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Perspektivenwechsel.

Foto: Universität Paderborn

Gender Pay Gap

Als Gender Pay Gap (GPG) wird der trotz Frauenförderung, Gleichstelllung und Gender Mainstreaming weiter fortbestehende prozentuale Gehaltsunterschied in Bezug auf den durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Frauen und Männern bezeichnet. Seit dem Jahr 2006 stellt EU-einheitlich die vierjährliche Verdienststrukturerhebung die Datengrundlage dar, welche vom Statistischen Bundesamt ausgewertet wird.

So lag der durchschnittliche Bruttostundenlohn von Frauen in Deutschland – EU weit lag er bei durchschnittlich 16 Prozent, für die alten und die neueren Bundesländer gibt es erhebliche Unterschiede – laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes von 2006 bis 2009 bei 23 Prozent, von 2010-2013 bei 22 Prozent („unbereinigter“ Gender Pay Gap) unter demjenigen der Männer, womit sich Deutschland im EU-Vergleich auf einem der letzten Plätze befindet (vgl. Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung; Statistisches Bundesamt). Diese Gehaltsdifferenz kann auf Basis von verschiedenen Faktoren betrachtet werden, welche je nach Situation in unterschiedlichem Maße wirksam werden und dabei interagieren (vgl. u. a. BMFSJ: 4, 35f.):

  1. Frauen sind häufiger in niedrig bezahlten Berufen, vor allem im Dienstleistungssektor, beschäftigt, arbeiten öfters in Teilzeit und sind kaum in Führungspositionen zu finden – dies zum einen aufgrund der Art der von ihnen verrichteten Tätigkeiten, zum anderen aus strukturellen Gründen, die sich mit Begriffen wie ‚Gläserne Decke‘ oder ‚Leaky-Pipeline‘ umschreiben lassen. So sind Anforderungen des Arbeitsplatzes hinsichtlich Qualifikation und Führungskompetenz immer noch stark geschlechtstypisch segregiert.
     
  2. Aber auch bei vergleichbarer Tätigkeit und äquivalenter Qualifikation verdienen Frauen durchschnittlich 7 Prozent („bereinigter“ Gender Pay Gap, Daten von 2010) weniger als Männer, was häufig mit weiteren lohnrelevanten Aspekten – wie z. B. häufigere und längere Erwerbsunterbrechungen durch Familienzeiten – erklärt wird (vgl. Statistisches Bundesamt).
     
  3. Zugleich spielt die niedrigere Bewertung von vornehmlich von Frauen gewählten Berufen – etwa im Erziehungs- und Pflegebereich – eine Rolle. Diese ist als ein Produkt der Trennung von öffentlichem und privatem Bereich im Zuge der Entstehung der bürgerlichen Gesellschaft im Übergang vom 18. zum 19. Jahrhundert und damit der geringeren Wertschätzung aller Arbeiten, die der Reproduktion und Regeneration der Gesellschaftsmitglieder dienen, zu bewerten.
     

Quellen:

Bundesministerium für Familie, Senioren Frauen und Jugend (BMFSFJ): Entgeldungleichheit zwischen Frauen und Männern in Deutschland. Dossier. Berlin 2009. Verfügbar unter folgendem Link (letzter Zugriff: 15.01.2016).

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung: Gender Pay Gap. Verfügbar unter folgendem Link (letzter Zugriff: 15.01.2016).

Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 104 vom 18.03.2014. Verfügbar unter folgendem Link (letzter Zugriff: 15.01.2016).

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