Nachrichten - Uni Paderborn http://www.uni-paderborn.de Aktuelle Informationen und Pressemitteilungen der Universität Paderborn de_DE Uni Paderborn Wed, 17 Jul 2019 15:33:47 +0200 Wed, 17 Jul 2019 15:33:47 +0200 Uni Paderborn news-90619 Wed, 17 Jul 2019 14:59:49 +0200 Weierstraß-Preis: Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik ehrt Dr. Cornelia Kaiser und Alexis-Vincent Chasiotis für ausgezeichnete Lehre https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90619/ Bei der Absolventenfeier der Fakultät Elektrotechnik, Informatik und Mathematik am 28. Juli wurden nicht nur die Absolvent*innen für ihre Abschlüsse gefeiert, sondern auch der Weierstraß-Preis 2019 für ausgezeichnete Lehre verliehen. Dieser geht immer an eine Dozentin oder einen Dozenten sowie einen Studierenden, der/die Übungen leitet oder Tutorien gibt. Die diesjährigen Preisträger sind Dr. Cornelia Kaiser, Dozentin für höhere Mathematik, und Mathematikstudent Alexis-Vincent Chasiotis. Bei der Absolventenfeier der Fakultät Elektrotechnik, Informatik und Mathematik am 28. Juli wurden nicht nur die Absolvent*innen für ihre Abschlüsse gefeiert, sondern auch der Weierstraß-Preis 2019 für ausgezeichnete Lehre verliehen. Dieser geht immer an eine Dozentin oder einen Dozenten sowie einen Studierenden, der/die Übungen leitet oder Tutorien gibt. Die diesjährigen Preisträger sind Dr. Cornelia Kaiser, Dozentin für höhere Mathematik, und Mathematikstudent Alexis-Vincent Chasiotis.

Cornelia Kaiser für Vorlesungen ausgezeichnet

Cornelia Kaiser erhält den Preis für die ausgezeichneten Bewertungen ihrer Vorlesungen „Höhere Mathematik B und C für Elektrotechniker“ und „Mathematik für Physiker“. Während ihr bei Tempo, Anspruch und Aufwand „eher schnell und hoch“ bescheinigt wird, bekommt sie gleichzeitig ausgezeichnete Noten für ihre Vorbereitung der Vorlesungen, ihrem Interesse am Lernerfolg der Studierenden und ihrer Motivation. All dies gipfelt in einer vorzüglichen Gesamtnote.

Ein Studierender kommentiert die Vorlesung folgendermaßen: „Diese Vorlesung ist die am besten strukturierte Vorlesung in meinem Studiengang derzeit! Besonders intensiv werden Möglichkeiten zum Lernen vorgestellt, sodass man gut mithalten kann. Hier merkt man deutlich den Willen der Dozentin, dass die Studierenden den Stoff verstehen und die Klausur bestehen.“ Ein anderer Kommentar bescheinigt: „Wieder einmal die beste Vorlesung des Semesters.“ Frau Kaiser ist seit vielen Jahren eine hervorragende Dozentin mit vorzüglichen Evaluierungen für ihre Lehrtätigkeit. Sie erhält den Preis schon zum zweiten Mal.

Alexis-Vincent Chasiotis für Übungen geehrt

Alexis-Vincent Chasiotis erhält den Preis für die erstklassige Betreuung der Übungen zu „Analysis 1“ für Mathematikstudierende und „Mathematik 1 und 2 für Maschinenbauer“. Seine Vorbereitung auf die Übungen, sein Interesse am Lernerfolg der Studierenden, seine Motivation in der Lehre sowie die Atmosphäre zwischen ihm und den Studierenden werden in den anonymen Veranstaltungskritiken alle mit „sehr gut“ benotet. Die guten Bewertungen für Chasiotis waren der Jury schon im Vorjahr aufgefallen. Nach weiteren zwei Semestern in der Lehre blieb die Qualität seiner Übungen weiter auf sehr hohem Niveau.

Zwei beispielhafte Kommentare aus den vielen positiven Bewertungen der Studierenden: „Ich finde die kleine Zusammenfassung am Anfang jeder Übung sehr gut, weil man so perfekt in die Übung reinfindet und weiß, was das Wichtigste an der Vorlesung ist. Das ist perfekt. Außerdem ist Alexis wirklich motiviert dabei und man merkt, er hat selbst richtiges Interesse daran, was auch wieder motiviert. Mit Abstand die beste Übung, in der ich je war!“ Ein weiterer Kommentar spiegelt das wider, was wahrscheinlich das Ziel eines jeden Tutors ist: „Noch keinen besseren Tutor erlebt. Motivation an Mathe gesteigert.“

Studiendekanin Prof. Dr. Gitta Domik-Kienegger hielt bei der Absolventenfeier die Laudationes auf die beiden Preisträger und gratulierte mit dem Sponsor des Preises, der Firma Atos.

Text: Luca Jurczyk, Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik

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news-90609 Wed, 17 Jul 2019 14:44:36 +0200 Roboter als Assistenten in der Pflege? Workshop am 19. September im Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90609/ Wie können Roboter künftig in der Pflege eingesetzt werden und was ist dabei zu beachten? Das ist Thema eines englischsprachigen Workshops am Donnerstag, 19. September, ab 13 Uhr im Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn (Fürstenallee 11), Raum F0.231. Veranstalter sind Prof. Dr. Kirsten Thommes von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und ihre Doktorandin Julia Hoppe. Wie können Roboter künftig in der Pflege eingesetzt werden und was ist dabei zu beachten? Das ist Thema eines englischsprachigen Workshops am Donnerstag, 19. September, ab 13 Uhr im Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn (Fürstenallee 11), Raum F0.231. Veranstalter sind Prof. Dr. Kirsten Thommes von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und ihre Doktorandin Julia Hoppe.

Der Workshop ist offen für alle, die sich für die Erforschung von Robotern in Sozialdiensten interessieren. Zu zukünftigen Anwendungsmöglichkeiten der Assistenz von Robotern werden in Vorträgen interdisziplinäre Aspekte vorgestellt und anschließend diskutiert. Nach dem Workshop besteht ab 16.45 Uhr die Möglichkeit, an einer Führung im Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) zum Thema „Mensch, Roboter! – Träume, Erfolge und Enttäuschungen“ teilzunehmen. Anmeldungen per Mail: julia.amelie.hoppe(at)upb(dot)de (bitte auch die gewünschte Teilnahme an der HNF-Führung angeben).

Mit Robotik die Pflege der Zukunft gestalten: Projekt erforscht die Bedürfnisse von Fachkräften, Patienten und Angehörigen

Der Workshop findet im Rahmen des Forschungsprojekts „ORIENT“ mit Projektbeteiligten der Partneruniversitäten aus Schweden und Finnland statt. Im Projekt untersuchen Wissenschaftler, wie Roboter in der Pflege eingesetzt werden können und welches Wissen Betroffene benötigen, um die neue Technologie so anwenden zu können, dass sie die Pflegesituation verbessert. Die erarbeiteten Ergebnisse sollen „Orientierung“ für eine effektive Nutzung der neuen Technologien im Bereich der Pflege bieten. Im Mittelpunkt stehen die Informations- und Kommunikationsbedarfe von Patienten, Angehörigen, Pflegefachkräften und -organisationen, Roboterherstellern, Versicherungen sowie politischen Entscheidungsträgern.

Weitere Informationen zum Projekt „ORIENT“:

www.uni-paderborn.de/nachricht/87404

digitales.nrw/de/schaufenster-digitales-nrw/projekte/orient-roboter-fuer-die-pflege

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news-90607 Wed, 17 Jul 2019 12:12:34 +0200 Teddybär und Tablet: Evaluationsprojekt zum Medieneinsatz in Kitas – Studierende und Wissenschaftler forschen für das Jugendamt https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90607/ Prof. Dr. Dorothee Meister und Melanie Wilde, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medienwissenschaften, haben in einem Lehrforschungsseminar zusammen mit Studierenden untersucht, wie es um den Einsatz von digitalen Medien in Paderborner Kindertagesstätten bestellt ist, die zuvor von der Stadt eine Förderung erhalten hatten. Prof. Dr. Dorothee Meister und Melanie Wilde, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medienwissenschaften, haben in einem Lehrforschungsseminar zusammen mit Studierenden untersucht, wie es um den Einsatz von digitalen Medien in Paderborner Kindertagesstätten bestellt ist, die zuvor von der Stadt eine Förderung erhalten hatten. Die Ergebnisse wurden Vertretern von Stadt und Kitas sowie der allgemeinen Öffentlichkeit am Montag, 15. Juli, präsentiert.

Fotos oder Videos auf dem Smartphone anschauen, Spiele auf dem Handy – keine Seltenheit für viele Vorschulkinder. Dass digitale Medien auch in der frühkindlichen Bildung und Erziehung sinnvoll eingesetzt werden können, haben die Paderborner Wissenschaftlerinnen jetzt im Rahmen einer Projektauswertung gezeigt. Die Ergebnisse legen nahe, dass sich Kinder während der Nutzung der Medien sozial verhalten, offen und nonverbal kommunizieren und Nutzungsregeln beachten und einhalten. Aufseiten der Kitas stellte sich heraus, dass das Personal dem Einsatz von Tablets und weiterer Medien grundsätzlich sehr positiv gegenübersteht. Herausforderungen bestehen bei der Kommunikation mit den Eltern, der Technikunterstützung, aber auch mit variierenden Kompetenzen der Erzieher im Bereich Technikbedienung.

Empfehlenswert seien in jedem Fall Schulungen, von denen alle Kitamitarbeiter profitieren können, so Wilde. Es habe sich gezeigt, dass sich die Kita-interne Weitergabe von Wissen an ungeschulte Mitarbeiter schwierig gestaltetet. Geschuldet sei dies vor allem dem komplexen Zeitmanagement aufgrund von Personalmangel.

Von den Kindern wurde z. B. ein digitales Fotobuch erstellt, das die Entwicklung von der Kaulquappe bis zum Frosch begleitet. Beeindruckend sei, so Prof. Meister, wie die Kinder kleine Geschichten mit einem Aufnahmestift aufnahmen. Damit würden selbst sehr zurückhaltende Kinder motiviert, sich sprachlich zu äußern, so Meister weiter.

Praktische Erfahrungen machen

Die Studierenden haben sich neben der theoretischen Auseinandersetzung mit Medien im Kleinkindalter auch mit methodischen Ansätzen zur Erhebung und Auswertung beschäftigt. Im Zuge dessen haben sie ein eigenes Forschungsdesign entwickelt. Insgesamt sechs Gruppen haben vor Ort Fallportraits erstellt, leitfadengestützte Interviews mit den Leitungen und anderen Mitarbeitern geführt sowie Beobachtungen von den Medieneinsätzen mit Erziehern und Kindern ausgewertet.

Bildungsbereich Medien

Durch eine Ausschreibung des Kreises hatten 12 Kitas Gelder für die Anschaffung von Technik zur Umsetzung von digitalen Medienkonzepten erhalten. Neben iPads wurden auch Kameras und digitale Bookii Hörstifte angeschafft. Ein Schulungsprogramm war ebenfalls Bestandteil der Förderung. „Damit die Mittel sinnvoll eingesetzt werden, haben wir uns für eine Evaluation durch die Universität Paderborn entschieden“, erklärt Petra Erger, Leiterin des Jugendamts Paderborn. Wichtig für den Erfolg des Projekts seien vor allem die Wirkung in der Praxis und die Einbettung in den Kitaalltag. Der reflektierte Umgang mit Medien müsse Kindern schon früh beigebracht werden, so Erger weiter.

Text: Nina Reckendorf

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news-90601 Tue, 16 Jul 2019 13:00:46 +0200 „Unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung ist keine Selbstverständlichkeit“ https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90601/ Interview zu 75 Jahren Stauffenberg-Attentat mit Prof. Dr. Peter Fäßler Interview zu 75 Jahren Stauffenberg-Attentat mit Neuzeithistoriker Prof. Dr. Peter Fäßler

Am 20. Juli jährt sich das Attentat Claus Schenk Graf von Stauffenbergs auf Diktator Adolf Hitler zum 75. Mal. Prof. Dr. Peter Fäßler vom Historischen Institut der Universität Paderborn spricht im Interview über die Motive der Widerstandsgruppe um Stauffenberg, deren Pläne für Deutschland nach dem Nationalsozialismus, die Erinnerungskultur nach 1945 und den heutigen Umgang mit Rechtsradikalen.

Herr Fäßler, die Widerstandsgruppe um den Wehrmachtsoffizier Claus Schenk Graf von Stauffenberg umfasste hochrangige Militärs, Polizisten und Staatsbedienstete. Diese Personen trugen die NS-Diktatur lange teils überzeugt mit und waren direkt oder indirekt an ihren Verbrechen beteiligt. Stauffenberg etwa war als Soldat und Generalstabsoffizier der Wehrmacht an den Überfällen auf Polen und Frankreich beteiligt. Warum entschlossen er und seine Mitstreiter sich, das NS-Regime zu stürzen?

Die Motive für einen Staatsstreich, der ein Attentat auf den „Führer“ Adolf Hitler vorsah, waren vielfältiger Natur. Das Spektrum reicht von politisch-militärischen Einsichten bis hin zu moralischen Erwägungen. Angesichts der zahlreichen Widerstandsakteure und ihrer individuellen Überzeugungen ist diese komplexe Motivlage nicht überraschend.

Seit vielen Jahren diskutiert die historische Forschung kontrovers über die Schlüsselfigur des militärischen Widerstandes, Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Die kürzlich erschienene Biographie von Thomas Karlauf betont im Gegensatz zu älteren Studien, dass Stauffenberg recht lange das NS-Regime, dessen politisch-militärische Ziele und die verbrecherischen Handlungen in Polen und der Sowjetunion mitgetragen oder zumindest stillschweigend toleriert habe. Erst unter dem Eindruck der sich abzeichnenden Niederlage des Deutschen Reiches habe Stauffenberg 1943 den Entschluss gefasst, Hitler und die NS-Diktatur zu stürzen. Karlaufs pointierte Sichtweise kritisieren etliche Kollegen mit guten Argumenten. Aufgrund der dünnen Quellenüberlieferung dürfte die Frage nach Stauffenbergs Motiven aber kaum eindeutig zu klären sein.

Welche Pläne hatte die Stauffenberg-Gruppe für ein Deutschland nach Hitler?

Für die Zeit nach der nationalsozialistischen Diktatur lag kein Verfassungskonzept vor, auf das sich alle Mitglieder des Widerstandes um Stauffenberg geeinigt hätten. Auch hier diskutierten die Beteiligten unterschiedliche Vorstellungen, die von der Monarchie über autoritär-elitäre Ordnungen bis hin zur liberalen Demokratie westlichen Zuschnitts reichten. Selbst sozialistische Verfassungsanleihen standen zur Debatte. Stauffenberg selbst ging für die Übergangszeit von der Notwendigkeit einer Militärdiktatur aus, was durchaus pragmatisch und realistisch gedacht war.

Wenn es Stauffenberg gelungen wäre, den Diktator mit seinem Sprengsatz zu töten: Hätte das NS-Regime dann wirklich gestürzt werden können?

Der Staatsstreichplan „Walküre“ sah ja nicht nur die Tötung Adolf Hitlers vor, sondern auch, die Machtzentren bzw. Führungspersonen von SS, Sicherheitsdienst (SD), Gestapo und NSDAP durch die Wehrmacht auszuschalten. Das erscheint als ein durchaus plausibles Szenario – und in diesem Fall wäre das Regime vermutlich beseitigt worden. Aber es darf nicht vergessen werden, dass es sich hier um eine kontrafaktische Überlegung handelt und damit naturgemäß eine Spekulation bleibt.

Der Widerstand gegen den Nationalsozialismus war sehr heterogen. Wer leistete Widerstand und welche Formen des Widerstands gab es?

Zahlreiche Personen, Gruppen und Organisationen aus nahezu allen Teilen der Gesellschaft leisteten Widerstand gegen das NS-Regime. Einzelne wie Georg Elser sind ebenso zu nennen wie kirchliche Vertreter beider großer Konfessionen, der kommunistische und sozialdemokratische Untergrund oder eben konservative und militärische Kreise. Einer breiteren Öffentlichkeit ist heute noch die „Weiße Rose“ bekannt. Schließlich dürfen auch die Aktionen jüdischer Mitbürger gegen das NS-Regime nicht vergessen werden.

Allgemein reichten die Widerstandshandlungen von abweichendem Verhalten – man denke an die Swing-Jugend – über öffentliche Stellungnahmen, wie z. B. die Predigten des Münsteraner Bischofs Clemens August Graf von Galen, bis hin zur aktiven Gewaltanwendung in Form von Sabotageakten oder Attentaten.

Erinnerungskultur nach 1945: Wie wurde den deutschen Widerstandskämpfern im geteilten Deutschland gedacht?

Die Erinnerungskulturen in der sozialistischen DDR und der demokratischen Bundesrepublik wichen erheblich voneinander ab. Standen in der DDR vor allem die Akteure des kommunistischen Widerstandes im Zentrum der staatlich verordneten Erinnerung, waren dies im Westen eher bürgerlich-konservative, kirchliche oder eben militärische Kreise.

Allerdings darf nicht vergessen werden, dass es der bundesdeutschen Gesellschaft schwerfiel, insbesondere den militärischen Widerstand um Stauffenberg angemessen zu würdigen. Lange haftete ihm das Stigma des „Verrats“ an und erst in den 1980er Jahren erkannte eine Mehrheit der Westdeutschen in Stauffenberg und seinen Mitstreitern Vorbilder.

Es gibt die „Gedenkstätte Deutscher Widerstand“ in Berlin, in der an die unterschiedlichen Widerstandsgruppen erinnert wird, und Gedenkorte für einzelne Gruppen und Personen, etwa für die „Weiße Rose“ und Georg Elser in München. Ein zentrales Denkmal für alle Widerständler fehlt aber. Wäre es rund 30 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung nicht Zeit dafür – auch, um der zahlreichen unbekannten Widerstandskämpfer angemessen zu gedenken?

Neben den Gedenkorten und Gedenkstätten in allen Teilen der Bundesrepublik ist eine zentrale Gedenkstätte für den Widerstand gegen das NS-Regime sinnvoll. Die „Gedenkstätte Deutscher Widerstand“ in Berlin erhebt meines Wissens diesen Anspruch und wird ihm durchaus gerecht. Natürlich lässt sich immer über Entwicklungen, Änderungen und Akzentverschiebungen diskutieren, aber derzeit sehe ich keinen allzu dringenden Handlungsbedarf.

Mit der sogenannten „Alternative für Deutschland“ sitzt eine Partei im Deutschen Bundestag und in allen Landtagen, die in Teilen als rechtsradikal eingestuft werden kann und offen Kontakte ins rechtsradikale Milieu pflegt. Anfang Juni wurde mit dem hessischen CDU-Landtagsabgeordneten und Regierungspräsidenten Walter Lübcke erstmals in der Bundesrepublik ein hoher Staatsbeamter von einem Rechtsextremen ermordet. Dazu flogen in den Reihen von Bundeswehr und Polizei zuletzt immer wieder Rechtsradikale auf. Wie können wir heute Nazis und ihrem Gedankengut wirkungsvoll entgegentreten?

Die große Resonanz rechtspopulistischer Gedanken und die Erfolge der AfD lehren vor allem eines: Unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung ist keine Selbstverständlichkeit und kein Selbstläufer. Deshalb müssen wir uns immer wieder ihrer Vorzüge und Werte bewusstwerden. Wir müssen aber auch offen über mögliche Schwächen und Unzulänglichkeiten bei der Umsetzung von Demokratie in alltägliches Handeln streiten. Diese Auseinandersetzungen sind unbequem, sie gehen zwangsläufig an die Grenzen dessen, was manch einer von uns akzeptabel empfindet. Aber letztlich führt kein Weg an einer klaren und harten Debatte vorbei. Wir brauchen eine demokratische Streitkultur in der ganzen Gesellschaft: in Kindergärten und Schulen, in Unternehmen und Verbänden, bei Polizei und Bundeswehr, in Kirchen – überall. Und machen wir uns nichts vor: das kostet Geld, viel Geld für politische Bildung. Um eines aber ganz deutlich zu sagen: Dort, wo die Grenzen des Grundgesetzes überschritten werden, endet jedes Streitgespräch und der Rechtsstaat muss mit seinen Mitteln konsequent eingreifen!

Das Interview führte Simon Ratmann, Stabsstelle Presse und Kommunikation.

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news-90597 Mon, 15 Jul 2019 17:54:00 +0200 Department Wirtschaftsinformatik der Universität Paderborn organisiert mehrtägige Exkursion mit „Exzellenzstudierenden“ nach Frankfurt https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90597/ Als Anerkennung für hervorragende Leistungen hat das Department Wirtschaftsinformatik der Universität Paderborn erneut die besten Studentinnen und Studenten im Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik sowie in den Masterstudiengängen Wirtschaftsinformatik und Management Information Systems im Juli nach Frankfurt eingeladen. Als Anerkennung für hervorragende Leistungen hat das Department Wirtschaftsinformatik der Universität Paderborn erneut die besten Studentinnen und Studenten im Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik sowie in den Masterstudiengängen Wirtschaftsinformatik und Management Information Systems im Juli nach Frankfurt eingeladen.

Mit insgesamt 30 Teilnehmern, darunter auch alle fünf Professoren des Departments, konnte die Gruppe am ersten Tag bei der Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens (Fraport AG) die Herausforderungen eines Flughafens hautnah bei einer Rollfeldrundfahrt und in anschließender Diskussion mit einem leitenden Software-Architekten kennenlernen. Dabei wurde darauf eingegangen, wie verschiedene Methoden aus den Bereichen Operations Research und Data Science die Geschäftsmodelle des Flughafenbetreibers unterstützen oder auch teilweise erst ermöglichen. So wird beispielsweise der Flugzeugverkehr auf dem Vorfeld durch eine Software koordiniert und navigiert, sodass ein Flugzeug zu einem passenden Zeitpunkt seine „Ramp“, d. h. seinen Parkplatz, verlässt und mit minimaler Wartezeit direkt zur Startbahn rollen kann. Eine solche Zeitersparnis hat gleichzeitig Kostenreduktionen und einen geringeren Kerosinverbrauch am Boden zur Folge.

Am zweiten Tag besuchte die Gruppe die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die als weltweit größte nationale Förderbank unter anderem die Aufgabe verfolgt, öffentliche Aufträge zu realisieren sowie Mittelstand und Existenzgründungen zu fördern. Während des Besuchs haben die Mitarbeiter des Digital Office gezeigt, wie sowohl mit Krediten als auch mit digitalen Plattformen der Auftrag zur Förderung von Mittelstand und Existenzgründung erfüllt werden kann. So bietet beispielsweise die von der KfW geführte und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützte „Gründerplattform“ einen Baukasten, mit der gründungsinteressierte Menschen von der Geschäftsidee über das Geschäftsmodell, den Businessplan, die Finanzierung und viele weitere Aspekten bis hin zur letztendlichen Gründung kostenlos unterstützt werden können.

Das diesjährige Rahmenprogramm wurde u. a. durch den Besuch eines Escape-Rooms abgerundet, bei dem die Teilnehmer in drei Gruppen spannende Aufgaben und Rätsel lösen konnten. Das weitere Rahmenprogramm ließ darüber hinaus noch genügend Zeit für einen persönlichen Austausch in einer entspannten Atmosphäre.

Informationen für Studieninteressierte: www.wiwi.upb.de/dep3/studium

Text:  Prof. Dr. Guido Schryen, Sascha Burmeister

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news-90595 Mon, 15 Jul 2019 15:55:57 +0200 Paderborner Universitätsreden Nr. 152: „Stadtumbau in Paderborn um 1600 und in der Gegenwart“ https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90595/ Die 152. Ausgabe der Paderborner Universitätsreden (PUR) ist erschienen und setzt damit die überregional bekannte Traditionsreihe fort. Am 18. März hielt Prof. Dr. Johannes Süßmann im Rathaus der Stadt Paderborn einen Vortrag mit dem Titel „Stadtumbau in Paderborn um 1600 und in der Gegenwart“. Süßmann ist seit 2009 Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität und beschäftigt sich in der Forschung u. a. mit Städtebau als politischer Kommunikation. Die 152. Ausgabe der Paderborner Universitätsreden (PUR) ist erschienen und setzt damit die überregional bekannte Traditionsreihe fort. Am 18. März hielt Prof. Dr. Johannes Süßmann im Rathaus der Stadt Paderborn einen Vortrag mit dem Titel „Stadtumbau in Paderborn um 1600 und in der Gegenwart“. Süßmann ist seit 2009 Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität und beschäftigt sich in der Forschung u. a. mit Städtebau als politischer Kommunikation.

In seinem Vortrag setzte sich Süßmann mit der sich verändernden Stadtgestalt Paderborns auseinander, wie sie durch den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg entstand. Dabei stellt er einen Vergleich zu Paderborn um das Jahr 1600 an, da in dieser Zeit Bauten hervorgebracht wurden, die das heutige Stadtbild immer noch prägen, und entwickelt vor diesem Hintergrund seine Kritik am geplanten Neubau der Stadtverwaltung.

Das Heft ist kostenlos erhältlich: Universität Paderborn, Stabsstelle Presse und Kommunikation, Tel.: 05251 60-2553 oder: presse@zv.upb.de. Seit 1984 gibt der Paderborner Amerikanist und Initiator der Reihe, Prof. em. Dr. Dr. h. c. mult. Peter Freese, die Paderborner Universitätsreden heraus. Die Hefte erscheinen vier bis sechs Mal im Jahr.

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news-90591 Mon, 15 Jul 2019 12:15:26 +0200 Erste PB^Math Sommerschule für Schüler*innen auf der Wewelsburg https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90591/ Vom 8. bis 11. Juli fand zum ersten Mal die Sommerschule PB^Math des Instituts für Mathematik der Fakultät EIM in der Jugendherberge Wewelsburg statt. Vom 8. bis 11. Juli fand zum ersten Mal die Sommerschule PB^Math des Instituts für Mathematik der Fakultät EIM in der Jugendherberge Wewelsburg statt.

In drei Gruppen arbeiteten insgesamt 21 Schüler*innen drei Tage lang an spannenden mathematischen Projekten und gewannen dabei einen Einblick in die Mathematik jenseits des Schulalltags. Begleitet wurden sie dabei von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Instituts für Mathematik der Fakultät EIM. So organisierten Juniorprofessor Tobias Weich und Doktorand Max Hoffmann ein Projekt zum Thema Chaos und Mathematik.

Beim Projekt von Professor Martin Kolb und seinem Doktoranden Alexander Klump ging es um die Mathematik hinter der Suchmaschine Google und die Juniorprofessorin Claudia Alfes-Neumann stellte, unterstützt von Masterstudent Lars Kleinemeier, spannende Fragen zum Thema Primzahlen vor.

Zusätzlich gab der Sponsor dSPACE Einblicke in die tägliche Arbeit eines Mathematikers in der Wirtschaft. Den Abschluss der Sommschule bildeten die Projektpräsentationen der Teilnehmer*innen im Paderborner Stadtcampus. Im Rahmen dieser Veranstaltung informierte Tobias Weich über das Mathematikstudium an der Universität Paderborn und zwei Stipendiaten der Studienstiftung des deutschen Volkes stellten Möglichkeiten der Studienfinanzierung durch Stipendien vor.

Wir danken an dieser Stelle noch einmal herzlich allen Teilnehmer*innen, den Projektleitern und insbesondere unserem Sponsor dSPACE.

Weitere Informationen zu den Projekten und Fotos unter: https:/go.upb.de/pbmath

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news-90589 Mon, 15 Jul 2019 09:17:00 +0200 Ferngesteuerter Unterricht eröffnet Studierenden bereits zum dritten Mal praxisnahe Möglichkeiten https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90589/ Euer Nachbar Leon hat letztes Jahr auf seinem Bauernhof einen Event-Teich angelegt und mit einer großen Party eingeweiht. Euer Nachbar Leon hat letztes Jahr auf seinem Bauernhof einen Event-Teich angelegt und mit einer großen Party eingeweiht. Dein Onkel hat einen alten Bauwagen in seiner Firma, den er verschrotten möchte, da er nicht mehr auf der Baustelle einsetzbar ist. Da kommt Dir eine geniale Idee: Warum den Event-Teich nicht um eine Attraktion erweitern? Leon ist begeistert und zusammen wollt ihr den Bauwagen in eine Sauna verwandeln.

Aus dieser Einstiegsidee entwickelten 12 Lehramtsstudierende der beruflichen Fachrichtungen Elektrotechnik und Maschinenbautechnik eine ganze Unterrichtsreihe für die elfte Klasse des Beruflichen Gymnasiums Ingenieurwissenschaften am Richard-von-Weizsäcker Berufskolleg. Sie ließen die Schülerinnen und Schüler den Flaschenzug für eine höhenverstellbare Saunabank entwerfen, das Holz der Saunabank kriteriengeleitet auswählen und die Ursache für einen Stromausfall im Saunawagen ermitteln. Das Besondere an dieser Lernsituation: Die Studierenden hatten nicht nur die Gelegenheit, selbst eine Doppelstunde aus der Unterrichtsreihe im Berufskolleg zu erproben. Sie konnten auch in den vier Wochen vorher das Unterrichtsgeschehen „fernsteuern“, indem sie den kooperierenden Lehrerinnen Kerstin Moeschke und Magdalena Gadomski die Ziele und Inhalte der einzelnen Unterrichtsstunden übermittelten. Aus den wöchentlichen Rückmeldungen entwickelten und modifizierten sie in diesem Sommersemester innerhalb des Seminars „Planung, Durchführung und Reflexion von komplexen Lehr- und Lernsituationen in Aus-, Fort- und Weiterbildung“ die nächsten Schritte in der Lernsituation. Durch dieses intensive Miteinander erwachsen der Schule Unterrichtsmaterialien und interdisziplinäre Projektideen, den Studierenden praxisnahe Erfahrungen. Prof. Dr.-Ing. Katrin Temmen, Leiterin des Fachgebiets Technikdidaktik, die gemeinsam mit den Lehrerinnen dieses Seminarkonzept für die Masterstudierenden entwickelt hat, ist begeistert: „Die Kooperation ist eine einmalige Gelegenheit, die Studierenden realitätsnah und dennoch intensiv begleitet auf ihr Praxissemester vorzubereiten.“

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news-90587 Fri, 12 Jul 2019 14:16:39 +0200 Ausschreibung Universitätsgesellschaft: Preise für herausragende Abschlussarbeiten - Bewerbungsfrist 15. September https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90587/ Auf Vorschlag der Universität Paderborn zeichnet die Universitätsgesellschaft Studierende aus, die eine HERAUSRAGENDE Abschlussarbeit erbracht haben. Der Preis ist mit 1.300 € dotiert. Die Bewerbungsfrist endet am 15. September.

Sie möchten eine/einen Absolvent*in für den Preis vorschlagen? Dann freuen wir uns über die Einreichung der Bewerbungsunterlagen!

Weitere Informationen: PDF-Datei, Internetseite der Kommission für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs

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news-90585 Fri, 12 Jul 2019 13:52:17 +0200 Ausschreibung von Preisen für ausgezeichnete Dissertationen - Bewerbungsfrist 15. September https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90585/ Das Präsidium vergibt jährlich Preise an Nachwuchswissenschaftler*innen, die ihr Promotionsverfahren mit „summa cum laude“ bzw. „mit Auszeichnung“ an der Universität Paderborn abgeschlossen haben. Das Preisgeld beträgt maximal 10.000 Euro. Es können mehrere Preise vergeben werden. Die Bewerbungsfrist endet am 15. September. Wir freuen uns auf Ihre Vorschläge zur Preisvergabe!

Weitere Informationen: PDF-Datei, Internetseite der Kommission für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs

 

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news-90581 Fri, 12 Jul 2019 13:03:09 +0200 Ernährungsbildung an Kitas und Schulen https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90581/ Paderborner Studie an Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft überreicht Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft erhält Ergebnisse aus Paderborner Studie

Ein Bewusstsein für gesunde Ernährung zu entwickeln, erfordert bereits im Kindesalter umfassende Aufklärungsarbeit. Welche Grundlagen hierfür an deutschen Schulen und Kitas existieren, was Kinder dort zum Thema Ernährung lernen und wie Erzieher*innen und Pädagog*innen auf diese Aufgabe vorbereitet werden, war Untersuchungsgegenstand der Studie „Ernährungsbezogene Bildungsarbeit in Kitas und Schulen“ der Universität Paderborn. In der vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) beauftragten Studie analysierte Ernährungswissenschaftler Prof. Dr. Helmut Heseker gemeinsam mit seinem Team Bildungspläne für die frühkindliche Bildung, Lehrpläne aller Schularten sowie Ausbildungsinhalte der Kita-Fachkräfte und Pädagog*innen. Am Freitag, 12. Juli, hat Heseker Bundesministerin Julia Klöckner im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin den Forschungsbericht offiziell übergeben.

„Der Grundstein für eine gesunde und ausgewogene Ernährung wird schon im Kindesalter gelegt. Daher ist es wichtig, dass in Kitas und Schulen die Ernährungsbildung stattfindet – im Unterricht und bei den Mahlzeiten. Wir haben diese Studie beauftragt, um zu sehen, was davon in Schulen und Kitas umgesetzt wird und wie die Fachkräfte auf Ihre Aufgabe vorbereitet werden. Wir sehen, hier ist noch Nachholbedarf, denn von einer flächendeckenden Ernährungsbildung kann noch lange nicht die Rede sein“, erklärt Klöckner. In ihrer Studie stellten die Paderborner Wissenschaftler fest, dass zwar das Thema Ernährung in den Bildungsplänen für Kitas und Schulen verankert ist, der Unterricht hierzu an weiterführenden Schulen jedoch nur anteilmäßig im Fach Biologie und im Wahlpflichtbereich stattfindet oder manchmal auch vollständig fehlt. Verbesserungsbedarf gebe es laut Heseker vor allem in der Ausbildung von Pädagog*innen. So seien in den entsprechenden Lehramtsstudiengängen die notwendigen ernährungsbezogenen Inhalte nicht immer vorhanden und stellten ebenso in der Ausbildung von Erzieher*innen lediglich ein Randthema dar. „Die Länder haben das Thema in ihren Lehr- und Bildungsplänen verankert, was ein wichtiger Schritt ist. Wir sehen jedoch, dass die Fachkräfte in Kitas und Schulen in ihrer Ausbildung zumeist unzureichend auf diese Aufgabe vorbereitet werden“, verdeutlicht Heseker.

Neben der Feststellung, dass Lehrbücher im Zusammenhang mit dem Thema Ernährung häufig fachliche Mängel aufweisen, fiel Heseker mit seinem Team ebenso auf, dass Lehramtsstudiengänge mit umfassenden ernährungsbezogenen Inhalten nicht in allen Bundesländern angeboten würden. Bundesministerin Klöckner betont: „Bildung ist Ländersache. Das ist gut so und soll auch so bleiben. Der Bund kann hier unterstützen, indem er konkrete Angebote macht. Das setze ich jetzt mit dem Bundeszentrum für Ernährung um“.

Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) verfügt bereits über moderne sowie aktuelle Lehrmaterialien und entwickelt das Angebot stetig fort. Gemeinsam mit dem BZfE erarbeitet das BMEL ein Konzept zur Ausweitung der Lehrerfortbildung, bei dem auch die Länder einbezogen werden. Das Nationale Qualitätszentrum für Kita und Schule (NQZ), das im Zuge dessen vom BMEL ausgebaut wird, unterstützt bereits die Ernährungsbildung und Verpflegungsqualität im „Gute-Kita-Gesetz“.

Die komplette Studie finden Sie hier: sug.uni-paderborn.de/fileadmin/sug/ekg/ernaehrungswissenschaft/190717_Abschlussbericht_ErnBildung.pdf

Im Video des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft stellen Bundesministerin Julia Klöckner und Prof. Dr. Helmut Heseker die Studienergebnisse vor: www.youtube.com/watch?v=SZUUcUYEvgs

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news-90577 Fri, 12 Jul 2019 07:49:12 +0200 Paderborner Kreistag stiftet Stipendien für regional forschende Studierende der Universität Paderborn https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90577/ Bereits zum dreizehnten Mal in Folge hat der Kreis Paderborn Stipendien an Studierende der Universität Paderborn vergeben. Die ausgezeichneten Stipendiatinnen und Stipendiaten haben sich mit einem Studienprojekt im Rahmen einer Projekt- oder Abschlussarbeit beworben und überzeugten durch ihre Impulse für die Regionalentwicklung. Insgesamt werden fünf Studierende verschiedener Fakultäten der Universität Paderborn mit der Gesamtsumme von 5.000 Euro ein Jahr lang gefördert. Die prämierten Stipendiatinnen und Stipendiaten werden neben der finanziellen Förderung auch in das ideelle Förderprogramm der Stiftung Studienfonds OWL aufgenommen. In der ideellen Förderung profitieren die Studierenden nun ein Jahr lang von zahlreichen Workshops, Unternehmensbesichtigungen und kulturellen Veranstaltungen, die der Studienfonds OWL in Zusammenarbeit mit seinen Förderern ermöglicht.

Bei der Vergabe der Stipendien in den Räumen des Präsidiums der Universität dankte Prof. Dr. Birgitt Riegraf, Universitäts-Präsidentin, dem Landrat des Kreises Paderborn, Manfred Müller, für die gute Zusammenarbeit zwischen Universität und Kreis und die langjährige Unterstützung. Müller hob den großen Stellenwert der Universität für die Entwicklung der gesamten Region Ostwestfalen-Lippe hervor und lobte insbesondere die anwendungsorientierte Forschung, die von der Universität in die Region getragen wird. Er zeigte sich gemeinsam mit Riegraf und Katja Urhahne, Geschäftsführerin des Studienfonds OWL, interessiert und hoch erfreut über die spannenden Themen der Studienarbeiten, die alle einen Bezug zum Kreis aufweisen. „Durch die Stipendien des Studienfonds OWL werden die Studierenden nicht nur gefördert, ihre Arbeiten bedeuten gleichzeitig, eine Stärkung der Region“, so Müller.

Den prämierten Stipendiatinnen und Stipendiaten gratulierten Riegraf, Müller und Urhahne bei der gemeinsamen Überreichung der Urkunden sehr herzlich. Mit einem Stipendium ausgezeichnet wurden:

Sarah Marie Kuhlmann, die unter dem Thema „Network Partners of a University Incubator: Who is Relevant for Startups?” das Netzwerk der Startups innerhalb des universitären Inkubators TecUP erforscht. Ziel ist es, eine erste Richtung der Relevanz von einzelnen Netzwerkpartnern für die Entwicklung von Startups zu identifizieren und Hypothesen aufzustellen, welche Partner u. a. nötig sind, um die Entwicklung von Startups positiv zu beeinflussen.

Alicia Jablonski, die mit der Unterstützung des Diözesanmuseums einen 1939 angefertigten Chormantel der Paderborner Textilkünstlerin Edith Ostendorf untersucht. Mit ihrer Forschungsarbeit geht sie Fragen der autonomen kulturellen Wirkungsmacht eines einzelnen textilen Objekts nach und erforscht die historischen und kulturellen Hintergründe des Stücks, besonders in Bezug auf die Stadtgeschichte und Kultur der Stadt Paderborn.

Maximilian Schenke, der zum Thema „Datenbasierte Reinforcement-Learning-Stromregelung für permanenterregte Synchronmotoren“ forscht, um das Anwendungsgebiet für die Verwendung von Künstlicher Intelligenz besser zu erschließen. Im Vordergrund steht dabei der automatisierte Reglerentwurf, mit dessen Hilfe es möglich sein soll, komplexe Maschinen und Infrastrukturen auch unabhängig von Erfahrungswerten und Systemwissen in geeignete Betriebszustände zu überführen. Ein mögliches Anwendungsfeld wäre das Stromnetz.

Marius Köhne, der ein Modell von einem Smart Home für Lehrzwecke entwickelt, das mit einem Minicomputer, Raspberry Pi, gesteuert und überwacht wird. In seiner Arbeit, die für ein Schülerlabor-Modul gedacht ist, erarbeitet er, wie Schülerinnen und Schüler ohne Programmierkenntnisse oder anderes Vorwissen aus der Informatik bzw. Elektrotechnik einzelne Sensoren anschließen und den Raspberry Pi programmieren.

Friederike Schweins, die in ihrer Forschungsarbeit „Bewegungsförderung in der Kommune Bad Wünnenberg – Erhebung kommunaler Strukturen und Rahmenbedingungen zur Bewegungsförderung von Kindern und Jugendlichen“ Voraussetzungen prüft und Perspektiven und Ressourcen ermittelt, um in der Kommune Interventionsmaßnahmen vorzuschlagen, die der Bewegungsförderung von Kindern und Jugendlichen dienen.

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news-90573 Thu, 11 Jul 2019 15:42:20 +0200 Land NRW fördert Start-up-Gründer – Informationsveranstaltung am 22. Juli im Technologiepark https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90573/ Der Förderwettbewerb „Start-up Transfer“ des Landes NRW geht in die nächste Runde: Bis zum 31. Oktober können sich Hochschulabsolvent*innen sowie Wissenschaftler*innen, die ein Unternehmen gründen wollen, bewerben. Der Förderwettbewerb „Start-up Transfer“ des Landes NRW geht in die nächste Runde: Bis zum 31. Oktober können sich Hochschulabsolvent*innen sowie Wissenschaftler*innen, die ein Unternehmen gründen wollen, bewerben. Am Montag, 22. Juli, findet hierzu im Technologietransfer- und Existenzgründungs-Center der Universität Paderborn (Technologiepark 8) von 14 bis 15.30 Uhr eine Informationsveranstaltung statt. Weitere Informationen und Anmeldung unter: https://services.ptj.de/forms/nrw-startup-transfer. Im Anschluss an die Veranstaltung gibt es die Gelegenheit zu persönlichen Gesprächen.

„Start-up Transfer“ richtet sich an Projekte in der Gründungsphase, die beispielsweise auf technologischen oder sozialen Innovationen basieren. Die Gewinner*innen des Wettbewerbs werden mit bis zu 240.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes NRW unterstützt. Bei hochinnovativen und entwicklungsintensiven Vorhaben besteht die Möglichkeit, während des Durchführungszeitraums eine Verlängerung auf bis zu 24 Monate zu beantragen. Dadurch erhöht sich die maximale Fördersumme auf 320.000 Euro.

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news-90571 Thu, 11 Jul 2019 15:19:28 +0200 Erstes Forum Wirtschaftsethik: Unternehmensverantwortung in Lieferketten https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90571/ „Unternehmensverantwortung in Lieferketten“ – das war das Thema des ersten öffentlichen Forums Wirtschaftsethik Anfang Juli im Auditorium maximum der Theologischen Fakultät Paderborn. „Unternehmensverantwortung in Lieferketten“ – das war das Thema des ersten öffentlichen Forums Wirtschaftsethik Anfang Juli im Auditorium maximum der Theologischen Fakultät Paderborn. Expert*innen aus Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten über wirtschaftsethische Fragestellungen und sprachen dabei aktuelle Missstände wie Kinderarbeit, Umweltschäden sowie die Verletzung von Grundrechten bei Arbeitnehmer*innen an.

Prof. Dr. Wolfgang Thönissen, Rektor der Theologischen Fakultät, betonte in seiner Begrüßung, dass es wichtig sei, Raum für öffentliche Diskussionen zu bieten. Das Forum Wirtschaftsethik würde daran anknüpfen und durch den Austausch zwischen u. a. Theolog*innen, Wirtschaftswissenschaftler*innen, Philosoph*innen und Studierenden verschiedene Perspektiven abbilden. Im Anschluss sprach Michael Dreier, Bürgermeister der Stadt Paderborn, über das Ziel, das Bewusstsein der Bevölkerung für fair gehandelte Produkte zu erhöhen und Paderborn als „Fair-Trade“-Stadt zu positionieren. Prof. Dr. René Fahr, Vizepräsident für Wissens- und Technologietransfer der Universität Paderborn, begrüßte die Teilnehmer*innen zunächst im Namen der Universität und lobte die nun schon 40-jährige Kooperation der Universität mit der Theologischen Fakultät Paderborn, die sich seit 2013 mit der Einbeziehung der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät dem Thema Wirtschaftsethik widmet. Als Mitorganisator freute sich Fahr, dass die erfolgreiche Ringvorlesungsreihe in dem Forum Wirtschaftsethik eine Fortsetzung findet.

Prof. Dr. Günter Wilhelms, Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre, führte in die Thematik ein. Laut Wilhelms habe sich im Rahmen der Globalisierung die menschliche Verantwortung ausgebreitet und gleichzeitig verflüchtigt, sodass sie nicht mehr greifbar sei. In einem Impulsvortrag ging Prof. Dr. Nick Lin-Hi von der Universität Vechta auf die Unternehmensverantwortung in Lieferketten am Beispiel der globalen Textilindustrie ein. Dabei forderte er u. a. transparente Lieferketten und nahm die Konsument*innen in die Verantwortung, die bestimmen würden, welche Produkte am Markt angeboten und unter welchen Bedingungen diese produziert werden.

Gesetzliche Grundlagen schaffen für mehr Nachhaltigkeit

An der Podiumsdiskussion nahmen teil: Kerstin Haarmann, cum ratione. Gesellschaft für Aufklärung und Technik GmbH, Nico Kemmler, Textilkontor Walter Seidensticker, Ansgar Lohmann, KiK Textilien und Non-Food GmbH, Jan-Christian Niebank, Deutsches Institut für Menschenrechte, und Prof. Dr. Nick Lin-Hi, Professor für Wirtschaft und Ethik der Universität Vechta. Haarmann machte deutlich, dass nachhaltige Kleidung stärker in der Gesellschaft positioniert werden müsse, so wäre es in Paderborn kaum möglich nachhaltig produzierte Textilien zu kaufen. Als Maßnahme, um Nachhaltigkeit zu steigern, schlug sie die Einführung eines Lieferkettengesetzes vor. Daran schlossen Kemmler und Lohmann an, die bekräftigten, dass es sich um ein globales Problem handele, weswegen ein länderübergreifendes Gesetz notwendig sei. Beide betonten auch, dass eine gesetzliche Regelung die Unternehmen in die Pflicht nehmen würde, die sich bisher nicht im Textilbündnis engagieren. Während die Vertreter aus der Wirtschaft betonten, dass hohe Standards in der Lieferkette, insbesondere hohe Umweltstandards, für die Unternehmen teuer sind und Produkte teurer machen, konterte Lin-Hi, dass sich das mittelfristig rechnen würde. Niebank betonte, dass schon jetzt eine verbindliche Ausgestaltung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten in Handelsabkommen berücksichtigt werden sollte. Zudem betonte Niebank mit Kemmler, dass die öffentliche Hand schon jetzt verantwortlich produzierte Textilien in der öffentlichen Beschaffung bevorzugen sollte. Die Moderatorin Brigitte Büscher sorgte dafür, dass auch „harte“ Fragen der über 100 Gäste, „fair“ an die Podiumsteilnehmer*innen gestellt wurden.

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news-90569 Thu, 11 Jul 2019 15:10:59 +0200 Mathematik der Universität Paderborn erneut mit sehr guter Platzierung beim „Shanghai-Ranking“ https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90569/ Beim internationalen „Academic Ranking of World Universities“ (ARWU), auch bekannt als „Shanghai-Ranking“, schaffte es die Universität Paderborn im Be-reich Mathematik erneut unter die 100 besten Hochschulen weltweit. Im deutschlandweiten Vergleich landete die Paderborner Mathematik auf Platz 5 des Rankings. Das ARWU gilt als eines der renommiertesten Forschungsrankings. Jährlich werden hier mehr als 1.200 Universitäten und deren Fachbereiche miteinander verglichen. Am Ende wird eine Top-500-Liste veröffentlicht. Beim internationalen „Academic Ranking of World Universities“ (ARWU), auch bekannt als „Shanghai-Ranking“, schaffte es die Universität Paderborn im Bereich Mathematik erneut unter die 100 besten Hochschulen weltweit. Im deutschlandweiten Vergleich landete die Paderborner Mathematik auf Platz 5 des Rankings. Das ARWU gilt als eines der renommiertesten Forschungsrankings. Jährlich werden hier mehr als 1.200 Universitäten und deren Fachbereiche miteinander verglichen. Am Ende wird eine Top-500-Liste veröffentlicht.

„Die Platzierung bestätigt diejenige des Vorjahres und zeigt die Stärke der Paderborner Mathematik“, unterstreicht Prof. Dr.-Ing. Reinhard Keil, Dekan der Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik.

Kriterien, die beim Ranking für die Entscheidungsfindung herangezogen werden, sind etwa die Anzahl von Universitäts-Alumni und Mitarbeitern, die von anderen Wissenschaftlern viel zitiert werden, oder die Anzahl an Artikeln, die in Wissenschaftszeitschriften veröffentlicht wurden.

Weitere Informationen zum Ranking: www.shanghairanking.com/Shanghairanking-Subject-Rankings/mathematics.html

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news-90567 Thu, 11 Jul 2019 12:30:33 +0200 Lesung zur Ausstellung „Otto und Elise Hampel – Karte bitte wandern lassen!“ am 12. Juli in der Universitätsbibliothek Paderborn https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90567/ „Wer waren Otto und Elise Hampel? – eine Lesung für zwei Sprecher". Das ist der Titel einer Lesung am Freitag, 12. Juli, um 17 Uhr in der Universitätsbibliothek Paderborn, die Christian Winterstein zusammen mit Dr. Friedrich Markewitz vom Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft hält. „Wer waren Otto und Elise Hampel? – eine Lesung für zwei Sprecher". Das ist der Titel einer Lesung am Freitag, 12. Juli, um 17 Uhr in der Universitätsbibliothek Paderborn, die Christian Winterstein zusammen mit Dr. Friedrich Markewitz vom Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft hält.

Die Lesung beleuchtet die Berliner Widerstandskämpfer und ihren Kampf gegen die Nazi-Diktatur aus der Perspektive der überlieferten Gestapo- und Nazijustiz-Akten und aus der Perspektive der literarischen Verarbeitung ihres Schicksals im Roman „Jeder stirbt für sich allein" von Hans Fallada (posthum 1947 erschienen). Die Entstehungsgeschichte des Romans, Textpassagen aus „Jeder stirbt für sich allein“, Form und Inhalt der Widerstandsschriften sowie die Frage, was können wir heute von den Hampels lernen, stehen im Mittelpunkt der Lesung. Es wird ein differenziertes Bild des Arbeiterehepaars und der Zeit, in der sie lebten, vermittelt. Während der Lesung werden einige der überlieferten Postkarten und Flugzettel gezeigt.

Die Lesung resultiert aus der Arbeit an dem Ausstellungsprojekt „Otto und Elise Hampel - Karte bitte wandern lassen!“, das seit 2015 durch die Bildungs-, Kultur- und Museumslandschaft wandert und bis zum 23. Juli in der Universitätsbibliothek Paderborn gezeigt wird.

Kontakt: Christian Winterstein, E-Mail: info(at)christianwinterstein(dot)de

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news-90563 Thu, 11 Jul 2019 07:43:25 +0200 Schluss mit Überhitzung https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90563/ Temperaturvorhersage im Elektromotor mithilfe von Künstlicher Intelligenz Themenspecial „Künstliche Intelligenz“

Im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Wissenschaftsjahr dreht sich 2019 alles um das Thema Künstliche Intelligenz (KI). Schon heute bestimmen Anwendungen, die auf Digitalisierung und Maschinellem Lernen beruhen, weite Bereiche unseres Lebens: Von virtuellen Assistenzsystemen über Industrieroboter bis hin zu humanoiden Pflegekräften – die intelligenten Maschinen nehmen uns viel Arbeit ab. Wie diese Systeme funktionieren und welche gesellschaftlichen Implikationen es dabei gibt, erörtern Paderborner Wissenschaftler*innen im Rahmen eines Themenspecials. Dabei liegt der Fokus auf ihrer Forschung, mit der sie die Entwicklung mitgestalten.

 Temperaturvorhersage im Elektromotor mithilfe von Künstlicher Intelligenz

Ein plötzlicher Motorausfall auf der Autobahn oder ein Brand unter der Haube: Um diese Horrorszenarien zu vermeiden, muss die Temperatur in elektrischen Motoren dauerhaft überprüft werden. Bisherige Systeme können das allerdings nur annährend leisten. Schuld daran sind zu hohe Kosten für notwendige Sensoren. Wissenschaftler*innen der Universität Paderborn arbeiten daher an der Entwicklung einer Software, die die Temperatur auf Basis von Künstlicher Intelligenz an kritischen Stellen berechnet. Das Konzept nennt sich „Überwachtes Maschinelles Lernen“.

„Die Temperaturentwicklung kann in elektrischen Motoren, insbesondere für eine Nutzung im Rahmen der Elektromobilität, aktuell nicht vollständig durch Messtechnik ermittelt werden. Entsprechende Sensoren und deren Einbau sind schlichtweg zu teuer – vor allem im rotierenden Teil des Motors. Daher brauchen wir Ersatzmodelle, die die Temperatur im Betrieb an definierten Stellen schätzen – beispielsweise bei den kostspieligen und sensiblen Dauermagneten“, erklärt Dr. Oliver Wallscheid, Forschungsgruppenleiter im Fachgebiet „Leistungselektronik und Elektrische Antriebstechnik“ an der Universität.

Solche Ersatzmodelle basieren aktuell auf physikalischen Gleichungen und müssen für jeden Motortyp neu aufgestellt werden. Dazu Wallscheid: „Das kann problematisch sein, wenn Motoren einer Großproduktionsserie nicht exakt gleich sind – in diesem Fall müssen zusätzliche Sicherheitsreserven vorgesehen werden, die dazu führen, dass nur ein Teil der gesamten Motorleistung abgerufen werden kann. Ebenso wenig können alle auftretenden physikalischen Effekte durch bisherige Modelle nachgebildet werden, sodass immer eine gewisse Schätzungsungenauigkeit zurückbleibt.“

Die Lösung: datengetriebene Ansätze. Dazu arbeiten die Wissenschaftler*innen um Wallscheid mit Modellen, die mathematische Funktionen und künstliche neuronale Netze, also Methoden der abstrakten Informationsverarbeitung, beinhalten. Das Projekt, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird, ist angesiedelt im Bereich der Künstlichen Intelligenz: „Die Modelle sind in einer Software dargestellte mathematische Funktionen, beispielsweise tiefe künstliche neuronale Netze, die ohne physikalische Gleichungen auskommen. Es bestehen somit mehr Freiheitsgrade, um auf Basis verfügbarer Messdaten wie der Drehzahl oder des durch die Motorwicklungen fließenden Stroms auf die Temperatur zu schließen“, erklärt der verantwortliche Projektingenieur Wilhelm Kirchgässner.

Arbeiten an der Schnittstelle von Elektrotechnik, Informatik und Mathematik

Mithilfe des Maschinellen Lernens sollen neuartige Ansätze zur Temperaturschätzung in Antrieben und anderen energietechnischen Anwendungen gefunden werden, die sich von den etablierten Methoden der Ingenieurswissenschaften grundlegend unterscheiden. „Statt bekanntes Systemwissen zur Modellbildung heranzuziehen, werden bei uns ausschließlich datengetriebene Black-Box-Ansätze mittels experimenteller Prüfstandsmessungen trainiert. Jetzt stehen wir vor der Herausforderung, geeignete Modellstrukturen aus einer großen Masse möglicher Lösungskandidaten zu identifizieren, mit denen sich die Temperaturschätzung möglichst genau und robust realisieren lässt“, sagt Kirchgässner.

Und es gibt noch eine Herausforderung: Die Modelle dürfen nicht beliebig komplex sein. „Sonst können sie nicht auf kostengünstigen und eher schwachen Mikroprozessoren wie dem Steuergerät im E-Fahrzeug in Echtzeit berechnet werden“, erklären die Experten. Bis das Vorhaben 2021 beendet ist, sollen entsprechende Ansätze vorliegen und dann von der akademischen Grundlagenforschung in die industrielle Anwendung überführt werden.

Nina Reckendorf, Stabsstelle Presse und Kommunikation

Lesen Sie mehr zum Thema Künstliche Intelligenz:
Flexible Arbeitswelten: Der Mensch im Fokus – Wissenschaftler der Universität Paderborn erforschen neue soziale Infrastrukturen für die Industrieproduktion

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news-90551 Wed, 10 Jul 2019 09:28:15 +0200 Semesterabschluss und Blick nach vorn bei „Ment4you“ https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90551/ Das vom Zentrum für Bildungsforschung und Lehrerbildung – PLAZ-Professional School betreute Mentoringprogramm „Ment4you – Vielfalt wirkt.“ hat bei einem Semesterabschlusstreffen in entspannter Atmosphäre auf die vergangenen Aktivitäten zurückgeblickt und neue Pläne für das kommende Semester geschmiedet. Das vom Zentrum für Bildungsforschung und Lehrerbildung – PLAZ-Professional School betreute Mentoringprogramm „Ment4you – Vielfalt wirkt.“ hat bei einem Semesterabschlusstreffen in entspannter Atmosphäre auf die vergangenen Aktivitäten zurückgeblickt und neue Pläne für das kommende Semester geschmiedet. Neben Highlights wie einer gemeinsamen Fahrt zur Bildungsmesse didacta nach Köln freuten sich die Mentorinnen insbesondere über die positiven Einflüsse des Programms auf ihre persönliche Entwicklung.

Ment4you ist ein landesweites Mentoringprogramm, das in das Projekt Lehrkräfte mit Zuwanderungsgeschichte (LmZ) eingebettet ist. In diesem Rahmen können Lehramtsstudierende Zertifikate für eine Mentorentätigkeit erwerben, aktiv Veranstaltungen planen und gestalten und sich breit vernetzen. Im Mentorat betreuen die Aktiven dabei Studienanfängerinnen und Studienanfänger bei deren ersten Schritten an der Universität.  „Ment4you bedeutet, ein Teil von etwas zu sein, das wirklich etwas bewirkt“, führt Aysegül an, die seit eineinhalb Jahren als Mentorin tätig ist. Sie ist insbesondere von den vielfältigen Möglichkeiten begeistert, sich weiterentwickeln zu können und dabei eine gesellschaftsrelevante Aufgabe mitzugestalten. „Bei Ment4you bekommen wir viel Raum, um zu unserem Lehramtsstudium ergänzende Erfahrungen zu sammeln. So können wir beispielsweise selbst Veranstaltungen zu studienrelevanten Themen wie Diversität organisieren“, betont die Lehramtsstudierende die gute Beziehung zwischen dem Projekt und der Universität Paderborn.

Von Seiten des PLAZ betreut Claudia Decker das Projekt und steht in engem Austausch mit den Studierenden. Sie blickt optimistisch in die Zukunft und freut sich auf die nächste Jahrestagung des Projekts LmZ. „Auf solch großen Veranstaltungen wird ersichtlich, dass die Mentorinnen aus Paderborn Teil eines großen Netzwerks sind“, skizziert Decker die Leitlinien des Projekts, das Paderborn und seine Universität mit Partnern im gesamten Bundesland Nordrhein-Westfalen verbindet.

Diese großen Dimensionen von Ment4you und LmZ konnte in diesem Semester auch die Masterstudierende Jana hautnah erfahren. Sie ist eine erfahrene Mentorin und setzt sich im Rahmen ihres Studiums und des darin gewählten Profilstudiums „Gute gesunde Schule“ intensiv mit dem Gebiet Stressmanagement auseinander. Im Frühjahr leitete sie in Köln einen Workshop zu dem Thema, an dem Studierende und Mentorinnen und Mentoren des Projektstandorts an der Universität zu Köln teilnahmen. „Das war eine sehr positive Erfahrung, die einmal mehr verdeutlicht hat, worin Ment4you uns Mentorinnen und Mentoren bestärkt“, schwärmt sie von dem Workshop. Auch ihre Kolleginnen stimmen zu und heben hervor, dass die Arbeit im Team sehr gewinnbringend sei.

Dabei ist Ment4you stets offen für neue Kontakte. Im kommenden Wintersemester beispielsweise freuen sich alle Beteiligten auf eine Kooperation mit  Prof. Dr. Petra Büker, der Veranstalterin der Ringveranstaltung „100 Jahre Grundschule. Errungenschaften, Herausforderungen, Zukunftsaufgaben“, die an den Universitäten Paderborn und Bielefeld stattfinden wird.

Auch ist bereits ein Workshop zum Thema „Brave Mädchen, wilde Jungen?“ geplant, den Anne Warmuth vom Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Paderborn am 4. Dezember 2019 für alle Interessierten im Rahmen von Ment4you anbieten wird.

„All dies wäre aber ohne unsere Partner PLAZEF und LmZ nicht möglich“, bedanken sich die Mentorinnen bei ihren Unterstützern. Ebenso sind sie stets für neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter offen. Egal, ob ehrenamtlich oder als Mentorin oder Mentor, steht die Tür allen Interessierten offen. Für die im Herbst stattfindende Mentoren-Qualifizierungsphase sind noch zwei Plätze zu vergeben. Interessierte Lehramtsstudierende können sich diesbezüglich bei Claudia Decker erkundigen. Weitere Infos zum Programm können auf der Homepage des PLAZ unter plaz.uni-paderborn.de/lehrerbildung/professionalisierung-im-lehramt/ment4you-vielfalt-wirkt/ oder auf den Facebook-Seiten von Ment4you gefunden werden.

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news-90549 Wed, 10 Jul 2019 07:35:45 +0200 Weltspiele der Studierenden in Neapel – Uli Kussin erreicht mit Volleyballerinnen Viertelfinale bei der Universiade https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90549/ Seit Donnerstag, 4. Juli, treten rund 8.000 Studierende aus über 150 Nationen in Neapel bei der Sommer-Universiade in athletischen Wettkämpfen gegeneinander an. Die Universiade ist nach den Olympischen Spielen die zweitgrößte Multisport-Veranstaltung der Welt. In diesem Jahr besteht die deutsche Delegation aus 124 Sportler*innen von 70 verschiedenen Hochschulen, die in 18 Sportarten die Weltspiele der Studierenden für sich entscheiden und möglichst viele Medaillen holen wollen. Uli Kussin, Leiter des Hochschulsports an der Universität Paderborn, ist als Disziplinchef Volleyball des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbands (adh) vor Ort und feiert nun den Viertelfinaleinzug der deutschen Studierenden-Nationalmannschaft.

„Die Universiade bringt Studierende der ganzen Welt zusammen. Das internationale Flair bei den Wettkämpfen ist einmalig“, betont Kussin. „Besonders das Athletendorf der Spitzensportler ist beeindruckend und gibt jungen Menschen die Möglichkeit, viele interessante Kontakte rund um den Globus zu knüpfen.“ Die Eröffnungsfeier mit dem Einmarsch der Studierenden ins Stadion und der anschließenden Show, bei der dieses Jahr der berühmte Sänger Andrea Bocelli aufgetreten ist, sei ein unvergleichliches Erlebnis gewesen.

Als Disziplinchef Volleyball übernimmt Kussin die organisatorische Leitung der Volleyballerinnen bei der Universiade: „Ich kümmere mich um alle Fragen rund um die Wettkämpfe – angefangen von der Unterbringung, dem Transport und der Terminplanung bis hin zur organisatorischen und repräsentativen Leitung im Athletendorf in Salerno.“ In der Hafenstadt südöstlich von Neapel finden nicht nur Wettkämpfe im Volleyball, sondern u. a. auch im Fechten und Bogenschießen statt. Das deutsche Volleyball-Team hat sich in Trainingslagern intensiv auf die Weltspiele vorbereitet, während sich Kussin vorab um die Akkreditierung kümmerte und die Sportlerinnen über den Ablauf vor Ort informierte. Nun stecken die Volleyballerinnen mitten in den Wettkämpfen. Nicht zuletzt unter der Betreuung des paderborner Hochschulsportleiters konnten sie nach dem Sieg gegen die Ukraine und der Niederlage gegen Brasilien das entscheidende Spiel gegen China gewinnen und somit ins Viertelfinale einziehen. Das K.-o.-Duell gegen das japanische Team konnten die deutschen Volleyballdamen allerdings nicht mehr für sich entscheiden.

Dennoch zieht Kussin für die Studierenden-Weltmeisterschaft ein positives Fazit: „Genau wie bei den Olympischen Spielen gehen bei der Universiade absolute Topsportler an den Start. Im Vergleich zu Olympia ist der mediale und auch der finanzielle Druck jedoch nicht so groß, das zeichnet die Universiade speziell für junge Menschen aus.“ Viele der Athlet*innen, die im sogenannten „B-Kader“ im Leistungssport aktiv sind und eine gute Chance zum Erreichen von internationalen Spitzenleistungen haben, hoffen früher oder später auch an den Olympischen Spielen oder der Weltmeisterschaft teilzunehmen, erklärt Kussin. „Alle deutschen Aktiven sind hochmotiviert, doch die Konkurrenz ist groß. Einige Medaillen wird es für die Deutsche Studierenden-Nationalmannschaft aber geben“, ist er sich sicher.

Jennifer Strube, Stabsstelle Presse und Kommunikation

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news-90545 Tue, 09 Jul 2019 16:01:57 +0200 22. Emeriti-Treffen der Universität Paderborn gibt Einblicke in das Thema „Jüdische Studien in Paderborn“ https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90545/ Beim 22. Treffen Anfang Juli kamen 20 Ehemalige in das neue I-Gebäude – Professorin Dr. Elisa Klapheck stellte die Jüdischen Studien an der Universität Paderborn und das Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften (ZeKK) vor. Im Herbst 2008 sind die Professor*innen der Universität – emeritiert, pensioniert oder verrentet – zum ersten Mal zusammengekommen. Seitdem haben sie sich zwei Mal im Jahr an wechselnden Orten getroffen, um Kolleg*innen von früher wiederzusehen und Neuigkeiten rund um ihre Hochschule zu erfahren. Beim 22. Treffen Anfang Juli kamen 20 Ehemalige in das neue I-Gebäude – Professorin Dr. Elisa Klapheck stellte die Jüdischen Studien an der Universität Paderborn und das Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften (ZeKK) vor.

Zu Beginn begrüßte Prof. em. Dr. Dr. h. c. mult. Peter Freese die Teilnehmer und freute sich, dass die Treffen mittlerweile zu einer Tradition geworden sind. Auch der Emeriti-Preis, ein von den ehemaligen Professor*innen gestiftetes Stipendium für eine Studentin oder einen Studenten mit herausragenden Leistungen, konnte bereits zehn Mal vergeben werden. In diesem Jahr würden aufgrund der finanziellen Unterstützung der Ehemaligen sogar zwei Stipendien vergeben. Für das Präsidium hieß Prof. Dr. Torsten Meier, Vizepräsident für Internationale Beziehungen, die Ehemaligen willkommen und skizzierte einige der aktuellen Entwicklungen an der Universität. Im Anschluss informierte Tibor Werner Szolnoki, Leiter der neuen Stabsstelle Alumni International, über Infrastrukturprojekte, Forschungserfolge und studentisches Leben.

Den Hauptvortrag des Abends hielt Elisa Klapheck, Professorin für Jüdische Studien am ZeKK der Universität. Neben ihrer Tätigkeit als Wissenschaftlerin ist sie Rabbinerin der liberalen Synagogengemeinschaft „Egalitärer Minjan“ in der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt. In ihrem Vortrag stellte sie das ZeKK als spannendes Zentrum für den Dialog der Weltreligionen dar. Dort herrsche ein offener Geist eingebettet in Traditionen, der immer wieder zu interessanten und besonderen Begegnungen führe. Das Potenzial erschließe sich aus dem theologischen Spannungsfeld – dem Vergleich, der Nähe und der Abgrenzung – mit dem Christentum und dem Islam. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit setzt Elisa Klapheck auf interdisziplinäre Projekte und gibt dabei Studierenden der verschiedenen Glaubensrichtungen neue Impulse mit auf den Weg.

Bilder vom Emeriti-Treffen gibt es in der Fotogalerie.

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news-90537 Mon, 08 Jul 2019 10:46:26 +0200 Libori Summer School 2019 – Anmeldungen bis zum 14. Juli https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90537/ Auch in diesem Jahr findet an der Universität Paderborn wieder die internationale Libori Summer School statt. Auch in diesem Jahr findet an der Universität Paderborn wieder die internationale Libori Summer School statt. Vom 29. Juli bis zum 2. August lädt das „Center for the History of Women Philosophers and Scientists“ unter der Leitung von Prof. Dr. Ruth Hagengruber zu zwei parallel laufenden Summer Schools zum Thema „Philosophinnen in Schule und Studium” in deutscher sowie englischer Sprache ein. Das Konzept bietet Lehrenden und Studierenden aus der ganzen Welt die Möglichkeit, zusammenzukommen und innovative Ansätze zu erarbeiten, um Philosophinnen im schulischen Lehrplan zu integrieren.

Interessierte können sich bis zum 14. Juli mit einer formlosen E-Mail an contact(at)historyofwomenphilosophers(dot)org anmelden. Der Konferenzbeitrag beträgt 50 Euro (für Studierende 10 Euro) und beinhaltet auch Verpflegung während des Workshops. Die Veranstalter bitten darum mitzuteilen, ob eine Teilnahme an der gesamten Veranstaltung oder an einzelnen Tagen gewünscht ist. Lehrer*innen können sich die Summer School als Fortbildung anerkennen lassen.

Zu der Summer School sind internationale Gäste geladen. In der englischen Sektion tragen zu den Philosophinnen ihres jeweiligen Forschungsbereichs u. a. vor: Sarah Hutton (Universität York, Großbritannien), Sabrina Ebbersmeyer (Universität Kopenhagen, Dänemark), Ronny Miron (Bar-Ilan-Universität, Israel), Luka Boršić sowie Ivana Skuhala Karasman (Universität Zagreb, Kroatien) und Antonio Calcagno (King’s University College, Kanada).

In der deutschsprachigen Sektion stellen ausgewiesene Expert*innen Texte von Philosophinnen vor, u. a. von Elisabeth von Böhmen, Olympe de Gouges, Emilie Du Châtelet, Edith Stein, Gerda Walther und Hannah Arendt.

Neben den Vorträgen wird es am Mittwoch, 31. Juli, von 18 bis 20 Uhr eine Diskussionsrunde mit Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Birnbacher (Universität Düsseldorf), Prof. Dr. Sarah Hutton (University of York, Großbritannien), Prof. Dr. Maria Nühlen (Hochschule Merseburg) und Prof. Dr. Ruth Hagengruber zum Thema „Philosophinnen im Kanon?“ geben. Die Summer School endet am Freitag, 2. August, mit einer feierlichen Abschlusszeremonie und der Überreichung der Teilnahmezertifikate. In diesem Rahmen wird auch der Elisabeth von Böhmen-Preis zur Würdigung herausragender philosophischer Forschung über Philosophinnen in der Philosophiegeschichte verliehen.

Weitere Informationen sowie das vorläufige Programm finden Sie unter: https://historyofwomenphilosophers.org/libori-summer-school-2019/

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news-90535 Mon, 08 Jul 2019 10:34:31 +0200 Big Time Jazz - Konzert der Uni-Big Band am 9. Juli https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90535/ Am Dienstag, 9. Juli, ist es wieder soweit: die Uni-Big Band gibt ihr kostenloses Sommerkonzert mit einem bunten Mix aus verschiedenen Musikgenres und -stilen. Darunter sind neben Jazz-Standards Neuinterpretationen populärer Hits. Als Support-Act ist die Salsa-Band „La Fuente“ dabei. Los gehts um 19.30 Uhr vor dem Grill Café. Am Dienstag, 9. Juli, ist es wieder soweit: die Uni-Big Band gibt ihr kostenloses Sommerkonzert mit einem bunten Mix aus verschiedenen Musikgenres und -stilen. Darunter sind neben Jazz-Standards Neuinterpretationen populärer Hits. Als Support-Act ist das Salsa-Ensemble „La Fuente“ der Universität dabei. Los gehts um 19.30 Uhr im Außenbereich des Grill Café.

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news-90531 Mon, 08 Jul 2019 07:35:19 +0200 Lichtblick-Wunschfilm: „Chihiros Reise ins Zauberland“ https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90531/ Der Publikumswunschfilm beim studentischen Programmkino Lichtblick geht dieses Jahr in die sechste Runde. Der Publikumswunschfilm beim studentischen Programmkino Lichtblick geht dieses Jahr in die sechste Runde. Die Wahl fiel sehr eindeutig auf Hayao Miyazakis Chihiros Reise ins Zauberland (2001), welcher sich als Abschluss zudem hervorragend an das Semesterprogramm zum Traum im Film anfügt.

Chihiros Reise ins Zauberland gewann neben zahlreichen anderen Preisen u.a. einen Oscar für den besten Animationsfilm und blieb über 15 Jahre der erfolgreichste japanische Film aller Zeiten. In Miyazakis an schönen Filmen nicht gerade armem Werk – Mein Nachbar Totoro, Prinzessin Mononoke u.v.m. – ist er sicher einer der schönsten: Wir begleiten die 10-jährige Chihiro, die mit ihren Eltern zufällig auf einen gespenstisch verlassen wirkenden Vergnügungspark stößt. In der Abenddämmerung verwandelt dieser sich in eine magische, oft gefährlich bezaubernde Welt, aus der es keinen Ausweg zu geben scheint. Das hält Chihiro jedoch nicht davon ab, nach einem solchen zu suchen, und so landet sie schon bald im großen Badehaus der Hexe Yubaba, lernt allerlei eigentümliche Wesen kennen, schließt Freundschaften und hat zahlreiche Abenteuer zu bestehen...

Miyazaki und das von ihm mitbegründete Studio Ghibli haben auch außerhalb von Liebhaberkreisen einen geradezu legendären Ruf erlangt und stehen wie kaum ein anderer Name stellvertretend dafür, dass Anime sich auch international als Kunstform keineswegs verstecken muss; vielmehr sind hier wohl einige der eindrücklichsten Bilder und unvergesslichsten Charaktere der Filmgeschichte entstanden. Nun gibt es die seltene Gelegenheit, eines der großen Meisterwerke des Animationsfilms auf der großen Leinwand zu sehen: am Dienstag, dem 9. Juli, wird er im Paderborner Pollux in deutscher Sprachfassung gezeigt.

Chihiros Reise ins Zauberland  [千と千尋の神隠し] (Hayao  Miyazaki, JAP 2001; DF, DCP)
Dienstag, 9. Juli 2019

20:30 Uhr
Pollux, Westernstraße 34, 33098 Paderborn

www.lichtblick-kino.de

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news-90527 Fri, 05 Jul 2019 14:21:12 +0200 Neue Folge der TV-Lehrredaktion Blickfang: Activity Park, Fotograf Harald Morsch, Hochschulgruppe ASG und Co. https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90527/ In der neuen Blickfang Sendung werden nicht nur sommerliche Aktivitäten und Veranstaltungen präsentiert, sondern auch Schlechtwetter-Inspirationen. In der neuen Sendung von Blickfang, der TV-Lehrredaktion der Universität Paderborn, werden nicht nur sommerliche Aktivitäten und Veranstaltungen präsentiert, sondern auch Schlechtwetter-Inspirationen. So gibt es zu Beginn einen Einblick in den neuen Activity Park im Paderborner Gewerbegebiet. Bei der Sportabzeichen Uni-Challenge schnitt Paderborn im Wettbewerb mit anderen Universitäten nicht ganz so gut ab. Alternativen finden sich im kulturellen Angebot der Stadt. Ein Reporterteam begleitet den Grafikdesigner und Fotografen Harald Morsch. Für sein Projekt "Menschen meiner Stadt" machte er 500 Porträts von Paderborner*innen. Außerdem stellt Blickfang eine Hochschulgruppe vor, die vielen bisher unbekannt sein dürfte: die "ASG".

Blickfang Folge Nr. 35 läuft erstmals am Montag, 8. Juli, dann mehrfach täglich auf NRWision und ist in der Mediathek abrufbar: www.nrwision.de/mediathek/blickfang-activity-park-fotoprojekt-von-harald-morsch-asg-hochschulgruppe-19070

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news-90523 Thu, 04 Jul 2019 15:51:47 +0200 Sommerkonzert des Hochschulorchesters Paderborn am 8. und 10. Juli https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90523/ Am Montag, 8. Juli, und am Mittwoch, 10. Juli, präsentiert das Hochschulorchester Paderborn bei einem Sommerkonzert jeweils um 20 Uhr im Auditorium maximum drei kontrastierende Klangwelten: „Fratres“ für Streichorchester und Schlagwerk des estnischen Komponisten Arvo Pärts, das zweite Klavierkonzert von Camille Saint-Saëns sowie die achte Sinfonie von Niels Wilhelm Gade. Am Montag, 8. Juli, und am Mittwoch, 10. Juli, präsentiert das Hochschulorchester Paderborn bei einem Sommerkonzert jeweils um 20 Uhr im Auditorium maximum drei kontrastierende Klangwelten: „Fratres“ für Streichorchester und Schlagwerk des estnischen Komponisten Arvo Pärts, das zweite Klavierkonzert von Camille Saint-Saëns sowie die achte Sinfonie von Niels Wilhelm Gade. Die Leitung des Konzerts übernimmt Steffen Schiel. Als Solistin am Klavier tritt Sandra Urba auf, die bereits zahlreiche Auszeichnungen und Förderpreise erhielt, u. a. den Ibach-Preis und den Preis der Deutschen Stiftung Musikleben.

Der Eintritt kostet 10 Euro. Schüler und Studierende erhalten freien Eintritt, benötigen allerdings eine Eintrittskarte. Kartenreservierungen sind im Service Center der Universität möglich: B0.140, Tel. 05251 60-5040. Weitere Karten gibt es im Vorverkauf im Ticket-Center, Marienplatz 2a, Tel.: 05251 299750 sowie an der Konzertkasse.

Arvo Pärts „Fratres“ für Streichorchester und Schlagwerk zeigt den typischen, ruhigen Tintinnabuli-Stil (Glöckchenklang) des estnischen Komponisten. Das zweite Klavierkonzert von Camille Saint-Saëns besticht hingegen durch Lebendigkeit und verlangt nicht nur der Solistin Sandra Urba viel Virtuosität und Spielfreude ab. Die achte Sinfonie des dänischen Komponisten Niels Wilhelm Gade verbindet nordische Weite, elegisch-romantische Phrasen und spritzige Passagen zu einer Musik, die sich allerdings in keine regionale Schublade stecken lässt.

Weitere Informationen zur Pianistin Sandra Urba

Sandra Urba studierte bei Anatol Ugorski, Alfredo Perl, Jacob Leuschner und Pavel Gililov Klavier. 2015 schloss sie ihr Konzertexamen mit Auszeichnung an der Hochschule für Musik und Tanz Köln ab. Zahlreiche Meisterkurse ergänzten ihre musikalische Ausbildung, u. a. bei Homero Francesch und Andras Schiff. Sie gewann Preise bei nationalen und internationalen Klavierwettbewerben und ist im Förderprogramm der Stiftung „Yehudi Menuhin - LiveMusicNow e. V.“ Die Pianistin trat bereits in renommierten Konzerthäusern auf, wie z. B. in der Kölner Philharmonie, in der Historischen Stadthalle Wuppertal und im Sendesaal Bremen. Als Solistin wurde sie von mehreren Orchestern, wie den Bochumer Symphonikern, der Landeskapelle Altenburg und dem Orchester des Pfalztheaters Kaiserslautern, eingeladen und spielte unter Dirigenten wie Markus Poschner, Lancelot Fuhry und Uwe Sandner. Im Jahr 2013 erschien ihre Debüt-CD mit Werken von Robert Schumann. Fünf Jahre später folgte mit „Reiselust“ ein weiteres Album, das u. a. Klaviertrios von Mendelssohn-Bartholdy und Beethoven enthält.

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news-90521 Thu, 04 Jul 2019 15:04:25 +0200 StadtGemeinsamkeiten – Veranstaltung über Immaterielles Kulturerbe im urbanen Raum am 9. Juli in Dortmund https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90521/ Immaterielles Kulturerbe stärker im Bewusstsein von kulturellen Akteuren und Gruppen verankern – das ist das Thema der Veranstaltung „StadtGemeinsamkeiten“ am Dienstag, 9. Juli, im Dortmunder LWL-Industriemuseum Zeche Zollern. Immaterielles Kulturerbe stärker im Bewusstsein von kulturellen Akteuren und Gruppen verankern – das ist das Thema der Veranstaltung „StadtGemeinsamkeiten“ am Dienstag, 9. Juli, im Dortmunder LWL-Industriemuseum Zeche Zollern. Die Veranstaltung richtet den Fokus auf den urbanen Raum, auf die Metropolregionen und städtischen Agglomerationen, die sich durch sehr spezifische soziale und kulturelle Eigenheiten auszeichnen. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen bei Dr. Maria Harnack per Mail mharnack(at)mail.upb(dot)de oder telefonisch unter 05251 60-5462. Das vollständige Programm, das u. a. Keynotes und eine Podiumsdiskussion enthält, gibt es unter: go.upb.de/StadtGemeinsamkeiten

„StadtGemeinsamkeiten“ ist eine Veranstaltung der Landesstelle Immaterielles Kulturerbe NRW in Kooperation mit der Deutschen UNESCO-Kommission e. V. und wird von der Beratungsstelle Immaterielles Kulturerbe Bayern unterstützt. Die Landesstelle Immaterielles Kulturerbe NRW ist angesiedelt am Lehrstuhl für Materielles und Immaterielles Kulturerbe von Prof. Dr. Eva-Maria Seng an der Universität Paderborn. Sie unterstützt Bewerber im Verfahren um die Aufnahme von kulturellen Ausdrucksformen in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes des Landes NRW und die weiteren nationalen und internationalen Listen.

Weitere Informationen zur Veranstaltung

Seit dem Beitritt Deutschlands zum UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes im Jahr 2013 ist das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes auf 97 Einträge angewachsen. Dies spiegelt die kulturelle Vielfalt in Deutschland und das enorme Engagement in der Zivilgesellschaft wider, durch das überliefertes Wissen und Können weitergegeben, kreativ weiterentwickelt und damit für die Zukunft gesichert wird. Und doch sind Kulturformen, die eher dem urbanen als dem ländlichen Raum zuzuordnen sind, sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene unterrepräsentiert.

Im Hinblick auf die weiterhin zunehmende Verstädterung, die eingebunden ist in eine ökonomische wie auch kulturelle Globalisierung, die durch global vernetzte Innovationsmilieus und zunehmende kulturelle Diversität gekennzeichnet ist, kommt dem Immateriellen Kulturerbe für den gesellschaftlichen Zusammenhalt eine immer größere Bedeutung zu.

Bisher fühlen sich kulturelle Akteure in urbanen Räumen aber kaum von der UNESCO-Konvention angesprochen. Wie kann ihr Interesse geweckt werden? Wie lassen sich lokal verankerte, häufig aber auch national sowie international vernetzte Gruppen, die eine kulturelle Praxis pflegen, für das Immaterielle Kulturerbe und die damit verbundenen Werte begeistern? Die Veranstalter wollen die Besonderheiten von Immateriellem Kulturerbe in urbanen Räumen aufzeigen, anhand von Fallbeispielen reflektieren und auf dieser Basis die Potentiale diskutieren und entsprechende Bewerbungen anregen.

Mehr Informationen zum Lehrstuhl für Materielles und Immaterielles Kulturerbe:
www.kulturerbe-forschung.de

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news-90519 Thu, 04 Jul 2019 14:45:08 +0200 BWL-Professorin Caren Sureth-Sloane von der Universität Paderborn in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zum ersten DFG-Sonderforschungsbereich in der BWL https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90519/ Caren Sureth-Sloane ist Dekanin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Paderborn und Sprecherin des ersten von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten betriebswirtschaftlichen Sonderforschungsbereichs (SFB). Caren Sureth-Sloane ist Dekanin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Paderborn und Sprecherin des ersten von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten betriebswirtschaftlichen Sonderforschungsbereichs (SFB). Dieses neue hochschulübergreifende Forschungsvorhaben über „Accounting for Transparency. Rechnungswesen, Steuern und Unternehmenstransparenz“ wird von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) in ihrem Wirtschaftsteil im Artikel „Ein Ritterschlag für die BWL“ vorgestellt, in dem Sureth-Sloane hierzu ausführlich Auskunft gibt. Ihre Meinung ist von der F.A.Z. nicht nur als Professorin für BWL, insbesondere Betriebswirtschaftliche Steuerlehre, gefragt, sondern auch in ihrer Funktion als Vizepräsidentin der Schmalen­bach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft.

Caren Sureth-Sloane begrüßt die verstärkten Bemühungen, die gesellschaftliche Bedeutung der Betriebswirtschaftslehre noch stärker in den Fokus zu nehmen und Wissenschaft und Praxis zu verzahnen. Sie ist überzeugt, dass „betriebswirtschaftliche Forschung nur dann dazu beitragen kann, die Wirtschaft und Gesellschaft zu verbessern, wenn sich Wissenschaft und Praxis kennen, respektieren, neugierig aufeinander sind und sich gegenseitig vertrauensvoll Einblicke in die jeweilige Domäne gewähren“. Die universitäre Betriebswirtschaftslehre sei früher einmal sehr nahe an der Wirtschaft gewesen, habe sich im Rahmen der wissenschaftlichen Exzellenzinitiativen stärker an amerikanischen Fachzeitschriften orientiert als an der deutschen Wirtschaftspraxis. „Man müsse aber beides tun: ein international angesehener Forscher sein und dennoch das Ohr an der Praxis haben“, so Sureth-Sloane. Der eine Vielzahl von Projekten umfassende BWL-Sonderforschungsbereich werde sich der auch in der Öffentlichkeit hochaktuellen Thematik zum Spannungsfeld zwischen Transparenz und Regulierung widmen. Dazu konstatiert Sureth-Sloane: „Forderungen nach mehr Transparenz in der Wirtschaft und einer angemessenen Besteuerung sind allgegenwärtig. Dies gilt auch, nachdem durch eine Vielzahl neuer Regulierungen die Berichtspflichten als Antwort auf die Finanzkrise und die Empörung um äußerst geringe Steuerzahlungen bestimmter Konzerne erheblich verschärft wurden.“ Und sie erklärt weiter, dass jenseits von allgemeinverfügbaren Informationen über Unternehmen die Wissenschaft bisher zu wenig Einblick in die unternehmerische Wirklichkeit habe. Deshalb werde in einem Projekt dieses Forschungsprogramms ein Befragungspanel aufgebaut, in dem mit dem Schwerpunkt auf Rechnungswesen und Steuerthemen Führungskräfte halbjährlich befragt werden sollen. Man werde hier erstmals umfassend originäre Daten erheben. Unternehmen, die mitmachen, werden im Gegenzug für ihre Beteiligung Vorabauswertungen zur Verfügung gestellt.

Sureth-Sloane sieht die Erfüllung der angestrebten Informationsaufgaben des Rechnungswesens durch die Masse und Komplexität der verfügbaren Informationen erschwert. Das primäre Problem sei nicht der Mangel an Informationen, sondern deren Fülle und unterschiedliche Qualität. Forschungsfragen in diesem Bereich sind z. B. „welche (unerwünschten) Nebeneffekte Regulierung hat, ob Transparenz ohne Nebenwirkungen (beispielsweise Reputationsschäden durch Veröffentlichung von Zahlen) zu bekommen ist, ob Regulierung nicht auch im Sinn von mehr Transparenz sinnvolle Aktivitäten unterbindet – oder wie die richtige Mischung aus Anreiz und Regulierung aussieht“.

Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen kooperieren mehr als 20 Professuren aus der Betriebswirtschaftslehre. Zum Kernteam gehören die Universität Paderborn, die Humboldt-Universität Berlin und die Universität Mannheim. Darüber hinaus werden aus der Ludwig-Maximilians-Universität München ein größerer Forschungsbeitrag und weitere Einzelbeiträge von der European School of Management and Technology, Berlin, der Frankfurt School of Finance and Management, der Goethe-Universität Frankfurt und der WHU – Otto Beisheim School of Management erfolgen. Insgesamt werden mehr als 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen externes Rechnungswesen, internes Rechnungswesen und Besteuerung in diesem Forschungsvorhaben arbeiten.

Bereits im kommenden Jahr soll Ende März schon eine erste Zwischenbilanz gezogen werden, in die auch bereits im Vorfeld erarbeitete Forschungsergebnisse einfließen werden. Dazu zählt z. B. der von der Universität Paderborn mit der Ludwig-Maximilians-Universität München entwickelte Steuerkomplexitätsindex, der für 100 Länder erarbeitet wurde. Hierbei identifiziert das jeweils landesspezifische Maß für Steuerkomplexität die einzelnen nationalen Komplexitätstreiber. Dabei wird grundsätzlich unterschieden zwischen den Steuergesetzen selbst und den Ausführungsbestimmungen als Rahmenbedingungen und dem Zusammenhang zwischen diesen Arten von Steuerkomplexität und ausländischen Direktinvestitionen auf den Grund gegangen.

Nicht zuletzt hat sich der große Forschungsverbund „Accounting for Transparency“ das Ziel gesetzt, nicht nur zur Transparenz zu forschen, sondern diese auch selbst zu leben. Als integraler Bestandteil dieses Sonderforschungsbereichs sollen die Forschungsergebnisse auch für die breite Öffentlichkeit verständlich formuliert und laufend publiziert werden. Der für 12 Jahre konzipierte SFB wird von der DFG zunächst über vier Jahre gefördert und kann auf Antrag zweimal um jeweils weitere vier Jahre verlängert werden. Das Fördervolumen für die erste Förderperiode liegt bei insgesamt 12 Millionen Euro.

Textzusammenfassung: Ulrike Kropf

Weitere Informationen zum SFB „Accounting for Transparency“:
www.accounting-for-transparency.de

Weitere Informationen zur F.A.Z.:
Frankfurter Allgemeine Zeitung   |   Nr. 149   |   01.07.2019   |   Seite 16
„Ein Ritterschlag für die BWL“, von Georg Giersberg

Link zum Artikelkauf:
https://fazarchiv.faz.net/document/FAZ__FD1201907015733367?offset=&all=

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news-90517 Thu, 04 Jul 2019 13:39:53 +0200 25 Jahre – Kindertagesstätte MS-Kunigunde lädt zum Jubiläumsfest ein https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90517/ Die Kindertagesstätte MS-Kunigunde des Studierendenwerks Paderborn feiert ihr 25-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumsfest am 6. Juli 2019 ab 14:00 Uhr am Vogeliusweg 10. Die Kindertagesstätte MS-Kunigunde des Studierendenwerks Paderborn feiert ihr 25-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumsfest am 6. Juli 2019 ab 14:00 Uhr am Vogeliusweg 10.

Bei verschiedenen Geburtstagsattraktionen wie z. B. Eierlauf, Topfschlagen, Dosenwerfen und Wasserspielen steht der Spaß für Groß und Klein im Vordergrund. Neben Musik- und Tanzaufführungen wird auf der Theaterbühne der Kasper seinen Geburtstag mit seinem Freund, dem Drachen „Fuzzi“, feiern.

Eine Strandbar und ein Café laden mit kühlen Drinks, Kaffee und Kuchen sowie Bratwurst vom Grill zum Verweilen ein.

Die 6-gruppige Kita MS-Kunigunde bietet 102 Kindern im Alter von 4 Monaten bis zum Schuleintritt eine ganztägige Betreuung an. Nicht nur Studierende können hier einen Platz für ihre Kinder bekommen, sondern auch Bedienstete der Universität sowie Familien aus dem Umfeld des Campus.

Parkmöglichkeiten stehen an der Sportanlage der Universität Paderborn direkt neben dem Einkaufszentrum Südring zur Verfügung. Weitere Informationen sowie ein Lageplan finden Sie im Internet unter https://www.studierendenwerk-pb.de/.

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news-90511 Thu, 04 Jul 2019 09:32:21 +0200 „Hello, Robot!“ https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90511/ Wie Künstliche Intelligenz Kinder beim Spracherwerb unterstützt Themenspecial „Künstliche Intelligenz“

Im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Wissenschaftsjahr dreht sich 2019 alles um das Thema Künstliche Intelligenz (KI). Schon heute bestimmen Anwendungen, die auf Digitalisierung und Maschinellem Lernen basieren, weite Bereiche unseres Lebens: Von virtuellen Assistenzsystemen über Industrieroboter bis hin zu humanoiden Pflegekräften – die intelligenten Maschinen nehmen uns viel Arbeit ab. Wie diese Systeme funktionieren und welche gesellschaftlichen Implikationen es dabei gibt, erörtern Paderborner Wissenschaftler*innen im Rahmen eines Themenspecials. Dabei liegt der Fokus auf ihrer Forschung, mit der sie die Entwicklung mitgestalten.

„Hello, Robot!“: Wie Künstliche Intelligenz Kinder beim Spracherwerb unterstützt

„Ich packe meinen Koffer und nehme mit: ein himmelblaues Kleid.“ Der kleine, humanoide Roboter NAO übt mit einem Vorschulkind komplexe Adjektive. Keine ungewöhnliche Situation im „SprachSpielLabor“ der Universität Paderborn. Hier erforscht Nils Tolksdorf zusammen mit Prof. Dr. Katharina Rohlfing und ihrem Team, wie sich durch den Einsatz von sogenannten sozialen Robotern Sprachbildung und flüssige Kommunikation trainieren lassen.

„Bei dem Spiel geht es darum, die Bedeutung einzelner Worte zu erfassen. Zuerst stehen einfache Nomen und Adjektive auf dem Plan, später lernen die Kinder, aus diesen Worten komplexe Farbadjektive zu bilden – wie beispielsweise 'himmelblau'“, erklärt die Psycholinguistin. Dazu sprechen die Kinder mit NAO und lesen gemeinsam mit dem Roboter ein Buch. NAO zeigt auf eine Abbildung: „Das ist gelb wie eine Zitrone“. „Durch die zuvor geübten Muster könnten die Kinder jetzt auf ‚zitronengelb‘ kommen, ohne dass darauf explizit hingewiesen wird“, erklärt Rohlfing.

Komplexe Handlungen als Herausforderung

Kommunikation ist geprägt von Mustern: „Und zwar nicht nur in ihrem Aufbau, also bei Wörtern, Satzbau und Grammatik, sondern auch hinsichtlich ihrer Anwendung im Rahmen der Interaktion. Erst durch dieses Zusammenspiel erhalten Aussagen einen Sinn. Kinder lernen zum Beispiel neue Wörter, indem sie Objekte mit deren Benennung in einen Handlungskontext bringen. Dabei spielen auch die Koordination von Sprache und das direkte Einbeziehen des Körpers eine Rolle. Das ist der Fall, wenn eine Mutter sagt ‚Du bist sooooo groß‘ und dabei die Arme des Kindes nach oben hebt“, weiß die Expertin.

Kinder lernen schon früh, ihre Handlungen auf das Gegenüber abzustimmen. Woher weiß nun aber der Roboter, wie er angemessen reagiert? „Wir wenden psycholinguistische Methoden an und tragen mit dem Einsatz der Roboter zur Entwicklung neuer Methoden im Bereich der Aneignung von Erstsprachen bei. Das Verhalten des Roboters könnten wir bereits mithilfe von Maschinellem Lernen trainieren. Aber das reicht noch nicht“, sagt Rohlfing.

Wichtig für eine erfolgreiche Mensch-Maschine-Kommunikation wäre z. B. ein Gedächtnis für Strukturen und Routinen, die bei komplexen Handlungen zum Tragen kommen. Im zwischenmenschlichen Dialog passiert das automatisch, die Gesprächspartner*innen wissen über Routinen Bescheid und stimmen sich ab. „Bei Maschinen ist das nicht der Fall“, sagt die Wissenschaftlerin und nennt ein konkretes Beispiel: „Ein Buch gemeinsam zu lesen, ist eine solche komplexe Handlung. Angefangen beim Auswählen des Buches über das Aufschlagen, auf Texte oder Bilder zu schauen, auf sie zu zeigen und sie in Abstimmung mit dem Gegenüber mit sprachlich sinnvollen Aussagen zu verbinden. Hinzu kommen in der Regel noch Mimik und Gestik. Diese kommunikative Vielfalt kann ein Roboter noch nicht eigenständig umsetzen und auch nicht auf alles gleichzeitig reagieren“.

Aktuell arbeiten die Wissenschaftler*innen daran, solche Strukturen in Algorithmen zu überführen. Dabei untersuchen sie, welche Muster es in der Kommunikation gibt und wie diese in Interaktion mit Robotern umgesetzt werden können. „Ziel ist es, einerseits den kindlichen Spracherwerb spielerisch zu fördern, andererseits Fortschritte auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz zu erzielen“, lautet Rohlings Fazit.

Das auf drei Jahre angelegte Forschungsprojekt „merits“ ist beim NRW Graduiertenkolleg „Digitale Gesellschaft“ angesiedelt. Bei der standortübergreifenden Einrichtung arbeiten Promovierende an unterschiedlichen NRW-Hochschulen zusammen. Nils Tolksdorf hat die Roboterstudie mit seiner Tandemkollegin  aus der Medienpädagogik der TH Köln durchgeführt. Das Kolleg wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW gefördert.

Nina Reckendorf, Stabsstelle Presse und Kommunikation

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news-90505 Wed, 03 Jul 2019 14:32:27 +0200 Social Impact Festival in der garage33 – Studierende entwickeln Geschäftsmodelle mit gesellschaftlichem Mehrwert https://www.uni-paderborn.de/nachricht/90505/ Am Montag, 1. Juli, fand in der garage33 das Social Impact Festival statt, zu dem das Technologietransfer- und Existenzgründungs-Center (TecUP) und der Lehrstuhl für International Business der Universität Paderborn eingeladen hatten. Am Montag, 1. Juli, fand in der garage33 das Social Impact Festival statt, zu dem das Technologietransfer- und Existenzgründungs-Center (TecUP) und der Lehrstuhl für International Business der Universität Paderborn eingeladen hatten. Studierende stellten dort einem großen Publikum Geschäftsmodelle mit gesellschaftlichem Mehrwert vor, die sie in dem mehrwöchigen Programm „Social Entrepreneurship“ entwickelt hatten.

Innerhalb des Programms konnten Masterstudierende aller Fakultäten der Universität seit April theoretische und praktische Kenntnisse zur Gründung eines Sozialunternehmens erwerben. Das Ziel des Seminars war die Entwicklung einer möglichen Gründungsidee in den Bereichen Bildung, Integration, Klima, Umwelt und Gesundheit.

In einem interaktiven Workshop lernten die insgesamt 22 Teilnehmer*innen das Thema Sozialunternehmertum kennen und entwickelten in Teams eigene Projektideen zur Lösung eines gesellschaftlichen Problems. Im weiteren Verlauf des Semesters arbeiteten die Teams an der Umsetzung dieser Idee. So erstellten sie eine erste Version des Produktes oder der Dienstleistung und präsentierten anschließend ihre Ergebnisse.

Folgenden gesellschaftlichen Problematiken haben die Studierenden den Kampf angesagt: Das Studierendenteam von „interim+“ möchte mit seiner Lösung einer drohenden Altersarmut entgegenwirken, während das Team von „Tante Emma“ den Plastikkonsum im Lebensmittelbereich mit seiner Lösung reduzieren möchte. „Mediguard“ kämpft für die Unterstützung von Rettungssanitäter*innen durch die Erkennung von Vorerkrankungen auf den ersten Blick. Die Gruppe von „Students4future“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Identifikation von Unterstützer*innen für Bewegungen mit sozialem Mehrwert zu vereinfachen. Das Ziel von „Share my field“ ist es, die Nähe zu Lebensmitteln zurückzugewinnen und einen verantwortungsvollen Umgang zu schaffen. Die Vision von „MediLingua“ liegt in der Bekämpfung des Fachkräftemangels in der Medizinbranche.

„Es ist unglaublich, wie weit die Studierenden ihre Ideen innerhalb von nur acht Wochen entwickelt haben. Sie haben sich stark eingesetzt und waren voller Tatendrang“, so Dr. Eva Alexandra Jakob, Initiatorin der Social Entrepreneurship Aktivitäten in der garage33.

Die Lehrveranstaltung entstand im Sommersemester 2016 aus einer Kooperation des Lehrstuhls International Business, dem Technologietransfer- und Existenzgründungs-Center (TecUP) und der Social Entrepreneurship Akademie in München. Die Leitung des Programms übernahm Dr. Eva Alexandra Jakob. Gemeinsam mit der Doktorandin Yasmine Yahyaoui begleitete sie die Teams und erforscht, wie sozialunternehmerische Teams erfolgreich agieren können.

Weitere Informationen unter www.tecup.de/social-entrepreneurship-upb/.

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