Nachrichten - Uni Paderborn http://www.uni-paderborn.de Aktuelle Informationen und Pressemitteilungen der Universität Paderborn de_DE Uni Paderborn Mon, 25 Mar 2019 10:05:20 +0100 Mon, 25 Mar 2019 10:05:20 +0100 Uni Paderborn news-89393 Fri, 22 Mar 2019 14:02:53 +0100 Schülerlabore gestalten Zukunft – die 14. LeLa-Jahrestagung in Paderborn https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89393/ Zwei Tage lang trafen sich Fachvertreterinnen und -vertreter aus ganz Deutschland auf der 14. LeLa-Jahrestagung (LeLa, kurz für LernortLabor – Bundesverband der Schülerlabore e.V.), der bundesweiten Tagung der Schülerlabore in Paderborn. Zwei Tage lang trafen sich Fachvertreterinnen und -vertreter aus ganz Deutschland auf der 14. LeLa-Jahrestagung (LeLa, kurz für LernortLabor – Bundesverband der Schülerlabore e.V.), der bundesweiten Tagung der Schülerlabore in Paderborn. Zu Gast waren u. a. auch Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft, Thomas Koch, Ausbildungsleiter BENTELER Steel Tube GmbH, und Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk, Präsidentin der Fachhochschule Bielefeld.

Nach dem Eröffnungsvortrag von Prof. Katrin Temmen vom Fachgebiet Technikdidaktik der Universität Paderborn zum Thema „Schülerlabor und Universität – zwei getrennte Welten?“ diskutieren die Teilnehmenden, wie Schülerlabore Kinder und Jugendliche zur Gestaltung ihrer eigenen Zukunft befähigen können. Die jährliche LeLa-Tagung fördert die Vernetzung der Schülerlabore auf bundesweiter und europäischer Ebene. In Kooperation mit zdi.NRW findet sie in diesem Jahr im Heinz-Nixdorf MuseumsForum Paderborn statt, welches gemeinsam mit der Universität Paderborn Träger des zdi-Schülerlabors coolMINT ist.

Zum ersten Mal stellen bei der diesjährigen Tagung mobile Schülerlabore sich und ihre Arbeit vor – vom voll ausgestatten Truck, in dem der Laborbetrieb stattfindet, bis zum mobilen Experiment. In Foren diskutiert werden unter anderem die Bedeutung von Digitalisierung, Social Media, Technologien wie 3D-Druck und der Aufbau von regionalen Strukturen zur Bereicherung der Bildungslandschaft bundesweit.

zdi.NRW ist mit über 4.500 Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Schule, Politik und Gesellschaft die größte Gemeinschaftsoffensive zur MINT-Nachwuchsförderung in Europa. Jährlich nehmen rund 300.000 Schülerinnen und Schüler an den Angeboten der mehr als 40 zdi-Netzwerke und rund 70 zdi-Schülerlabore teil. Koordiniert wird zdi vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft. Weitere landesweite Partner sind unter anderem das Wirtschaftsministerium, das Schulministerium und die Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit (Quelle: zdi).

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news-89391 Thu, 21 Mar 2019 14:07:54 +0100 In den Osterferien: Studierende begleiten und Unialltag erleben https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89391/ Für Schülerinnen und Schüler, die noch nicht wissen, welche Studienrichtung sie nach dem Abitur einschlagen wollen, bietet die Zentrale Studienberatung der Universität Paderborn Orientierungsangebote in den Osterferien an. Für Schülerinnen und Schüler, die noch nicht wissen, welche Studienrichtung sie nach dem Abitur einschlagen wollen, bietet die Zentrale Studienberatung der Universität Paderborn Orientierungsangebote in den Osterferien an. Studieninteressierte können an dem Programm „Komm mit!“ teilnehmen und einen Tag lang einen Studierenden begleiten. „Dadurch erhalten sie Einblicke in einen potentiellen Studiengang und bekommen Infos aus erster Hand“, so Cinderella Welz von der Zentralen Studienberatung. Zusätzlich können sich Studieninteressierte bei zweitägigen Workshops intensiv mit ihren Interessen und Stärken auseinandersetzen und mögliche Berufs- und Studienfelder kennenlernen. Anhand des Verfahrens des TalentKompass NRW erarbeiten die Schüler ein eigenes Profil, mit dem sie final Ideen für weitere Schritte entwickeln können. Das Programm „Komm mit!“ findet (je nach Studiengang) täglich in den Osterferien statt. Anmeldeschluss ist der 8. April.

Für den zweitägigen Workshop „Eigene Fähigkeiten und Interessen erkennen - Ideen für die Studien- und Berufswahl entwickeln“ sind zwei Termine angesetzt: 16./17. April und 25./26. April. Anmeldeschluss ist der 10. April. Weitere Infos unter www.uni-paderborn.de/zsb.

Text: Cinderella Welz, Zentrale Studienberatung

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news-89387 Thu, 21 Mar 2019 12:12:21 +0100 Prof. Birgit Eickelmann beim KI-Forschungsgipfel in Berlin https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89387/ Die Paderborner Bildungsforscherin Prof. Dr. Birgit Eickelmann, AG Schulpädagogik, hat am Dienstag, 19. März, am Extended Circle des Forschungsgipfels 2019 teilgenommen, der in diesem Jahr im Zeichen der Künstlichen Intelligenz (KI) stand. Expertinnen und Experten aus ganz Deutschland haben sich dabei mit Prinzipien, Herausforderungen und Perspektiven der KI auseinandergesetzt. Die Paderborner Bildungsforscherin Prof. Dr. Birgit Eickelmann, AG Schulpädagogik, hat am Dienstag, 19. März, am Extended Circle des Forschungsgipfels 2019 teilgenommen, der in diesem Jahr im Zeichen der Künstlichen Intelligenz (KI) stand. Expertinnen und Experten aus ganz Deutschland haben sich dabei mit Prinzipien, Herausforderungen und Perspektiven der KI auseinandergesetzt.

Beim Forschungsgipfel diskutieren jährlich rund 400 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik drängende Fragen der Forschungs- und Innovationspolitik. Veranstalter sind der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, die Leopoldina  – Nationale Akademie der Wissenschaften und EFI (Expertenkommission Forschung und Innovation).

„Der Bildungsbereich wurde zwar nur am Rande angesprochen. Aber gerade für den Schulbereich ergeben sich hier zukünftig große Handlungs- und Forschungsfelder“, lautet ihr Fazit.

Weitere Informationen unter:
http://www.forschungsgipfel.de/

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news-89383 Wed, 20 Mar 2019 09:47:22 +0100 „Der globale Wasserbedarf wird weiter steigen“ https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89383/ Interview mit zwei UPB-Expertinnen zum Weltwassertag Interview zum Weltwassertag 

Plastikmüll in den Meeren, heiße Sommer und Wassermangel, Hochwasser und Überschwemmungen oder zwischenstaatliche Wasserkonflikte: die Ressource Wasser und der Umgang mit ihr liefern reichlich Gesprächsstoff. Johanna Sackel und Anja Westermann, an der Universität Paderborn spezialisiert auf Umweltgeschichte, erklären im Interview zum Weltwassertag 2019, wodurch sich unsere Gewässer schützen lassen, wie wahrscheinlich künftig globale Kriege um Wasser sind und wie Verbraucher verantwortungsvoll mit Wasser umgehen können.

Frau Sackel, Frau Westermann, unsere Meere werden täglich durch verschiedene Dinge verschmutzt – mit dramatischen Folgen für Wasserqualität und Meeresbewohner. Schätzungen zufolge gelangt etwa pro Minute die Ladung eines Müllwagens voller Plastik in unsere Ozeane. Wie lassen sich die globalen Gewässer vor Verunreinigungen schützen und welche Institutionen haben hierbei überhaupt eine Handhabe?

Sackel: Die Frage nach dem Schutz vor Verunreinigungen ist in der Theorie leicht zu beantworten: Regulierung und Vermeidung. Praktisch ist das jedoch kompliziert und das hat verschiedene Gründe, wie das Beispiel des Plastikmülls verdeutlicht. Erstens sind die Ozeane ein weltumspannendes System: Wird am einen Ende der Welt Abfall eingebracht, betrifft das früher oder später auch andere Erdteile. Das meiste Plastik gelangt über Flüsse ins Meer. Spitzenreiter sind der chinesische Jangtsekiang und der indische Ganges. Daher reicht es auch nicht, wenn zum Beispiel Kenia sagt „Wir verbieten Plastiktüten“ und dann gelangt kein Abfall mehr ins Meer. Hier bräuchte es eine verstärkte internationale Zusammenarbeit und ein globales Koordinieren von Maßnahmen. Es gibt mehrere internationale Abkommen, die die Meeresverschmutzung behandeln. So ist im Seerechtsübereinkommen von 1994 festgeschrieben, dass Staaten sich über Verschmutzungsprobleme vom Lande aus miteinander abstimmen sollen. Außerdem sind die Einzelstaaten angehalten, geeignete Gesetze zu verabschieden. Daneben gibt es Einzelabkommen, beispielsweise um Verschmutzung durch Schiffe oder Öl zu verhindern.

Zum Plastikmüll gibt es bisher keine bindende internationale Vereinbarung, obwohl Meeresverschmutzung durch Plastik bereits seit den 1970ern bekannt ist. Allerdings wurde das Problem damals nicht so wahrgenommen wie heute. In den letzten 20 Jahren nahm die Plastikproduktion nochmals enorm zu, ohne von entsprechenden Regulierungsmaßnahmen begleitet zu werden. Dass wir jetzt so einen Hype um das Thema erleben, liegt an den wirkungsvoll organisierten Kampagnen der Umweltschutzorganisationen und an der größeren Reichweite von Informationen. Über die Social Media-Kanäle verbreiteten sich in Windeseile Bilder des Plastikteppichs im Nord-pazifik oder Meldungen über einen toten Wal mit 40 Kilo Plastik im Magen. Wegen dieses neuen Problembewusstseins werden auch Rufe nach globaler Steuerung lauter.

Hier begegnet uns dann die grundsätzliche Problematik internationaler Abkommen. Diese sind nur wirkungsvoll, wenn sie von den einzelnen Staaten anerkannt, sprich ratifiziert und damit in nationales Recht „übersetzt“ und damit verbindlich werden. Zudem fehlt es häufig an Sanktionsmechanismen, weshalb Verstöße nicht geahndet werden können. Erst vergangene Woche gab es in Nairobi, dem Sitz des Sekretariats des UN-Umweltprogramms, eine nur wenig beachtete Konferenz, bei der auch die Plastikfrage verhandelt wurde. Maßnahmen zur Plastikvermeidung und vor allem zum Recycling, das in ärmeren Staaten bisher kaum praktiziert wird, sollen weltweit wirksam werden. Es blieb allerdings bei diesen „Absichtsbekundungen“, wie es in den Berichterstattungen immer gerne kritisch hervorgehoben wird. Daher fand die Konferenz auch so wenig öffentliche Resonanz. Um zu verbindlichen Abmachungen zu kommen, braucht es aber eine aufwendige Kompromissaushandlung. Auch wenn der Problemdruck hoch sein mag: Am Ende hängt es davon ab, ob möglichst viele Staaten eine für sie annehmbare Lösung verabschieden können. Ist dies nicht der Fall, fehlt es internationalen Vereinbarungen an Rückhalt und ihre Wirkung verpufft.

Flüsse machen nicht an Landesgrenzen Halt, Meere umgeben verschiedene Staaten und rund ein Sechstel der Weltbevölkerung lebt in Regionen, in denen akuter Wassermangel herrscht. Konflikte um die Ressource Wasser sind so vorprogrammiert. Welche großen Auseinandersetzungen um Wasser gibt es aktuell, was steht uns vermutlich noch bevor und mit welchen Folgen?

Westermann: Wasser ist überlebenswichtig, um eine Volkswirtschaft zu erhalten und zu entwickeln. Von ihm sind Ernährungssicherheit, Gesundheit, Industrie und Umweltqualität abhängig. Ist der Zugang zu Wasser eingeschränkt, droht ein Verfall des allgemeinen Existenzniveaus, was zu Verteilungskonflikten um die Ressource Wasser führen kann. Insbesondere in internationalen Flussgebieten, wo circa 40 Prozent der Weltbevölkerung wohnen, könnte es in den nächsten Jahren zu Konflikten kommen, da die Staaten unterschiedliche Meinungen über die Wasserzuteilung haben.

Auseinandersetzungen um knappe Wasserressourcen sind komplexe Phänomene und eingebettet in größere Konfliktgemenge. Wissenschaftliche Studien sind zu zwei grundlegenden Erkenntnissen gekommen. Erstens: Globale Bedrohungen durch internationale Kriege um Wasser sind sehr unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher sind Wasserverteilungskonflikte auf substaatlicher Ebene, die auch heute bereits schon zum Teil gewaltsam ausgetragen werden – wie in Darfur und Kenia zwischen sesshaften Bauern und nomadischen Hirten oder in Bolivien bei den gewaltsamen Protesten gegen die Privatisierung von Wasser. Dabei gilt: Die Kontrolle von Wasserressourcen ist meist unmittelbar mit der Kontrolle über Land verbunden. Die zweite Erkenntnis der Studien: Wasserverteilungskonflikte führen weit häufiger zu Kooperation als zur Konfrontation. Zwar tut sich die internationale Staatengemeinschaft schwer mit rechtlichen Rahmenbedingungen. Das zeigt sich daran, dass die Konvention zu internationalen Wasserverteilungskonflikten erst 2014 in Kraft trat, obwohl sie bereits seit den 1950ern diskutiert und 1997 verabschiedet worden war. Auf der Welt gibt es aber mehr als 400 meist bilaterale Wasserabkommen, von denen an die 100 nach dem Zweiten Weltkrieg geschlossen wurden. Diese Regelungen zur Wasserverteilung sind recht belastbar und selbst militärische Konflikte können ihnen nichts anhaben. Diese Wasserabkommen sind vor allem Instrumente der Konfliktlösung durch Inspektionen, Datenaustausch und gegenseitige Besuche. Damit eignen sie sich für politische Zwecke und Konfliktlösungen, selten aber für eine nachhaltige Entwicklung der Ressource Wasser. Deshalb gibt es auch keinen Grund, unbesorgt zu sein. Gerade wurde der neue Weltwasserbericht der UNESCO veröffentlicht. Demnach haben mehr als zwei Milliarden Menschen keinen dauerhaften Zugang zu sauberem Trinkwasser. In Subsahara-Afrika sind es sogar 76 Prozent der Bevölkerung. Und der globale Wasserbedarf wird aufgrund von Bevölkerungswachstum weiterhin steigen. Dabei stehen Wasserkreislauf und Klima in direkter Wechselbeziehung zueinander.

Wassermangel und Dürreperioden sind lebensbedrohlich, Hochwasser und Überschwemmungen sind es auch. Beide Extreme werden weiter zunehmen, wenn der Klimawandel nicht effektiv bekämpft wird. Wie beurteilen Sie die derzeitigen Klimaschutzbemühungen der internationalen Staatengemeinschaft?

Westermann: Die Vereinten Nationen haben 193 Mitgliedstaaten, das heißt 193 verschiedene politische, ökonomische und kulturelle Rahmenbedingungen und 193 unterschiedliche Interessen. Dementsprechend tut sich die internationale Staatengemeinschaft sehr schwer mit bindenden Klimaschutzabkommen. Hinzu kommt, dass Erfolge nachhaltiger Entwicklung häufig erst deutlich später sichtbar werden. Dagegen versprechen nicht-nachhaltige Entwicklungen schnelle ökonomische Erfolge – insbesondere im Energiesektor. Gepaart mit instabilen Systemen und politischem Druck ist das für unsere Zukunft keine gute Konstellation. Selbst wenn in den letzten Jahren die Klimaschutzziele recht klar formuliert wurden, sind doch die Mittel erklärungsbedürftig geblieben. Nichtsdestotrotz dürfen wir womöglich verhalten optimistisch sein, denn wenigstens hat die internationale Klimapolitik in den vergangenen zwanzig Jahren rasant an Bedeutung gewonnen. Die Klimakonferenzen ziehen immer mehr Teilnehmer und Beobachter an und erzielen eine immer größere Medienaufmerksamkeit. Das erzeugt auch mehr Handlungsdruck für die internationale Staatengemeinschaft.

Sackel: Das stimmt. Wobei das Wort „Gemeinschaft“ nicht unbedingt wörtlich genommen werden sollte. In den internationalen Klimaverhandlungen tritt die sogenannte Nord-Süd-Problematik deutlich zutage. Sie belgeitet internationale Verhandlungen über Umwelt und Entwicklung seit der Unabhängigkeit der ehemaligen Kolonien. Viele Staaten des Südens fragen sich, wieso sie Umwelt- und Klimaschutzauflagen zustimmen sollen, die Probleme betreffen, die in der Vergangenheit maßgeblich vom hochindustrialisierten Norden verursacht wurden. Hinzu kommt, dass Staaten, die ehemals Vorreiter beim Klimaschutz waren – wie die Bundesrepublik Deutschland – gewissermaßen „Wasser predigen und Wein saufen“. Absichtsbekundungen auf internationalen Konferenzen sind unglaubwürdig, wenn daheim die Autokonzerne Vorrang haben und die Energiewende hakt. Aber vielleicht sind wir hier auch einfach noch zu wenig betroffen. Ein steigender Meeresspiegel zum Beispiel trifft ja zuallererst kleine Inselstaaten wie Fidschi oder die Malediven.

Die Vereinten Nationen haben 2016 „17 Ziele für nachhaltige Entwicklung“ verabschiedet. Zwei betreffen explizit die Ressource Wasser: „Sauberes Trinkwasser und Sanitärversorgung für alle“ und „Bewahrung und nachhaltige Nutzung der Meere“. Was wird konkret getan, um dies zu erreichen?

Westermann: Eigentlich haben sogar nahezu alle 17 Ziele mit der Ressource Wasser zu tun, da der Zugang zu Wasser die sozioökonomische Entwicklung eines Staates bestimmt. Vor allem mit Blick auf Ernährungssicherheit und sauberem Trinkwasser werden verschiedene Möglichkeiten diskutiert, um ein integriertes und sicheres Wassermanagement herzustellen. Der erste Baustein ist ein Effizienzgewinn. Das bezieht sich sowohl auf gesteigerte Effizienz von Zuchtpflanzen, die mehr Ertrag bei gleichem Wasserverbrauch bringen, als auch auf Landmanagement und effizientere Bewässerungssysteme. Denn häufig erreichen nur 25 bis 30 Prozent des zugeführten Wassers die relevanten Nutzpflanzen. Ein weiterer Punkt wäre daher, die Infrastruktur durch groß angelegte Staudämme und Kanalsysteme zu verbessern, um eine verbesserte Wasserzufuhr zu gewährleisten. Allerdings wird die Nachhaltigkeit solcher Projekte mittlerweile auch im Hinblick auf die massiven sozialen Folgen, wie beispielsweise das Umsiedeln ganzer Dörfer für Staudammprojekte, kontrovers diskutiert.

Politische und institutionelle Reformen sind ebenfalls ein Baustein für ein verbessertes Wassermanagement. Insbesondere in der Landwirtschaft ist die Ressource Wasser in vielen Regionen stark unterbewertet, was ein Grund für Übernutzung und Verschwendung ist. Häufig fehlt es an klar geregelten Nutzungsrechten und konsequenter Durchsetzung. Aktuell wird außerdem ein Konzept zum „virtuellen Wasserhandel“ diskutiert: Wasserarme Regionen sollen vermehrt wasserintensive Güter importieren, sodass mehr Wasser für außerlandwirtschaftliche Zwecke, wie Industrie und Privathaushalte, zur Verfügung stünde. Dafür müssen konkurrenzfähige Exportsektoren aufgebaut werden. In wasserarmen Ländern wird dies bereits seit langem versucht – jedoch nur mit mäßigem Erfolg. Eine Lebensstiländerung wäre ein weiterer Weg. Wenn wir unseren Konsum von tierischen Nahrungsmitteln, insbesondere Fleisch, verringern, würde das auch den Wasserverbrauch reduzieren. Es gibt also bereits Möglichkeiten, den globalen Herausforderungen zu begegnen. Allerdings benötigen diese Maßnahmen Zeit, konsequenten politischen Willen und weitreichende finanzielle Mittel.

Sackel: Das Nachhaltigkeitsziel zu den Meeren wurde 2017 ausführlich auf einer großen UN-Ozeankonferenz diskutiert. Hier bekräftigte die Abschlusserklärung Verantwortung auf allen Ebenen: Staaten werden aufgefordert, Gesetze zum Schutz der Meere zu formulieren, Unternehmen sollen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen, indem sie sich dazu verpflichten, Regelungen einzuhalten, und die Verbraucher sollen ihren Teil beitragen, indem sie zum Beispiel nur nachhaltig gefangenen Fisch kaufen. Das sind notwendige, aber eben unverbindliche Ziele. Ich denke, es ist wichtig, dass eine Mehrheit der Bevölkerung sich selbst betroffen fühlt, damit sich ein Wunsch nach Veränderung entwickelt. Dies gilt vor allem für die wohlhabenden Staaten.

Und um nochmals auf das Plastikproblem zurückzukommen: Hier sollte die Priorität künftig darauf liegen, Müll zu vermeiden. Denn selbst das scheinbar effiziente deutsche Recyclingsystem funktioniert nur, weil ein Großteil des Abfalls in andere Staaten exportiert wird, etwa nach China. Diese „Externalisierung“ der Kosten des hiesigen Konsums ist ein Problem, das eine breitere Diskussion erfahren müsste. Am Beispiel des Plastikmülls in den Meeren zeigt sich, wie vermeintlich „aus dem Auge, aus dem Sinn“ verbannte Probleme zu uns zurückkehren.

Stichwort Nachhaltiger Konsum: Wie kann ich persönlich verantwortungsvoll mit der Ressource Wasser umgehen?

Sackel: Beim verantwortungsvollen Umgang mit den Meeren kann jeder einen persönlichen Beitrag leisten, indem er in der Drogerie Kosmetikprodukte ohne Mikroplastik kauft. Dazu gibt es Ratgeber der einschlägigen Umweltschutzorganisationen. Obst und Gemüse im Supermarkt nicht in Plastiktüten zu verpacken, sondern auf wiederverwendbare Netze umzusteigen, kann ebenfalls helfen, Müll zu vermeiden. Auch gibt es immer mehr sogenannte Unverpackt-Läden, in denen plastikfreies Shampoo auch ohne Plastikhülle erhältlich ist. Ich glaube, dass es vor allem steter öffentlicher Druck ist, der Veränderungen bewirken kann und die Bereitschaft, nicht immer den bequemsten Weg zu gehen. Ein aktuelles Beispiel liefert das „Klima-Kabinett“ der Bundesregierung, dessen Gründung wohl auch als eine Reaktion auf die „Fridays for Future“-Demonstrationen verstanden werden kann.

Westermann: Wasser erscheint uns in Deutschland als selbstverständliches Konsumgut. Es kommt jederzeit sauber und trinkbar aus dem Hahn. Dass Wasser als eine der wichtigsten natürlichen Ressourcen nur in begrenztem Umfang verfügbar und deshalb schützenswert ist, haben nur wenige vor Augen. Wir sollten Wasserverschwendung und -verunreinigung in jeglicher Form bewusster wahrnehmen und mehr thematisieren. Neben der bereits erwähnten Lebensstilveränderung beim Konsum tierischer Produkte und bei Plastik sollte beim Einkauf stärker auf regionale und saisonale Güter geachtet und wasserintensive Lebensmittel wie Avocado, Kakao oder Sojabohnen nur in Maßen genossen werden. Ich plädiere dafür, Wasser stärker wertzuschätzen und gewissenhaft mit dieser lebenswichtigen Ressource umzugehen.

Interview: Simon Ratmann, Stabsstelle Presse und Kommunikation

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news-89377 Tue, 19 Mar 2019 15:57:05 +0100 Neues DFG-Projekt https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89377/ Historische Textanalysen in der Sprachwissenschaft Historische Textanalysen in der Sprachwissenschaft – Wie haben sich Texte im Laufe der Zeit verändert?

In einem neuen Forschungsprojekt der Universität Paderborn soll untersucht werden, wie sich Texte in Tageszeitungen und der sogenannten Erbauungsliteratur während der vergangenen Jahrhunderte verändert haben. Die Methode, die die Wissenschaftler dabei anwenden, soll zu einem standardisierten Verfahren der historischen Textanalyse werden. Neu bei der Vorgehensweise ist u. a. die Kombination von vollautomatischer Textanalyse und manueller Annotation. Neben den Prinzipien des Textsortenwandels geht es bei dem Vorhaben auch um das Zusammenspiel mit gesellschaftlichen Entwicklungen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt das Projekt mit insgesamt rund 458.000 Euro.

„Aufgrund ihrer Bedeutung als maßgebliche Genres für breite Bevölkerungsschichten sind Texte aus Zeitungen und der Erbauungsliteratur wichtige historische Dokumente. Allerdings sind weder Textsorten der Pressekommunikation im Zeitraum von 1830 bis 1930 noch solche der Erbauungsliteratur von 1600 bis 1800 bisher umfassend in ihrem Wandel beschrieben worden“, sagt Prof. Dr. Britt-Marie Schuster von der Universität Paderborn, die das Vorhaben leitet. Bei der Erbauungsliteratur handelt es sich um Texte und später Textsammlungen, die als Anleitungen für ein frommes und ehrenhaftes Leben mit religiöser Motivation verstanden werden können und die laut Schuster früher von einem Großteil der Bevölkerung gelesen wurden. „Die Daten beider Genres decken zusammen sowohl einen großen Zeitraum als auch ein breites Textsortenspektrum ab“, begründet Schuster deren Auswahl.

„Für die Studie nutzen wir mehrdimensionale Textsortenmodelle. Das heißt, wir differenzieren unter anderem zwischen thematischen, funktionalen und strukturellen aber auch zwischen sozialen und stilistischen Dimensionen und wollen zeigen, wie sich die daraus ergebenden Muster in den verschiedenen Textsorten manifestiert und weiterentwickelt haben.“ Die Texte, die den Wissenschaftlern dabei als Grundlage dienen, liegen als Korpora, also volldigitalisierte Textarchive, vor. Im Rahmen der Analyse werden computerlinguistische Verfahren eingesetzt und um manuelle Auswertungen ergänzt. Im Ergebnis sollen signifikante Merkmale und musterhafte Ausprägungen der Textsorten für verschiedene Epochen identifiziert werden.

Das Forschungsprojekt mit dem Titel „Die Evolution von komplexen Textmustern: Entwicklung und Anwendung eines korpuslinguistischen Analyseverfahrens zur Erfassung der Mehrdimensionalität des Textmusterwandels“ wird in Kooperation mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften durchgeführt und läuft bis 2022.

Nina Reckendorf, Stabsstelle Presse und Kommunikation

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news-89374 Tue, 19 Mar 2019 12:58:22 +0100 Elektrotechnisches Kolloquium – Gastvorträge von Dr.-Ing. Kai-Philipp Kairies von der RWTH Aachen am 9. April zu Alterungsmechanismen von Lithium-Ionen Batterien und Auswirkungen dezentraler Solarstromspeicher auf Netzbetreiber und Energieversorger https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89374/ Am Dienstag, 9. April, hält Dr.-Ing. Kai-Philipp Kairies, Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der RWTH Aachen, zwei Gastvorträge im Rahmen des Elektrotechnischen Kolloquiums an der Universität Paderborn im Hörsaal P 6.2.03. Am Dienstag, 9. April, hält Dr.-Ing. Kai-Philipp Kairies, Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der RWTH Aachen, zwei Gastvorträge im Rahmen des Elektrotechnischen Kolloquiums an der Universität Paderborn im Hörsaal P 6.2.03.

Um 16 Uhr geht Kairies in seinem Vortrag „Auswirkungen dezentraler Solarstromspeicher auf Netzbetreiber und Energieversorger“ unter anderem den Fragen nach, warum es Haushalten in Deutschland trotz großer Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) in den Wintermonaten nicht möglich ist, sich ausschließlich mittels selbsterzeugtem Solarstrom zu versorgen, und welche volkswirtschaftlichen Effekte PV-Speicher mit sich bringen. Anschließend spricht Kairies um 17 Uhr in seinem Vortrag „Alterungsmechanismen von Lithium-Ionen Batterien“ über Smartphones, Drohnen und emissionsfreien Verkehr und erklärt anhand von Praxisbeispielen die Bedeutung leistungsfähiger Batteriespeicher im Alltag.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen und die aktuellen Termine des Elektrotechnischen Kolloquiums finden Sie unter https://ei.uni-paderborn.de/forschung/forschung-im-profil/forschungsaustausch/kolloquium/.

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news-89373 Tue, 19 Mar 2019 08:31:55 +0100 Studieren im Alter: Seniorenstudium an der Universität Paderborn – Infoveranstaltung am 26. März https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89373/ Am 26. März findet um 16 Uhr im Hörsaal B1 der Universität Paderborn eine Informationsveranstaltung zum Studium für Ältere statt, zu der alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen sind. Am 26. März findet um 16 Uhr im Hörsaal B1 der Universität Paderborn eine Informationsveranstaltung zum Studium für Ältere statt, zu der alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen sind. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Im Studium für Ältere können Teilnehmer auch ein Universitäts-Zertifikat „Bürgerschaftliche Kompetenz in Wissenschaft und Praxis" erwerben, wenn sie ein zweijähriges Zertifikatsstudium absolvieren. In diesem Studium werden insbesondere inhaltliche und methodische Qualifikationen für ein gesellschaftliches und soziales Engagement bzw. Ehrenamt vermittelt. Damit erhalten Bürger in ihrem dritten Lebensabschnitt (oder auch vorher) die Möglichkeit, sich auf wissenschaftlichem Niveau mit spannenden aktuellen Fragen auseinanderzusetzen und Praxiskompetenz zu erlangen. 

Während des gesamten Studiums wird vom Team des Studiums für Ältere unter Leitung von Prof. Dr. Hans-Joachim Warnecke eine studienbegleitende Beratung gewährleistet. Weitere Informationen finden Sie unter www.uni-paderborn.de/studium/studium-fuer-aeltere.

Um sich im Alter einen aktiven, wachen Geist zu bewahren, bietet das Seniorenstudium der Universität Paderborn viele Anregungen, Kommunikationsmöglichkeiten mit Jung und Alt und nicht zuletzt viel Freude und Spaß. Die Universität ermöglicht Interessierten auch ohne Abitur die Einschreibung als Gasthörer und damit grundsätzlich die Teilnahme an allen Lehrveranstaltungen, sofern die Kapazität es zulässt.

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news-89369 Mon, 18 Mar 2019 13:28:06 +0100 Von der Relevanz der Sprache in der Medizin: Erste interdisziplinäre Arbeitstagung des DFG-Netzwerks „Linguistik & Medizin“ vom 27. bis 29. März an der Universität Paderborn https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89369/ „Die klinische Relevanz von Sprache wird bis heute unterschätzt“, sagt Dr. Marina Iakushevich von der Universität Paderborn. „Die klinische Relevanz von Sprache wird bis heute unterschätzt“, sagt Dr. Marina Iakushevich von der Universität Paderborn. Um das zu ändern, organisiert die Sprachwissenschaftlerin zusammen mit Yvonne Ilg (Zürich) und Theresa Schnedermann (Mannheim) die erste interdisziplinäre Arbeitstagung des Netzwerks „Linguistik und Medizin“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), die vom 27. bis 29. März an der Universität Paderborn stattfindet. In einer öffentlichen Podiumsdiskussion am Donnerstag, 28. März, werden ab 19.30 Uhr Experten aus den Bereichen Linguistik, Psychotherapie, Medizingeschichte und Wissenschaftsjournalismus diskutieren, wie sich die verschiedenen Perspektiven gegenseitig ergänzen und befruchten können. Im Fokus wird die Frage stehen, wie die Zusammenarbeit auf diesem multidisziplinären Feld konkret aussehen kann und wie die erzielten Ergebnisse in die medizinische Praxis überführt werden können. Weitere Informationen gibt es unter: www.linguistik-medizin.net.

„Wenn Krankheiten auftreten, dann verändert sich das Leben der Betroffenen grundlegend. Neben neuen medizinischen Inhalten müssen sich die Patienten an neue Gesprächssituationen und therapeutische Instruktionen gewöhnen. Sie müssen trotz Überforderung Entscheidungen treffen und orientieren sich dafür neben dem ärztlichen Rat an medialen Quellen“, so Iakushevich. Schuldzuschreibungen würden in Gesprächen oder Diskursen implizit oder offen formuliert und könnten zu Gefühlen der Scham, Ausgrenzung und Wut auf Seiten der Betroffenen führen. „Schon diese wenigen Stichpunkte verdeutlichen, dass ‚Krankheiten‘ hochkomplexe bio-psycho-soziale Phänomene sind und dass Gesprächen und Texten von der präventiven Aufklärung bis zur erfolgreichen Behandlung und Nachsorge eine wichtige Rolle zukommt“, so Iakushevich weiter.

Anknüpfend an Fragen, die sich daraus ergeben, haben sich die Mitglieder des Netzwerks „Linguistik und Medizin“ in den letzten zwei Jahren auf übergreifende Forschungsperspektiven verständigt, denen sie – über Einzelstudien hinweg – eine hohe medizinische und gesellschaftliche Relevanz beimessen und die sich in den Panels der Tagung und den Vorträgen der Tagungsteilnehmer wiederfinden. Dabei geht es insbesondere um Vorstellungen zu Ursachen und die Verantwortung für die eigene Gesundheit bzw. Krankheit, die Besonderheit von Sprachhandlungen in medizinisch-therapeutischen Zusammenhängen sowie die Wechselwirkungen zwischen Öffentlichkeit, subjektiven und fachlichen Krankheitstheorien.

Diskutiert wird ebenfalls die Frage, wie Forschungsergebnisse in geeigneter Form an die Öffentlichkeit kommuniziert werden können. Ziel solcher Bemühungen soll ein Dialog zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit sein, der die Rolle der sogenannten Medical Humanities sichtbar macht. Dies ist auch das Anliegen der öffentlichen Podiumsdiskussion zum Thema „Was macht die Humanmedizin zu einer humanen Medizin? Gelebte Multidisziplinarität als Chance und Herausforderung für Medical Humanities“. Iakushevich: „Die Forschungsergebnisse verschiedener medizinischer und sprachwissenschaftlicher Disziplinen sollen zum Anlass genommen werden, über die soziale, kulturelle und kommunikative Konstruktion von Krankheit und Gesundheit nachzudenken und darüber mit Vertretern aus Medizin, Psychotherapie, Medizingeschichte und Medien im Rahmen von Vorträgen und einer öffentlichen Podiumsdiskussion zu diskutieren.“

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news-89365 Mon, 18 Mar 2019 11:08:37 +0100 Mathematik für die Oberstufe: Erste Sommerschule der Universität Paderborn – Bewerbungen noch bis 15. Mai https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89365/ Vom 8. bis 10. Juli findet zum ersten Mal die Sommerschule PBMath des Instituts für Mathematik der Universität Paderborn in der Jugendherberge Wewelsburg statt. Vom 8. bis 10. Juli findet zum ersten Mal die Sommerschule PBMath des Instituts für Mathematik der Universität Paderborn in der Jugendherberge Wewelsburg statt. Schülerinnen und Schüler der Oberstufe sowie des letzten Jahres der Mittelstufe können sich bis zum 15. Mai um einen Platz bewerben. Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Informationen und das Bewerbungsformular gibt es unter go.upb.de/pbmath.

In drei Gruppen werden insgesamt 20 Schülerinnen und Schüler drei Tage lang an spannenden mathematischen Projekten arbeiten und dabei einen Einblick in die Mathematik jenseits des Schulalltags gewinnen. Begleitet werden sie dabei von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Paderborn. Juniorprofessor Tobias Weich und Doktorand Max Hoffmann organisieren beispielsweise ein Projekt zum Thema Chaos und Mathematik. Beim Projekt von Prof. Dr. Martin Kolb geht es um die Mathematik hinter der Suchmaschine Google und Juniorprofessorin Dr. Claudia Alfes-Neumann stellt spannende Fragen zum Thema Primzahlen vor.

Zusätzlich gibt das Unternehmen dSPACE Einblicke in die tägliche Arbeit eines Mathematikers in der Wirtschaft. Den Abschluss der Veranstaltung bildet eine Informationsveranstaltung zum Mathematikstudium an der Universität Paderborn.

Jun.-Prof. Alfes-Neumann hat eine solche Sommerschule bereits während ihrer Doktorandenzeit an der TU Darmstadt organisiert und freut sich auf die Sommerschule in diesem Jahr: „Es macht unheimlich viel Spaß, mit Schülern Mathematik jenseits des Schulalltags zu entdecken und ihnen einen Einblick in die Arbeit von Mathematikern zu geben."

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news-89359 Fri, 15 Mar 2019 14:27:01 +0100 Nightwash am 15. Juni um 20 Uhr an der Universität Paderborn https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89359/ Am Samstag, 15. Juni, findet um 20 Uhr ein Gastspiel des aus dem Fernsehen bekannten Stand-Up-Comedyformats "Nightwash" im Hörsaalgebäude L der Universität Paderborn statt. Am Samstag, 15. Juni, findet um 20 Uhr ein Gastspiel des aus dem Fernsehen bekannten Stand-Up-Comedyformats "Nightwash" im Hörsaalgebäude L der Universität Paderborn statt. Mit dabei sind Jan van Weyde (Moderator), Meltem Kaptan, Thorsten Bär und Timon Krause.

Karten sind bereits im Vorverkauf und bei allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Weitere Informationen unter: www.nightwash.de

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news-89355 Fri, 15 Mar 2019 11:19:05 +0100 Interview zum Tag der IT-Sicherheit: „Bei IT-Produkten muss Sicherheit von Anfang an mitgedacht werden“ https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89355/ Der Anfang des Jahres bekanntgewordene Datendiebstahl von deutschen Politikern und anderen Prominenten zeigte einmal mehr eindrucksvoll, wie wichtig das Thema IT-Sicherheit ist. Doch wie lässt sich die Digitalisierung unserer Gesellschaft sicher gestalten? Das ist am 27. und 28. März Thema des „Tags der IT-Sicherheit“ an der Universität Paderborn. Zur mittlerweile 14. Ausgabe der Veranstaltung werden Experten aus ganz Deutschland erwartet. Organisiert wird der Tag der IT-Sicherheit vom Kompetenz-bereich Digital Security des SICP – Soft-ware Innovation Campus Paderborn der Universität Paderborn. Im Interview sprechen die Organisatoren Prof. Dr.-Ing. Tibor Jager, Dr. Simon Oberthür, Prof. Dr. Eric Bodden und Prof. Dr. Johannes Blömer, Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Universität Paderborn, über zentrale Aspekte von IT-Sicherheit. Der Anfang des Jahres bekanntgewordene Datendiebstahl von deutschen Politikern und anderen Prominenten zeigte einmal mehr eindrucksvoll, wie wichtig das Thema IT-Sicherheit ist. Doch wie lässt sich die Digitalisierung unserer Gesellschaft sicher gestalten? Das ist am 27. und 28. März Thema des „Tags der IT-Sicherheit“ an der Universität Paderborn. Zur mittlerweile 14. Ausgabe der Veranstaltung werden Experten aus ganz Deutschland erwartet. Organisiert wird der Tag der IT-Sicherheit vom Kompetenzbereich Digital Security des SICP – Software Innovation Campus Paderborn der Universität Paderborn. Im Interview sprechen die Organisatoren Prof. Dr.-Ing. Tibor Jager, Dr. Simon Oberthür, Prof. Dr. Eric Bodden und Prof. Dr. Johannes Blömer, Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Universität Paderborn, über zentrale Aspekte von IT-Sicherheit. 

In den letzten Jahren berichteten Medien weltweit immer häufiger über Cyber-Attacken. Nimmt die Gefahr zu?

Tibor Jager: Die Zahl der Cyber-Attacken ist in den letzten Jahren in der Tat gestiegen. Ein Grund hierfür ist die zunehmende Digitalisierung von nahezu allen Lebensbereichen.  Ein weiterer Grund: Endgeräte und Server sind ständig mit dem Internet verbunden und bieten somit eine größere Angriffsfläche. Hinzu kommt die steigende Komplexität heutiger IT-Systeme – sie sind weitaus schwerer abzusichern als früher.

Was gilt es eigentlich genau zu schützen?

Simon Oberthür: Grundziele der IT-Sicherheit sind das Aufrechterhalten der Informationssicherheit, also das Gewährleisten von Vertraulichkeit, Verfügbarkeit und Integrität, sowie der Schutz der Persönlichkeitsrechte, das heißt von Privacy und Datenschutz. Generell muss diese Frage aber für jedes IT-Produkt neu beantwortet werden, denn unterschiedliche Produkte können durchaus unterschiedliche Schutzziele haben.

Wie können digitale Lösungen in Zukunft sicherer werden?

Eric Bodden: Sicherheit muss von Anfang an mitgedacht werden und in die Entwicklung von IT-Produkten integriert werden. Aktuell machen sich noch zu wenige Unternehmen bei der Produktentwicklung wirklich gezielt Gedanken darüber, gegen welche Angriffe sie das Produkt schützen müssen. Aber auch für den Betrieb muss die Sicherheit mitgedacht werden, um sie für langlebige IT-Systeme zu garantieren. Beispielsweise müssen sichere Updates im Unternehmen möglich sein. Sicherheit muss verständlich, nachhaltig und am besten beweisbar sein.

Immer mehr Menschen nutzen Messenger-Dienste aus einer Cloud, also einer IT-Infrastruktur, zur Kommunikation und speichern massenhaft Fotos, Videos und andere Daten in der Cloud. Wie steht es hier um die Sicherheit?

Johannes Blömer: Sichere Kommunikation sollte eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aufweisen. Damit können Daten sicher in der Cloud abgelegt werden, so dass weder der Cloudprovider noch eventuelle Dritte sie einsehen können. Nur der Sender und Empfänger einer Nachricht sind dann in der Lage zu lesen, was verschickt wurde.

Welche Maßnahmen können noch ergriffen werden?

Tibor Jager: Wichtig ist vor allem, bei den Nutzern das Bewusstsein für das Thema Sicherheit zu schärfen. Die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) trägt dazu beispielsweise durch ihre Dokumentationsprozesse bei.

 

Weitere Informationen zum „Tag der IT-Sicherheit“

Der „Tag der IT-Sicherheit“ findet am Mittwoch und Donnerstag, 27. und 28. März, jeweils ganztägig im Gebäude L der Universität Paderborn statt. Der erste Veranstaltungstag steht im Zeichen wissenschaftlich-technischer und anwendungsnaher Vorträge. Am zweiten Tag werden sechs Workshops angeboten. Hier können verschiedene Aspekte von IT-Sicherheit mit Experten diskutiert werden.

Am 28. März bietet unter anderem Thomas Biere vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) einen Workshop zum Thema „Digitalisierung von öffentlicher Verwaltung und Justiz“ an. Ein weiterer Workshop, geleitet von Henning Voß vom Verfassungsschutz NRW, beschäftigt sich mit „Cyberangriffen und Wirtschaftsschutz“.

Programm und Anmeldung unter: https://sicp.de/event/tdits19

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news-89353 Fri, 15 Mar 2019 09:20:40 +0100 Universität und Diözesanmuseum schließen Kultur- und Bildungspartnerschaft https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89353/ Seit der Ausstellung „Caritas - Nächstenliebe von den frühen Christen bis zur Gegenwart“ im Jahr 2015 besteht eine äußerst kreative Zusammenarbeit zwischen der Universität Paderborn und dem Diözesanmuseum. Seit der Ausstellung „Caritas - Nächstenliebe von den frühen Christen bis zur Gegenwart“ im Jahr 2015 besteht eine äußerst kreative Zusammenarbeit zwischen der Universität Paderborn und dem Diözesanmuseum.

Verdankt wird sie der Initiative Lothar van Laaks, der nach seiner Ernennung zum Professor für Neuere Deutsche Literatur am Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft der Universität Paderborn im Jahr 2014 mit der Bitte um Kooperation auf das Museum zugekommen war. Hier ist man sehr gern in die Zusammenarbeit eingestiegen und so werden seitdem Formate wie die „Dialoge im Museum“, zu denen sich van Laak Gesprächspartner aus den unterschiedlichsten wissenschaftlichen Disziplinen ins Museum einlädt, Seminare zur Museologie oder auch zum kreativen Schreiben erfolgreich und gemeinsam von beiden Partnern durchgeführt. Die Studierenden werden ganz unmittelbar in die Projekte einbezogen, sei es, dass sie einen Blog betreiben, der ein Ausstellungsthema vertieft, sei es, dass sie Ergebnisse einer Bachelor-Arbeit eigenverantwortlich in eine Hörstation im Museum einbringen oder projektbezogenen Unterricht mit Schülern durchführen.

Zeit, diese Kooperation auch offiziell zu besiegeln: Am Donnerstag, 14. März, unterzeichneten die Präsidentin der Universität Paderborn Frau Professor Birgitt Riegraf und der Generalvikar im Erzbistum Paderborn, Apostolischer Protonotar Alfons Hardt, den Kooperationsvertrag.

„Durch die enger werdende und großartige Kooperation zwischen der Universität und dem Museum eröffnet sich für die Studierenden ein weiterer Lernort, an dem sie Kultur und Geschichte anschaulich studieren und zusätzliche Kompetenzen in der Öffentlichkeitarbeit erwerben können.“, freut sich Frau Riegraf.

Generalvikar Alfons Hardt ergänzt: „Ich freue mich sehr über diese Kooperation, wird doch durch sie das Museum als Ort der Kulturvermittlung und des unmittelbaren Zugangs zu unserer Geschichte sowohl der nachfolgenden Wissenschaftsgeneration als auch einer breiteren Öffentlichkeit auf anschauliche Weise nahe gebracht.“

Das nächste große gemeinsame Projekt ist die Zusammenarbeit bei der Vorbereitung der Ausstellung „Peter Paul Rubens und der Barock im Norden“, die für 2020 geplant ist.

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news-89341 Fri, 15 Mar 2019 06:59:00 +0100 Jetzt um ein Deutschlandstipendium in OWL bewerben https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89341/ Die Stiftung Studienfonds OWL fördert Studierende mit 3.600 Euro pro Jahr Die Stiftung Studienfonds OWL fördert Studierende mit 3.600 Euro pro Jahr

Abiturientinnen, Abiturienten und Studierende aufgepasst: Ab sofort bis zum 6. Mai 2019 können sich Studierende und Studieninteressierte für ein Deutschlandstipendium der Stiftung Studienfonds OWL bewerben.

Voraussetzung ist, dass die Bewerberinnen und Bewerber im kommenden Wintersemester 2019/20 an der Universität Bielefeld, der Universität Paderborn, der Fachhochschule Bielefeld, der Hochschule Ostwestfalen-Lippe oder der Hochschule für Musik Detmold studieren. Bei der Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten werden die Schul- und Studienleistungen sowie ehrenamtliches Engagement und besonders herausfordernde persönliche Umstände berücksichtigt. „Bewerben ist ganz einfach“, so Projektkoordinator Fabian Klipsch, „denn die Bewerbung erfolgt online über unsere Website in nur fünf Schritten – das wichtigste ist, dass alle Angaben mit Dokumenten belegt werden, die ganz unkompliziert hochgeladen werden“.

Die Stipendien werden im Rahmen des Deutschlandstipendien-Programms vergeben und belaufen sich auf 3.600 Euro im Jahr. Das Stipendium wird einkommensunabhängig und auch unabhängig von BAföG gezahlt; das Geld steht zur freien Verfügung und muss nicht zurückgezahlt werden. Jedes Deutschlandstipendium wird jeweils zur Hälfte mit 1.800 Euro durch Mittel des Bundes und durch Spendengelder der Förderer des Studienfonds OWL finanziert. Zu diesen Förderern zählen Unternehmen, Stiftungen, Vereine sowie Privatpersonen aus der Region OWL. Neben der finanziellen Unterstützung bietet der Studienfonds OWL ein umfangreiches ideelles Förderprogramm in Kooperation mit seinen Förderern: Im Rahmen von Unternehmensbesuchen, Besichtigungen kultureller Einrichtungen wie Theater und Museen, Ausflügen in Kletterparks oder zum Geocaching, aber auch in Form von zahlreichen Workshops zur persönlichen Entwicklung haben die Stipendiatinnen und Stipendiaten mehrmals im Monat die Gelegenheit, am Programm der Stiftung teilzunehmen.

Bereits 2.000 junge Menschen per Stipendium gefördert

Aktuell werden an den fünf regionalen Hochschulen rund 440 Studierende mit einem Stipendium der Stiftung Studienfonds OWL unterstützt. Neben den Deutschlandstipendien werden in einem anderen Bewerbungsverfahren auch Sozialstipendien vergeben. Die betreffende Bewerbungsphase findet im August 2019 statt. Seit seiner Gründung im Jahr 2006 hat der Studienfonds OWL gemeinsam mit über 225 Förderern bereits über 2.000 Studierende mit einem Stipendium gefördert. Im aktuellen Wintersemester wurde die 2.000 Stipendiatin des Studienfonds OWL im Rahmen der feierlichen Stipendienvergabe geehrt.

Kontakte knüpfen und potenzielle Arbeitgeber kennen lernen

Das Stipendium verhilft den Studierenden auch zu neuen Kontakten. „Dieses regionale Stipendium, das wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Förderern vergeben, die die Stipendien anteilig mitfinanzieren, ist ideal dafür geeignet, dass sich die Stipendiatinnen und Stipendiaten untereinander austauschen“ so Katja Urhahne, Geschäftsführerin der Stiftung, und ergänzt: „Darüber hinaus haben alle durch uns geförderten jungen Menschen die Möglichkeit, frühzeitig Kontakt zu ihren Förderern zu knüpfen und so schon im Studium Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern hier in der Region aufzunehmen.“

Die Geschäftsstelle der Stiftung Studienfonds OWL wirbt in der Region für mehr Unterstützerinnen und Unterstützer bei der Finanzierung von Stipendien. Ziel ist es, bis zum Beginn des neuen Förderjahres möglichst viele neue Stipendien zu ermöglichen. Der Bund stellt den fünf am Studienfonds OWL beteiligten Hochschulen Geld für 900 Stipendien zur Verfügung, d. h. mehr als die Hälfte der Mittel kann bislang mangels privater Spender nicht abgerufen werden. Dies soll sich ändern. Unternehmen, Stiftungen, Vereine, Privatpersonen – jeder kann sich beteiligen und Förderer werden und dazu beitragen, leistungsstarke und engagierte junge Menschen zu unterstützen.

Bewerbungsprozess

Alle Informationen zum Bewerbungsprozess und das Online-Bewerbungsformular stehen unter http://www.studienfonds-owl.de/stipendien/deutschlandstipendium/ zur Verfügung. Bei offenen Fragen kann man sich gerne in der Studienfonds-Geschäftsstelle bei Fabian Klipsch melden unter 05251-605234.

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news-89351 Thu, 14 Mar 2019 15:50:37 +0100 Informationstechnologie trifft zivile Gefahrenabwehr – „safety days 2019“: Fachkongress und Hackathon vom 22. bis 24. März an der Universität Paderborn – Anmeldungen noch möglich https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89351/ Welche Chancen und Herausforderungen bringt der Einsatz von IT in der zivilen Gefahrenabwehr mit sich? Das ist von Freitag, 22. März, bis Sonntag, 24. März, Thema der „safety days 2019“ an der Universität Paderborn. Die Veranstaltung wendet sich so-wohl an Entscheidungsträger und Einsatz-kräfte der zivilen Gefahrenabwehr als auch an IT-Profis und -Amateure sowie Forscher, Studierende und die interessierte Öffentlichkeit. Teil der „safety days“ sind ein Fachkongress mit bundesweiten Experten, eine Messe sowie ein „48 Stunden Hackathon“, bei dem Teams IT-Lösungen für die zivile Gefahrenabwehr erarbeiten sollen. Schirmherr der Veranstaltung ist Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW. Veranstaltungsort ist das Universitätsgebäude L am Pohlweg. Interessierte können sich für den Fachkongress und den Hackathon noch unter www.safetydays.de anmelden. Welche Chancen und Herausforderungen bringt der Einsatz von IT in der zivilen Gefahrenabwehr mit sich? Das ist von Freitag, 22. März, bis Sonntag, 24. März, Thema der „safety days 2019“ an der Universität Paderborn. Die Veranstaltung wendet sich sowohl an Entscheidungsträger und Einsatzkräfte der zivilen Gefahrenabwehr als auch an IT-Profis und -Amateure sowie Forscher, Studierende und die interessierte Öffentlichkeit. Teil der „safety days“ sind ein Fachkongress mit bundesweiten Experten, eine Messe sowie ein „48 Stunden Hackathon“, bei dem Teams IT-Lösungen für die zivile Gefahrenabwehr erarbeiten sollen. Schirmherr der Veranstaltung ist Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW. Veranstaltungsort ist das Universitätsgebäude L am Pohlweg. Interessierte können sich für den Fachkongress und den Hackathon noch unter www.safetydays.de anmelden.

Fachkongress mit bundesweiten Experten und Messe am 22. März

Am Freitag, 22. März, findet von 9 bis 17 Uhr im Gebäude L der Fachkongress mit Vorträgen zu aktuellen Möglichkeiten und zukünftigen Herausforderungen an der Schnittstelle von Informationstechnologie und ziviler Gefahrenabwehr statt. Parallel wird im Foyer eine Messe mit Ausstellern aus Forschung und Wirtschaft angeboten. Abgerundet wird der Kongress mit Vorführungen zum Thema „Informationstechnologie trifft zivile Gefahrenabwehr“.

Vorträge halten u. a. Vertreter der zivilen Gefahrenabwehr – so Albrecht Broemme, Präsident des Technischen Hilfswerks (THW), Dirk Aschenbrenner, Präsident der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. (vfdb) und Direktor der Feuerwehr Dortmund, Dr. Dieter Nuessler, Vizepräsident der European Emergency Number Association (EENA), und Christoph Schöneborn, Landesgeschäftsführer des Verbandes der Feuerwehren in NRW e. V. (VdF NRW).

Beim 48-Stunden-Hackathon sollen IT-Lösungen für die zivile Gefahrenabwehr entwickelt werden

Beim 48-Stunden-Hackathon sollen Teams von Freitag- bis Sonntagabend in sogenannten „Challenges“ IT-Lösungen zu Themen wie Serious Gaming, SmartHome, Smart Data und 3D-Druck erarbeiten. Betreuer der Challenges sind u. a. das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), das Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen (IdF NRW) und das Deutsche Rote Kreuz e. V. (DRK). Sie werden von IT-Unternehmen technisch unterstützt. Am Sonntag werden die Ergebnisse von einer Expertenjury bewertet und die besten Teams prämiert. Für die Siegerehrung spendet die Sparkasse Paderborn-Detmold 1.000 Euro.

Ausrichter der Veranstaltung ist die Fachgruppe Computeranwendung und Integration in Konstruktion und Planung (C.I.K.) der Universität Paderborn, die von Prof. Dr.-Ing. Rainer Koch geleitet wird.

Das komplette Programm und weitere Infos unter www.safetydays.de oder auf den Social Media-Kanälen:

facebook.com/safetyldays  

twitter.com/safety_days

www.instagram.com/safety_days

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news-89349 Thu, 14 Mar 2019 15:08:48 +0100 Ökonomische Auswirkungen der Digitalisierung: Prof. Dr. Dennis Kundisch übernimmt Department in Wirtschaftsinformatik-Fachzeitschrift https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89349/ In der letzten Sitzung des Editorial Boards der Fachzeitschrift „Business & Information Systems Engineering“ (BISE) wurde Prof. Dr. Dennis Kundisch von der Universität Paderborn zum Editor des Departments „Economics of Information Systems“ bestimmt. Hier werden Forschungsbeiträge begutachtet und veröffentlicht, in denen die Auswirkungen der Digitalisierung auf ökonomisch relevante Zielgrößen, wie Preise, Umsätze oder Gewinne, analysiert werden. In der letzten Sitzung des Editorial Boards der Fachzeitschrift „Business & Information Systems Engineering“ (BISE) wurde Prof. Dr. Dennis Kundisch von der Universität Paderborn zum Editor des Departments „Economics of Information Systems“ bestimmt. Hier werden Forschungsbeiträge begutachtet und veröffentlicht, in denen die Auswirkungen der Digitalisierung auf ökonomisch relevante Zielgrößen, wie Preise, Umsätze oder Gewinne, analysiert werden.

BISE ist in sieben Departments gegliedert, die jeweils von zwei Department-Editoren verantwortet werden. Kundisch, der die Professur für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Digitale Märkte, an der Universität Paderborn, innehat, wird das Department „Economics of Information Systems“ mit Prof. Dr. Kai Lung Hui von der Hong Kong University of Science and Technology leiten.

Die im Wissenschaftsverlag Springer erscheinende englischsprachige Zeitschrift BISE feiert in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen und ist eine der wenigen international etablierten wirtschaftswissenschaftlichen Zeitschriften, die von Deutschland aus verantwortet werden. BISE gehört zu den international führenden Wirtschaftsinformatikzeitschriften.

Als Associate Editor ist Kundisch bereits seit 2012 bei BISE im Department „Economics of Information Systems“ engagiert. Neben Kundisch arbeiten bei BISE weitere Paderborner Professoren der Wirtschaftsinformatik mit. So sind Prof. Dr. Daniel Beverungen im Department „Business Process Management“, Prof. Dr. Guido Schryen im Department „Decision Analytics and Data Science” und Prof. Dr. Oliver Müller im Department „Economics of Information Systems“ als Associate Editoren tätig.

Weitere Informationen zur Forschung von Dennis Kundisch: https://wiwi.uni-paderborn.de/dep3/winfo2

Weitere Informationen zu BISE: http://www.bise-journal.com

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news-89347 Thu, 14 Mar 2019 14:31:55 +0100 Den eigenen Platz in der Welt verloren – Interview mit Prof. Dr. Roberth Kunath und Dr. Marieke Borren zur Aktualität von Hannah Arendts Philosophie der Migration https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89347/ Im Dezember 2018 fand an der Universität Paderborn die internationale interdisziplinäre Konferenz „Hannah Arendt: Challenges of Plurality“ statt. Die Veranstaltung versammelte über 70 Arendt-Forscherinnen und Forscher sowie Personen, die an den Beiträgen zur aktuellen Relevanz der Philosophin Interesse hatten. Die Konferenz wurde durch ein Projektseminar von Dr. Maria Robaszkiewicz vom Fach Philosophie der Universität Paderborn begleitet. Am Rande der Konferenz sprachen Angelika Peplinski und Tim Teichert mit Prof. Dr. Robert Kunath vom Illinois College/USA und Dr. Marieke Borren von der niederländischen Utrecht University über Hannah Arendts Philosophie der Migration. Im Dezember 2018 fand an der Universität Paderborn die internationale interdisziplinäre Konferenz „Hannah Arendt: Challenges of Plurality“ statt. Die Veranstaltung versammelte über 70 Arendt-Forscher und Forscherinnen sowie Personen, die an den Beiträgen zur aktuellen Relevanz der Philosophin Interesse hatten. Die Konferenz wurde durch ein Projektseminar von Dr. Maria Robaszkiewicz vom Fach Philosophie der Universität Paderborn begleitet. Am Rande der Konferenz sprachen Angelika Peplinski und Tim Teichert mit Prof. Dr. Robert Kunath vom Illinois College/USA und Dr. Marieke Borren von der niederländischen Utrecht University über Hannah Arendts Philosophie der Migration.

Frau Borren, Herr Kunath, in ihrem Essay „Wir Flüchtlinge“ beschreibt Hannah Arendt die Erfahrung, ein Flüchtling zu sein. Was ist besonders bemerkenswert an Arendts Schilderungen?

Borren: Wenn ich über Arendts Abhandlung lehre, dann benutze ich immer ein bestimmtes Zitat: „Als Juden besitzen wir keinerlei rechtlichen Status in dieser Welt. Wenn wir damit anfangen würden, die Wahrheit zu sagen, dass wir nichts als Juden sind, dann würden wir uns dem Schicksal des bloßen Menschseins aussetzen.“ Dieses Zitat betrifft zwar Juden, aber es gilt ebenso für Flüchtlinge im Allgemeinen. Es dreht sich um den Gedanken, den eigenen Platz in der Welt verloren zu haben. Das ist für mich die zentrale Idee in Arendts Essay. Er ist eine phänomenale Analyse dessen, was genau dieser Verlust bedeutet. Flüchtlinge werden auf das Menschsein reduziert, was mehrere Sachen bedeutet. Vor allem erweist sich der Glaube, dass ein Mensch von Natur aus Würde hat, einfach dadurch, dass er als Mensch geboren wurde, als Fiktion. Zum ersten Mal in der Geschichte wurde offensichtlich, dass der Gedanke einer angeborenen Menschenwürde eine Lüge ist, denn Menschlichkeit kann nur durch nationale Identität und Staatsangehörigkeit Wert verschafft werden.

Kunath: Als Historiker lese ich Arendts Essay hauptsächlich in Bezug auf sie und die Zeit, in der sie lebte. Arendts Text konzentriert sich auf ihre Diagnose eines bestimmten jüdischen Bewusstseins, die eigene Identität zurückgelassen zu haben. Arendt verfolgt das zurück bis zu der Zeit, in der Juden noch Mitglieder einer nationalen Gemeinde waren. Als sie Franzosen oder Deutsche waren, waren sie dennoch nie den anderen Franzosen oder Deutschen gegenüber gleichgestellt. Daher gehörten sie schon damals nicht dazu. Als sie Flüchtlinge wurden, kam es automatisch dazu, dass sie sich immer anpassten, wenn sie an einen neuen Ort kamen. Dadurch entstand auch eine philosophische Frage: Welches Recht hat ein Migrant auf seine eigene Identität? Arendt sagt den Juden ganz klar, dass sie sich selber als Juden anerkennen müssen.

Borren: Arendt meint also eine Art Identitätspolitik.

Kunath: Genau. Und als sie Karl Jaspers über das Leben in den USA nach dem Zweiten Weltkrieg schrieb, sagte sie, eine der großartigen Sachen daran sei, dass man ein Bürger sein könne, ohne sich anzupassen. Sie wollte eine Identität zurückbekommen und ich glaube, dass der Verlust dieser Identität etwas ist, was gegen einen selbst arbeitet. Andererseits bedeutet Einwanderer in Amerika zu sein, dass es normalerweise einen Weg zur Anpassung über mehrere Generationen gibt – und darüber herrscht eine gewisse Spannung. Arendt schreibt auch über die Grausamkeit eines Staatssystems, das erlaubt, die Schwächsten zu missbrauchen. Das lässt ihren Essay außerordentlich aktuell erscheinen.

Arendt schrieb ihren Essay vor 75 Jahren. Worin genau bestehen die Verbindungen zwischen ihrem Ansatz und der aktuellen Lage, vor allem der sogenannten Flüchtlingskrise?

Borren: Das internationale System hat sich seither nicht wirklich verändert. Natürlich wurde die Genfer Flüchtlingskonvention unterschrieben, aber wenn wir uns die Situation heute anschauen, dann gibt es tatsächlich viele Parallelen zu Arendts Zeit. Eine ist das Problem der Abschiebung. Darauf weist schon Arendt hin und das ist auch heutzutage eine der größten Schwierigkeiten. Darüber hinaus: In einer Welt, in der Menschenwürde so eng mit einer Staatsbürgerschaft verbunden ist, resultiert der Verlust einer solchen darin, dass Menschen auf ihr nacktes Dasein reduziert werden. Hannah Arendt zeigt bereits in ihrem Essay, dass ein staatenloser Flüchtling der Gefahr von Abschiebung und Arrest ausgesetzt ist. Es scheint so, dass es uns als internationaler Gemeinschaft und als menschliche Wesen immer noch an Kreativität mangelt, sodass wir auch heute auf Mittel wie Flüchtlingslager zurückgreifen.

Kunath: Es scheint mir so, dass die heutige Relevanz von Arendts Essay auf einer gewissen Rückkehr zu der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg beruht. Sie erinnern sich vielleicht an Fancis Fukuyamas Artikel „Das Ende der Geschichte“. Ich glaube nicht, dass wir am Ende der Geschichte angelangt sind, sondern, dass wir gerade in der Geschichte zurückgehen. Der Kalte Krieg bildet eine Ausnahme und wenn wir über die Dynamiken der 1930er Jahre nachdenken – mit dem Aufstieg der autoritären Herrschaft und den Ungleichheiten beim Vermögen – gibt es Parallelen zu unserer heutigen Situation. Das denke ich beispielsweise, wenn ich den US-Präsidenten Folter befürworten oder „America first” sagen höre. Die Relevanz von Arendts Essays besteht darin, dass gewisse politische Phänomene zurückgekehrt sind und es gibt keine konzentrierten Anstrengungen, diese Sachen angemessen anzusprechen. Jeder versucht es zu vermeiden, zu viel involviert zu sein und das Problem lösen zu müssen, weil das mit gewissen Lasten verbunden ist. Und in einer Zeit der wachsenden sozialen Ungleichheit ist der politische Brauch, schutzlose Leute zu verteufeln, sehr beängstigend.

Borren: Das ist es. Ich finde es interessant, dass wir eine Rückkehr zu alten Problemen sehen, aber es ist wichtig zu betonen, dass sie mit einer Veränderung, einer neuen Wendung kommen. Auch dies ist eine Idee Hannah Arendts: Wir sollten nicht einfach auf die Geschichte schauen, da Geschichte sich prinzipiell nie auf die gleiche Art wiederholt. Das Neue ist niemals bloß das Alte in Verkleidung.

Kommen wir noch einmal zum Thema Migration. Hannah Arendt schreibt explizit über Flüchtlinge. Gibt es Verbindungen zwischen Flüchtlingen und regulären Migrantinnen und Migranten? Arendt bezieht sich beispielsweise häufig auf Staatenlosigkeit. Kann diese auch auf reguläre Migranten zutreffen und falls ja, auf welche Art und Weise?

Borren: Ich sträube mich, verschiedene Arten von Migranten zu vergleichen und „Migrant“ als generellen Begriff zu benutzen. Ich glaube, dass dieses Gefühl, keinen Platz in der Welt zu haben, für bestimmte Gruppen von Migranten nicht gilt. Ich habe zum Beispiel die letzten zwei Jahre in Südafrika gelebt. Ich war eine Fremde, aber ich gehörte zur am meisten privilegierten Gruppe von Migranten. Meine Situation war daher nicht einmal annährend mit der einer staatenlosen Person, eines Flüchtlings oder einer illegalen Migrantin vergleichbar.

Frau Borren, in Ihrem Artikel schreiben Sie, dass Flüchtlinge zugleich „an einer schädlichen Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit leiden“. Würden Sie sagen, dass dies auch auf ihre heutige Situation zutrifft?

Borren: Ich habe den Artikel vor der sogenannten Flüchtlingskrise geschrieben, aber ich glaube, für Flüchtlinge hat sich nicht sehr viel verändert. Allerdings sollten wir mehr darüber sprechen, welche Strategien es für Flüchtlinge gibt, um Sichtbarkeit wiederzuerlangen.

Wie können Flüchtlinge und illegale Migrantinnen und Migranten Sichtbarkeit wiedererlangen und damit ihre Handlungsfähigkeit wiedergewinnen? Und wie können eventuell andere dazu beitragen?

Kunath: In ihrem Werk „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“ sagt Arendt, dass ein Angriff auf die Rechte einer Person ein Angriff auf die Rechte von uns allen ist und ich bin immer noch von diesem Gedanken überzeugt. Wir müssen verstehen, dass die Rechte, die Migration regulieren, nicht nur andere Menschen betreffen, sondern uns alle. Deshalb müssen wir Solidarität mit Migranten zeigen und diese Themen mitverfolgen, vor allem diejenigen von uns, die privilegiert genug sind, sich nicht um den eigenen Aufenthaltsstatus fürchten zu müssen. Migranten können protestieren und handeln, sie haben diese Fähigkeit nicht verloren, sind aber viel mehr gefährdet als viele von uns.

Borren: Ich stimme dem zu. Migranten gehören prinzipiell zu dem “Wir” der Menschheit. Sie können Rechte in Anspruch nehmen, weil sie auch Rechte haben. Bestimmte Gruppen von Flüchtlingen und Migranten ohne Aufenthaltsstatus haben allerdings keine Rechte. Sie befinden sich in einer paradoxen Situation, in der sie etwas behaupten müssen, das sie nicht haben. Dies entspricht Arendts Auffassung des Rechts, Rechte zu haben. Die eigenen Rechte in Anspruch zu nehmen bedeutet, diese bereits zu haben.

Oft wird Bezug auf eine Aussage von Jacques Rancière genommen: Flüchtlinge, die unsichtbar sind, sollten vortäuschen zu dem kollektiven “Wir” dazuzugehören. Sie sollten so tun, als wären sie etwas, was sie eigentlich nicht sind. In einer provokativen und einfallsreichen Weise sollten sie die Situation hervorsehen, in der sie landen möchten, eine Situation, in der sie Rechte einfordern können. Ob man dieser Idee nun zustimmt oder nicht: Rancières Aussage zeigt dennoch, dass Sichtbarkeit das Resultat kollektiver Bemühungen ist, was auch Arendts Auffassungen entspricht. Daher sollten Menschen zusammen handeln um eine solche Sichtbarkeit wiederzuerlangen. Der zweite Teil der Frage, inwiefern andere dazu beitragen können, ist schwierig zu beantworten. Es gibt beispielsweise den Vorschlag, sich von der eigenen Staatsbürgerschaft zu „disidentifizieren“, im Sinne von „Das passiert nicht unter unserem Namen”. Eine andere Möglichkeit wäre es, sich restlos mit denen zu identifizieren, die keine Rechte besitzen und zu sagen, dass wir alle Flüchtlinge sind. Zwar kann dies eine sehr starke Botschaft vermitteln, aber es scheint mir dennoch unaufrichtig, weil ich eben kein Flüchtling bin. Die Situation der Menschen ohne Rechte wird dabei heruntergespielt. Eine andere Herangehensweise wäre das Handeln im Namen der Flüchtlinge. Allerdings wie so oft, wenn man im Namen einer marginalisierten Gruppe handelt, geht das mit einer bestimmten Arroganz einher. Deshalb sollten wir hier besonders vorsichtig sein, vor allem mit Blick auf die Auswirkungen von Mitleid und Mitgefühl mit dem Leiden anderer. Dies beinhaltet oft eine Herabsetzung der Flüchtlinge auf leidende Körper, auf eine homogene Masse. Das sieht man häufig auch bei denjenigen, die die besten Absichten haben.

Prof. Dr. Robert Kunath ist William and Charlotte Gardner Professor der Geschichte am Illinois College/USA. Er forscht zur neueren deutschen Geschichte, insbesondere der Interaktion zwischen Kunst und Politik, und zur Geschichte des Holocaust.

Dr. Marieke Borren ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Utrecht University und der Open University in den Niederlanden. Sie ist Autorin zahlreicher Publikationen zu Hannah Arendt und Migration.

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news-89343 Thu, 14 Mar 2019 11:05:58 +0100 Dr. Vanessa Flagmeier und Dr. Britta Hoyer erhalten Preis der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89343/ Dr. Vanessa Flagmeier und Dr. Britta Hoyer, Wirtschaftswissenschaftlerinnen an der Universität Paderborn, haben den „Dean’s Young Scholar Research Award“ der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften erhalten. Beide Wissenschaftlerinnen wurden für ihre im vergangenen Jahr veröffentlichten Forschungsbeiträge in international renommierten Fachzeitschriften ausgezeichnet. Wissenschaftlerinnen für Publikationen in internationalen Fachzeitschriften ausgezeichnet

Dr. Vanessa Flagmeier und Dr. Britta Hoyer, Wirtschaftswissenschaftlerinnen an der Universität Paderborn, haben den „Dean’s Young Scholar Research Award“ der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften erhalten. Beide Wissenschaftlerinnen wurden für ihre im vergangenen Jahr veröffentlichten Forschungsbeiträge in international renommierten Fachzeitschriften ausgezeichnet.

Flagmeier forschte innerhalb eines internationalen Autorenteams zu Wettbewerbseffekten bei der Anwendung von neuen internationalen Rechnungslegungsstandards. Die Studie erschien unter dem Titel „Product market effects of IFRS adoption“ im Herbst 2018 im „Journal of Accounting and Public Policy“, einer internationalen Fachzeitschrift für Rechnungslegung. Prof. Dr. Jens Müller vom Department „Taxation, Accounting and Finance“ der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Doktorvater von Flagmeier freut sich über die Anerkennung der Forschungsergebnisse: „Der Forschungsbeitrag von Vanessa Flagmeier weist auf neue Erkenntnisse von gesamtwirtschaftlichen Folgen hin, die bei der zukünftigen Einführung oder Überarbeitung von Standards Berücksichtigung finden sollten.“

Hoyer wurde für ihre Forschungen im Bereich der theoretischen und experimentellen Mikroökonomie geehrt. Dazu veröffentlichte sie im vergangenen Jahr gemeinsam mit weiteren Autoren drei Aufsätze in internationalen Fachzeitschriften. Eine wissenschaftliche Arbeit erschien in der Fachzeitschrift „Games“. Ein zweiter Forschungsbeitrag wurde vom „Journal of Economic Behvaviour and Organization“ aufgegriffen. In beiden Publikationen steht die Frage im Mittelpunkt, welche Netzwerkstrukturen sich bilden, wenn Netzwerke von außen angegriffen werden und von welchen ökonomischen Größen dies abhängt. Die dritte Forschungsarbeit erschien in der Fachzeitschrift „Applied Economics Letters“ und geht der Frage nach, welche Faktoren den Wettbewerb auf dem Markt für Prepaid-Handyverträge beeinflussen. Über die Anerkennung der Forschungsergebnisse freut sich Prof. Dr. Burkhard Hehenkamp vom Department „Economics“ der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Mentor von Britta Hoyer: „Dies unterstreicht die bedeutende Forschungsleistung von Britta Hoyer und ihren Co-Autoren. Mit den drei Publikationen, aber auch bereits im Vorfeld bei der Anbahnung dieser Publikationen durch zahlreiche internationale Vorträge und Präsentationen, hat Dr. Hoyer in außerordentlichem Maße zur internationalen Sichtbarkeit der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften beigetragen. Damit hat sie zugleich ihre kooperativen und koordinativen wissenschaftlichen Fähigkeiten sehr erfolgreich unter Beweis gestellt. Im Kollegium begrüßen wir die Auszeichnung von Dr. Britta Hoyer ausdrücklich.“

Weitere Informationen zu den publizierten Forschungsergebnissen von Flagmeier und Hoyer

In ihrer Forschungsarbeit widmete sich Vanessa Flagmeier zusammen mit den US-amerikanischen und kanadischen Wissenschaftlern Jimmy F. Downes und David Godsell den Wettbewerbseffekten im Rahmen der Anwendung der neuen internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS (International Financial Reporting Standards), die in der Europäischen Union seit 2005 für börsenorientierte Unternehmen verpflichtend sind. Während sich die bisherige Literatur insbesondere auf Kapitalmarkteffekte sowie Auswirkungen auf Transparenz und Vergleichbarkeit von Jahresabschlüssen konzentriert, zeigt die Studie, dass die Folgen der IFRS-Einführung viel weitreichender sind. „Da nicht alle Unternehmen in der EU gleichermaßen von den neuen Standards betroffen sind, kommt es zu Verschiebungen von Marktanteilen. Insbesondere für nicht börsennotierte Unternehmen, die nicht verpflichtet sind, die Standards anzuwenden, kann es dadurch zu einer nachteiligen Wettbewerbssituation kommen“, erläutert Flagmeier. Diese von der Literatur bisher weitgehend unberücksichtigten Auswirkungen zeigen eine „Nebenwirkung“ der Umstellung auf die internationalen Rechnungslegungsstandards auf. Die Forschungsergebnisse sind zum einen für die betroffenen Unternehmen relevant, zum anderen aber auch für die zukünftige Entwicklung von Rechnungslegungsstandards.

Link zum Abstract der ausgezeichneten Publikation von Vanessa Flagmeier:
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0278425418301868


Einer der Forschungsschwerpunkte von Britta Hoyer ist die Analyse der Robustheit von Netzwerken. Zu den prämierten Arbeiten zählen zwei experimentelle Analysen zu dieser Thematik: Den ersten Artikel verfasste Hoyer in Zusammenarbeit mit Stephanie Rosenkranz von der Universität Utrecht unter dem Titel „Determinants of Equilibrium Selection in Network Formation - An Experiment“. Für den zweiten Artikel arbeitete Hoyer zusammen mit Sonja Recker, Behnud Mir Djawadi und Angelika Endres von der Universität Paderborn. Der Titel des Forschungsbeitrags lautet „Network Formation and Disruption - An Experiment: Are equilibrium networks too complex?”. In beiden Papieren befasst sich die Paderborner Wissenschaftlerin mit der Frage, inwieweit die Möglichkeit, dass ein Netzwerk zu einem späteren Zeitpunkt von außen attackiert werden kann, dazu führt, dass ein strukturell sicheres Netzwerk gebaut wird. Methodisch greifen beide Papiere auf ein ökonomisches Experiment als Grundlage zurück, in dem die Teilnehmer basierend auf ihren Entscheidungen bezahlt werden. Es wird gezeigt, dass bei drohenden Angriffen Designer meist Netzwerke bauen, die eine sehr prominente und einfache Form haben, wie z. B. die eines Sternes, in dem ein Knoten in der Mitte des Netzwerkes steht und mit allen anderen Knoten verbunden ist. In Netzwerken, in denen die Teilnehmer selbst über ihre Verbindungen entscheiden, kommt es häufiger dazu, dass die drohende Attacke dazu führt, dass überhaupt keine Verbindungen erstellt werden.

In dem dritten, gemeinsam mit Daniel Kaimann von der Universität Paderborn verfassten Papier „Price competition and the Bertrand model: The paradox of the German mobile discount market“ beschäftigt sich Hoyer mit der Frage, wie der Wettbewerb auf dem Markt für Prepaid-Handyverträge gestaltet ist und wie er die Entscheidung der Kunden beeinflusst. Die Studie nutzt Daten über die Anzahl an Klicks pro Tag auf Angebote von verschiedenen Mobilfunkanbietern von einer Preisvergleich-Website. Hoyer: „Wir zeigen in der Studie, dass es sich hier um einen Markt handelt, bei dem aus Sicht der industrieökonomischen Theorie reiner Preiswettbewerb herrschen sollte – auf dem die Kundenentscheidung also alleine vom Preis abhängig ist und verschiedene Anbieter daher alle den gleichen Preis setzen sollten. Allerdings finden wir, dass dies nicht der Fall ist, sondern dass die Preise der verschiedenen Anbieter unterschiedlich sind und sich auch nicht über die Zeit einander annähern. Zudem können wir zeigen, dass stattdessen Marken eine Rolle bei der Kundenentscheidung spielen.“

Internetlinks zu den ausgezeichneten Publikationen von Britta Hoyer:

  1. Determinants of Equilibrium Selection in Network Formation - An Experiment
    B. Hoyer, S. Rosenkranz, Games (2018)
    https://www.mdpi.com/2073-4336/9/4/89
     
  2. Network Formation and Disruption - An Experiment: Are equilibrium networks too complex?
    A.E. Endres, S. Recker, B. Mir Djawadi, B. Hoyer, Journal of Economic Behavior and Organization (2018)
    https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0167268118303007?via%3Dihub
     
  3. Price competition and the Bertrand model: The paradox of the German mobile discount market
    D. Kaimann, B. Hoyer, Applied Economics Letters (2018), pp. 54-57
    https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/13504851.2018.1436141


Über den „Dean’s Young Scholar Research Award“

Mit der Auszeichnung sollen die Erfolge des wissenschaftlichen Nachwuchses der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften noch sichtbarer und exzellente Grundlagenforschung gewürdigt werden. „An unserer Fakultät wird Hervorragendes geleistet und es ist an der Zeit, dies noch stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Mit der Einführung der Dean’s Young Scholar Awards haben wir als Fakultät einen weiteren Schritt in diese Richtung unternommen“, so Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane, Dekanin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften.

Die Fakultät sieht in den erreichten Publikationserfolgen von Dr. Vanessa Flagmeier und Dr. Britta Hoyer in international renommierten Journals eine Verstärkung der nationalen und internationalen Sichtbarkeit der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn im Bereich der Spitzenforschung. Sureth-Sloane: „Auch die internationale Anbindung der Fakultät an forschungsstarke Universitäten zeigt sich in diesen gemeinsamen Publikationserfolgen.“

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news-89339 Thu, 14 Mar 2019 09:07:21 +0100 Internationale Arbeitstagung Flüssigkristalle an der Universität Paderborn https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89339/ Vom 27. bis zum 29. März findet an der Universität Paderborn die 46. internationale Arbeitstagung „Flüssigkristalle“ statt. Vom 27. bis zum 29. März findet an der Universität Paderborn die 46. internationale Arbeitstagung „Flüssigkristalle“ statt. Dort stellen in- und ausländische Wissenschaftler aus den Bereichen Physik, Chemie und Ingenieurwesen ihre neuesten Forschungsergebnisse und technischen Entwicklungen vor, tauschen Erfahrungen aus und diskutieren über Entwicklungsperspektiven für ihr interdisziplinäres Fachgebiet. Die Tagung findet – nach 2005 und 2013 – bereits zum dritten Mal in Paderborn statt.

Einen Höhenpunkt bildet am 28. März die Verleihung des Alfred-Saupe-Preises. Der Preis wird im Gedenken an einen bedeutenden Pionier der Erforschung der Flüssigkristalle, Prof. Alfred Saupe, verliehen. In diesem Jahr werden die herausragenden Verdienste von Prof. Pawel Pieranski (Université Paris-Sud) durch diesen Preis gewürdigt. Die Tagung, zu der ca. 100 Teilnehmer – u. a. auch aus Polen, Frankreich, Luxemburg und den USA – erwartet werden, dient traditionell auch der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. So wird am 29. März der Jungwissenschaftlerpreis der Deutschen Flüssigkristall-Gesellschaft verliehen. An der Organisation der Tagung wirken neben Prof. Dr. Heinz Kitzerow und Frau Prof. Dr. Claudia Schmidt, Physikalische Chemie, zwei Nachwuchswissenschaftler federführend mit: Dr. Jürgen Schmidtke und Dr. Alexander Lorenz, beide vom Fachgebiet Physikalische Chemie der Universität Paderborn.

Kitzerow: „Flüssigkristalle (geordnete Flüssigkeiten) spielen in der Struktur und Funktion lebender Organismen eine wesentliche Rolle und begegnen uns im Alltag häufig basierend auf ihrer technischen Anwendung in Flachbildschirmen (Liquid Crystal Displays, LCDs). Aufgrund ihrer außergewöhnlichen Eigenschaften stehen sie im Mittelpunkt vieler aktueller Forschungsprojekte. Beispielsweise gehen neueste Theorien davon aus, dass flüssigkristalline Strukturen bereits bei der Entstehung des Lebens eine wichtige Rolle gespielt haben. In der Technik finden Flüssigkristalle zunehmend neue Anwendungen im Bereich nanostrukturierter, künstlicher Materialien (Metamaterialien).“ Sie erobern auch in Spektralbereichen außerhalb des sichtbaren Lichts neue Anwendungsgebiete, z. B. in der Telekommunikation oder der optischen Datenverarbeitung, in chemischen Analysegeräten und in Antennen für Radio- oder Mikrowellen.

„In der internationalen Flüssigkristallforschung genießt der Standort Paderborn eine hohe Bekanntheit und einen sehr guten Ruf“, so Kitzerow. Schon kurz nach der Gründung der damaligen Gesamthochschule Paderborn im Jahr 1972 habe der Physikochemiker Prof. Horst Stegemeyer dort die entsprechende Forschung etabliert und gemeinsam mit Prof. Peter Pollmann zahlreiche bahnbrechende Arbeiten durchgeführt.

Weitere Informationen zur Tagung gibt es hier.

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news-89323 Wed, 13 Mar 2019 08:57:43 +0100 Paderborner Universitätsreden Nr. 151: „Brexit: Von einer urbritischen Malaise. Versuch einer kulturhistorischen Einordnung“ https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89323/ Die 151. Ausgabe der Paderborner Universitätsreden (PUR) ist erschienen und setzt damit die überregional bekannte Traditionsreihe fort. Die 151. Ausgabe der Paderborner Universitätsreden (PUR) ist erschienen und setzt damit die überregional bekannte Traditionsreihe fort. Am 13. Dezember 2018 hielt Christoph Ehland, seit April 2009 Professor für Englische Literatur- und Kulturgeschichte an der Universität Paderborn, im Rahmen der Paderborner Europa-Vorlesungen einen Vortrag, in dem er sich aus kulturwissenschaftlicher Sicht mit den Hintergründen und Verwerfungen der britischen Entscheidung zum EU-Austritt auseinandersetzte.

In seinem Vortrag ging Ehland unter anderem auf die britische „Euro-Angst“ und die Europäische Einigung sowie die Inselmentalität ein und gab zum Ende einen Ausblick auf den Brexit und das deutsch-britische Verhältnis. Das Heft ist kostenlos erhältlich: Universität Paderborn, Stabsstelle Presse und Kommunikation, Tel.: 05251-60-2553, oder: presse(at)zv.upb(dot)de. Seit 1984 gibt der Paderborner Amerikanist und Initiator der Reihe, Prof. em. Dr. Dr. h. c. mult. Peter Freese, die Paderborner Universitätsreden heraus. Die Hefte erscheinen vier bis sechs Mal im Jahr.

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news-89257 Wed, 13 Mar 2019 08:10:00 +0100 Vortrag zum Thema „Pflegeverantwortung und Beruf/Studium“ am 21. März – Anmeldung bis 20. März https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89257/ Am Donnerstag, 21. März, findet von 10 bis 11.30 Uhr der Vortrag "Vereinbarkeit von Pflegeverantwortung und Beruf/Studium – Eine große Herausforderung! Wie kann ich gut für mich sorgen, Hilfe organisieren und bei Kräften bleiben?" statt. Am Donnerstag, 21. März, findet von 10 bis 11.30 Uhr im Raum Q1.203 der Vortrag "Vereinbarkeit von Pflegeverantwortung und Beruf/Studium – Eine große Herausforderung! Wie kann ich gut für mich sorgen, Hilfe organisieren und bei Kräften bleiben?" statt. Bei dem Vortrag, der vom FamilienServiceBüro der Universität zusammen mit der internen Fort- und Weiterbildung veranstaltet wird, informiert Silke Niewohner, Gesundheitswissenschaftlerin und Coach, über Belastungen und Herausforderungen, die sich für Beschäftige und Studierende bei der Vereinbarkeit von Pflegeverantwortung und Beruf/Studien ergeben können und wie diesen sinnvoll und wirksam vorgebeugt sowie entgegengewirkt werden kann.

Aktuell sind noch Plätze frei. Anmeldungen sind bis Mittwoch, 20. März, per Mail an Michael Hellmich möglich. 

Weitere Informationen zum Vortrag auf der Seite der Internen Fort- und Weiterbildung.

 

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news-89317 Tue, 12 Mar 2019 16:05:33 +0100 Auf den Spuren der kolonialen Vergangenheit: Tagung „Koloniale Welten in Westfalen“ am 4. und 5. April an der Universität Paderborn https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89317/ Deutschlands Kolonialgeschichte wurde lange Zeit von Forschung und Politik vernachlässigt. Erst in den letzten Jahren beschäftigten sich Wissenschaftler unter geschichts- und sozialwissenschaftlichen Aspekten vermehrt mit dem Thema. Während der Tagung „Koloniale Welten in Westfalen“, die am Donnerstag und Freitag, 4. und 5. April, an der Universität Paderborn stattfindet, soll kritisch reflektiert werden, welche Auswirkungen und Folgen Kolonialismus in den ehemaligen deutschen Kolonien und bei uns hatte und bis heute hat. Außerdem möchte die Veranstaltung zeigen, welche Spuren Kolonialismus in Westfalen-Lippe hinterließ und eine Auseinandersetzung mit dem Thema auf regionaler Ebene anstoßen. Interessierte sind herzlich eingeladen und können mit Experten von Universitäten, Museen und Initiativen aus ganz Deutschland den Umgang mit dem kolonialen Erbe diskutieren. Anmeldungen per Mail bis zum 22. März an: registration-zg@kw.upb.de. Die Tagung startet am 4. April um 13 Uhr. Deutschlands Kolonialgeschichte wurde lange Zeit von Forschung und Politik vernachlässigt. Erst in den letzten Jahren beschäftigten sich Wissenschaftler unter geschichts- und sozialwissenschaftlichen Aspekten vermehrt mit dem Thema. Während der Tagung „Koloniale Welten in Westfalen“, die am Donnerstag und Freitag, 4. und 5. April, an der Universität Paderborn stattfindet, soll kritisch reflektiert werden, welche Auswirkungen und Folgen Kolonialismus in den ehemaligen deutschen Kolonien und bei uns hatte und bis heute hat. Außerdem möchte die Veranstaltung zeigen, welche Spuren Kolonialismus in Westfalen-Lippe hinterließ und eine Auseinandersetzung mit dem Thema auf regionaler Ebene anstoßen. Interessierte sind herzlich eingeladen und können mit Experten von Universitäten, Museen und Initiativen aus ganz Deutschland den Umgang mit dem kolonialen Erbe diskutieren. Anmeldungen per Mail bis zum 22. März an: registration-zg@kw.upb.de. Die Tagung startet am 4. April um 13 Uhr.

Experten von Universitäten, Museen und Initiativen aus ganz Deutschland geben Einblicke in ihre Arbeit zu Kolonialismus

Bei der zweitägigen Konferenz stellen Wissenschaftler von unter anderem der Humboldt-Universität zu Berlin, der TU Berlin, der Universität Hamburg, der Philipps-Universität Marburg und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ihre Forschung zu Aspekten des Kolonialismus vor. Das komplette Programm gibt es unter: https://kw.uni-paderborn.de/historisches-institut/veranstaltung/news/koloniale-welten-westfalen

Veranstalter sind sechs regionale Einrichtungen

Die Tagung wird vom „Arbeitsbereich Zeitgeschichte“ am Historischen Institut der Universität Paderborn, dem Stadtmuseum Paderborn, der Initiative „Bielefeld postkolonial“, dem Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalen/Abteilung Paderborn, dem Lippischen Landesmuseum Detmold sowie dem Museum Hexenbürgermeisterhaus Lemgo organisiert.

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news-89315 Tue, 12 Mar 2019 15:23:51 +0100 Von Flugrobotern und Smart Cities – Deutschlands größte Mechatronik-Fachkonferenz erstmalig in Paderborn https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89315/ Mit der VDI-Mechatroniktagung am 27. und 28. März findet – erstmals in Paderborn – die größte Mecha­tronik-Fachkonferenz des deutschsprachi­gen Raumes im Heinz Nixdorf Institut der Universität statt. Mit der VDI-Mechatroniktagung am 27. und 28. März findet – erstmals in Paderborn – die größte Mecha­tronik-Fachkonferenz des deutschsprachi­gen Raumes im Heinz Nixdorf Institut der Universität statt. Vorgestellt werden neueste Forschungsergebnisse im Bereich der Mechatronik und Digitalisierung. Die renommierte Konferenz zeichnet sich insbe­sondere durch die enge Verzahnung von Forschung und Praxis aus und gibt Vertreterinnen und Vertretern aus Industrie und Wissenschaft die Möglichkeit zum Austausch.

„Paderborn hat mit seinem Brückenschlag zwischen wegweisenden Unternehmern, wie Heinz Nixdorf, Dr.-Ing. Herbert Hanselmann (dSPACE) und der Universität wesentlich zur Weiterentwicklung der Mechatronik beigetragen. Nicht zuletzt mit dem Spitzencluster it’s OWL steht Paderborn heute für die enge Verzahnung von Industrie und Forschung im Bereich Mechatronik“, fasst Prof. Dr.-Ing. Iris Gräßler, Professorin für Produktentstehung am Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn und Initiatorin der Tagung, zusammen.

Durch die Etablierung der Mechatronik-Fachkonferenz in Paderborn wird diese Tradition nun weitergeführt. Die Fachtagung bietet ein breites Themenspektrum aus den Bereichen Mechatronik, Automatisierung und Regelungstechnik. Zukunftsorientierte Themen wie Digitalisierung und Industrie 4.0 stehen im Fokus der umfangreichen Vortragsreihe. Nachwuchswissenschaftler und Professoren aus dem gesamten deutschsprachigen Raum präsentieren dazu ihre aktuellen Forschungsergebnisse. Die breite Palette der Beiträge reicht von Flugrobotern über Asbestsanierung bis hin zur Erschließung von Geschäftschancen mittels der Vernetzung von Flutwarnsystemen.

Richtungsweisende Impulse werden durch die Key-Note Speaker gesetzt: Prof. Dr. I. Sevil Sariyildiz, die 2003 als eine der “Top 10 Frauen” in den Niederlanden ausgezeichnet wurde, wird über den IQ einer Smart City vortragen und Einblicke in die Städte von morgen geben. Weitere Key-Notes werden der Geschäftsführer Technik von Miele, Dr.-Ing. Stefan Breit und Prof. Dr.-Ing. Ansgar Trächtler, Professor für Regelungstechnik und Mechatronik an der Universität Paderborn und Leiter des Fraunhofer Instituts IEM, halten.

Über die Vorträge und Diskussionen hinaus bietet die in die Tagung integrierte Industrie-Fachausstellung, bei der sich vorwiegend Unternehmen aus der Region präsentieren, wie dSpace, BST eltromat und Infineon, eine ideale Plattform zum Austausch zwischen den Experten aus Industrie und Wissenschaft. So wird ein optimaler Transfer der Ergebnisse der Wissenschaft in die industrielle Praxis gewährleistet.

Die Mechatronik-Fachkonferenz wird im Zweijahres-Rhythmus seit 2001, zuletzt abwechselnd von der TU Dresden, der RWTH Aachen sowie der TU Dortmund ausgerichtet. Thematisch steht sie damit ganz in der Tradition des vom Computerpionier Heinz Nixdorf gestifteten Heinz Nixdorf Instituts. An diesem wird seit der Gründung 1989 getreu dem Motto "Things that think – Die Zukunft vorausdenken“, an den intelligenten technischen Systemen von morgen geforscht.

Anmeldung und weitere Informationen unter:
https://www.vdi-mechatroniktagung.de/


Initiatorin der Tagung:
Prof. Dr.-Ing. Iris Gräßler
Fachgruppe Produktentstehung
Heinz Nixdorf Institut

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news-89029 Tue, 12 Mar 2019 15:15:00 +0100 Jetzt Teil des Uni-Teams beim Paderborner Osterlauf am 20. April werden - Anmeldungen noch bis 20. März https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89029/ Rund 11.000 Läufer und 25.000 Zuschauer - das ist der Paderborner Osterlauf. Am Samstag, 20. April, lockt Deutschlands ältester Straßenlauf ab 11 Uhr wieder tausende Sportinteressierte in die Stadt. Unter dem Motto „Uni mit Herz“ soll 2019 nach vierjähriger Pause auch wieder ein Team der Universität Paderborn starten. Wer mitlaufen möchte, kann sich ab sofort bis zum 20. März beim Hochschulsport Paderborn für die 5 und 10 Kilometer-Läufe oder den Halbmarathon kostenpflichtig anmelden: https://www.buchsys.de/paderborn/angebote/aktueller_zeitraum/_Osterlauf.html. Rund 11.000 Läufer und 25.000 Zuschauer - das ist der Paderborner Osterlauf. Am Samstag, 20. April, lockt Deutschlands ältester Straßenlauf ab 11 Uhr wieder tausende Sportinteressierte in die Stadt. Unter dem Motto „Uni mit Herz“ soll 2019 nach vierjähriger Pause auch wieder ein Team der Universität Paderborn starten. Wer mitlaufen möchte, kann sich ab sofort bis zum 20. März beim Hochschulsport Paderborn für die 5 und 10 Kilometer-Läufe oder den Halbmarathon kostenpflichtig anmelden: https://www.buchsys.de/paderborn/angebote/aktueller_zeitraum/_Osterlauf.html.

In der Startgebühr (5 km = 16 €, 10 km = 23 €, Halbmarathon = 29 €) ist ein Laufshirt der Uni enthalten. Die Startunterlagen und das Shirt können circa zwei Wochen vor dem Lauf im Uni-Foyer abgeholt werden. Das Uni-Team wird vom Hochschulsport Paderborn und dem Arbeitskreis "Gesunde Hochschule" betreut.

Damit sich alle Läufer optimal auf die Veranstaltung vorbereiten können, bietet der Hochschulsport in den Semesterferien verschiedene Laufkurse an. Buchungen sind ab dem 28, Januar, 8 Uhr online möglich: https://www.buchsys.de/paderborn/angebote/aktueller_zeitraum/index.html. Um an den Kursen des Hochschulsports teilnehmen zu können, müssen Universitätsmitarbeiter vorher ein Sportticket erwerben: https://www.buchsys.de/paderborn/sportarten/aktueller_zeitraum/_Sportticket_Mitarbeitende.htm.

Weitere Informationen zum Paderborner Osterlauf und den Starts der einzelnen Läufe unter: https://www.paderborner-osterlauf.de.

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news-89313 Tue, 12 Mar 2019 15:02:17 +0100 Universitätspräsidentin Prof. Dr. Birgitt Riegraf unterstützt chinesisch-deutsche Kooperation im Umweltbereich https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89313/ Der Geschäftsführer des Verbindungsbüros Frankfurt des Qingdao Sino-German-Ecoparks, Frank Lenhardt, besuchte kürzlich die Universität Paderborn. Der Geschäftsführer des Verbindungsbüros Frankfurt des Qingdao Sino-German-Ecoparks, Frank Lenhardt, besuchte kürzlich die Universität Paderborn. Das Verbindungsbüro eröffnet seit seiner Gründung im Jahr 2013 die Möglichkeit, chinesisch-deutsche Kooperationen im Umweltbereich und Lösungen zur Reduzierung von Emissionen voranzubringen.

Der Ökopark ist eine Plattform, die dazu dient, Kooperationen in der Industrie, im Handel, bei Innovationen sowie im Sport und in der Musik zu stärken und auszubauen. Daher sollen innovative Forschungseinrichtungen, wie ein Materials Science Institut, in dem gemeinsame Forschung zwischen der Partner-Universität in Qingdao und der Universität Paderborn stattfinden kann, errichtet werden. Auch der Zugang von mittelständischen Unternehmen in den chinesischen Markt wird von dort unterstützt und betreut.

Prof. Dr. Birgitt Riegraf, Präsidentin der Universität Paderborn, wurde bereits im letzten Jahr in den Beirat des Sino-German Ecoparks berufen. Beim Besuch in Paderborn zeigten sich viele Kooperationsfelder u. a. in den Bereichen des Technologietransfer- und Existenzgründungs-Centers der Universität (TecUp) mit garage33, des Spitzenclusters Intelligente Technische Systeme (it`s OWL), E-Government und Materialforschung, IT sowie Maschinenbau.

Birgitt Riegraf und Frank Lenhardt waren sich einig, dass die Kooperationsfelder weiter vertieft werden sollten, und freuten sich, dass bald eine Delegation der Gesprächsteilnehmer in Qingdao vor Ort sein werde.

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news-89309 Mon, 11 Mar 2019 14:08:46 +0100 Brückenbauer zwischen Deutschland und den USA: Prof. em. Dr. Dr. h. c. mult. Peter Freese zu 80. Geburtstag mit Festschrift geehrt https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89309/ Er ist ein „Urgestein“ der Universität Paderborn: Prof. em. Dr. Dr. h. c. mult. Peter Freese, von 1979 bis 2005 an der Hochschule Professor für Amerikanistik, der am Sonntag, 10. März, 80 Jahre alt wurde. Am 11. März gab es im Jenny-Aloni-Haus der Universität ihm zu Ehren eine Feier des Instituts für Anglistik und Amerikanistik. Unter den Gästen war auch Prof. em. Dr. Friedrich Buttler, zweiter Gründungsrektor der damaligen Universität Gesamthochschule Paderborn. Er ist ein „Urgestein“ der Universität Paderborn: Prof. em. Dr. Dr. h. c. mult. Peter Freese, von 1979 bis 2005 an der Hochschule Professor für Amerikanistik, der am Sonntag, 10. März, 80 Jahre alt wurde. Am 11. März gab es im Jenny-Aloni-Haus der Universität ihm zu Ehren eine Feier des Instituts für Anglistik und Amerikanistik. Unter den Gästen war auch Prof. em. Dr. Friedrich Buttler, zweiter Gründungsrektor der damaligen Universität Gesamthochschule Paderborn.

„In den vergangenen 80 Jahren hat sich unsere Gesellschaft stark verändert und Peter Freese hat diese Veränderungen eindrucksvoll genutzt“, betonte Universitätspräsidentin Prof. Dr. Birgitt Riegraf zu Beginn ihres Grußwortes. „Für die Universität Paderborn ist Peter Freese eine prägende Persönlichkeit. Wenn wir heute von Internationalisierung sprechen, können wir auf seine Vorarbeiten verweisen“, so Riegraf weiter.

„Das Schöne an Peter Freese ist: Er ist zeitlos und immer da“, blickte Prof. Dr. Nikolaus Risch, von 2003 bis 2015 Rektor und später Präsident der Universität, in seinem Grußwort auf die gemeinsamen Jahre in Paderborn zurück. „Freese wollte Freude und Spaß haben, aber an der Hochschule auch etwas erreichen und das, was eine Universität ausmacht, in den Vordergrund stellen. Er ist für uns alle ein Vorbild.“

Nach den Grußworten überreichte Prof. Dr. Christoph Ehland, Sprecher des Instituts für Anglistik und Amerikanistik und langjähriger Kollege von Peter Freese, eine Festschrift mit einer Vielzahl von Beiträgen.

Ein Leben für die Amerikanistik und die deutsch-amerikanische Freundschaft

Freese prägte die Amerikanistik in Paderborn und weit darüber hinaus über vier Jahrzehnte entscheidend mit. Bundesweit und international erwarb er sich den Ruf als Experte seines Fachgebiets. Er gilt als Brückenbauer zwischen Deutschland und den USA und war unter anderem Präsident der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien. 1999 erhielt Freese von Senator Daniel Patrick Moynihan eine Flagge vom Capitol für “outstanding contributions to German-American understanding” und im Jahr 2000 wurde er mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Forschungsaufenthalte, Gastprofessuren und Fellowships führten ihn an verschiedene US-amerikanische Hochschulen.

Freese ist Ehrendoktor der Universitäten Dortmund, Duisburg-Essen sowie der Lock Haven University of Pennsylvania. Im Januar erhielt er beim Neujahrsempfang der Universität Paderborn für sein wissenschaftliches Lebenswerk die Universitätsmedaille, die höchste Auszeichnung der Hochschule.

Peter Freese begründete 1984 die „Paderborner Universitätsreden“, die er noch immer herausgibt und in der gerade Heft 151 erschien. Er war Herausgeber der Festschrift zum 40. Geburtstag der Universität und ist Mitbegründer und bis heute 1. Vorsitzende von Alumni Universität Paderborn e. V., dem zentralen Ehemaligenverein.

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news-89303 Mon, 11 Mar 2019 11:00:53 +0100 Navigieren über Licht: Forschungsprojekt zeigt Möglichkeiten der lichtbasierten Ortung für die Industrie https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89303/ In einem BMBF-Verbundprojekt haben OSRAM, Götting, KEB Automation und das Fraunhofer IEM erforscht, welche Möglichkeiten die lichtbasierte Ortung insbesondere für den Einsatz in der Industrie hat. In einem BMBF-Verbundprojekt haben OSRAM, Götting, KEB Automation und das Fraunhofer IEM erforscht, welche Möglichkeiten die lichtbasierte Ortung insbesondere für den Einsatz in der Industrie hat. Beim Projektabschluss zogen sie ein vielversprechendes Fazit: Navigieren über Licht ist praktisch, flexibel und zuverlässig – und birgt großes Potenzial für die Industrie 4.0.

Ergebnis der dreijährigen Forschungskooperation ist ein Ortungssystem, das fahrerlose Transportfahrzeuge über Licht durch eine Logistik- oder Produktionshalle navigiert. Die Ortung erfolgt über an der Hallendecke montierte LED-Leuchten, die jeweils eine eindeutige Kennung über moduliertes, also speziell pulsierendes Licht aussenden. Für das menschliche Auge ist diese Modulation komplett unsichtbar, es ändert sich somit nichts an der Beleuchtungssituation. „Mittels lichtbasierter Ortung kann eine aufwandsarme und flexible Navigation für autonome Fahrzeuge realisiert werden. Wenn wir sie künftig an die bestehende LED-Deckenbeleuchtung koppeln, könnte die Technologie ein wesentlicher Treiber für die Industrie 4.0 sein“, erläutert Christian Fechtelpeter, Wissenschaftler am Fraunhofer IEM die Vorteile der Lösung.

Exemplarisch umgesetzt wurde die Navigation im modularen Transportsystem KATE (Kleine autonome Transporteinheit) der Firma Götting. Während die Standardversion des Fahrzeugs über auf dem Boden aufgebrachte optische Leitlinien und Transponder geleitet wird, kann die Spurführung jetzt über das neue System erfolgen. OSRAM modifizierte Standard-Industrie-LED-Leuchten und entwickelte eine Kamerasensorik, um das modulierte Licht zu empfangen.  Eine von Götting entwickelte Auswerteeinheit im Fahrzeug verarbeitet die Kamera- sowie weitere Sensordaten und ermöglicht somit die Navigation über ein Bedieninterface. Die interdisziplinäre Entwicklung des Gesamtsystems koordinierte das Fraunhofer IEM mit Methoden des Systems Engineering. Erfolgsfaktoren waren vor allem die modellbasierte Spezifikation der Gesamtarchitektur sowie die Testfallplanung.

Die Umsetzung im Testfeld der Elektronikfertigung bei der KEB Automation zeigt: Die lichtbasierte Ortung böte bei Marktreife Vorteile gegenüber anderen Navigationstechnologien. Unternehmen könnten mit wenig Aufwand ihre bestehende Licht-Infrastruktur nutzen. Da Hindernisse auf dem Hallenboden die Kommunikation zwischen Sender und Empfänger nicht unterbrechen, könnte die Navigation weitestgehend störungsfrei erfolgen. Die Route der fahrerlosen Transportsysteme könnte flexibel umprogrammiert werden. So könnten Prozesse verschlankt und Arbeitsabläufe erleichtert werden.

Das Projekt LiONS (Lichtsensorbasierte Ortungs- und Navigationsdienste für autonome Systeme) wurde von Oktober 2015 bis Dezember 2018 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Bekanntmachung zur Förderung von "Sensorbasierten Elektroniksystemen für Anwendungen für Industrie 4.0 (SElekt I4.0)" gefördert.

Die Projektpartner

  • OSRAM entwickelte sowohl die modifizierten LED-Leuchten als auch die entsprechende Sensorik für das Transportfahrzeug.
  • Die Götting KG entwickelt im Projekt ein spezielles Auswertemodul für sein fahrerloses Transportsystem KATE.
  • KEB ermöglichte als Anwendungspartner die exemplarische Anwendung in der eigenen Produktion und damit die Validierung im realen Einsatz.
  • Das Fraunhofer IEM verantwortete die Gesamtsystemkonzipierung sowie die Testfallplanung und koordiniert das Gesamtprojekt. Im Sinne des Model-based Systems Engineering wurde das System der lichtbasierten Ortung ganzheitlich und modellgestützt konzipiert, wobei von Beginn an alle notwendigen Fachbereiche miteinbezogen wurden.

Weitere Informationen
Link zur Projekt-Website: www.lions-lbs.de
Link zum Demo-Video: https://youtu.be/JEUxrW2au_0

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news-89301 Mon, 11 Mar 2019 09:38:15 +0100 Schreib Dich durch die Nacht – Vierte Lange Nacht des Schreibens an der Uni Paderborn https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89301/ Am Donnerstag, 7. März, hieß es um 19 Uhr in der Paderborner Universitätsbibliothek wieder: „Schreib Dich durch die Nacht!“ Am Donnerstag, 7. März, hieß es um 19 Uhr in der Paderborner Universitätsbibliothek wieder: „Schreib Dich durch die Nacht!“ 250 Studierende waren dabei und wollten in der Langen Nacht des Schreibens (LaNa) neue Texte beginnen, aktuelle weiterführen oder abschließen. Innerhalb einer Woche waren alle Plätze vergeben. „Die Lange Nacht des Schreibens soll ein sozialer Raum sein, wo das Schreiben nicht allein passieren muss, wo man sich austauschen kann“, sagt Vanessa Frahnert vom Kompetenzzentrum Schreiben. Getreu dem Motto der diesjährigen vierten LaNa „gesund|schreiben“ sollte der Schreibprozess in diesem Jahr „nicht unter Zeitdruck, sondern in erster Linie nachhaltig sein.“

Im Anschluss an die Begrüßung durch Dr. Andrea Karsten vom Kompetenzzentrum Schreiben und Ursula Hlubek, Fachreferentin in der Bibliothek, stellte Poetry-Slammerin Sarah Lau einen Text zu ihren Erfahrungen mit dem Schreiben vor und stimmte die Studierenden auf den Abend ein. Beratung, Kurzworkshops und Vorträge wurden von den Veranstaltern – Kompetenzzentrum Schreiben, Universitätsbibliothek, Schreib-Treff für internationale Studierende, Hochschulsport, IMT:doIT, Orthografie@upb und Zentrale Studienberatung – während der nächtlichen 12 Stunden angeboten. Passend zum Motto informierte beispielsweise Sascha Gutmann von der Techniker Krankenkasse über Stressprävention, Prof. Dr. Katrin B. Klingsieck, Fach Psychologie, erklärte, wie man die „Aufschieberitis“ beim Schreiben überwinden kann und vom Hochschulsport angebotene Bewegungspausen und Yogaeinheiten sorgten für Ausgleich und frische Energie.

„Das Soziale, sich austauschen zu können und zusammen die Nacht durchzuschreiben, das macht den Reiz aus“, meint Studentin Marla Baier, die zum ersten Mal bei der LaNa dabei ist. „Dass alle gleichzeitig schreiben ist etwas Besonderes. Man rauft sich auf und hat am Ende viel geschafft“, meint auch ihre Kommilitonin Evelyn Witt. Studierende aller Fachrichtungen und in jeder Phase ihres Schreibprozesses kommen in der Langen Nacht des Schreibens zusammen – von der ersten Idee bis hin zur letzten Korrektur, vom Labor- oder Praktikumsbericht, der Hausarbeit, dem Portfolio bis hin zur Präsentation. „Wir freuen uns über jeden – alle Fächer und Schreibprojekte sind gerne gesehen“, bestätigt Vanessa Frahnert.

Für die Verpflegung der fleißigen Schreiberinnen und Schreiber sponserte das Präsidium ab 22 Uhr ein Buffet. Der Bioladen Wedde sowie Innocent Smoothies stellten ebenfalls Essen und Getränke zur Verfügung. Als Zusatz konnten die Studierenden am Infostand der Techniker Krankenkasse leckere Smoothies probieren und Informationen zu konzentrationssteigernden Ernährungsstrategien bekommen. Mit einer Mitternachtssuppe – ebenfalls gesponsert von der Techniker Krankenkasse – wurde das Versorgungspaket abgerundet.

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news-89299 Fri, 08 Mar 2019 14:18:16 +0100 Das Schülerinnen-MINT-Mentoring „look upb“ der Universität Paderborn: Anmeldungen bis 24. März https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89299/ Das Schülerinnen-MINT-Mentoring „look upb“ der Universität Paderborn ist im Oktober 2016 gestartet – nach insgesamt fünf erfolgreichen Durchgängen wurde jetzt eine positive Zwischenbilanz gezogen: Das Schülerinnen-MINT-Mentoring „look upb“ der Universität Paderborn ist im Oktober 2016 gestartet – nach insgesamt fünf erfolgreichen Durchgängen wurde jetzt eine positive Zwischenbilanz gezogen: Seit dem Start haben bisher 32 Schülerinnen von „look upb“ profitiert. Eine Evaluation der Schülerinnen, die seit der Teilnahme ihre allgemeine Hochschulreife erlangt haben, hat gezeigt, dass die Schülerinnen zu 90 % ein MINT-Studium (MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) aufgenommen haben. Die Anmeldung für den sechsten Durchgang hat bereits begonnen. Anmeldeschluss ist der 24. März. Informationen gibt es unter: www.upb.de/look.

„look upb“ ermöglicht den Schülerinnen einen Einblick in den universitären Alltag. Gemeinsam mit der Mentorin bekommen die Mentees einen ersten Eindruck der Universität, dem Campusleben sowie ersten Vorlesungen und Übungen aus den MINT-Studienfächern. Damit bekommen die Schülerinnen Beratung, Feedback und Network als Gesamtpaket geboten. Zusätzlich zu den Mentoring-Treffen gibt es ein spannendes Rahmenprogramm. Ein Highlight ist der Besuch der Hannover Messe.

„look upb“ ist eine Kooperation mit dem Mentoring-Programm „perspEktIveM“ der Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik, das sich an Studentinnen mit Promotionsinteresse richtet.

Text: Isabel Hoischen

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news-89297 Fri, 08 Mar 2019 13:27:42 +0100 Kinderferienfreizeit Ostern 2019 https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89297/ In der zweiten Osterferienwoche bietet die Gleichstellungsbeauftragte der Universität Paderborn eine Kinderferienfreizeit für Kinder von Studierenden und Beschäftigten der Universität Paderborn an. In der zweiten Osterferienwoche bietet die Gleichstellungsbeauftragte der Universität Paderborn eine Kinderferienfreizeit für Kinder von Studierenden und Beschäftigten der Universität Paderborn an. Sie findet vom 23. April 2019 bis zum 26. April 2019 statt und besteht aus einem Ganztagsangebot und zwei Halbtagsangeboten.

Das Ganztagsangebot „Crazy Machines“ – verrückte Zeiten! nimmt die Kinder mit auf eine Mission. Dafür geht es in den Haxtergrund. Das Angebot findet vom 23. April 2019 bis zum 26. April 2019 (4 Tage) von 8.30 bis 16.00 Uhr statt und richtet sich an Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren. Der Elternbeitrag beträgt 40,- €.

Das erste Halbtagsangebot „Golf entdecken“ lädt Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren am 23. April 2019 (1 Tag) von 8.30 bis 14.00 Uhr zu einem Schnupperkurs in die Golfakademie im Haxterpark ein. Der Elternbeitrag liegt bei 5,- €.

Das zweite Halbtagsangebot „Ich schieß´ dich auf den Mond – aber wo landet man da überhaupt?“ ermöglicht den Kindern im Schülerlabor coolMINT des Heinz Nixdorf MuseumsForums (HNF) das Forschen. Das Angebot geht vom 24. April 2019 bis zum 26. April 2019 (3 Tage) von 8.30 bis 14.00 Uhr. Es wird vorausgesetzt, dass die Kinder bereits lesen können. Der Elternbeitrag beträgt 15,- €.

Die Anmeldung ist vom 18. März 2019 bis zum 11. April 2019 bei Andrea Sabban (E2.106, andrea.sabban(at)upb(dot)de) möglich.

Weitere Informationen zu den Angeboten und zur Anmeldung finden Sie unter: https://www.uni-paderborn.de/index.php?id=110106

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news-89295 Fri, 08 Mar 2019 12:09:44 +0100 Wirtschaftswissenschaftler Dr. Sebastian Vogt zum Honorarprofessor an der FH Bielefeld ernannt https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89295/ Am Dienstag, 26. Februar, wurde Dr. Sebastian Vogt, Wirtschaftswissenschaftler der Universität Paderborn, an der FH Bielefeld zum Honorarprofessor ernannt. Dort lehrt er seit dem Wintersemester im Bereich „Entrepreneurship“. Als Experte auf diesem Gebiet ist er an der Universität Paderborn seit 2016 Geschäftsführer des Technologietransfer- und Existenzgründungs-Centers (TecUP). Am Dienstag, 26. Februar, wurde Dr. Sebastian Vogt, Wirtschaftswissenschaftler der Universität Paderborn, an der FH Bielefeld zum Honorarprofessor ernannt. Dort lehrt er seit dem Wintersemester im Bereich „Entrepreneurship“. Als Experte auf diesem Gebiet ist er an der Universität Paderborn seit 2016 Geschäftsführer des Technologietransfer- und Existenzgründungs-Centers (TecUP). Angegliedert an das TecUP ist auch die „garage33“, in der Start-ups und Unternehmen gemeinsam unter einem Dach innovative Geschäftsmodelle entwickeln. Bei der Urkundenübergabe betonte FH-Präsidentin Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk, dass das Thema durch Sebastian Vogt an ihrer Hochschule nun weiter vorangetrieben werde: „Durch seine Vita und bisherigen Erfahrungen weist Dr. Sebastian Vogt ein hohes Maß an Expertise im Bereich Entrepreneurship auf.“

Gebündelte Expertise: Innovationslabor OWL profitiert von der Professur

Auch dem Projekt „Innovationslabor OWL“ kommt zugute, dass mit der Honorarprofessur für Sebastian Vogt Expertise auf dem Gebiet Entrepreneurship gebündelt wird. Im Innovationslabor haben sich die Universitäten Paderborn und Bielefeld, die FH Bielefeld und die Hochschule OWL zusammengeschlossen. Hier wird die Gründung von technologie- und wissensbasierten Hochschulausgründungen in OWL unterstützt und begleitet. Sebastian Vogt: „Gerade im Bereich der hochschulgetriebenen Gründungsunterstützung gibt es bereits heute sehr gute Kooperationen zwischen den ostwestfälischen Hochschulen. Wenn wir diese über die Grenzen OWLs sichtbar machen wollen, ist es sinnvoll, dass die Hochschulen zukünftig noch enger zusammenarbeiten, um auf der internationalen Landkarte aufzutauchen.“

Vogt blickt der Zusammenarbeit freudig entgegen: „Es macht wahnsinnig viel Spaß, mit interdisziplinären Start-up-Unternehmen zu arbeiten und zu erleben, wie gemeinsame Projekte von Studierenden und Wissenschaft in die Wirtschaft getragen werden.“

Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane, Dekanin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn, freut sich über die Ernennung ihres Fakultätsmitglieds zum Honorarprofessor: „Die Verleihung der Honorarprofessur an unseren Wissenschaftler Sebastian Vogt verdeutlicht einmal mehr, welchen Stellenwert die Arbeit von Herrn Vogt und der von ihm gelebte Transfer von Wissen und Know-how in den Wirtschaftswissenschaften in der Region insgesamt haben.“

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