt werden kann (vgl. Hirschauer 1994; Wetterer 2010: 127). So besteht in der Regel ein „Ausweiszwang“ (Hirschauer 2001: 215) von Geschlecht, der impliziert, dass das (als biologisch angesehene) Körpergeschlecht mit der Geschlechtsidentität, also der Identifizierung einer Person als weiblich oder männlich (etwa durch Kleidung, Auftreten, Vorlieben u. Ä.), und dem sexuellen Begehren als heterosexuell, sprich auf das jeweils ‚andere‘ Geschlecht bezogen, kongruiert – Judith Butler (1991) spricht hierbei von der sogenannten „heterosexuellen Matrix“. Das Konzept schließt daher die Kritik an den sich daraus ergebenden normierenden und diskriminierenden Heterosexualitätsanforderungen (und -zwängen) und dem Anspruch auf Eindeutigkeit von Geschlechtskörper und -identität, der immer auch Verluste hervorbringt, mit ein.

 

(Weiterführende) Literatur:

Butler, Judith (1991): Das Unbehagen der Geschlechter [orig. Gender Trouble, 1990]. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.

Butler, Judith (1995): Körper von Gewicht. Die diskursiven Grenzen des Geschlechts. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.

Hirschauer, Stefan (1994): Die soziale Fortpflanzung der Zweigeschlechtlichkeit. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg. 46, S. 668-692.

Hirschauer, Stefan (2001): Das Vergessen des Geschlechts: Zur Praxeologie einer Kategorie sozialer Ordnung. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie (Sonderheft 41); S. 208-235.

Wetterer, Angelika (2010). Konstruktion von Geschlecht. Reproduktionsweisen der Zweigeschlechtlichkeit. Becker, Ruth/Kortendiek, Beate (Hrsg.) unter Mitarbeit von Budrich, Barbara/Lenz, Ilse/Metz-Göckel, Sigrid/Müller, Ursula/Schäfer, Sabine: Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung: Theorie, Methoden, Empirie. 3. erweiterte und durchgesehene Auflage. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, S. 126-136.

 

Gleichstellungsbeauftragte

Dipl. Päd. Irmgard Pilgrim
Zentrale Gleichstellungsbeauftragte der Universität Paderborn

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33098 Paderborn
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Tel.: 05251/603724
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Geschäftsführerin des Zentrums für Geschlechterstudien/Gender Studies

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Dr. Stephanie Forge
Projektleitung

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