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Universität Paderborn Bildinformationen anzeigen

Universität Paderborn

Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

Organisation des Studiums

Urlaubssemester

Studentinnen können aufgrund einer Schwangerschaft ein Urlaubssemester beantragen. Studierende Mütter und Väter können sich zudem bis zur Einschulung des Kindes für die Erziehung und Betreuung beurlauben lassen. Der Antrag muss beim Studierendensekretariat während der Semesterrückmeldefristen (15.02 Sommersemester, 15.07. Wintersemester) für jedes Semester neu gestellt werden. Die spätere Beantragung eines Urlaubssemesters ist jeweils bis zum 28.2/15.8. noch möglich. In diesem Fall wird jedoch eine zusätzliche Verwaltungsgebühr von 12 Euro fällig. Das Beurlaubungsformular finden Sie unter folgendem Link.

Während einer Beurlaubung vom Studium sind Sozialbeiträge zu entrichten. Die genauen Beträge können dem Beurlaubungsformular entnommen werden. Wenn das Semesterticket nicht genutzt wird, ist jedoch eine Erstattung des Mobilitätsbeitrags (171,19 €) möglich.

Das BAföG-Amt sollte über eine Beurlaubung umgehend informiert werden, da es während dieser Zeit keine BAföG-Zahlungen gibt und bereits erfolgte Zahlungen zurückerstattet werden müssen. Studierende Eltern, die sich zur Betreuung eines Kleinkindes beurlauben lassen, haben unter entsprechenden Voraussetzungen einen Anspruch auf Leistungen nach dem SGB II (ALG II). In jedem Fall ist es wichtig, eine individuelle Beratung durch das Studierendensekretariat und das FamilienServiceBüro in Anspruch zu nehmen. So kann geprüft werden, ob ein Urlaubssemester in der jeweiligen Situation tatsächlich von Vorteil is

Prüfungen

Gemäß § 64 II Nr. 5 des Hochschulgesetzes NRW müssen die Prüfungsverfahren die Inan­spruchnahme der gesetzlichen Mutterschutzfristen und der Fristen der Elternzeit ermöglichen. Entsprechend dieser Vorschrift enthalten die Prüfungsordnungen zu diesen Themen Regelungen, die normalerweise am Ende der Vorschrift über Versäumnis, Rücktritt etc. inhaltlich wie folgt untergebracht sind.

Regelung in den Prüfungsordnungen

„Auf Antrag der Kandidatin sind die Mutterschutzfristen, wie sie im jeweils gültigen Gesetz zum Schutze der erwerbstätigen Mutter festgelegt sind, entsprechend zu berücksichtigen. Dem Antrag sind die erforderlichen Nachweise beizufügen. Die Mutterschutzfristen unterbrechen jede Frist der entsprechenden Prüfungsordnung; die Dauer des Mutterschutzes wird nicht in die Frist eingerechnet. Gleichfalls sind die Fristen der Elternzeit nach Maßgabe des jeweils gültigen Gesetzes über die Gewährung von Erziehungsgeld und Elternzeit auf Antrag zu berücksichtigen. Die Kandidatin oder der Kandidat muss bis spätestens vier Wochen vor dem Zeitpunkt, von dem ab sie oder er die Elternzeit antreten will, dem Prüfungsausschuss unter Beifügung der erfor­derlichen Nachweise schriftlich mitteilen, für welchen Zeitraum oder für welche Zeiträume sie oder er Erziehungszeit in Anspruch nehmen will. Der Prüfungsausschuss hat zu prüfen, ob die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, die bei einer Arbeitnehmerin oder einem Arbeitnehmer einen Anspruch auf Elternzeit auslösen würden; er teilt das Ergebnis sowie ggf. die neu festge­setzten Prüfungsfristen der Kandidatin, dem Kandidat unverzüglich mit. Die Bearbeitungsfrist einer wissenschaftlichen Hausarbeit kann nicht durch die Elternzeit unterbrochen werden. Die gestellte Arbeit gilt als nicht vergeben. Nach Ablauf der Elternzeit erhält die Kandidatin/der Kandidat ein neues Thema.“

Sollte eine Studierende außerhalb der oben genannten Fristen unvorhergesehener Weise an einer Prüfung nicht teilnehmen können, muss ein ärztliches Attest vorgelegt werden. In diesem Fall wird die nicht durchgeführte Prüfung nicht auf die Prüfungsversuche angerechnet.

Insgesamt sind die oben genannten Verordnungen nicht sehr aussagekräftig und treffen nur auf Einzelfälle zu. Bisher gibt es allerdings keine klaren und konkreten Prüfungsregelungen für stu­dierende Eltern. Daher ist Studierenden mit Kindern zu empfehlen, sich bei Problemen und Fra­gen direkt mit dem entsprechenden Prüfungsamt oder dem Eltern-Service-Büro der Universität Paderborn in Verbindung zu setzen.

Im Rahmenplan zur Gleichstellung von Frauen und Männern sind folgende Regelungen zu finden:
  • § Die Universität Paderborn wirkt im Rahmen ihrer Möglichkeiten darauf hin, dass sich Schwangerschaft, Elternschaft sowie Betreuung nicht negativ auf Studium und Studien­abschluss auswirken. Dem soll in Studien- und Prüfungsordnungen Rechnung getragen werden. Die Hochschule bemüht sich, das Lehrangebot so zu organisieren, dass das Stu­dium auch als Teilzeitstudium absolviert werden kann und Präsenz- und Fernstudium kombinierbar sind.
  • § Das prüfungsrelevante Lehrangebot, insbesondere die Pflichtveranstaltungen, sollen nach Möglichkeit zeitlich so terminiert werden, dass die Teilnahme mit der Betreuung von Kindern zu vereinbaren ist.
audit familiengerechte hochschule

Der Universität Paderborn wurde am 22. November 2005 als erster Universität in NRW das Grundzertifikat zum audit familiengerechte hochschule verliehen.

TOTAL E-QUALITY

Die Universität Paderborn hat für ihre an Chancengleichheit orientierte Personalpolitik das TOTAL E-QUALITY Prädikat erhalten.

Übersicht

Vereinbarkeit Pflege & Beruf/Studium

Pflegeverantwortung & Beruf
Pflegeverantwortung & Studium
Beratungsmöglichkeiten in Paderborn
Unterstützungsmöglichkeiten im Alltag
Finanzierung von Pflege
Angebote & Leistungen bei Demenz

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