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Die Universität im Winter mit Blick auf den Turm vom J-Gebäude. Bildinformationen anzeigen

Die Universität im Winter mit Blick auf den Turm vom J-Gebäude.

Foto: Universität Paderborn, Adelheid Rutenburges

| Pressemitteilung

„Studiobühne“ führt vom 23. Oktober bis 30. November Molières Komödie „Tartuffe“ auf

Am Mittwoch, 23. Oktober, führt die „Studiobühne“ der Universität Paderborn erstmals die Komödie „Tartuffe“ des französischen Dichters Molière auf. Weitere Aufführungen folgen am 25. und 29. Oktober, am 5., 8., 13., 16., 19., 26., 29. und 30. November. Start ist jeweils um 19.30 Uhr. Karten gibt’s für 8 Euro (ermäßigt 5 Euro). Sie können telefonisch im Service Center der Universität reserviert (Mo – Do 9 bis 16 Uhr, Fr 9 – 14.30 Uhr; Tel.: 05251-60-5040; ab 16 Uhr/freitags ab 14.30 Uhr unter 05251 60-2499) sowie im Paderborner Ticket-Center (Marienplatz 2a) und jeweils ab 18.30 Uhr an der Abendkasse gekauft werden. Reservierte Karten müssen bis 19 Uhr abgeholt werden.  

„Tartuffe“ wurde erstmals 1664 im Schloss Versailles aufgeführt und löste mit seiner Kritik an religiöser Heuchelei einen Skandal aus, der zu zwei Aufführungsverboten führte. Schon vor der Premiere versuchte der sogenannte „alte Hof“, die Aufführung zu unterbinden und konnte König Ludwig XIV., der selbst an dem Stück wenig Anstoß nahm, so stark unter Druck setzen, dass er sich den Forderungen nach einer Zensur beugte. Molière kämpfte viele Jahre dafür, sein Werk wieder auf die Bühne bringen zu dürfen. Nachdem der alte Hof mehr und mehr an Macht und Einfluss verloren hatte, konnte „Tartuffe“ in seiner dritten, bis heute erhaltenen Fassung wiederaufgeführt werden – mit großem Erfolg.

Im Zentrum der Komödie steht der titelgebende Betrüger Tartuffe, der für Streit in der Familie des Patriarchen Orgon sorgt. Schon als Tartuffe christliche Bescheidenheit predigt, hängt Orgon an seinen Lippen und erkennt nicht wie die anderen Familienmitglieder, dass es sich der vermeintlich fromme Herr bei Speis und Trank auf Kosten der Familie gut gehen lässt. Als dann Orgon mit dem Gedanken spielt, seine Tochter Marianne an den neuen Freund zu verheiraten, bricht vollkommenes Chaos aus. Mittendrin: Elmire, Orgons verzweifelte, aber kluge Ehefrau, ihr ungestümer, cholerischer Sohn, eine Großmutter, die sich über den Wiedereinzug christlicher Sitten freut, Mariannes eigentlicher Verlobter, der nicht begeistert von seinem Nebenbuhler ist, ein süffisanter Richter und Polizeibeamte, die für die endgültige Entscheidung sorgen werden. Einzig dem angereisten Schwager Cleant und dem Kammermädchen Dorine gelingt es, im Trubel Fassung zu bewahren. Doch wird das reichen, um Orgon von der Wahrheit zu überzeugen und die Hochzeit zu verhindern? Die Zuschauer können es ab dem 23. Oktober in der „Studiobühne“ erfahren.

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